Drei Männer im Schnee

von Erich Kästner 
4,5 Sterne bei173 Bewertungen
Drei Männer im Schnee
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makamas avatar

Ein typischer Kästner - Gesellschaftskritik humorvoll aufgebaut

Tanja_Radis avatar

typisch Kästner!

Alle 173 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Drei Männer im Schnee"

Daß ein Unternehmer bei einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma einen der Hauptpreise gewinnt, kommt nicht alle Tage vor. Ob es aber eine gute Idee ist, den gewonnenen Winterurlaub inkognito und als armer Schlucker getarnt anzutreten? Geheimrat Toblers Tochter jedenfalls ist gar nicht entzückt von dem Plan ihres Vaters und beschließt, das Grandhotel in Bruckbeuren vor dem verkappten Millionär zu warnen. Allerdings ahnt sie nicht, daß ein arbeitsloser junger Mann als Gewinner des ersten Preises ebenfalls dort erwartet wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423252584
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.11.2006
Das aktuelle Hörbuch ist bei Deutsche Grammophon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 9 Monaten
    Zeitloser Klassiker

    Bei Erich Kästner denken die meisten zuerst an seine Kinderbücher wie „Das doppelte Lottchen“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“. Allerdings war das nur eine Facette des Autors, der ebenso Lyrik, politische und zeitkritische Texte und Unterhaltungsromane veröffentlicht hat. Einer seiner bekanntesten Romane, wohl auch wegen der Verfilmung von 1955,  ist „Drei Männer im Schnee“. Eine amüsante, kurzweilige und vor allem zeitlose Verwechslungskomödie – die auch heute, über 80 Jahre nach Erscheinen des Romans – noch Spaß macht: Der millionenschwere Geheimrat Tobler macht inkognito an einem Preisausschreiben seiner eigenen Firma mit und gewinnt auch noch den zweiten Platz: 14 Tage Skiurlaub im Grandhotel Bruckbeuren. Weil er sich einen Spaß machen will und die Menschen erforschen will, checkt er als armer Schlucker Schulze im Hotel ein. Seine Tochter Hilde findet das keine gute Idee und beschließt, das Hotel vor dem verkleideten Millionär zu warnen. Allerdings ahnt sie nicht, dass der Gewinner des ersten Preises, ein arbeitsloser junger Mann aus Berlin, auch noch im Hotel erwartet wird. Auf den ersten Blick ist die Geschichte vielleicht etwas simpel, vorhersehbar und voll mit winterlichem Idyll – auf dem zweiten Blick steckt aber noch ein bisschen mehr dahinter. Wie in vielen seiner Bücher erzählt Kästner in seiner Komödie von einer zweigeteilten Gesellschaft – von Armen und Reichen, von moralischen Menschen und einer hirnlosen, vergnügungssüchtigen Masse. Diese Kritik versteckt Kästner hinter einem leichtfüßigen Schreibstil, garniert mit ganz viel Ironie und geistreichem Witz. Ein bisschen Romantik gibt es auch noch. Tolle Unterhaltung.

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    Farbwirbels avatar
    Farbwirbelvor einem Jahr
    Wunderbares Hin und Her

    Erich Kästners Verwechslungskomödie „Drei Männer im Schnee“ wurde mir nun oft genug empfohlen, um es endlich auch zu lesen. Es stand nun bereits seit Anfang des Jahres in meinem Bücherregal, nun wurden auch seine Seiten umgeblättert.

    Geheimrat Tobler entwickelt eine teuflische Idee. Er ließ ein Preisausschreiben veröffentlichen, an dem er selbst unter dem Pseudonym Schulze teilnahm. Gewinn war eine zehntägige Reise in die Alpen. Nun kommt es dazu, dass Tobler den zweiten Platz macht und die Reise gewinnt. Interessanter Weise hat er jedoch vor, als mittelloser Schulze zu reisen und nicht als Millionär. Seinen Butler nimmt er mit, doch dieser soll als reicher Gast des Hotels wirken. Der Plan ist schnell gemacht, doch sind Hausdame und Tochter nicht gleichsam begeistert wie der Geheimrat. Sie warnen zusammen das Hotel in Bruckbeuren und fordert einige Annehmlichkeiten für Tobler ein.

    Auf der anderen Seite gibt es Dr. Hagedorn, der bereits das siebte Mal ein Preisausschrieben gewinnt, jedoch seit seiner Doktorarbeit keinen Job in der Reklame finden konnte. Er hat den ersten Platz im Preisausschreiben gemacht und reist also auch nach Bruckbeuren… Was dort wohl passiert? Natürlich wird Hagedorn für den angekündigten Millionär gehalten und Schulze als zweiter Gewinner, der nicht ernst zu nehmen ist.

    Dieser Abend hatte es in sich. Das erste Mißverständnis sollte nicht das letzte bleiben. (Echte Mißverständnisse vervielfältigen sich durch Zellteilung. Der Kern des Irrtums spaltet sich, und neue Mißverständnisse entstehen. – S. 63

    Aus diesem Umstand entspinnt sich ein wirklich amüsantes Schauspiel, das mich immer wieder schmunzeln lies. Die Komödie ist in zwanzig Kapitel unterteilt und tatsächlich verwundert es fast, warum es sich um einen Roman handelt und nicht etwa eine Komödie. Kästner schreibt wunderbar pointiert, schnippisch und witzig. Eine solche Geschichte kann man sich sehr gut aufgeführt vorstellen – der Roman wurde auch öfter verfilmt. Mich hat dieses Hin und Her doch sehr an Dürrenmatts „Physiker“ erinnert, was ein wohlgemeinter Vergleich ist, denn auch dieses Intermezzo gefiel mir gut.

    Ich kann die Empfehlungen nur weitergeben und hoffe, euch die kleine Erzählung nahegebracht haben zu können.

    „Mit dem Geld ist das so eine Sache“, meinte Schulze. „Auch wenn wir welches hätten, - spätestens Anfang März stünde hier nur noch ein Schirm herum, und Kasimir wäre verschwunden. Die Vorteile des Reichtums halten sich sehr in Grenzen.“ „Du sprichst, als ob du früher ein Bankkonto gehabt hättest“, sagte Hagedorn und lachte gutmütig. „Meine Mutter behauptet, Besitz sei häufig nichts anderes als ein Geschenk der Vorhersehung an diejenigen, die im übrigen schlecht weggekommen sind.“ – S. 130

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    _nifelheims avatar
    _nifelheimvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein echter Winter-Wohlfühlbuch!
    Drei Männer im Schnee

    Das letzte Mal hatte ich einen Kästner in der Hand, als ich noch ein Dreikäsehoch war, damals steckte ich meine Nase nur zu gern in seine Kinderbücher. "Ein fliegendes Klassenzimmer", "Das doppelte Lottchen" und "Pünktchen und Anton" versetzen mich einfach zurück in die Kindheit.

    Ich hatte ganz vergessen, wie genial dieser Mann schreiben konnte. Natürlich hatte ich auch seinen Schreibstil nicht mehr im Gedächtnis, diese überspitzten Formulierungen und die vielen spöttischen Bemerkungen machen eben einen Kästner aus. Aber es sind auch immer etwas Güte, Lebensweisheit und Antipathie gegenüber dem Spießbürgertum in seinen Büchern zu finden. Kästners rebellische Weltansichten flossen immer in seine Geschichten mit ein, so zählen auch seine Kinderbücher als Aufklärungsromane par excellence und sollten in keiner Kinderstube fehlen.


    Drei Männer im Schnee reiht sich ebenso in die Liste der gelungenen Kästner Bücher ein und ist, das kann ich jetzt schon verraten, sehr lesenswert! Aber nun mehr zum Inhalt:

    Geheimrat und Multimillionär Tobler möchte raus aus seiner betuchten Welt und die Menschen "richtig" kennen lernen, so wie sie eben sind und ihm gegenübertreten würden, wenn sie nicht wüssten, dass er vermögend ist. Er beteiligt sich an einem Preisauschreiben seiner eigenen Firma, allerdings unter falschem Namen. Er schlüpft in die Rolle des Schulze und gewinnt unter diesem Namen den zweiten Preis: einen zehntägigen Aufenthalt im Grandhotel zu Bruckbeuren in den Alpen. Bruckbeuren ist ein fiktiver, verschneiter Ort irgendwo in Tirol. Begleitet wird er auf diesem Trip von seinem langjährigen Diener Johann, der während des Hotelaufenthaltes einen reichen Schiffsherrn zu spielen hat.

    Hildegard, die Tochter Tobler's macht sich Sorgen und informiert das Hotel vor seiner Abfahrt und klärt das Personal über dessen Pläne auf, mit der Bitte bei diesem Vorhaben mitzuspielen. Blöderweise vergisst sie dabei den Namen zu nennen.

    Irrtümlich wird Dr. Fritz Hagedorn, ein arbeitsloser Werbefachmann, der in dem Preisausschreiben den ersten Preis gewonnen hat, für den reichen Mann gehalten und entsprechend verwöhnt. Tobler aka Schulze hingegen wird in eine unbeheizte Dachkammer verfrachtet und vom Personal schikaniert. Dazu wird er immer wieder zu Gelegenheitsarbeiten wie Schneeschaufeln und Einkaufen verdonnert. Dem Personal ist alles recht, um ihn aus der Sichtweite der anderen Gäste zu vertreiben.

    Bereits am ersten Tag werden die drei Männer Freunde. Wie süß und harmonisch diese Freundschaft unter den Männern beschrieben und dargestellt wird, macht das Lesen schon allein zum puren Vergnügen.

    Als Tobler schließlich auf Wunsch der anderen Gäste des Hotels verwiesen wird, fährt er nach Hause und dann klärt sich alles auf.

    Meine Meinung:

    Bei dieser Erzählung von Erich Kästner handelt es sich um eine typische Verwechslungskomödie. Charakteristisch bei dieser Gattung ist, dass Personen aufgrund von Handlungen oder Äußerlichkeiten verwechselt werden und dass diese Verwechslung zu Verstrickungen führt.  Hauptbestandteil einer solchen Erzählung ist das "Komische".  Normalerweise habe ich mit Komödien so meine Probleme, weil die Witze oft platt und billig auf mich wirken. Abgedroschen ist ein anderes Wort dafür. Das trifft allerdings nicht auf dieses Werk zu. Kein anderer sprüht vor so viel Zynismus und ist dabei so sympathisch wie Erich Kästner. Besonders gefallen hat mir die Kreativität in den Dialogen, man schmilzt beim Lesen dahin und kommt aus dem Schmunzeln nicht mehr raus.

    Wie in fast allen anderen Büchern von Kästner haben wir auch bei "Drei Männer im Schnee" eine gespaltene Gesellschaft: Arme und Reiche. Kästner glaubte an Erziehung und Bildung, an den Frieden und die Humanität und predigte sie in seinen Werken den Kleinen wie auch den Großen:

     "Das Leben ist ernst und schwer. Und wenn die Menschen, denen es gut geht, den anderen, denen es schlecht geht, nicht aus freien Stücken helfen wollen, wird es noch ein schlimmes Ende nehmen" 
     
    Pünktchen und Anton

    Deshalb darf man auch in diesem Buch eine Ladung Moral erwarten, humorvoll verpackt zwischen schön geschriebenen Sätzen, aus der Feder eines Moralisten. Ein echtes Wohlfühl-Buch !

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    LiloElsaGrangers avatar
    LiloElsaGrangervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das "Wohlfühl-Buch" schlechthin!
    Das "Wohlfühl-Buch" schlechthin!

    Vor einigen Monaten schlug meine Mutter mir vor, dass wir uns zusammen die Verfilmung von "Drei Männer im Schnee" anschauen könnten. Es war der Lieblingsfilm meiner Grossmutter, teilte sie mir mit, also wollte ich ihn mir auf jeden Fall ansehen. Später habe ich mich dazu entschlossen, den Roman hinter dieser sehr empfehlenswerten Verfilmung zu lesen und war begeistert. Ich nenne es mein "Wohlfühl-Buch". Die Story, die Verwechslungen und die Charaktere laden zum Schmunzeln ein. Man kann sich, Dank Kästners Schreibstil, wunderbar in die Situationen hineinversetzen. Man erkundet das Hotel, man greift sich an den Kopf, wenn mal wieder eine Verwechslung passiert und man ist bei der Taufe von Kasimir dabei.
    Ich empfehle dieses Buch und den Film all jenen, die gerne Geschichten mit Wendungen mögen, den alten Humor schätzen und Freude an quirligen Gestalten haben.

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Humorvoll, ironisch. Ein zeitloser Roman, der ein ernsthaftes Thema sehr unterhaltsam präsentiert.
    Schein und Sein

    Der Geheimrat rieb sich die Hände. »Erraten! Ich reise diesmal nicht als der Millionär Tobler, sondern als ein armer Teufel namens Schulze. Endlich einmal etwas anderes. Endlich einmal ohne den üblichen Zinnober.« Er war begeistert. »Ich habe ja fast vergessen, wie die Menschen in Wirklichkeit sind. Ich will das Glashaus demolieren, in dem ich sitze.«

     

    Geheimrat Tobler gehört einer Minderheit an. Er ist Millionär, sogar Multimillionär. Ihm gehören diverse Fabriken, Banken und Warenhäuser. Unter dem Namen „Schulze“ nimmt er an einem Preisausschreiben einer seiner Firmen teil und gewinnt tatsächlich den 2. Preis:  Einen 10tägigen Winterurlaub in einem Nobelhotel. Zum Entsetzen seiner Familie will er seinen Gewinn antreten – allerdings nicht als reicher Mann, sondern als armer Schlucker Schulze. Akribisch bereitet er sich vor…

    „In Toblers Arbeitszimmer sah es beängstigend aus. Neben den Neuanschaffungen lagen Gegenstände, die der Geheimrat auf dem Oberboden in staubigen Truhen und knarrenden Schränken entdeckt hatte. Ein Paar verrostete Schlittschuhe. Ein warmer Sweater, der aussah, als habe er die Staupe. Eine handgestrickte knallrote Pudelmütze. Ein altmodischer Flauschmantel, graukariert und mindestens aus der Zeit der Kreuzzüge. Eine braune Reisemütze. Ein Paar schwarzsamtene Ohrenklappen mit einem verschiebbaren Metallbügel. Ein Spankorb, der längst ausgedient hatte. Und ein Paar wollene Pulswärmer, die man seinerzeit dem Leutnant der Reserve in den Schützengraben geschickt hatte.“

     

    Seine Familie ist ja schon einiges von ihm gewöhnt. Schließlich ist Tobler ein Mensch, der für Nudeln mit Rindfleisch jedes 3-Sterne-Menü stehen lässt. Was in seinem Kopf vor sich geht, ist den lieben Angehörigen daher völlig klar…

    »Er will die Menschen studieren. Er will ihre Moral auf Herz und Nieren prüfen.«

     

    Zur gleichen Zeit macht sich ein tatsächlicher armer Schlucker auf die Reise in dasselbe Nobelhotel. Ein junger Mann, seit Jahren arbeitslos, von seiner Mutter in den einzig vorhandenen „guten“ Anzug gesteckt – und der Gewinner des 1. Preises. Als jetzt noch Toblers Tochter heimlich den Hoteldirektor anruft und über die Anreise eines verkleideten Millionärs informiert, steht der Verwechslungskomödie nichts mehr im Wege…

     

    Viele werden die Verfilmung zu diesem Buch kennen, das erstmals 1934 erschien. Ich mag sie auch, aber das Buch hat noch seinen ganz besonderen Reiz. Dieser liegt begründet in der Art und Weise, in der Kästner mit Worten umgehen konnte. Man fliegt durch den Text und nimmt - ganz nebenbei – ironische Spitzen mit…

    „Wenn eine Frau gehorcht, darf sie sogar gebildet sein.“

    …und herrliche Satire, als kluge Sätze getarnt…

    „Echte Mißverständnisse vervielfältigen sich durch Zellteilung. Der Kern des Irrtums spaltet sich, und neue Mißverständnisse entstehen.“

     

    Natürlich wirft man auch einen Blick in die Seele der Menschen. Wirklich Überraschendes kommt dabei nicht zutage, denn mal ehrlich: Wie oft beurteilt man einen Menschen nach seinem Aussehen? Wie normal ist es doch, ohnehin schon reichen Menschen jede mögliche Aufmerksamkeit zukommen zu lassen und sie mit teuren Werbegeschenken zu überhäufen, die sich diese problemlos selbst kaufen könnten und im Grunde gar nicht wertzuschätzen wissen während arme Menschen zusehen müssen, wie sie ihre Grundbedürfnisse erfüllen können.

    Im Grunde haben wir hier also ein ernsthaftes Thema, das jedoch von Kästner so leicht und humorvoll präsentiert wird, dass man sich beim Lesen einfach gut unterhalten fühlt. Und am Ende, nachdem man das Buch hochzufrieden zugeklappt hat, noch ein bisschen nachdenkt…

     

    Ach ja, falls jemand die Geschichte noch gar nicht kennen sollte: Es ist keine Weihnachtsgeschichte, sie spielt lediglich in einem Skigebiet. Und auch, wenn sie schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel hat, würde sie heute sicher genauso ablaufen.

     

    Fazit: Humorvoll, ironisch. Ein zeitloser Roman, der ein ernsthaftes Thema sehr unterhaltsam präsentiert.

     

    Ein kleines Zitat möchte ich noch anbringen. Jeder Leser wird verstehen, warum:

    »Ein kleines Kind ist er! Ich weiß nicht, woran es liegt. Im Grunde ist er doch ein gescheiter Mensch. Nicht? Und so nett und nobel. Aber plötzlich kriegt er den Rappel. Vielleicht liest er zu viel. Das soll sehr schädlich sein. Nun haben wir die Bescherung. Nun fährt er als armer Mann in die Alpen.«

    Kommentare: 10
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    lievke14s avatar
    lievke14vor 5 Jahren
    Mein 1. Erwachsenen-Kästner

    "Das doppelte Lottchen" und "Emil und die Detektive" kannte ich ja schon aus meiner längst vergangenen Kindheit. Vor einigen Jahren habe ich mich dann mal an einem Erich Kästner für Erwachsene versucht...und was soll ich sagen...herrlich!!!! Natürlich ist das kein Buch mit absolut hohem Anspruch. Das hat der gute Herr Kästner mit Sicherheit auch nicht beabsichtigt. Dieses kleine Büchlein macht einfach nur Spass. Es ist so niedlich, witzig und altmodisch geschrieben...
    Ein Buch zum Schmunzeln...

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    Dubhes avatar
    Dubhevor 7 Jahren
    Rezension zu "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner

    In einer Firma gibt es ein Preisausschreiben.
    Den 1. Platz belegt ein armer Schlucker, den 2. Platz ebenfalls, doch hinter Herrn Schulze (er hat den 2. Platz belegt) steckt der Besitzer der Firma, der ein Millionär ist.
    Der Millionär, unter dem Decknamen Herr Schulze, verkleidet sich als armer Schlucker und will so herausfinden, was die Leute denken und wie sie sich ihm gegenüber benehmen.
    Die Tochter warnt die Direktion des Hotels vor, doch dann kommt es zur Verwechslung.
    Herr Schulze wird in eine kalte, unbewohnbare Dachkammer gesteckt, während der Mann, der den 2. Platz belegt hat, in einer Luxussuit wohnt.
    Die zwei Männer freunden sich an. Schnell kommt Herr Schulze dahinter, dass seine Tochter angerufen haben muss.
    Werden die Leute hinter die Verwechslung kommen?
    .
    Ein sehr, sehr, sehr schönes Buch. Es ist aber auch sehr lustig!
    Die Sprache ist etwas veraltet, doch schon nach wenigen Seiten hat man sich daran gewöhnt.
    Die Personen hat sich der Autor gut durchdacht und auch die Handlungen der Personen.
    Immer wieder spitzt sich die Situation zu, doch es ist immer glaubwürdig.
    Kaum zu glauben, dass sich diese Geschichte wirklich zugetragen hat!
    Am Ende muss man nur mehr schmunzeln, oder aber lächeln.
    Das Buch endet sehr schön.
    Ich kann dieses Buch einfach weiterempfehlen!

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    C
    colladestravor 8 Jahren
    Rezension zu "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner

    Ist schon länger her, dass ich das Buch las, aber es war damals angenehm zu lesen und hat bei mir einen positiven Eindruck hinterlassen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner

    Eine so einfache Geschichte, aber sprachlich so herrlich angerichtet, wie es nun einmal Erich Kästner bewerkstelligte, gibt es nicht so häufig zu lesen. Fröhliche, nicht zu schwerwiegende Unterhaltung auf hohem Niveau.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Drei Männer im Schnee" von Erich Kästner

    Mit feiner, spitzer Feder karrikiert Kästner in diesem Buch die Standesunterschiede in der Vorkriegsgesellschaft und doch, wenn man ein wenig der etwas altbacken wirkenden Vordergründe mal beiseite läßt, so kommt man dahinter, daß es selbst heute, nicht soviel anders ist. Mehr Schein als Sein bewegt die Welt und während ein Mann Urlaub von sich selbst nimmt, erfährt er viel über das Leben auf der anderen Seite, den Vorbehalten und Vorurteilen denen Menschen begegnen, die für ihr Geld härter arbeiten müssen. Kästner wird trotz der Brisanz dieses Themas gerade zu seiner Zeit, aber niemals boshaft oder belehrend, er behält es sich vor mit seinen Augen zu zwinkern und uns so manches Lachen zu schenken, daß kurz darauf im Halse stecken bleibt, wenn der Gedanke ins Hirn gedrungen ist und man nicht mehr behaupten kann, man habe es nicht bemerkt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
    SusanneUlrikeMariaAlbrecht
    Das neue Jahr bringt, wie ich klug vermute,

    teils Ernst, teils Spaß; teils Arbeit und teils Feste.

    Ich wünsche dazu herzlich alles Gute!

    Ich wünsche dazu herzlich alles Beste!


    Susanne Ulrike Maria Albrecht
    http://susanne-ulrike-maria-albrecht.over-blog.de



    "Ein kleines Kind ist er! Ich weiß nicht, woran

    es liegt. Im Grunde ist er doch ein gescheiter

    Mensch. Nicht? Und so nett und nobel.

    http://delphinpaar.buecherbrett.org/2014/12/27/drei-maenner-im-schnee-erich-kaestner/

    Aber plötzlich kriegt er den Rappel. Vielleicht

    liest er zu viel. Das soll sehr schädlich sein.

    Nun haben wir die Bescherung. Nun fährt er als

    armer Mann in die Alpen."


    Erich Kästner

    Drei Männer im Schnee
    Zum Thema
    SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
    Schnee

    von

    Susanne Ulrike Maria Albrecht


    Voll Ungeduld wart ich auf den ersten Frost bei Nacht.

    Ach, was wird das wieder für ein Spaß - die ganze

    herrlich weiße, winterliche Pracht

    - und die Vorfreude auf unsere erste gemeinsame

    Schneeballschlacht.

    In seiner hochherrschaftlichen Art und Weise spricht der

    zugefrorene Weiher dann in feierlicher Laune seine

    Erlaubnis zum Schlittschuhlaufen an uns aus.

    Und lauthals schreit der von Natur aus eher plumpe Berg 

    die Einladung zum Rodeln in die Abenddämmerung hinaus.


    Copyright  Susanne Ulrike Maria Albrecht
    Zum Thema

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