Erich Kästner Die Entlarvung des Osterhasen

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Inhaltsangabe zu „Die Entlarvung des Osterhasen“ von Erich Kästner

Erich Kästners Geschichten sind eine Fundgrube für alle, die das Leben nicht so ernst nehmen wollen und gerne noch länger an den Osterhasen geglaubt hätten. Wieder einmal begeistert er mit seinen gewohnt liebenswürdig-ironischen Geschichten: ob von Männern, die in den Vesuv fallen, oder von gemeinen Erbtanten. Michael Quast spürt den aberwitzigen Kuriositäten in gekonntem kästnerschem Ton nach und entlarvt dabei nicht nur den Osterhasen. 1 CD, Lesung ausgewählter Erzählungen

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  • Rezension zu "Die Entlarvung des Osterhasen" von Erich Kästner

    Die Entlarvung des Osterhasen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. April 2009 um 17:39

    Das etwas andere Ostergeschenk für Erwachsene (und auch Kinder) [Erstveröffentlichung auf: literature.de] Der alte Professor, den die Schüler ob seiner vielen Reisen, zum Beispiel in die Türkei, immer „Scheich“ nannten, erzählte den Gymnasiasten oft von den Wichtigkeiten der Bücher. Einmal sagte er zu den Schülern: „Lassen Sie sich nichts weis machen. Wir Durchschnittssorte begreifen das Leben nicht per Erfahrung, sondern in Büchern. Und wenn wir die Erde exakter als unsere Westentasche kennen, […], der einzige Roman eines Dichters ist uns dienlicher als drei Kuckfahrten um die Welt.“ 11 solcher lebens- und erfahrungsreichen Geschichten liegen hier in hörbarer Form vor, gesprochen von Schauspieler, Kabarettist und Regisseur Michael Quast, der mit seiner nicht zu hohen, nicht zu tiefen, nicht zu lauten, nicht zu leisen Stimme, die vielseitig variierenden Themen der einzelnen Texte eindrücklich in das Gedächtnis des Hörers einzubrennen vermag. Die Titelgeschichte „Die Entlarvung des Osterhasen“ möchte beim Interessenten oder Käufer vielleicht den Eindruck lieblicher Anekdoten für die österliche Zeit erwecken, doch dem kommt dieser erste Text schon bei. Der Ich-Erzähler dieser Geschichte legt schon durch den eindrücklichen Eingangssatz „Ich muss ein geradezu reizendes Kind gewesen sein.“ fest, mit wem man hier zu tun hat und berichtet sogleich über sein erstes Schuljahr, welches nicht nur „das Heraustreten des Kindes in die Bezirke des öffentlichen Lebens“ bedeutete, sondern auch so einige persönliche Katastrophen bereit hielt. Da gab es den Klassenlehrer Herr Bremser, der in der letzten Stunde vor den Osterferien – so war es Usus – eine „(improvisierte) Darbietung“ präsentierte. Auf Nachfrage eines Klassenkameraden, der gern etwas über den Osterhasen hören wollte, berichtet Herr Bremser ohne Zögern von der Nichtexistenz des desselben und stürzt eine ganze Klasse in ungläubige Traurigkeit. „Dass nichts ohne Folgen geschieht“, sei eine Erkenntnis, die jener Ich-Erzähler dem Lehrer zu verdanken habe. Und so folgen eine aufklärerische Geschichte „Bitte nichts gegen Katzen“ um deren eigensinniges Wesen auf die andere, zum Beispiel „Elementar-Unterricht“, der leicht missglückte Versuch eines Pädagogen, den Kindern mit neuen Methoden das Alphabet beizubringen. Dabei fällt man bei den zwei- bis siebenminütigen Geschichten vom Lachen ins Weinen und spürt die hochintelligente Verquickung der alltäglichen Möglichkeiten und die tiefschlaue Verarbeitung Erich Kästners, dem man hier durchaus seine sächsische Herkunft anmerkt, die den Menschen in jenen Geschichten ihre Wirklichkeit, diesen Funken Leben, der sie zum Anfassen echt macht, verleiht. Dabei sind nicht alle Geschichten nur für Erwachsene geeignet, sicherlich kann man dieses Anekdoten-Panoptikum auch in familiärer Runde hören, der Text „Ein Puppenduell“ ist gar eigens im Untertitel als „Ein Märchen für kleine Mädchen“ angepriesen. Und so gehen die Erzählungen auch vom Witzigen ins Surreale, vom Alltäglichen ins hintergründig Traurige, vom Bösartigen zum moralisch Listigen und hauen dem Hörer die Worte nur so um Ohren, auf dass sie sich mit einem gekonnten Stich ins Herz für immer dort verewigen mögen. Das Stimmwunder Michael Quast weiß mit dem Text und seinen Finessen umzugehen. Und Erich Kästner überzeugt ohne Zweifel mit seinen 11 Kurzgeschichten von der immensen Wichtigkeit der Bücher für das eigene Leben. Fazit: Dies ist ein Geschenk für die ganze Familie. Nicht nur für die Osterzeit gedacht, lassen sich auch für den kurzen Moment aussagekräftige Situationen heraufbeschwören. Also: einmal eine Gute-Nacht-Hörgeschichte! Warum nicht.

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