Erik Durschmied Totentanz am Col di Lana

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Inhaltsangabe zu „Totentanz am Col di Lana“ von Erik Durschmied

Ein schroffer Felsen steht im Sturm, ein Gipfel von atemberaubender Schönheit. Seine Geschichte im Ersten Weltkrieg ist in Blut geschrieben. Die Angreifer verfluchen ihn als »Berg des Blutes – Col di Sangue« und die Verteidiger als »Berg des Eisens«.
Tirol, Mai 1915. Die Sturmglocken läuten. Das Land ist in Gefahr: »Der Welsche kimmt!« Wie bereits anno 1809 ist Tirol wieder auf sich selbst angewiesen. Ein »letztes Aufgebot« der Tiroler Standschützen soll das Unheil verhindern. Fünfzehnjährige stehen mit ihren Großvätern Gipfelwacht. Sie machen sich keine Illusion – die Übermacht des anmarschierenden Feindes ist zu gewaltig.
Ein Berg in den Dolomiten wird zum Symbol. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt …
Der Kampf um den Col di Lana in der Fanesgruppe der Dolomiten steht wie wohl kein anderes Ereignis im Ersten Weltkrieg für die Sinnlosigkeit des Krieges, denn strategisch gesehen war diese Stellung völlig unwichtig. Im Kampf um den ikonischen Gipfel bewiesen beide Seiten ihre heroische Opferbereitschaft. Tausende gaben ihr Leben: die einen für »mia patria«, die anderen für »mein Vaterland«. Vergessen ist der Mut des Einzelnen. Jedoch die Legende vom heroischen Stand der 300 Tiroler Standschützen und der Mut der italienischen Angreifer lebt weiter.

- Packender Roman des Bestsellerautors und Kriegsexperten
- Mitreißender Bericht von den Gebirgskämpfen am Col di Lana in den Dolomiten
- Neu erzählt aus der Sichtweise zahlreicher ehemaliger Protagonisten

Gelungener Roman über die Kämpfe am Col di Lana

— Vampir989

"Vor uns der Feind - hinter uns das Dorf"

— Cornelia_Ruoff

Die Sinnlosigkeit des Krieges wird in dem Roman brutal und emotional beschrieben.

— rewareni

gelungene Beschreibung der schlimmen Kriegszeiten im 1. Weltkrieg, dargestellt an den Ereignissen am Col di Lana

— Sigrid1

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  • Gelungener Roman über die Kämpfe am di Lana

    Totentanz am Col di Lana

    Vampir989

    10. September 2017 um 21:32

    Klapptext:Ein schroffer Felsen steht im Sturm, ein Gipfel von atemberaubender Schönheit. Seine Geschichte im Ersten Weltkrieg ist in Blut geschrieben. Die Angreifer verfluchen ihn als »Berg des Blutes Col di Sangue« und die Verteidiger als »Berg des Eisens«.Tirol, Mai 1915. Die Sturmglocken läuten. Das Land ist in Gefahr: »Der Welsche kimmt!« Wie bereits anno 1809 ist Tirol wieder auf sich selbst angewiesen. Ein »letztes Aufgebot« der Tiroler Standschützen soll das Unheil verhindern. Fünfzehnjährige stehen mit ihren Großvätern Gipfelwacht. Sie machen sich keine Illusion die Übermacht des anmarschierenden Feindes ist zu gewaltig.Ein Berg in den Dolomiten wird zum Symbol. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt ...Erik Durchschmied ist hier ein wahnsinnig packender und aufregender Roman gelungen.Wir begeben uns auf den Col di Lana im 1.Weltkrieg.Dort erleben wir die brutalen und schrecklichen Kämpfe der Tiroler und italienischen Truppen mit.Ein sinnloser Kampf um einen Berg der viele Menschenleben gekostet hat.Mitreisend und packend erzählt uns der Autor von den Ereignissen dort.Die Gefühle,Gedanken und Ängste der Menschen konnte ich richtig spüren und ich hatte das Gefühl alles selbst mit zu erleben.Durch die atemberaubende und faszinierende Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Das hat mir sehr gut gefallen.Beeindruckt hat mich zu lesen wie die Tiroler gegen Hunger,Kälte und Unterlegenkeit gekämpft haben.Für Treue und Ehre ihrers Vaterlandes haben sie alles geopfert.Durch die guten Recherchen des Autors erfahren wir sehr viel Informatives über die Kämpfe am Col di Lana.Erik Durchschmied der selbst Kriegsreporter ist gelingt es auch durch seine guten beruflichen Erfahrungen uns dies sehr authentisch nahe zu bringen .Viele Schauplätze werden sehr bildhaft und ansprechend beschrieben.Ich habe mit den Menschen mit gelitten,mit gefühlt,mit gekämpft und mit gebangt.Es hat mit tief bewegt und berührt.Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt.Es zeigt das Kriege sinnlos sind und nur Leid,Elend und Tot bringen.Mir hat diese Lektüre sehr gut gefallen.Für Leseliebhaber die sich für Geschichte interessieren ist das Buch sehr empfehlenswert.

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  • "Vor uns der Feind und hinter uns das Dorf".

    Totentanz am Col di Lana

    Cornelia_Ruoff

    30. August 2017 um 11:43

     „Totentanz am Col di Lana“ von Erik Durschmied 1. Klappentext Ein schroffer Felsen steht im Sturm, ein Gipfel von atemberaubender Schönheit. Seine Geschichte im Ersten Weltkrieg ist in Blut geschrieben. Die Angreifer verfluchen ihn als »Berg des Blutes – Col di Sangue« und die Verteidiger als »Berg des Eisens«. Tirol, Mai 1915. Die Sturmglocken läuten. Das Land ist in Gefahr: »Der Welsche kimmt!« Wie bereits anno 1809 ist Tirol wieder auf sich selbst angewiesen. Ein »letztes Aufgebot« der Tiroler Standschützen soll das Unheil verhindern. Fünfzehnjährige stehen mit ihren Großvätern Gipfelwacht. Sie machen sich keine Illusion – die Übermacht des anmarschierenden Feindes ist zu gewaltig. Ein Berg in den Dolomiten wird zum Symbol. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt … Der Kampf um den Col di Lana in der Fanesgruppe der Dolomiten steht wie wohl kein anderes Ereignis im Ersten Weltkrieg für die Sinnlosigkeit des Krieges, denn strategisch gesehen war diese Stellung völlig unwichtig. Im Kampf um den ikonischen Gipfel bewiesen beide Seiten ihre heroische Opferbereitschaft. Tausende gaben ihr Leben: die einen für »mia patria«, die anderen für »mein Vaterland«. Vergessen ist der Mut des Einzelnen. Jedoch die Legende vom heroischen Stand der 300 Tiroler Standschützen und der Mut der italienischen Angreifer lebt weiter. - Packender Roman des Bestsellerautors und Kriegsexperten - Mitreißender Bericht von den Gebirgskämpfen am Col di Lana in den Dolomiten - Neu erzählt aus der Sichtweise zahlreicher ehemaliger Protagonisten. 2. Erik Durschmied Meist vernachlässige ich bei der Rezension, die Biographie des Schriftstellers, aber in diesem Fall, halte ich es für wichtig, darauf einzugehen. Erik Durschmieds Karriere begann damit, dass er 1958 in den kubanischen Bergen mehrere Wochen bei der von Fidel Castro angeführten Rebellenarmee verbringt. Er war Kriegsberichterstatter in Vietnam, China, Chile, Nordirland, Afghanistan und bei den Golfkriegen im Irak. Er drehte zwei Filme und erhielt einen Oscar. Er war Dozent für Militärgeschichte in Wien und Gastdozent in West Point. Weiteres unter Wikipedia. 3. Zum Inhalt Die Tiroler Version des Clausewitz’schen Verteidigungsprinzips „Zerstöre genügend Kräfte des Feindes und zwinge ihn dazu, seine Angriffspläne aufzugeben.“Die Italiener gaben die Angriffspläne nicht auf, obwohl die Verluste enorm waren. Die Tiroler verteidigten ihre Heimat. Der Schriftsteller zeigt die Sinnlosigkeit und Absurdität des Krieges auf. Der Leser begleitet zwei Tiroler Brüder im Kampf um den Col di Lana und die Italienischen Soldaten, die unnötig, wegen der Eitelkeit des Vorgesetzten, der lieber Tausende Menschen in den Tod schickte, als den Gipfel verloren zu gehen.Erik Durschmied zeigt uns stille Momente, wie die Angst der Mutter um ihre Söhne auf dem kleinen „Friedhof“ oder die Sehnsucht eines italienischen Soldaten nach Frau und Tochter.Das Buch hat mich sehr aufgewühlt und ich musste es zwischendurch einige Male ruhen lassen.5/5 Punkten 4. Protagonisten Ich möchte keinen namentlich herausheben. Die Tiroler und die „Welschen“ waren Spielzeug für die Generäle auf beiden Seiten. Sicherlich hatten die Tiroler eine andere Motivation „vor uns der Feind und hinter uns das Dorf“ S. 58, sie verteidigten ihre Heimat.Erik Durschmied schildert die Tage am Berg sehr einfühlsam. Der Leser leidet mit und vor allem, er spürt diese Ausweglosigkeit. Bis zum bitteren Tode.5/5 Punkten 5. Sprachliche Gestaltung Dem Autor gelingt es, diesen Gipfelkampf ergreifend zu schildern, was sicherlich auch an dem Perspektivwechsel zwischen der Tiroler und der italienischen Seite liegt. Trotz dieses schwer verdaulichen Inhalts hält Erik Durschmied den Leser an der Hand und nimmt ihn mit.5/5 Punkten 6. Cover und äußere Erscheinung „Totentanz am Col di Lana“ von Erik Durschmied hat 272 Seiten, einen festen Einband und ist am 10.05.2017 unter der ISBN 9788868392680 bei Athesia Tappeiner Verlag im Genre historische Romane erschienen und kostet 24,90 €.Das Buch hat einen roten Leineneinband mit weißem Schutzumschlag, auf dem Soldaten des Ersten Weltkrieges schwarz plakatiert und der Totentanz steht in roter Schrift. Das Cover passt genau zum Inhalt.Das Buch ist mit Karten und authentischen Fotografien illustriert. So kann der Leser das Geschehen auf der Karte nachvollziehen.5/5 Punkten 7. Fazit Es ist ein Buch, das den Leser an seine Grenzen bringt. Wenn man das Buch zur Seite legt, ist es dennoch in deinen Gedanken. Ich war wütend. Ich verstehe es nicht. Aber es war nun mal am Col di Lana Realität.Es ist ein Buch, das dem Krieg die Maske des Heroischen entreißt und die Menschenverachtung aufzeigt. Für jeden, der sich für Geschichte interessiert ein absolutes MUSS.100%ige LESEEMPFEHLUNG @Athesia Tappeiner Verlag Vielen Dank für das Rezensionsexemplar! Ein sehr anspruchsvolles und vor allem lesenswertes Buch.Ich vergebe insgesamt 5/5 Punkten.

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  • Ein sinnloser Krieg

    Totentanz am Col di Lana

    rewareni

    19. August 2017 um 17:39

    Col di Lana, von den Angreifern verflucht  als ,,Berg des Blutes ´´– Col di Sangue´´ und von den  Verteidiger als ,,Berg des Eisens ´´ bezeichnet, erlangte im ersten Weltkrieg tragische Berühmtheit, als in den Dolomiten ein unerbittlicher Kampf zwischen italienischen Soldaten und Tiroler Standschützen stattfand. 15 jährige Burschen und alte Männer waren bereit ihren Gipfel auf Gedeih und Verderben zu verteidigen. Eine strategisch unwichtige Stellung wird zu einem monatelangen Prestigekampf der Italiener. Erst die Unterminierung des Berges und der damit folgenden Sprengung konnte den blutigen Sieg der Italiener bringen. Bestsellerautors und Kriegsexperte Erik Durschmied hat mit seinem Roman ,, Totentanz am Col die Lana´´ einen mitreißenden Bericht von den Gebirgskämpfen in den Dolomiten neu erzählt. Mithilfe von Tagebüchern und Gesprächen ehemaliger Protagonisten ist ihm ein aufwühlender und lebendiger Roman gelungen. Es war für mich zu Beginn ein wenig schwer in die Geschichte hinein zu kommen, da man mit sehr vielen Namen konfrontiert wird, sowohl von Menschen, als auch von diversen Orten. Aber nach wenigen Seiten wird man von dem Geschehen so gefangen genommen, dass die vielen Namen dann nebensächlich werden. Lebendig schildert der Autor die Gedanken und Gefühle der Menschen. Besonders die Tiroler, die für Ehre, Treue und Vaterland und mit unerschütterlichem Mut kämpfen. Ohne militärische Ausbildung gelingt es ihnen durch Bauernschläue und dem eisernen Willen immer wieder durch zu halten. Hunger, Naturgewalten und dem Wissen, dass es keinen Sieg für sie geben wird kämpfen sie für ihr Vaterland. Erik Durschmied erzählt und beschreibt die Szenen dermaßen bildhaft, dass man vor seinen Augen die verstümmelten und blutigen Soldaten sieht, dass man die Detonationen der Granaten und Explosionen der Sprengung direkt hört. Die Sinnlosigkeit des Krieges wird anhand von Szenen beschrieben, die einem die Tränen in die Augen steigen lässt. Verwundete, die das Glück haben müssen, wenn man nur ein Bein amputieren muss, denn andere, die man zwar mit der nötigen medizinischen Versorgung retten könnte, müssen einfach zum Sterben sich selbst überlassen werden. Es ist ein Roman der brutal und offen über die Geschehnisse berichtet, wo Menschen einfach wie Figuren auf einem Schachbrett hin und her geschoben werden. Aber es zeigt auch wie schnell aus Freunden plötzlich Feinde werden können. Sehr intensiv waren dabei die Gefühle der Menschen beschrieben, die tapfer bis zum Schluss Stellung gehalten haben. Der Tiroler Dialekt und die Dialoge auch in italienischer Sprache, die gleich immer übersetzt werden, hat der ganzen Geschichte noch mehr Lebendigkeit und Intensivität verliehen. Die  heroische Opferbereitschaft von beiden Seiten, wo tausende Männer den Tod gefunden haben – am Col di Lana.

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    • 2
  • der Wahnsinn der Menschen

    Totentanz am Col di Lana

    Sigrid1

    11. August 2017 um 20:49

    Ich habe sehr lange an dem Buch "Totentanz am Col di Lana" gelesen. Aber nicht, weil es schwierig zu lesen war oder zuviele Namen enthielt, sondern weil mich dieser Bericht über die Geschehnisse so berüht hat. Der Leser wird hier mit der menschlichen Unvernunft und Dummheit konfrontiert. Diese Beschreibung der Kämpfe um die Dolomiten und hier speziell um den Col di Lana, sind einfach so genau geschrieben, dass man es hautnah erlebt. Kriegsberichte sind nie schön, aber hier wurde man durch das "Kennenlernen" von einzelnen Personen noch mehr mit ins Geschehen hineingezogen. Wenn einzelne Schicksale betrachtet werden, mit Namen und der Erzählung ihres Lebens. Mit den Gedankengängen und Leiden direkt verbunden, ist es noch schlimmer. Und man kann mal wieder über die Unvernunft der Menschen staunen. Lernt man nie aus ? Es ist ein sehr gut geschriebenes Buch und bringt einem diese unvorstellbar grausame Situation klar vor Augen. Wie kann man sowar überhaupt denken geschweige dann ausführen - bzw. ausführen lassen ? Menschen einfach in den Tod schicken - einen Berg untertunneln und in die Luft sprengen ? Interessant ist hier auch immer wieder, dass die Männer an ihre Freunde oder "Seilschaften" denken, die ihnen nun als Feind gegenüber stehen. Und sie wollen es eigentlich garnicht. Aber sie müssen. Und das Absurde ist ja, diese Gedankengänge haben die Soldaten auf beiden Seiten. Welch ein Wahnsinn. Es ist ein lehrreiches Buch. Nicht nur auf das reine Geschehen beschränkt, sondern es sollte bei jedem Leser wieder den Mut anfachen, gegen Krieg und diesen Wahnsinn zu sein. Es auch zu Äußern und dagegen an zu gehen. Hier wird ja eine Schlacht aus dem 1.Weltkrieg geschildert. Aber wie wir wissen, hat die Erinnerung an den Wahnsin "Krieg " keinen nächsten Krieg verhindert. Aber trotzdem muss man daran erinnert werden und gerade durch solche Bücher. Und immer und immer wieder aufstehen und versuchen Kriege zu verhindern. Ich hoffe, dieses Buch wird doch vielen Menschen wieder mal die Augen öffnen. Ein Buch gegen den Krieg und für mehr Menschlichkeit. Mich hat das Lesen wieder betroffen gemacht, aber auch wieder aufgerichtet. Niemals die Hoffnung verlieren und gegen das "Böse" sein. Es muss auch andere Wege geben.

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  • Totentanz am Col di Lana

    Totentanz am Col di Lana

    StephanieP

    10. August 2017 um 13:03

    Während des ersten Weltkriegs droht ein Angriff der Italiener auf die Dolomiten. Jene Tiroler, die im bisherigen Krieg aufgrund ihres jungen, beziehungsweise ihres fortgeschrittenen Alters nicht eingezogen wurden, verpflichten sich den Angriffen der Italiener entgegenzuwirken. Die Tiroler Standschützen verteidigen ihr Land auf dem Col di Lana, obwohl sie in deutlicher Unterzahl sind, vehement und geben Großteils ihr Leben für die Heimat. Anfangs hatte ich Probleme der Handlung im Buch zu folgen, da sehr viele verschiedene Personen und Orte vorkamen. Einige Kriegsbegriffe und die ausführliche Beschreibung der Truppenverteilung sowie die vielen unterschiedlichen Berge haben mich zu Beginn des Buches sehr verwirrt. Mit der Zeit bin ich allerdings immer besser in die Handlung gekommen und konnte ihr bald ohne Probleme folgen. Besonders gut gefallen hat mir, dass sich am Ende des Buches nochmal die Truppenverteilung und Karten des Col di Lana und der italienischen Angriffe befinden, welche dem Leser einen schnellen und einfachen Überblick ermöglichen. Erik Durschmied hat einen flüssigen und bildlichen Schreibstil, dennoch musste ich das Buch immer wieder zur Seite legen. Die äußerst bildlichen Beschreibungen der Angriffe und deren (psychischen und physischen) Auswirkungen auf die Soldaten sind nicht leicht zu lesen und haben mich lange beschäftigt. Das Buch stimmt einen nachdenklich und der Inhalt wird mich noch länger beschäftigen. Als Leser merkt man sofort, dass der Autor sehr gut und ausführlich über die Kämpfe rund um den Col di Lana recherchiert hat. Alles was er im Buch schreibt hat Hand und Fuß und er kann es durch sehr gut gewählte Quellen belegen. Erik Durschmied arbeitet selbst als Kriegsreporter und er kann seine Erfahrungen gekonnt und wirklich gelungen in die Geschichte einfließen lassen und macht sie damit besonders authentisch. Im Buch finden sich immer wieder Tiroler Dialekt und Italienisch. Die italienischen Dialoge werden immer übersetzt und beeinträchtigen somit in keinster Weise den Lesefluss. Anfangs habe ich mich mit den tirolerischen Dialogen etwas schwer getan, kam im Laufe des Buches aber immer besser hinein und konnte dadurch der Handlung ohne Probleme folgen. FAZIT: „Totentanz am Col di Lana“ ist ein wirklich gelungenes Buch, welches einen sinnlosen Krieg verdeutlicht, der viel zu viele Leben gekostet hat. Der Autor überzeugt durch seine ausführlichen Recherchen und einen wirklich authentischen Schreibstil. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Buchverlosung zu "Totentanz am Col di Lana" von Erik Durschmied

    Totentanz am Col di Lana

    AthesiaTappeinerVerlag

    Packender historischer Roman über den Gebirgskrieg in den Dolomiten  - erzählt vom Bestsellerautoren und Kriegsberichtserstatter Ein schroffer Felsen steht im Sturm, ein Gipfel von atemberaubender Schönheit. Seine Geschichte im Ersten Weltkrieg ist in Blut geschrieben. Die Angreifer verfluchen ihn als »Berg des Blutes – Col di Sangue« und die Verteidiger als »Berg des Eisens«. Tirol, Mai 1915. Die Sturmglocken läuten. Das Land ist in Gefahr: »Der Welsche kimmt!« Wie bereits anno 1809 ist Tirol wieder auf sich selbst angewiesen. Ein »letztes Aufgebot« der Tiroler Standschützen soll das Unheil verhindern. Fünfzehnjährige stehen mit ihren Großvätern Gipfelwacht. Sie machen sich keine Illusion – die Übermacht des anmarschierenden Feindes ist zu gewaltig. Ein Berg in den Dolomiten wird zum Symbol. Der Tanz auf dem Vulkan beginnt … Der Kampf um den Col di Lana in der Fanesgruppe der Dolomiten steht wie wohl kein anderes Ereignis im Ersten Weltkrieg für die Sinnlosigkeit des Krieges, denn strategisch gesehen war diese Stellung völlig unwichtig. Im Kampf um den ikonischen Gipfel bewiesen beide Seiten ihre heroische Opferbereitschaft. Tausende gaben ihr Leben: die einen für »mia patria«, die anderen für »mein Vaterland«. Vergessen ist der Mut des Einzelnen. Jedoch die Legende vom heroischen Stand der 300 Tiroler Standschützen und der Mut der italienischen Angreifer lebt weiter.Fotos: Günther ObwegsCovergrafik: Klaus Pobitzer (Wien/Schlanders)

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