Erich Hackl Drei tränenlose Geschichten

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Inhaltsangabe zu „Drei tränenlose Geschichten“ von Erich Hackl

Die Geschichte des Häftlings und »Lagerphotographen« von Auschwitz, Wilhelm Brasse. Eines seiner Fotos ging um die Welt. – Aufstieg, Enteignung, Flucht und Widerstand der jüdischen Familie Klagsbrunn. – Und die Spurensuche nach der Österreicherin Gisela Tschofenig, die ihre Trauung in Dachau feiern musste.

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  • "Ein Lichtblick in der verödenden geistigen Landschaft"

    Drei tränenlose Geschichten
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    27. May 2014 um 10:02

      Erich Hackl ist ein Schriftsteller, der die Themen seiner unter die Haut gehenden Erzählungen sämtlich tatsächlichen Begebenheiten, Lebensschicksalen und Biographien verdankt. Oft mit erheblichem Rechercheaufwand gräbt er sich tief in die Geschichten der Menschen ein, deren Schicksal sehr oft mit dem Nationalsozialismus und/oder mit ihrer Zugehörigkeit zum, Judentum, zu tun haben.   Auch in seinem neuen Erzählband „Drei tränenlose Geschichten“, von denen zwei schon vorher in Österreich in Zeitungen und Anthologien erschienen sind, erzählt er von jüdischen Menschen und ihren Schicksalen.   In „Familie Klagsbrunn“ (hier erstmals veröffentlicht) verfolgt er das Schicksal der jüdischen Familie Klagsbrunn von der Wiener Vorstadt Floridsdorf bis nach Rio de Janeiro, wohin sie vor den Nazis flüchteten und wo die Kinder der Familie später durch ihr politisches Engagement in den revolutionären Zellen erneut verfolgt und gefoltert wurden.   Die Erzählung „Der Fotograf von Auschwitz“ erzählt die Lebensgeschichte des Fotografen, der, weil er lieber Pole sein wollte als arischer Deutscher im KZ landete und dort wegen seiner Fotokunst überlebte. Seine Tauenden von Bilder aus Auschwitz gingen nach dem Krieg um die Welt und haben nicht unwesentlich dazu beigetragen, das Grauen und die Unmenschlichkeit, die dort herrschten, öffentlich zu machen.   Die dritte Erzählung ist die Spurensuche nach der fest vergessenen Österreicherin Gisela Tschofenig, die in Dachau ihre Hochzeit feiern musste. Hier erinnert man sich an Hackls schon 2002 erschienene Erzählung „Die Hochzeit von Auschwitz“.   Ähnlich wie sich Erich Hackl neben seiner eigentlichen literarischen Produktion immer wieder als Herausgeber von Werken unbekannter oder an den Rand gedrängter Autoren betätigt, so lässt er in seinen eigenen Werken Menschen zur Sprache kommen, bringt Licht in das Dunkel ihres vergessenen, gequälten oder verachteten Lebens, deren Geschichte sonst vielleicht niemand interessieren würde. Es sind Originalgeschichten, die Hackl minutiös und mit viel Empathie und Leidenschaft recherchiert hat. Es ist ein leises Schreiben, das vom Gespür für das leidenden Einzelwesen lebt, "ein Lichtblick in der verödenden geistigen Landschaft", wie der leider viel zu früh verstorbene Essayist und Kritiker Lothar Baier Hackls Werk vor vielen Jahren schon charakterisiert hat.

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