Emil und die Detektive

von Erich Kästner und Walter Trier
4,3 Sterne bei563 Bewertungen
Emil und die Detektive
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Neue Kurzmeinungen

Henny176s avatar

Den Film hab ich als Kind geliebt! Und das Buch ist genauso toll 😍

ErleseneBuechers avatar

Sehr amüsantes Kinderbuch!

Alle 563 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Emil und die Detektive"

Zum ersten Mal darf Emil allein nach Berlin fahren. Seine Großmutter und die Cousine Pony Hütchen erwarten ihn am Blumenstand im Bahnhof Friedrichstraße. Aber Emil kommt nicht. Während die Großmutter und Pony Hütchen noch überlegen, was sie tun sollen, hat Emil sich schon in eine aufregende Verfolgungsjagd gestürzt. Quer durch die große fremde Stadt, immer hinter dem Dieb her, der ihm im Zug sein ganzes Geld gestohlen hat. Zum Glück bekommt Emil bald Unterstützung: von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783855356034
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Atrium Zürich
Erscheinungsdatum:01.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist bei Universal Familiy/Oetinger erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Literaturcocktails avatar
    Literaturcocktailvor 4 Monaten
    Parole Emil!

    Ein Detektivroman für Kinder. Emil und weitere Personen werden durch schöne Illustrationen bildlich vorgestellt und schon geht es los mit der Geschichte: Emil fährt zum ersten Mal alleine mit dem Zug zur Oma und gerät in eine wilde Verfolgungsjagd und entlarvt einen Dieb.

    Die Geschichte ist lesenswert und spannend, natürlich kann man die Standards und Umgangs- sowie Erziehungsweise nicht mehr mit heute vergleichen.
    Zu Anfang waren sie für mich schwer auszuhalten, weil ich mir wie im Mittelalter vorkam.

    Der Leser kann für ein paar Stunden abtauchen und wird zum Detektiv und erlebt spannende Abenteuer. Gut gelungen!

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    ErleseneBuechers avatar
    ErleseneBuechervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr amüsantes Kinderbuch!
    Hundertvierzig Mark, Nikolsburger Platz & der kleine Dienstag

    Irgendwie ist das Buch in meiner Vergangenheit immer an mir vorbei gezogen. Ich kannte es natürlich vom Hören und habe auch den Inhalt grob mitbekommen. Aber vor längerer Zeit habe ich mir das Buch nun doch gekauft und dachte, dass es eines der Bücher ist, die man mal gelesen haben muss.

    Ich habe das Buch meinem älteren Sohn vorgelesen und das hat wirklich Spaß gemacht, da er es spannend und aufregend fand. Leider kann ich dem nicht voll zustimmen. Aber so konnte ich mir gut vorstellen, dass ich das Buch als Kind ebenfalls sehr gut gefunden hätte. Und es ist, das muss man sagen, ein gutes Kinderbuch, das man ohne Weiteres seinen Kindern auch heute noch vorlesen kann.

    Am witzigsten war für mich die Sprache der Berliner Kinder und ihre ganze Organisation. Mein Sohn hingegen fand den Diebstahl von so viel Geld sehr aufregend, und dass die Kinder dann wirklich den Täter schnappten. Ebenfalls fand er Gustav mit der Hupe toll. Öfter haben wir über die Beziehung zwischen Emil und seiner Mutter gesprochen, da mein Sohn es schwierig fand, diese einzuschätzen, da sie geschimpft hat, aber eben auch froh und lieb war. Das war ein Widerspruch, fand er. Ich habe mich gefreut, dass wir solch zwischenmenschliche Beziehungen thematisieren konnten.

    Bewertung: 4 von 5 Punkten

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    lieberlesen21s avatar
    lieberlesen21vor 10 Monaten
    Mut und Freundschaft geben Kraft

    Angeregt durch den ARD Film „Kästner und der kleine Dienstag“ wollte ich das Kinderbuch von Erich Kästner „Emil und die Detektive“ nochmals lesen. Glücklicherweise fand ich es in unserem Kinderbuchregal. ************************************************************** Erich Kästner (1899-1974) schrieb diesen Kinderbuchklassiker im Jahre 1929, meine Ausgabe ist von 1970. Gerne ließ ich mich nochmals in die eigene Kinderlesezeit und -Lektüre zurück versetzen. ************************************************************** Für unsere heutigen Kinder wäre wohl der lange Einstieg in die Geschichte, bei der Kästner seine Beweggründe für eben diese nennt, zu lang und langwierig. Meiner Erfahrung nach wollen Kinder heute gleich zur Sache kommen, es muss etwas passieren, spannend oder lustig sein. ************************************************************* Die folgende 10 Bilder mit Text, die die Hauptpersonen und -orte vorstellen, kommt sicher gut an, so weiß der jungendliche Leser schon einmal einiges im Vorfeld. *************************************************************** Der Inhalt, Emil kommt mit Hilfe vieler Berliner Kinder einem gesuchten Dieb auf die Spur, ist spannend und spricht Kinder an. Sprachlich ist der Roman aber nicht immer für heutige Kinder zu verstehen, veraltete Ausdrück sind dabei. Doch es ist ein Roman der 1920 er Jahre und so zu verstehen. ************************************************************* Kinder lernen bei der Lektüre, was Mut, Zusammenhalt und Freundschaft Positives bewirken kann. ************************************************************* Natürlich für diesen Klassiker 5 Sterne, denn er wurde in einer ganz anderen Zeit vor fast 90 Jahren geschrieben.

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    HerrSchmidts avatar
    HerrSchmidtvor 2 Jahren
    Buchbesprechung "Emil und die Detektive"

    Dieser Text entstand als Studienleistung in einer universitären Vorlesung zum Thema "Klassiker der Kinderliteratur".


    Zusammenfassung

    „Emil und die Detektive“ ist ein Roman für Kinder von Erich Kästner und ursprünglich 1929 im Williams & Co. Verlag in Berlin erschienen. Der Roman ist Kästners erstes Buch für Kinder und gilt als Klassiker der Kinderliteratur. 

    Die Handlung ist hauptsächlich im Berlin der 1920er Jahre angesiedelt. 
    Der zwölfjährige Emil Tischbein wird von seiner alleinerziehenden Mutter mit 140 Mark aus der Kleinstadt Neustadt nach Berlin geschickt, um das Geld dort an seine Großmutter weiterzugeben, die von der kleinen Familie regelmäßig finanziell unterstützt wird. Die Großmutter und Emils Cousine „Pony Hütchen“ sollen Emil am Bahnhof in Berlin abholen. Um das Geld nicht zu verlieren, fixiert Emil die Scheine mit einer Nadel in der Innentasche seines Jacketts. Auf der Zugfahrt nach Berlin jedoch wird ihm das Geld von einem geheimnisvollen Mann, der sich selbst als „Herr Grundeis“ vorstellt, gestohlen. Da Grundeis Emil mithilfe von vergifteter Schokolade kurzzeitig außer Gefecht gesetzt hat, bekommt Emil von dem Diebstahl nichts mit. Als Emil bemerkt, dass die 140 Mark nicht mehr an ihrem Platz sind, macht er sich auf den Weg, um den Dieb zu verfolgen. An die Polizei möchte er sich nicht wenden, da er Angst hat, für einen Streich, den er in Neustadt gespielt hat, zur Rechenschaft gezogen zu werden. In Berlin trifft er auf „Gustav mit der Hupe“, einen etwa gleichaltrigen Jungen, der Emil anbietet, ihm bei der Jagd auf den Dieb zu helfen. Gustav ruft einige Freunde zusammen und gemeinsam entwerfen die Jungen einen Plan, um den Dieb zu fassen. In der Gruppe werden verschiedene Aufgaben verteilt und es wird Geld gesammelt, um die Verfolgungsjagd zu finanzieren. Emil lässt eine Nachricht an seine Verwandten schicken, um ihnen mitzuteilen, dass er wohlauf ist. So stößt auch seine Cousine zu den selbst ernannten Detektiven. Die Bande beginnt, den geheimnisvollen Dieb quer durch Berlin zu verfolgen und bei seinen Tätigkeiten zu beschatten. Die Verfolgungsjagd endet schließlich, als der Dieb, aus Angst, überführt zu werden, versucht, die gestohlenen Banknoten in einer Bankfiliale umzutauschen. Emil und die Detektive stoppen den Dieb in seinem Vorhaben und überführen ihn mithilfe der Geldscheine, in denen noch die Einstichlöcher der Nadel zu erkennen sind, mit der Emil sie in seiner Jacke befestigt hatte. Bei der polizeilichen Untersuchung des Falls kommt heraus, dass „Herr Grundeis“ verschiedene falsche Identitäten besitzt und ein gesuchter Bankräuber ist. Für das Stellen des Diebes erhält Emil 1000 Mark als Belohnung. Die Ereignisse werden außerdem in der Zeitung dokumentiert.

    Einordnung des Romans

    Erich Kästner schlägt mit seiner Erzählung einen für die Kinderliteratur seiner Zeit innovativen Weg ein. Statt eine märchenhafte, phantastische und stark moralisierende Geschichte zu erzählen, wie es in der Kinderliteratur bis dahin üblich war, wählt Kästner den Ansatz der realitätsbezogenen Erzählung. 

    Dieser Ansatz wird schon im Vorwort deutlich, in dem der Autor auf humorvolle Weise beschreibt, wie er zu der Idee kam, die dem Buch zugrunde liegt. „Eigentlich hatte ich ein ganz anderes Buch schreiben wollen. Ein Buch, in dem, vor lauter Angst, die Tiger mit den Zähnen und die Dattelpalmen mit den Kokosnüssen klappern sollten […]. Einen richtigen Südseeroman hatte ich vor“, schreibt Kästner im Vorwort (S. 7). 
    Im Folgenden beschreibt Kästner ein Gespräch mit einem Kellner, der ihm nahelegt, statt über ferne Orte und phantastische Geschehnisse doch lieber über das zu schreiben, was Kästner und seiner kindlichen Leserschaft tagtäglich begegnet. Das sei es, was die Kinder am meisten interessiere (vgl. S. 12). Das Alltägliche, die konkrete Lebenswelt der Kinder sollte zum Inhalt des Romans werden. 
    Durch diesen aktuellen Gegenwartsbezug und durch die größtenteils nüchterne Schreibweise des Romans reiht sich Erich Kästner mit „Emil und die Detektive“ in die Genretradition der Neuen Sachlichkeit ein, die zur Zeit der Weimarer Republik eine der wichtigsten literarischen Strömungen war. 

    Inhalt

    Die Handlung des Romans folgt weitestgehend dem klassischen Ablauf eines Kriminalromans, mit der Besonderheit, dass der Täter von Anfang an bekannt ist und nur gefasst werden muss. Der Ablauf des Geschehens ist dabei stets schlüssig und nachvollziehbar. Die Rollen der handelnden Charaktere sind im Roman klar definiert, es gibt eine eindeutig definierte „gute Seite“ und eine ebenso eindeutige „böse Seite“. Auf der „guten Seite“ stehen Emil und die Detektive, auf der „bösen Seite“ steht der Dieb Herr Grundeis. Diese klar definierten Rollen, sowie der lineare Ablauf der Handlung machen den Roman auch für junge Leser leicht zugänglich. 
    Durch die Charakterkonzeption fällt auch eine Identifikation junger Leser mit den Hauptcharakteren leicht, da es sich bei ihnen um „normale“ Kinder handelt. Für besonders gelungen halte ich die Vorstellung der wichtigsten Charaktere und Schauplätze der Geschichte, die außerhalb der eigentlichen Geschichte stattfindet und dem Leser genügend Informationen vermittelt, um die Handlung zu verstehen, ohne dabei aber zu viel über den Handlungsverlauf zu verraten. 
    Kritisch betrachten könnte man die Tatsache, dass Kästner in seinem Roman, obwohl er der Neuen Sachlichkeit zugerechnet und damit als realitätsbezogen angesehen wird und der Autor im Vorwort des Romans selbst den Anspruch erhebt, eine Geschichte über das zu schreiben, was er und seine Leserschaft tagtäglich sehen, gewisse Aspekte der deutschen Großstadt zur Zeit der Wirtschaftskrise ausblendet und somit ein Bild von Berlin zeichnet, dass der Realität nicht, beziehungsweise nur in Teilen entspricht. Der Roman kann somit meines Erachtens nicht als dokumentarisch angesehen werden, was ein Kriterium der Neuen Sachlichkeit ist. Vielmehr bietet Kästner den utopischen Entwurf einer idealen Gesellschaft, in der es keine politischen oder sozialen Verwerfungen gibt und Arm und Reich in einer Gemeinschaft zusammen existieren können. Dies wird auch an der Konstellation der Bande der „Detektive“ deutlich. Die Gruppe ist sozial durchmischt, finanzielle Unterschiede werden thematisiert, führen aber nicht zur Ausgrenzung bestimmter Kinder. Ebenfalls „unrealistisch“ sind der gefahrlose Ablauf der Verbrecherjagd, sowie das Ende des Romans. Diese utopischen Elemente fallen allerdings nur auf, wenn man den Roman in den Rahmen der Neuen Sachlichkeit zwängen möchte. 
    Wenn man den Roman aus einer weniger gattungsbezogenen Sichtweise betrachtet, passen diese Elemente meines Erachtens ins Gesamtkonzept und verleihen dem Roman eine angenehme Leichtigkeit. 
    Besonders für Kinder ist der Roman meines Erachtens sehr attraktiv, da Kästner ein Kinderbild zeichnet, das sich durch Selbständigkeit und Aktivität auszeichnet und das Kind als vollwertigen Menschen ernstnimmt und respektiert. Das kann als innovativ angesehen werden, da bis dahin die Kinderliteratur eher auf einen pädagogischen Nutzen hin ausgerichtet war und die kindlichen Charaktere für Ungehorsam in Form von Eigenwilligkeit meist bestraft wurden.

    Sprache und Gestaltung

    Doch nicht nur inhaltlich hinterlässt „Emil und die Detektive“ einen positiven Eindruck. Auch die erzählerische Gestaltung des Romans weiß zu überzeugen. 

    Schon bei einem Blick in das Inhaltsverzeichnis des Buches fällt das Vorwort auf. „Die Geschichte fängt noch gar nicht an“, lautet der Titel. 
    Wie oben bereits erwähnt, beschreibt der Autor hier den Entstehungsprozess des Romans und spricht die Leser dabei direkt an. „Euch kann ich’s ja ruhig sagen […]“ (S. 7). Die direkte Ansprache der Leser zieht sich durch den ganzen ersten Teil des Buches, also das Vorwort und die Einführung der Charaktere. Beispielsweise rät der Erzähler dem Leser zur Vorsicht in Bezug auf den „Herrn im steifen Hut“ (vgl. S. 21). Dieses direkte Einbeziehen der Leser steigert meines Erachtens das Interesse an der Geschichte. 

    Eine weitere Besonderheit bezüglich des Erzählstils ist der Auftritt des Autors in seiner eigenen Erzählung. Im fünfzehnten Kapitel tritt Kästner als Journalist auf und nimmt selbst an der Handlung teil (vgl. S. 145). 

    Diese erzählerischen Besonderheiten sind innovativ und haben mit dazu beigetragen, dass „Emil und die Detektive“ heute als Klassiker der Kinderliteratur angesehen wird. 

    Auch die sprachliche Gestaltung des Romans ist meines Erachtens äußerst gelungen. Der Großteil des Romans ist in eher sachlicher und nüchterner Sprache geschrieben, was der Erzählung Authentizität verleiht. 
    Diese Nüchternheit wird allerdings mitunter gebrochen, um bestimmte Effekte zu erreichen. So wird beispielsweise in bestimmten Passagen eine sehr anschauliche Sprache benutzt, die den Inhalt wiederspiegelt und fühlbar macht. Besonders deutlich wird dies an der Beschreibung der Eindrücke, die Emil bei der Ankunft in Berlin hat. 

    „Diese Autos! Sie drängten sich hastig an der Straßenbahn vorbei; hupten, quiekten, streckten rote Zeiger links und rechts heraus, bogen um die Ecke; andere Autos schoben sich nach. So ein Krach! Und die vielen Menschen auf den Fußsteigen! Und von allen Seiten Straßenbahnen, Fuhrwerke, zweistöckige Autobusse!“ (S. 67)

    Die Kulisse der hektischen Großstadt mit ihren Unmengen an Eindrücken, Bewegungen und Geräuschen wird hier auf der syntaktischen Ebene durch viele Auflistungen und Ausrufesätze illustriert. Dem Leser fällt es durch diese Kongruenz von Inhalt und sprachlicher Gestaltung leichter, sich in die Situation hineinzuversetzen und die Gefühle der Charaktere nachzuvollziehen. 

    Auch die Namen der wichtigsten Charaktere stechen heraus. Namen wie „Tischbein“, „Mittenzwey“ oder „Krummbiegel“ verleihen der Erzählung Witz und bieten einen interessanten Kontrast zum realistischen Schauplatz. 

    An dieser Stelle sei noch die Traumsequenz aus Kapitel 4 erwähnt. Dieses Kapitel sticht sowohl inhaltlich als auch sprachlich heraus und ist eher surrealistisch als sachlich, was aber innerhalb der Erzählung Sinn ergibt und nicht etwa fehlplatziert wirkt. 

    Diese Besonderheiten verleihen der Erzählung einen einmaligen und interessanten Ton, der zum Lesevergnügen beiträgt. 

    Zuletzt seien noch die Illustrationen von Walter Trier erwähnt, der eng mit Erich Kästner zusammengearbeitet hat. Besonders das klassische Covermotiv der Originalausgabe des Romans besitzt mittlerweile, wie die Erzählung selbst, Klassikerstatus. Die Illustrationen harmonieren perfekt mit dem Roman, da sie die Schlichtheit der Sprache, aber auch die inhaltliche Lebhaftigkeit und die Liebe zu den Charakteren wiederspiegeln und dabei Raum lassen für die Fantasie der Leser.

    Fazit

    Der Roman „Emil und die Detektive“ erzählt auf humorvolle und unterhaltsame Weise eine Kriminalgeschichte für Kinder, die aufgrund ihrer sprachlich wie inhaltlich interessanten Gestaltung auch für erwachsene Leser spannend sein kann. 
    Aufgrund des innovativen Kindheitsbildes, der gelungenen sprachlichen Gestaltung und der Auseinandersetzung mit verschiedenen Vorstellungen von Großstadt kann der Roman sowohl als Klassiker der Kinderliteratur als auch der Neuen Sachlichkeit und des Großstadtromans angesehen werden. 
    Durch die einfach gehaltenen, aber liebevollen Illustrationen, sowie die leicht verständliche Sprache und die einfach nachvollziehbare Handlung ist das Buch auch für ungeübte Leser leicht zugänglich und unterhaltsam.

    ----------

    Zitate und Seitenzahlen beziehen sich auf folgende Ausgabe des Buches:

    Kästner, Erich. Emil und die Detektive. Sonderausgabe zur Neuverfilmung. Hamburg: Cecilie Dressler Verlag, 2001.

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    Holdens avatar
    Holdenvor 2 Jahren
    True detectives

    Emil Tischbein (!) sollte eigentlich zu seinen Verwandten in Berlin mit der Bahn fahren und dort von ihnen am Bahnhof Friedrichstraße (am Blumenstand) abgeholt werden, wenn nicht etwas Außergewöhnliches auf dieser Fahrt passiert wäre: Während der Zugfahrt schlief er ein und wurde beraubt. Klaro, daß er den Dieb nicht aus den Augen lassen darf! Deshalb steigt Emil am Bahnhof Zoo aus (noch ohne Christiane F.) und verfolgt diesen und lernt dabei die Jugendgang um Gustav mit der Hupe kennen, die ihm gleich ihre Unterstützung zusicht. Generalstabsmäßig (also typisch deutsch) wird die Verfolgung des Diebes geplant, der in ein Hotel am Nollendorfplatz fährt....Wenn man möchte, kann man sicherlich als Berliner oder Berlin-Tourist alle Orte nachverfolgen, die im Buch vorkommen, eine gelungene Lektüre und als Buch ein All-ager.

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    sommerleses avatar
    sommerlesevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Kinderbuchklassiker über Freundschaft und Mut, der dennoch Kinder heute noch erreicht. Berliner Gang zu Zeiten Kästners!
    Gemeinsam sind wir stark

    Das Kinderbuch "*Emil und die Detektive*" schrieb "*Erich Kästner*" bereits 1929. Es entwickelte sich zu einem immer noch begehrten Kinderbuchklassiker.

    Emil Tischbein wird von seiner Mutter im Zug allein nach Berlin geschickt. Die Zugfahrt zieht sich hin und Emil wird langsam müde. Doch einschlafen will er um keinen Preis. Denn er hat ein Vermögen bei sich, 140 Mark soll er seiner Großmutter überbringen. In seinem Abteil sitzt ein merkwürdiger Mann, Herr Grundeis, der ihn immer so komisch ansieht. Emil traut ihm nicht. Irgendwann nickt er ein, der Mann ist weg, aber sein Geld ebenfalls.
    Er springt aus dem Zug und verfolgt den Mann. Seine Oma und Cousine Pony Hütchen warten vergeblich auf Emil.
     
    Diese aufregende Geschichte ist in Kinderaugen ein realistisches Abenteuer, niemand möchte in Emils Haut stecken. Besonders die Erwachsenen, die Emil trifft, kommen hier nicht gut weg. Alle sind unfreundlich zu Emil oder ignorieren ihn. Doch als er Gustav trifft, beginnt eine Freundschaft, die sich bewährt.
    Emils Verfolgungsjagd mit Hilfe einer aufgeweckten Berliner Jungengruppe ist schon ein großer Spaß. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Dieb zu überführen. In solche Situation versetzen sich Kinder gerne und erleben diesen Fangerfolg gerne mit. Denn hier ist es mit Emil ein Kind, das die Hauptrolle spielt.
     
    Doch das Buch hat auch einen etwas angestaubten Charakter. Es spielt in der 20er Jahren, daher sind die Währung und einige Begriffe  veraltet.Auch die Namen sind alt. Über den Namen Pony Hütchen konnte ich schon als Kind sehr lachen, und ich bin über 50 Jahre alt. Es könnte nach heutigen Maßstäben lebendiger geschrieben sein, diese Musterknaben sind nicht mehr ganz zeitgemäß. Wenn man Kindern allerdings erklärt, wie alt das Buch ist, können sie sich gut darauf einstellen und finden es spannend.

    Die Sprache ist gut verständlich, Kästner benutzt humorvolle und klare Beschreibungen, die auch heute noch mit Interesse gelesen werden. Für mich ist dieses Buch eine immer wieder willkommene Kindheitserinnerung und ich halte mir auch vor Augen, dass schon mein Vater dieses Buch als Kind geliebt hat.
     
    Ein Kinderbuchklassiker, der Kindern die Wichtigkeit von Mut und Freundschaft aufzeigt und den kindlichen Leser in die Rolle des Titelhelden versetzt.

    Kommentare: 1
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    Nymphes avatar
    Nymphevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Kinderbuchklassiker. Den werde ich jetzt öfters mal lesen.
    Ein alter, moderner Kinderbuchklassiker

    Inhalt:

    Emil fährt zum ersten Mal alleine mit dem Zug zu seiner Verwandtschaft in Berlin. Doch leider wird im auf der Fahrt sein gesamtes Geld gestohlen. Kurzentschlossen  verfolgt er den Dieb und bekommt dabei bald Hilfe von Gustav mit der Hupe und seinen Jungs.

    Bewertung:

    Das Buch ist einfach nur klasse. Es ist, obwohl schon fast hundert Jahre alt, so geschrieben, dass jedes heutige Kind sich dort wiederfindet. Die Sprache ist verständlich, verniedlicht aber auch nichts. Wieder einmal nimmt Erich Kästner seine Leser ernst, ohne sie zu überfordern.

    Gleichzeitig vermittelt das Buch zeitlose Werte, wie Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Loyalität. Der junge (und auch der nicht so junge) Leser findet hier Vorbilder, die ihm gut tun.

    Auch Probleme der Figuren werden nicht verschleiert: Die Mutter ist alleinerziehend und arbeitet, die Großmutter ist auf die Unterstützung ihrer Töchter angewiesen und Emils Cousine beschwert sich über die Rolle der Frau. Das Buch ist also auch in dieser Hinsicht viel moderner, als erwartet.

    Fazit:

    Wieder einmal ein Buch von Erich Kästner, das ich uneingeschränkt jedem Leser empfehlen kann.

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    E
    Esra1907xvor 5 Jahren
    Top! :)

    Ein tolles Buch!
    Lese ich immer wieder gerne und werde es wohl eine ganze Weile noch gerne lesen. :)

    Einfach klasse.
    Danke Erich Kästner, für dieses wundervolle, lustige und spannende Buch. :)

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    Willigirls avatar
    Willigirlvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Kleines Abendteuerbuch für groß und klein aus der Vergangenheit! Unbedingt Lesen!
    Zeitlos, klassisch, klasse!

    Egal in welchem Alter man sich gerade befindet (so lange man Lesen kann :D) muss man dieses Buch mindestens einmal im Leben gelesen haben. Erich Kästner hatte mit diesem Buch einen Meilenstein für das leichte Lesevergnügen hinterlassen.

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    Buechermaus96s avatar
    Buechermaus96vor 6 Jahren
    Rezension zu "Emil und die Detektive" von Erich Kästner

    Tolles Kinderbuch :)
    Ein Klassiker, den man gelesen haben muss.

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