Remarques Emigrantenroman erschien kurz nach dem 2. WK, noch hatte er die Ereignisse und eigenen Erlebnisse vor Augen. Sein Held Ravic und die tragische Liebe verschmelzen zu einen Epos. Remarques Erinnerungen an Paris, an seine Geliebte Marlene Dietrich, an das gefahrvolle Leben von Flüchtlingen ohne Heimat und Pass sind einfach hinreißend! Manchmal ist seine sentimentale Art etwas ermüdend, aber es hat sich gelohnt bis zum Ende zuzuhören.
Erich Maria Remarque

Lebenslauf
Alle Bücher von Erich Maria Remarque
Im Westen nichts Neues /Der Feind
Die Nacht von Lissabon
Im Westen nichts Neues
Der Weg zurück - Roman
Im Westen nichts Neues / Der Weg zurück (2 Romane in einem Band)
Die nacht von Lissabon.
Im Westen nichts Neues – Jubiläumsausgabe
Neue Rezensionen zu Erich Maria Remarque
Ich habe das Buch in einer Nacht gelesen. Passend, oder? Die Nacht von Lissabon ist keine gewöhnliche Fluchtgeschichte. Es ist eine Nacht, ein Gespräch, ein Leben auf der Flucht – erzählt im Flüsterton, während draußen der Krieg die Welt zerreißt.
Remarque hat es wieder geschafft (Mehr zu Remarque: https://love-books-review.com/de/rezensionen-nach-autor/erich-maria-remarque/ ) : Er macht Geschichte fühlbar. Keine Jahreszahlen, keine Daten – sondern zwei Männer in einem Hafen, mit falschen Pässen und echter Angst.
Der eine erzählt. Der andere hört zu. Und ich? Ich konnte nicht aufhören zu lesen.
Die Sprache ist schlicht, aber sie trifft. Jeder Satz klingt wie ein Schritt durch Nebel. Die Liebe, die Verzweiflung, das ständige Gefühl, dass alles auf Messers Schneide steht – all das liegt wie ein Schatten über den Seiten.
Und trotzdem: Es ist nicht hoffnungslos. Es gibt Momente, die leuchten. Zwischen den Schiffen, in einer Umarmung, in einem Satz.
Ich habe selten ein Buch gelesen, das so leise ist und gleichzeitig so laut nachhallt. Es geht um Verlust, um Heimat, um Identität – aber vor allem geht es um Würde. Und ums Erzählen, als Akt des Überlebens.
Die Nacht von Lissabon ist ein stilles Meisterwerk. Ein Buch für eine lange Nacht – und für viele Gedanken danach.
„Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque mit Gaby von Borstel
Inhaltsangabe:
Diese Ausgabe zum 10-jährigen Jubiläum der Graphic Novel erscheint im Albumformat von 23 x 32 cm, umfasst zusätzliches Bonusmaterial sowie einen signierten Kunstdruck und hat ein exklusives Variantcover. Limitiert auf 1.000 Exemplare. Mit dem Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues“ erlangte Erich Maria Remarque 1928 weltweite Aufmerksamkeit. Das Buch wurde in mehr als 60 Sprachen übersetzt und von Millionen gelesen. Zudem hat es mittlerweile seinen festen Platz im Schulkanon. Der in Osnabrück geborene Autor verarbeitete in seinem Roman die Erlebnisse seiner Generation im 1. Weltkrieg und verdeutlichte durch seine realistisch-subjektivistische Schilderungen die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges. Das Buch ist ein zutiefst berührender Appell an die Menschlichkeit, gegen das Vergessen und gegen den Krieg. Der Roman, der mit dem Heldenpathos brach, wurde 1933 von den Nazis verbrannt. Für den Meller Künstler Peter Eickmeyer war es, wie er selbst schreibt, eine »Herzensangelegenheit«, Remarques Werk mit den Mitteln der Graphic Novel umzusetzen.
Eigene Meinung:
Mit der Graphic Novel-Adaption von Im Westen nichts Neues gelingt dem Künstlerduo Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel ein stilles Meisterwerk, das den Geist von Erich Maria Remarques Antikriegsroman in beeindruckender Weise ins Visuelle überträgt. Der Splitter Verlag hat mit dieser Veröffentlichung nicht nur ein Buch, sondern ein Mahnmal geschaffen – kraftvoll, eindringlich und zutiefst berührend.
Eickmeyers Illustrationen sind mehr als nur Zeichnungen – sie sind kunstvolle Kompositionen, die das Grauen des Ersten Weltkriegs mit einer solchen Eindringlichkeit zeigen, dass man als Leser*in unweigerlich innehält. Besonders die großformatigen Bildseiten, oft wie gemalt, erzeugen eine bedrückende Authentizität. Der Schmutz, das Schlammige, das Monotone der Schützengräben – all das wird hier nicht effektheischend dargestellt, sondern mit großer Würde und einem tiefen Respekt gegenüber den jungen Männern, die damals verheizt wurden.
Gaby von Borstels Textbearbeitung greift Remarques Sprache auf und transformiert sie behutsam in das Medium der Graphic Novel. Nichts wirkt überzogen oder vereinfacht – vielmehr fühlt man sich dem Inneren der Figuren näher, als es der Roman allein manchmal zulässt. Die Verbindung von Bild und Text schafft emotionale Nähe, ohne zu manipulieren.
Diese Adaption ist gerade heute von schmerzhafter Aktualität. Während wir in Europa wieder erleben müssen, wie ein Krieg mit Gräben, Stellungskämpfen und schwerem Artilleriefeuer Menschenleben vernichtet – diesmal in der Ukraine –, bekommt Remarques Botschaft neue Dringlichkeit. Der Erste Weltkrieg und der heutige Konflikt unterscheiden sich historisch, politisch und technologisch – doch in der Erfahrung des Grauens, des Verlustes und der Sinnlosigkeit sind sie sich erschreckend nah.
Eickmeyer und von Borstel wahren in ihrer Arbeit sowohl den Respekt vor den Gefallenen von damals als auch vor dem Leid derer, die heute in ähnlichen Situationen kämpfen und sterben. Ihre Graphic Novel ist kein historisches Abbild, sondern ein lebendiges Erinnern – ein Aufschrei in Bildern gegen das Vergessen und gegen den Krieg selbst.
Fazit:
Diese Graphic Novel ist weit mehr als eine literarische Adaption. Sie ist ein zeitloses Kunstwerk und ein zutiefst humanistisches Plädoyer gegen den Krieg – bewegend, erschütternd und notwendig. Wer Remarques Botschaft mit neuen Augen sehen will, findet hier einen würdigen Zugang. Gerade in unserer heutigen Zeit sollte man dieses Buch nicht nur lesen, sondern fühlen.
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Zusätzliche Informationen
Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück (Deutschland) geboren.
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