Erich Hackl

 3,8 Sterne bei 285 Bewertungen
Autor von Abschied von Sidonie, Auroras Anlaß und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Erich Hackl

Seinen literarischen Beitrag zu Menschenrechtsverletzungen leisten: Der 1954 geborene österreichische Autor hat nach einem Studium der Germanistik und Hispanistik in Salzburg, Salamanca und Málaga zunächst als Lehrer und Lektor, später als Dozent an der Universität Wien gearbeitet. Seit 1983 arbeitet das Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung als Übersetzer, Herausgeber und freier Schriftsteller. Sein Debüt, die Erzählung „Auroras Anlaß“, zählt zur Schullektüre und erschien 1987. Zu seinen bekanntesten Werken gehört die Erzählung „Abschied von Sidonie“ aus dem Jahr 1989, die mehrfach mit verschiedenen Literaturpreisen und wegen des gesellschaftspolitischen Engagement ausgezeichnet und 1990 verfilmt wurde. Seinen Werken, die Themen des Nationalsozialismus und Austrofaschismus in Österreich behandeln, liegen authentische Fälle zugrunde. 2017 wurde Erich Hackl mit dem Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Neue Bücher

Cover des Buches Die Unpolitischen (ISBN: 9783990650837)

Die Unpolitischen

Neu erschienen am 03.10.2022 als Gebundenes Buch bei Edition Atelier.

Alle Bücher von Erich Hackl

Cover des Buches Abschied von Sidonie (ISBN: 9783257261103)

Abschied von Sidonie

 (107)
Erschienen am 30.04.2014
Cover des Buches Auroras Anlaß (ISBN: 9783257602371)

Auroras Anlaß

 (67)
Erschienen am 23.10.2012
Cover des Buches Am Seil (ISBN: 9783257245233)

Am Seil

 (25)
Erschienen am 22.04.2020
Cover des Buches Sara und Simón (ISBN: 9783257600940)

Sara und Simón

 (18)
Erschienen am 25.09.2012
Cover des Buches Die Hochzeit von Auschwitz (ISBN: 9783257602401)

Die Hochzeit von Auschwitz

 (16)
Erschienen am 27.07.2012
Cover des Buches Familie Salzmann (ISBN: 9783257240931)

Familie Salzmann

 (12)
Erschienen am 21.02.2012
Cover des Buches Als ob ein Engel (ISBN: 9783257602388)

Als ob ein Engel

 (7)
Erschienen am 27.07.2012
Cover des Buches Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick (ISBN: 9783257602395)

Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick

 (10)
Erschienen am 25.09.2012

Neue Rezensionen zu Erich Hackl

Cover des Buches Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick (ISBN: 9783257232424)
mariameerhabas avatar

Rezension zu "Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick" von Erich Hackl

Ein Bericht über die Liebe, mehr nicht
mariameerhabavor einem Jahr

Im Grunde ist das Buch genau das, was auf dem Titel steht: Ein Entwurf. Es wird das Leben von dem Brigadier Karl erzählt, aber kurz und bündig, zusammengefasst, stichwortartig und so durcheinander, dass es beim Lesen weh tut. Zeitepochen werden übersprungen, Figuren vorgestellt und sofort vergessen und die Liebe besitzt in diesem Buch gar keine Schönheit.

Im Grunde ist es ein kurzer, unschöner Bericht, gestützt auf Fakten und mehr nicht. Die Liebe ist zweitrangig, Gefühle sind für den Autoren völlig uninteressant und keine einzige Figur wird sympathisch. Der Stil hat etwas mechanisches, als hätte es ein Roboter geschrieben und ein anderer Roboter hätte es noch gewaltsam gekürzt.

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Cover des Buches Am Seil (ISBN: 9783257070323)
beccariss avatar

Rezension zu "Am Seil" von Erich Hackl

Eine Heldengeschichte
beccarisvor 2 Jahren

Der Bergsteiger Reinhold Duschka (1900-1993) versteckt eine jüdische Mutter mit ihrer Tochter während des Naziregimes in seiner Werkstatt. Er redet nicht viel, aber seine Tat, sein Mut und seine Zivilcourage bleiben unvergessen. Lucia Heilman erzählt Jahre später dem Autor, wie sie diese schlimme Zeit erlebt hat und welche Bedeutung dieser Mann, der es als Bergsteiger gewohnt war, für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen, für ihr Leben hatte.


Ein sehr eindringliches Buch, welches dem Leser lange in Erinnerung bleiben wird, weil es sehr authentisch ist.

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Cover des Buches Am Seil (ISBN: 9783257245233)
Buecherseele79s avatar

Rezension zu "Am Seil" von Erich Hackl

Ein ruhiger Held
Buecherseele79vor 2 Jahren

„Noch während des Abstiegs geriet Lucia in Sorge, dass sie die kostbare Zeit im Freien durch Unachtsamkeit verderben könnte. Wieder hätte sie alles, was um sie war, am liebsten aufgesogen oder eingewickelt, um möglichst lang davon zerren zu können. Vogelgezwitscher, Wind in den Haaren, Duft von frisch gemähtem Gras.“ (Seite 58)

So wie der Schreibstil von Erich Hackl ist, so war auch Reinhold Duschka – ruhig, besonnen, manchmal etwas schwierig, kein Mann der großen Worte, aber Menschlichkeit und Mitgefühl sind das Wichtigste.

Und so beschreibt der Autor ebenso ruhig, manchmal etwas wirr, aber ohne große Worte verlierend, die Geschichte von Reinhold Duschka, der damals in Wien einer Frau und ihrer Tochter half, sich vor den Nationalsozialisten zu verstecken. Regina Steinig und ihre junge Tochter Lucia sind jüdisch und bevor sie in den Osten geschleppt werden, können sie bei Reinhold in der Werkstatt unterkommen.

Mit diesem manchmal „wirren“ Schreibstil der keinem roten Faden folgt beschreibt der Autor die Geschichte der 3 Menschen die sich aufeinander verlassen müssen. Ich hatte zu Beginn meine Probleme, aber doch konnte mich diese kleine Geschichte begeistern und für sich einnehmen.

Der Autor beschreibt nicht die ganzen Umstände, das Buch hat ca. 120 Seiten, die Umstände sind bekannt, was passierte als die Nationalsozialisten Europa überrannten. Wie schwer es war das Menschen die nicht in das „System“ passten um ihr Leben fürchten mussten.  

Die Geschichte wird aus den Erinnerungen von Lucia erzählt, vieles kann sie nur vermuten, nicht mehr genau wiedergeben. Wie ging es mit diesen 3 Personen weiter? Welche Probleme ergaben sich durch das Verstecken? Wie konnten sie sich vor Gestapo, neugierigen Augen, dem Hunger und den Bomben schützen? Es wird kurz und minimalistisch von Erich Hackl erzählt.

Mir war der ruhige Reinhold Duschka sehr sympathisch, die Geschichte des Buches beruht auf wahren Begebenheiten. Er war kein Mann der sich ins Rampenlicht drängte, auch keiner der seine „Leistung“ für diese zwei Frauen in die Öffentlichkeit getragen hatte. „Reinhold, wie er auf der Straße auf die für ihn typische Art Nachbarinnen und Bekannte grüßt: mit halb erhobenem Arm, den Handrücken vor und zurück schwenkend, und mit einem meckernden, dabei ungemein einnehmenden Lachen.“ (Seite 112)

Durch Enkelkinder und weitere Kinder von Reinhold oder anderen Bekannten in seinem Umfeld erhält die Geschichte auch zum Ende hin nochmals weitere Blickpunkte, man kann sich noch mehr ein Bild von der Situation machen und merkt dass es keine leichte  Zeit war, auch dass Erinnerungen sich gerne verstecken und zurückhalten wenn sie solch schlimme Zeiten erleben mussten.

Ich mochte das Buch, für mich ist Reinhold Duschka ein ruhiger aber unglaublich mutiger Mann ohne große Worte und Erich Hackl, in meinen Augen, genau der Richtige, um diese Geschichte zu Blatt zu bringen.

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Zusätzliche Informationen

Erich Hackl wurde am 26. Mai 1954 in Steyr, Oberösterreich (Österreich) geboren.

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