Erich Schütz Judengold

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Inhaltsangabe zu „Judengold“ von Erich Schütz

Leon Dold ist Journalist. Als er am Bodensee für einen Dokumentarfilm recherchiert, stößt er auf einen Fall von Goldschmuggel und eine Geschichte, die schon im Dritten Reich begann: Jüdisches Kapital wurde damals in die Schweiz verschoben. Ein Zugschaffner namens Joseph Stehle spielte offensichtlich eine tragende Rolle, auch ein Schweizer Bankhaus war involviert. Jetzt soll es gewaschen nach Deutschland zurückgebracht werden. Auf der Suche nach den Hintergründen stößt Leon auf unglaubliche Machenschaften und verstrickt sich immer tiefer in den brisanten Fall: Eine Organisation, die Verbindungen in höchste Geheimdienstkreise zu haben scheint, von deren Existenz jedoch niemand etwas wissen will, streckt ihre tödlichen Fänge nach ihm aus.

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Leider langweilig und langatmig. Habe, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, mehr erwartet.

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waaaahnsinn, diese reihe!.... band 4 haut mich komplett um.... spannend von seite 1 bis 570.. ohne längen.... hammer!

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  • Spannende Schuggelgeschichte am Bodensee

    Judengold
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    20. May 2013 um 18:33

    Der aufgeweckte Journalist Leon Dold soll eine Doku drehen am Bodensee und der Schweiz. Dabei stößt er auf eine alte Schmuggelgeschichte, in der jüdisches Kapital während des 3. Reiches in die Schweiz gebracht worden sein soll. Dabei stößt er auf diverse Geheimorganisationen und Geheimdienste die ihre Finger in dieser Sache haben. Für mich war diese zum Teil rechten Ansichten schwer zu verdauen und ziemlich mühsam zu lesen, weil ich für solche politischen Konstaltionen nichts übrig habe. Davon abgesehen war dieser Regionalkrimi zum großen Teil recht spannend zu lesen.

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  • Rezension zu "Judengold" von Erich Schütz

    Judengold
    ChiefC

    ChiefC

    21. January 2011 um 12:25

    Ein flott geschriebener Bodensee-Krimi mit interessantem historischem Hintergrund. Während des Dritten Reiches wurden nicht nur verfolgte Menschen über die grüne Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz geschmuggelt, sondern auch jede Menge Geld und andere Wertsachen, "Judengold", wobei Letzteres, so zynisch es klingt, den Schweizern bei weitem lieber waren. Die Menschen schickten die Schweizer Behörden, wenn sie sie aufgriffen, oft sofort wieder in die Fänge der Nazis zurück. Spätestens seit den 80er Jahren weiß man, dass der "sichere Hafen Schweiz" ein Mythos war. Einheimische wissen ihre Heimat und deren Geschichte oft nicht zu schätzen. So geht man jahrelang jeden Tag durch eine Straße und fragt sich nie, wer eigentlich ihr Namensgeber war. Da lenkt oft erst der Blick von außen, etwa der eines Krimiautors, das Augenmerk darauf, wie interessant eine Gegend ist, die man zuvor stumpf als selbstverständlich hingenommen hat. Einem großen Publikum ist das vielleicht auch durch einen Konstanz-"Tatort" klar geworden, bei dem die Hauptrolle eine verwirrende Verfolgungsjagd spielt, bei der sich die Protagonisten nie sicher sind, ob sie sich gerade in der Schweiz oder in Deutschland befinden. Autor Erich Schütz macht nebenbei auch Werbung für die gute Gastronomie der Region Hegau-Bodensee, allerdings nicht ganz uneigennützig, ist er doch auch Herausgeber einer Restaurant-Zeitschrift, die er in seinem Buch sehr lobend erwähnt. Nun ja, ein bisschen Eigenwerbung. Außerdem ist sein Buch ein Ansporn, die Geschichte der Region auf eigene Faust zu erkunden. Denn nicht alle historischen Anmerkungen sind ganz sauber recherchiert. So schreibt er zum Beispiel über die Pfahlbauten, "die vorgaben, seit tausend Jahren im Wasser zu stehen, in Wahrheit aber erst im Dritten Reich erbaut wurden." Das ist schlicht falsch. Zwar handelt es sich tatsächlich um Nachbauten, aber erstens wird das den Besuchern nicht verschwiegen, und wenn die Pfahlbauten etwas "vorgäben" dann nicht 1000 Jahre sondern eine Zeitspanne von 4000 bis 850 vor Christus. Außerdem wurde nur ein Teil während des Dritten Reiches errichtet, das Freilichtmuseum mit den ersten Nachbauten eröffnete bereits 1922. Wenn man so einen Schnitzer, den man aufgrund besseren Wissens als solchen "entlarvt", findet, fragt man sich natürlich, inwieweit die anderen historischen Bezüge ganz korrekt sind. Aber ein Krimi ist nun mal kein Geschichtsbuch, muss er auch gar nicht sein. Man darf sich nur nicht einbilden, dass man auf locker-unterhaltsame Weise auch gleich noch jeden Menge Fakten serviert bekommt. Den geistvollsten Strich durch diese Rechnung hat, ganz bewusst, Umberto Eco mit seinem Buch "Der Name der Rose" gemacht. Also: die spannende Lektüre genießen, aber immer schön kritisch bleiben und, bei weiterem Interesse, auch mal ein Sachbuch lesen. Manchmal sogar ist "life stranger than fiction." Das trifft durchaus auch auf das Sujet dieses Buches zu.

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