Erik Brandt-Höge

 3 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Erik Brandt-Höge

Erik Brandt-Höge wurde 1982 in Achim geboren und studierte in Berlin Anglistik, Amerikanistik und Germanistik. Seit 2005 schreibt er als freier Autor über Musik, Film und Literatur. Seine Texte werden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung, auf jetzt.de und zeitjung.de veröffentlicht. 2014 debütierte er mit "Diskobushaltestellenhierarchie" und 2015 folgte der Roman „Flamingostar“. Er lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Hannover.

Alle Bücher von Erik Brandt-Höge

Diskobushaltestellenhierarchie

Diskobushaltestellenhierarchie

 (5)
Erschienen am 01.04.2014
Flamingostar

Flamingostar

 (3)
Erschienen am 01.07.2015

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Rezension zu "Flamingostar" von Erik Brandt-Höge

Flamingostar, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 3 Jahren

Mit "Flamingostar" präsentiert Erik Brandt-Höge die Fortsetzung zu seinem Erstlingswerk "Diskobushaltestellenhierarchie". Auch dieses Mal geht es um Musik und das Erwachsenwerden.

Jussi ist ein begabter Musiker. Das weiß jeder, zumindest bis auf seinen Vater. Der ist bodenständig und erwartet von seinem Sohn auch, dass er etwas Ähnliches macht. Doch der sieht das nicht ein und erhält schließlich einen Auftritt im "Flamingo".

Das ist für ihn der Durchbruch. Er lernt einen Manager kennen, der ihn unter die Fittiche nimmt. Was kommt, ist für ihn wie ein Traum. Er ist bald verliebt und für ihn scheint es nur noch nach oben zu gehen. Doch schon bald stößt er auf erste Hindernisse, die ihn herausfordern. Und dann ist da noch sein Vater, der bald beginnt zu trinken.

Eines der Hauptmankos von "Diskobushaltestellenhierarchie" war der Sprachstil, der sich zu sehr an dem von Sven Regener orientierte. Diesen Fehler begeht Erik Brandt-Höge kein zweites Mal. Überwiegend liest sich der Text vollkommen normal.

Und gleichzeitig schafft er es, mit Jussi einen sympathischen Charakter zu erschaffen. Man kauft ihm ab, dass er unbedingt ein Star werden möchte. Und auch, dass er das entsprechende Talent hat. Das beweist der Autor dadurch, dass er regelmäßig Songtexte in das Buch einstreut, die das Können unter Beweis stellen. Wie interessant wäre es, diese vertont zu hören.

Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/22354/flamingostar

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sternthaler75s avatar

Rezension zu "Flamingostar" von Erik Brandt-Höge

Gefühle - Gefühle - Gefühle
sternthaler75vor 3 Jahren

Jussi, eigentlich Justus von Schweben, liebt seine Musik. Er textet und komponiert sie selbst, und erzählt so von Liebe, Schmerz und Trauer. Schnell wird er als Schnulzenheini abgestempelt. Sein Vater hat dafür kein Verständnis, er will, dass sein Sohn Anwalt wird, so wie er. Dementsprechend gespalten ist das Verhältnis der Beiden. Es war schon früher recht kühl, und seit Jussis Mutter bei einem Unfall ums Leben kam, hat es sich noch verschlechtert. Und so entfernen sich zwei Sturköpfe immer weiter voneinander.

Jussi taucht ab in seine Musik, und schafft es sogar, auf Tour zu gehen. Sein Vater dagegen versinkt immer weiter im Alkohol, denn es gibt da etwas über den Unfalltod Jussis Mutter, was Jussi noch nicht weiß.

Meine Meinung

Schon gleich zu Beginn ist alles recht düster und es wird schnell klar, dass Jussis Vater schon immer auf Distanz war. Gefühle zeigen war noch nie etwas für ihn, das war immer Jussis Mutter überlassen.

Und das, was Jussi in seiner Musik und in seinen Texten an Gefühlen vielleicht zu viel an den Tag legt, zeigt sein Vater eben zu wenig. So spürt man die Distanz zwischen den beiden sehr deutlich.

Darum geht es hauptsächlich in dieser Geschichte - Gefühle. Mal werden sie erwidert, mal sind sie zu viel des Guten, manchmal zeigen sie sich lieber garnicht erst, aus Angst vor Abweisung. Da ist der Autor sehr direkt, auch wenn ab und zu alles mal in rosarot getaucht wird.

Er zeigt den Aufstieg eines kleinen Musikers, und was er auf seinem holprigen Weg alles auf sich nimmt oder von anderen aufdiktiert bekommt. Egal, ob Plattenvertrag, Interviews, Auftritte als "Anheizer", es geht ständig auf und ab. Und zwischendrin immer wieder sein Vater, der langsam akzeptiert, was sein Sohn macht.

Die ganze Geschichte liest sich locker und leicht, es geht durch alle Höhen und Tiefen, mal mit, mal ohne Alkohol, Geld und Liebe, das komplette Programm. In manchen Kapitel sind auch die Liedtexte integriert, zu gerne würde ich auch noch die passende Melodie dazu hören. 

Unterm Strich

Insgesamt finde ich das Buch gut gelungen, und mit den Liedern wird das Geschehen geschickt untermalt. Es ist lustig und schräg, regt aber auch zum Nachdenken an. Es ist nun mal nicht alles Gold, was glänzt.

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