Erich Maria Remarque

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Lebenslauf von Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque hieß eigentlich Erich Paul Remark, kehrte jedoch zur französischen Schreibweise seines Namens zurück, die sein Großvater vorher ablegte. Maria nannte er sich auch wegen der Rückbesinnung seiner Vorfahren und wegen seiner Verehrung für Rilke. Sein Vater war Buchbinder und er hatte 4 weitere Geschwister. 1916 machte er das Notexamen am katholischen Lehrerseminar und wurde eingezogen. Er wurde an der Westfront eingesetzt. Bereits nach 2 Monaten kam er wegen mehrere Granatsplitter und einem Halsschuss in das Armeehospital Duisburg bis Ende des Krieges. Er setzte nach dem Krieg seine Lehrerausbildung fort und arbeitete ein Jahr lang an verschiedenen Orten. Er gab seinen Lehrerberuf auf um Schriftsteller zu werden, jedoch floppte sein erster Jugendroman. Er musste sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten und arbeitete unter anderem als Grabsteinagent, Organist und Comictexter. Für die Vossische Zeitung begann er den Fortsetzungsroman im Westen nichts Neues, der ein Kassenschlager wurde. Hier verarbeitet er wie in vielen seiner Werken selbst erlebtes und gehörtes. Vor allem Geschichten die er im Lazarett mitbekam wurden hierfür verarbeitet. Aus Werbezwecken behaupteten dementierten weder der Autor noch Remarque, dass es nicht seine eigenen Erlebnisse seien. 1930 wurde das Buch sogar verfilmt. Wegen seinem Werk wurde er für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. 1925 heiratete er zum ersten Mal die Tänzerin Jutta Ilse Zambona. Jutta stammte aus guten Elternhaus und verließ ihren ersten Mann wegen Remarque. Jutta forderte Rilke und ermahnte ihn zu schreiben, da sein Durchhaltevermögen nicht das Beste war, ohne sie wäre der Roman "Im Westen nichts Neues" wohl nie fertig geworden. Auch in späteren Romanen dient sie immer wieder als Vorlage für eine Figur. Jutta arbeitete bis zu ihrem Tod als Malerin und ging wie Remarque sehr häufig fremd. Deswegen scheiterte die Ehe das erste mal auch 1930. Beide kamen mit ihrer offenen Ehe nicht mehr klar. Konnten aber auch nicht ohne einander so lebten sie die nächsten Jahre auch zusammen. Aus Solidarität um Jutta vor den Nazis zu retten heiratete er sie 1938 zum zweiten Mal. Den nicht einmal Juttas Schwester, Edith, die mit Görings Halbbruder verheiratet war konnte ihr helfen. Sein Hauptwohnsitz war schon seit langem in der Schweiz wo er sich auch einem tag nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler dauerhaft zurückzog. Hier nahm er viel Kontakt mit emigrierten Schriftstellern auf und bot Schriftstellern Schutz, die wie er wegen Hetzparaden des NSDAP ihr Land verlassen mussten. Den Nationalsozialisten hat es Remarque auch zu verdanken, dass immer wieder Gerüchte aufkommen, dass er Jude sei, da der jüdische Name "Kramer" rückwärts geschrieben Remark ergibt. Deswegen hätte er auch aus Vertuschungsgründen sich seit 1922 in der französischen Variante geschrieben. Es wurden auch immer wieder Stimmen laut, die behaupteten, er hätte gar nicht am Krieg teilgenommen. Seine Bücher fielen der Bücherverbrennung zum Opfer und ab 1938 lebte er in den USA und erlangte sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft, nachdem ihm die deutsche aberkannt wurde. Er lehnte es später ab, die deutsche Staatsbürgerschaft wieder anzunehmen. Wie bereits in der Schweiz unterstützte er emigrierte Autoren und hatte zahlreiche Affären, unter anderem mit Marlene Dietrich und Greta Garbo. 1958 heiratete er die Schauspielerin und ehemalige Frau von Charlie Chaplin, Paulette Goddard. Mit ihr lebte er bis zu seinem Tod. Am 25. September 1970 starb er in Locarno an der Arteriosklerose. Schon in den Jahren davor hatte er einige Herzinfarkte.

Bekannteste Bücher

  • Rezensionen
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  • Kriege zerstören Menschen

    Im Westen nichts Neues

    Tintenklecks98

    15. August 2018 um 11:13 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    - Wir fahren ab als mürrische oder gut gelaunte Soldaten, - wir kommen in die Zone, wo die Front beginnt, und sind Menschentiere geworden. - S. 46 - Wir sind keine Jugend mehr. Wir wollen die Welt nicht mehr stürmen. Wir sind Flüchtende. Wir flüchten vor uns. Vor unserem Leben. Wir waren achtzehn Jahre und begannen die Welt und das Dasein zu lieben; wir mussten darauf schießen. Die erste Granate, die einschlug, traf in unser Herz. Wir sind abgeschlossen vom Tätigen, vom Streben, vom Fortschritt. Wir glauben nicht mehr daran; wir ...

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  • Leserunde zu "Wofür es lohnte, das Leben zu wagen" von Christian Hardinghaus

    Wofür es lohnte, das Leben zu wagen

    ChristianHardinghaus

    zu Buchtitel "Wofür es lohnte, das Leben zu wagen" von Christian Hardinghaus

    Liebe LovelybookerInnen,  aufgrund der großen Nachfrage der Teilnehmer zur Leserunde meines Romanes "Ein Held dunkler Zeit" habe ich vom Europa Verlag den Support erhalten, auch für die wahre Geschichte hinter dem Roman eine Runde zu veranstalten. Es hat sich doch heraus gestellt, dass das Sachbuch auch für gewohnte Romanleser hoch interessant ist - eben mit der Rückmeldung, es lese sich spannend wie ein Roman. "Wofür es lohnte das Leben zu wagen" kann als Hintergrund zu "Ein dunkler Held" gelesen werden, oder eben völlig ...

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    • 620

    Bellis-Perennis

    20. July 2018 um 15:17
    Antek schreibt Hm, hatte gestern schon geantwortet, aber mein Beitrag ist scheinbar im Nirvana verschwunden. Zum Los der Soldaten im Ersten Weltkrieg, du meintest, dass es da eindrückliche, bewegende Literatur ...

    Ah, ok. Du kannst in meine LB-Bibliothek schauen, Rubrik "Erster Weltkrieg". Sehr eindrücklich: "Trotz des Tosens der Kanone" (Teilnehmer/Augenzeuge) "Meine Erlebnisse in dem furchtbaren ...

  • Bedrückend...

    Im Westen nichts Neues

    Velina2305

    16. July 2018 um 19:02 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    Gasattacken, stundenlanger Artilleriebeschuss, Leben in den Gräben, die ersten Panzer, die die Stellungen einfach überrollen, Maschinengewehre, viele technische Neuerungen, die diesen Krieg unheimlich brutal gemacht haben, massives Auftreten von posttraumatischen Belastungsstörungen... in diese Welt stürzt sich Paul, indem er sich für die Front freiwillig meldet. "...Oktober 1918 an einem Tage der so ruhig und still war an der ganzen Front, dass der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte: Im Westen sei nichts Neues ...

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    • 4
  • Roman einer Generation nach dem 1. Weltkrieg.

    Der schwarze Obelisk

    UteSeiberth

    15. July 2018 um 13:45 Rezension zu "Der schwarze Obelisk" von Erich Maria Remarque

    Das Inflationsjahr 1923 ist die Zeit der Spekulanten und Schieber,der kleinen Beamten und großen Kaufleute aber auch der verarmten Rentner und Kriegsversehrten. Ludwig erzählt,wie er seine Jugend in diesem Krieg verloren hat und versucht jetzt mit seinem Leben zurechtzukommen.Zum Glück gibt es auch die Liebesgeschichte zu der schönen Isabelle,die aber leider auch kein gutes Ende nimmt. Damit setzt Remarque dieser schwierigen Zeit eine lesenswertes Denkmal.

  • im Westen nichts Neues

    Im Westen nichts Neues

    Schluff

    28. June 2018 um 10:36 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    Erster Weltkrieg 1914...1918 Wie wenig Ehrfurcht vor dem Leben bei allen Staatslenkern dieser Epoche vorhanden ist erzählt uns in seinem Roman Erich Maria Remarqe. Wer ihm nicht glaubt kann das nachlesen, seriöse Berichte über die Ereignisse an der Westfront und was zum leichenfressenden Blutsommer 1916 geführt hat finden sich mühelos. Hundert Jahre sind seitdem vergangen und ein weiterer verheerender Krieg hat die Welt während dieser Spanne gerüttelt. Wach davon geworden ist scheinbar niemand. Die Opfer sollten nicht vergessen ...

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  • Die Schrecken des Ersten Weltkrieges

    Im Westen nichts Neues

    Julia7717

    15. June 2018 um 00:28 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    Der Erste Weltkrieg - und Kriege im Allgemeinen - werden oft romantisiert. Remarque er öffnet mit seinem Werk "Im Westen nichts Neues" dem Zuhörer die Augen und überzeugt ihn vom Gegenteil. Grob gesagt geht es um den jungen Paul Bäumer, der sich freiwillig als Soldat meldet und an die Westfront kommt. Dort muss er mitansehen wie nach und nach seine Kameraden fallen und erlebt hautnah die Grausamkeiten des Krieges, während er selber um Leben und Tod kämpft. Das diese Erlebnisse nicht psychisch spurlos an ihm vorüber gehen bemerkt ...

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    • 2
  • Leserunde zu "Stoner" von John Williams

    Stoner

    TanyBee

    zu Buchtitel "Stoner" von John Williams

    Wir möchten gerne das Buch "Stoner" von John Williams zusammen lesen, wie in der Runde "SuB-Aufbau mit Niveau - Die literarische Runde 2017 / 2018" geplant.Wir lesen mit eigenen Büchern, es werden keine verlost.Jeder, der mitlesen möchte, ist herzlich willkommen!

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  • Deutschland zwischen zwei Weltkriegen

    ERICH MARIA REMARQUE: Der schwarze Obelisk

    simoneg

    10. July 2017 um 22:09 Rezension zu "ERICH MARIA REMARQUE: Der schwarze Obelisk" von Erich Maria Remarque

    Der Ich-Erzähler arbeitet bei einem Gransteinverkäufer und hat dort ein recht gutes Auskommen. Trotzdem ist er nicht glücklich. Die Rezession lastet schwer auf allen, die nicht daran verdienen. Außerdem wird er schwer von Selbstzweifeln geplagt. Als junger Mann musste er in den Krieg ziehen, hat Kameraden sterben und viel Leid sehen müssen. Er fühlt sich um seine Jugend betrogen und von Gott verlassen. Als Dichter und Denker macht er sich über alles viele Gedanken und ist in der Lage, diese auch wundervoll zu formulieren. Es ist ...

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  • die verlorene Generation

    Im Westen nichts Neues

    itwt69

    27. December 2016 um 19:44 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    Wer noch nicht überzeugt davon ist, wie sinnlos Kriege sind, der sollte dieses Buch lesen. Schonungslos wird vom Alltag an der Front berichtet - kein normal denkender Mensch kann sich so etwas wünschen oder tolerieren. Aus Schülern werden automatisierte Killermaschinen, auf beiden Seiten. da darf man sich nicht wundern, wenn die Zurückgekehrten mit nichts mehr klarkommen - eine verlorene Generation eben.

  • Ein Lesemuss gegen das Vergessen

    Im Westen nichts Neues

    GrueneRonja

    11. September 2016 um 11:54 Rezension zu "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque

    „Wären wir 1916 heimgekommen, wir hätten aus dem Schmerz und der Stärke unserer Erlebnisse einen Sturm entfesselt. Wenn wir jetzt zurückkehren, sind wir müde, zerfallen, ausgebrannt, wurzellos und ohne Hoffnung. Wir werden uns nicht mehr zurechtfinden können.“ (S.196)Dieses Buch handelt von 7 Schülern, die in den ersten Weltkrieg ziehen, angestachelt von ihrem Lehrer. Sie befinden sich mitten im Geschehen, in den Gräben an der Front, und hinter der Front, wenn sie gerade abgelöst wurden. Dieses Buch beschreibt nicht nur die ...

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