Zusammenfassung:
Erich Hackl gewährt uns mit dieser Erzählung einen Einblick in das Leben von Herminia, Karl und ihren Familien zu Kriegszeiten.
Persönliche Meinung:
Ein Traum für Singles: Man geht arglos irgendwohin und !zack! hat sie einen erwischt:
Die Liebe.
Was eher selten geschieht, passiert hier tatsächlich und leise im Jahr 1937 in einem Krankenhaus.
Das Buch beginnt mit einem Satz, der schon erahnen lässt, dass jede Formulierung achtsam gewählt wurde (was für ein Satz!):
"Im Jänner siebenunddreißig wurde der Österreicher Karl Sequens mit einem Oberschenkeldurchschuss in ein Krankenhaus der Stadt Valencia eingeliefert."
Zwischen Herminia und Karl ist es also Liebe auf den ersten Blick. Doch wer nun mit leidenschaftlichen Liebesszenen rechnet, wird enttäuscht. Im Mittelpunkt steht ein Gegenspieler: der Krieg.
Drei Wochen nach ihrer ersten Begegnung versprechen sie sich:
„Wo du bist, will auch ich sein.“
Ein Versprechen, das sie körperlich kaum einlösen können, denn Karl kämpft im Bürgerkrieg, wird anschließend in ein französisches Lager gebracht und dann von den Nazis aufgegriffen. Herminia und die gemeinsame Tochter müssen ohne Karl leben. Was zu den Zeiten keinesfalls einfach war.
Zugegeben: Bei einem solchen Titel hatte ich mehr Emotionen erwartet. Abseits der Fakten haben mir die Passagen zu den zwischenmenschlichen Beziehungen allerdings gut gefallen.
Es ist was es ist: ein Entwurf.
















