Erich Trunz , Johann W. von Goethe Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition

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Inhaltsangabe zu „Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition“ von Erich Trunz

Nein, an <I>Faust</I> kommt jemand, der sich für Literatur interessiert, nicht vorbei. Ja, und selbst derjenige, der meint, in unserer Zeit habe man nichts mehr mit Goethes Werk zu tun, sei eines besseren belehrt: Längst sind Zitate aus dem unstrittig berühmtesten Drama aus deutscher Dichterhand in alltägliche Redewendungen übergegangen. Irgend etwas aus <I>Faust</I> trägt jeder einmal -- bewußt oder unbewußt -- auf den Lippen.<P> Goethe hat es verstanden, aus der alten Geschichte vom Doktor Faustus, der nach unbedingter Erkenntnis strebt, ein Drama zu machen, das in seiner inhaltlichen und sprachlichen Vielfalt sämtliche Vorgänger in den Schatten stellt. Seine Faust-Gestalt -- und mit ihr das faustische Streben -- stehen für das Streben des Menschen überhaupt.<P> Zu Beginn des Dramas wettet Mephisto mit Gott um die Seele von Faust. Mit Verlockungen und Verwirrungen versucht der Widersacher sein Opfer zu verführen. Nichts scheint ihm unmöglich. Auch das unschuldige Gretchen, in das sich Faust verliebt, scheint er in seiner Gewalt zu haben. Als sie ihre Mutter umbringt, um sich ein Stelldichein mit Faust zu erschleichen, nimmt die Tragödie ihren Lauf... <P> Und doch zeigt sich -- trotz allen Leides, welches der Teufel anrichtet -- über die wahre, unschuldige Liebe kann er nicht triumphieren. Mephisto bleibt ein Zyniker vor dem Herrn, ein destruktives Element, ein armer Teufel.<P> Nicht zuletzt auch Sprache und Form der Tragödie sind eine wahre Meisterleistung: Kaum ein anderes Werk besitzt solch eine Vielzahl an metrischen Formen, die exakt auf die jeweiligen Personen und die Dichte der Atmosphäre abgestimmt sind. Die Einmaligkeit von <I>Faust</I> wird erst durch mehrmaliges Lesen deutlich. Dafür sollte man sich Zeit lassen. Auch im kommenden Jahrtausend. <I>--Anne Hauschild</I>
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  • Rezension zu "Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition" von Erich Trunz

    Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition
    aingeasil

    aingeasil

    26. October 2009 um 22:16

    Der Faust ist wohl ein "must read", wenn man einen höheren Bildungsweg einschlägt. Nicht nur, weil viele Faustzitate zu Sprichworten und geflügelten Worten im deutschen Sprachgebrauch wurden ("z. B. "des Pudels Kern"), sondern auch (oder besonders?) weil der Faust heute noch genauso aktuell ist wie vor 200 Jahren. Die vorliegende Ausgabe umfasst Faust I, Faust II und den Urfaust, sowie einen Kommentarteil mit Briefen, Interpretationen, Quellen und Entstehungsgeschichte. Besonders gut gefiel uns damals, dass man im Gegensatz zu den meisten sonstigen Ausgaben Faust I und II zusammen hat und somit den 5. Akt des II. Fausts mitlesen konnte - dieser ist notwendig, um den Faust richtig verstehen zu können. Leider ist diese Ausgabe eine einmalige Jubiläumsausgabe; eine ähnliche Zusammenstellung in dieser Qualität (Gebunden mit Stoffüberzug, gutes Papier, gut lesbare Schriftgröße) habe ich bisher nicht mehr gefunden.

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  • Rezension zu "Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition" von Erich Trunz

    Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Urfaust: 250th Jubilee Edition
    buxe1877

    buxe1877

    20. June 2008 um 11:20

    Den Faust zu besprechen wäre vermessen, deshalb hier nur der Hinweis, dass die vorliegende Jubiläumsausgabe in ihrer Ausstattung besticht, insbesondere der Trunz-Kommentar ist für den Erstleser eine große Hilfe.