Erich Hackl

 3.8 Sterne bei 252 Bewertungen
Autor von Abschied von Sidonie, Auroras Anlaß und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Erich Hackl

Seinen literarischen Beitrag zu Menschenrechtsverletzungen leisten: Der 1954 geborene österreichische Autor hat nach einem Studium der Germanistik und Hispanistik in Salzburg, Salamanca und Málaga zunächst als Lehrer und Lektor, später als Dozent an der Universität Wien gearbeitet. Seit 1983 arbeitet das Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Übersetzer, Herausgeber und freier Schriftsteller. Sein Debüt, die Erzählung „Auroras Anlaß“, zählt zur Schullektüre und erschien 1987. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Erzählung „Abschied von Sidonie“ aus dem Jahr 1989, die mehrfach mit verschiedenen Literaturpreisen und wegen des gesellschaftspolitischen Engagement ausgezeichnet und 1990 verfilmt wurde. Seinen Werken, die Themen des Nationalsozialismus und Austrofaschismus in Österreich behandeln, liegen authentische Fälle zugrunde. 2017 wurde Erich Hackl mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Neue Bücher

Im Leben mehr Glück

Erscheint am 24.04.2019 als Hardcover bei Diogenes.

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Abschied von Sidonie

Abschied von Sidonie

 (98)
Erschienen am 23.07.1991
Auroras Anlaß

Auroras Anlaß

 (64)
Erschienen am 21.03.1989
Am Seil

Am Seil

 (18)
Erschienen am 25.07.2018
Sara und Simón

Sara und Simón

 (16)
Erschienen am 02.01.1997
Die Hochzeit von Auschwitz

Die Hochzeit von Auschwitz

 (16)
Erschienen am 30.01.2004
Familie Salzmann

Familie Salzmann

 (11)
Erschienen am 21.02.2012
Als ob ein Engel

Als ob ein Engel

 (7)
Erschienen am 25.08.2009
Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick

Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick

 (8)
Erschienen am 23.02.2001

Neue Rezensionen zu Erich Hackl

Neu
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Rezension zu "Am Seil" von Erich Hackl

Sehr berührende, wahre Geschichte!
lena-literaturevor 21 Tagen

Reinhold Duschka, ein Kunsthandwerker, wird in Hackls Geschichte zum Helden, als er die durch die Nationalsozialisten verfolgte Chemikerin Regina Steinig und deren Tochter für vier Jahre in seiner Werkstatt versteckt.

AM SEIL (2018) von Erich Hackl führt uns zurück in die Zeit des Nationalsozialismus und weist uns die Wahrheit hinter dieser faktenbasierten Geschichte auf.
Jene Zeit, die das Leben des 20. Jahrhunderts so beherrschte, wird authentisch erzählt. Das Leben vieler Menschen, vor allem das der Juden, wurde bedroht. Umso mehr sympathisiert der Leser mit Reinhold, der sich gegen das Regime stellt und wahre Stärke beweist, indem er den Verfolgten einen Unterschlupf gewährt. Passend hierzu ist der Untertitel „Eine wahre Heldengeschichte“.
Der Leser wird von Hackl in das Geschehen hineinversetzt; er bekommt detaillierte Informationen zu den Hauptcharakteren. Hackls Schreibstil ist flüssig, er stützt sich auf wahrheitsgetreue Berichte, sodass die Geschichte noch authentischer für den Leser wird.

AM SEIL hat mich selbst in seiner Kürze so aufgewühlt, dass ich wieder einmal über die schlimme vergangene Zeit nachgedacht habe. Die Menschen können gar nicht genug solcher furchtbar wahren Geschichten lesen. Hackl gelingt es, das Leid einer ganzen Gesellschaft in einem Text zu beschreiben und greifbar zu machen. Trotz aller Grausamkeit der Ereignisse schafft er es, ein wenig Hoffnung in seine Geschichte zu packen und an dieser Hoffnung klammert sich der Leser fest; er hofft und kann wenigstens ein kleines Licht in der dunklen Zeit des 20. Jahrhunderts finden. 

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Rezension zu "Am Seil" von Erich Hackl

Eine (stille) Heldengeschichte
Eselsohrenvor 5 Monaten

Dieses Buch ist wie der Titel schon verrät, die Geschichte eines (stillen) Helden.

Während des 2. Weltkriegs versteckt Reinhold Duschka eine jüdische Mutter und ihre Tochter über vier Jahre hinweg in einem Nebenzimmer seiner Werkstatt in Wien und begibt sich damit in Lebensgefahr.

Es ist ein stilles Buch, das umso lauter nachhallt. Der Schreibstil war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, was sich nach den ersten paar Seiten aber gegeben hat.

Meine liebste Stelle bleibt ein Teil des Nachrufs, für den Helden der Geschichte: „Es war für dich selbstverständlich und gar nicht erwähnenswert, daß du in einer Zeit der Unmenschlichkeit Deinen Anspruch als Mensch gelebt hast.“

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Rezension zu "Am Seil" von Erich Hackl

Gut, dass es geschrieben wurde ...
HEIDIZvor 6 Monaten

Das Buch ist mit einem Schutzumschlag im bekannten Diogenes-Design versehen, ansich ist es rot in Leinen gebunden sehr edel. Die 117 Seiten lesen sich extrem spannend und informativ.

Zum Inhalt und zur Entstehung des herausragenden Werkes gibt es folgendes zu sagen:

Einst hat Lucia Heilman sich ein Versprechen gegeben. Sie wollte den passionierten Bergsteiger Reinhold Duschka würdigen, der sie und ihre Mutter vor der Deportation gerettet hat. Erich Hackl hat sich an das Schreiben gemacht, gestützt auf die Erinnerungen Lucia Heilmans. Der Spannungsbogen reicht von der Zeit vor dem Versteck, während des Versteckens und danach bis fast in unsere Gegenwart. Dieses Buch ist ein Zurückgehen, ein Zurückblicken, aber auch ein Nachvornschauen würde ich sagen, es macht Nachdenklich, gibt Informationen auf spannende Art wider und lässt den Leser teilhaben am Schicksal der beiden Heilman-Frauen und dem des Reinhold Duschka. Wunderbar geschrieben, fesselnd und spannend zum Zerreissen, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, habe es gestern an einem Abend geselen und bin noch im Bann des Gelesenen, das mich mitgerissen hat. Erstklassig den Stoff verarbeitet - gibt nichts zu meckern, ganz im Gegenteil !!!

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Erich Hackl wurde am 26. Mai 1954 in Steyr, Oberösterreich (Österreich) geboren.

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