Erik Fosnes Hansen Choral am Ende der Reise

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Inhaltsangabe zu „Choral am Ende der Reise“ von Erik Fosnes Hansen

Die Titanic war das größte und modernste Passagierschiff ihrer Zeit, und ihre Jungfernfahrt in den Untergang hat die Schriftsteller unseres Jahrhunderts immer wieder beschäftigt. So sehr, daß ihr Name zur Metapher für die apokalyptischen Visionen und Untergangsstimmungen des 20. Jahrhunderts wurde. Die Geschichte beginnt am 10. April 1912. An diesem Tag gehen im englischen Southhampton sieben Musiker an Bord des Luxusliners, der auf seiner fünftägigen Jungfernfahrt mehr als zweitausend Menschen nach New York bringen soll. Die Musiker, eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus aller Herren Länder, sind für die musikalische Unterhaltung während der Seereise zuständig. In den fünf Tagen, die ihnen noch an Bord verbleiben, lernt man ihre höchst unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen - Biografien voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaften und Verzweiflung.

Wunderschöner Roman! Ergreifende fiktive Einzelschicksale vor einer wahren historischen Kulisse. Grandios!

— Queenelyza
Queenelyza

Ein ungewöhnlicher Bericht über das vieldokumentierte Schiffsunglück der Titanic und die Menschen dieser Zeit.

— Tamar_
Tamar_

Großartiger Roman über die Geschichte der Musiker auf der Titanic: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

— Gulan
Gulan

Großartiger Roman über die Geschichte der Musiker auf der Titanic: Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

— Gulan
Gulan

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  • Neubeginn und Untergang dicht beieinander

    Weiße Rosen und die Titanic
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    Christiane Lind hat sich mit ihrem Buch „Weiße Rosen und die Titanic“ an ein Thema herangetraut, das zumindest bei mir spontan starke Assoziationen zum berühmten Hollywood Filmdrama „Titanic“ hervorrief und diesem Vergleich natürlich standhalten oder eine komplett andere Story bieten musste. Ich war daher sehr gespannt, inwieweit es der Autorin gelingen würde, mich hier zu überzeugen und zu begeistern.Im Prolog blicken wir auf drei Kinder: ein Junge und zwei Mädchen. Der Junge hofft auf die Gunst des besser gestellten Mädchens, das offensichtlich mit der Tochter einer Hausangestellten befreundet ist. Die beiden Mädchen nehmen den Jungen „auf die Schippe“, was diesen sehr demütigt.Dann begeben wir uns ins Berlin des Jahres 1912. Hier lebt die Adelige Paula von Sablonski gemeinsam mit ihrer Freundin Luise Depner in recht einfachen, aber dennoch glücklichen Verhältnissen. Die beiden, die sich schon aus Kindertagen kennen, haben ihren Lebenstraum – gegen den Willen von Paulas Familie – in die Tat umgesetzt. Paula agiert erfolgreich als Schauspielerin am Theater und hat viele Verehrer. Nun soll sie sogar die weibliche Hauptrolle im nächsten Stück übernehmen. Luise verwirklicht sich als Kostümbildnerin am selbigen Theater. Lästig erscheint lediglich ein unbekannter Verehrer, der Paula allabendlich einen riesigen Strauß weißer Rosen in die Garderobe schickt, obwohl Paula weiße Rosen hasst. Ganz anders wirkt da das Präsent eines amerikanischen Verehrers, der eher wie ein Freund der beiden wirkt. Er lässt Paula eine Schiffspassage erster Klasse zukommen. Auch Louise soll mitkommen. Doch die beiden sehen keinen Grund, die Reise anzutreten, läuft doch gerade alles so perfekt für sie. Plötzlich wendet sich das Blatt. Völlig unvorhergesehen erhalten sowohl Paula als auch Luise die Kündigung vom Theater. Als ihnen schließlich noch die Wohnung gekündigt und Paula polizeilich wegen eines angeblich durch sie gefälschten Schuldscheins gesucht wird, erscheinen die zwei Tickets wie ein Rettungsanker. Also begeben sich die beiden jungen Frauen auf eine abenteuerliche Reise. Doch die Jungfernfahrt auf der Titanic gestaltet sich so ganz anders, als Paula und Luise es sich vorgestellt hatten. An Bord beginnt ein Katz und Maus Spiel, denn plötzlich steht ein Strauß weißer Rosen in der Kabine der beiden ...Christiane Lind versteht es, den Leser mit ihrem ansprechenden und fließenden Schreibstil direkt ins Geschehen eintauchen zu lassen. Sie erzeugt durch ihre bildhafte Sprache eine Atmosphäre, die einen in eine andere Zeit und Welt versetzt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Auch wenn es dem Roman aus meiner Sicht an manchen Stellen an Tiefe fehlt – denn in einigen Passagen war die Handlung aus meiner Sicht vorhersehbar und ein wenig konstruiert–war die Story doch sehr unterhaltsam und kurzweilig.Christiane Lind schaffte es, mich in die Welt des frühen 20. Jahrhunderts zu entführen. Auch die Assoziationen zum berühmten Film, die spätestens beim Betreten und während des Rundgangs auf der Titanic wieder erwachten, empfand ich nicht als störend und ablenkend. Im Gegenteil. Irgendwie hatte ich das Gefühl mich in einer Parallelhandlung zur Liebesgeschichte von Leonardo di Caprio und Kate Winslet zu befinden. Ich traf quasi auf alte Bekannte, als Thomas Andrews, Bruce Ismay oder Molly Brown in Aktion traten. Es hätte mich auch nicht befremdet, wenn leise im Hintergrund „My heart will go on“ eingespielt worden und Rose De Witt Bukater mit Jack Dawson vorbei geschlendert wären. Was Rose ihr Cal, war Paula ihr Ferdinand. Auch die obligatorische Liebesgeschichte fehlte nicht.Vor allem im letzten Drittel, als das unvermeidbare Unglück geschah und die Titanic den Eisberg rammte, war ich mitten drin im entsetzlichen Geschehen, auf dem riesigen, verlorenen Dampfer. Sehr real empfand ich die Schilderungen, dass viele Passagiere das Ausmaß der Katastrophe erst begriffen, als es zu spät war. Ebenso ließen mich die Beschreibungen der eiskalten Fluten und die Situationen in dem Rettungsboot frieren, zittern und erschaudern. Ich spürte förmlich die Todesangst und war entsetzt über so manche Impertinenz und Blasiertheit … Neben den fiktiven Personen hat Christiane Lind - genau wie im berühmten Hollywood Klassiker - bekannte Persönlichkeiten, die damals tatsächlich auf der Titanic reisten, im Plot zu neuem Leben erweckt. Neben den bereits Erwähnten wie Molly Brown, Ismay und Andrews, waren beispielsweise auch Madeleine Astor, Helen Candee oder das Ehepaar Straus an Bord. Doch die Protagonistinnen Paula und Luise standen im Vordergrund und waren als sympathische, mutige Charaktere gezeichnet, die so manche Herausforderung meistern und sich oft selbst überwinden mussten. Mit wem ich gar nicht warm wurde – und das nicht aufgrund seiner unsympathischen Rolle als Fiesling – war Ferdinand. Zu diesem Charakter erhielt ich so gar keinen Zugang, erschien er mir doch zu gestelzt und konstruiert. Erfrischend und natürlich erschienen dagegen die beiden Kinder Gretchen und Harri, Passagiere der dritten Klasse oder der Stewart Leonard, waren doch auch diese sehr liebevoll gezeichnet. Entzückend war der kleine, freche Hund Valentino sowie die wilde Schiffskatze Jenny – natürlich eine Katze als Markenzeichen von Christiane Lind.Fazit:Ein unterhaltsamer Roman, dessen Plot stellenweise wie eine Parallelhandlung zum Hollywood Klassiker „Titanic“ wirkte und doch Eigenständigkeit bewies, versetzte mich erneut an Bord des Schicksal-Dampfers. Auch wenn ich in manchen Passagen die bei Christiane Lind gewohnte Tiefe vermisste, schaffte es die Autorin, mich gut zu unterhalten und in eine andere Welt zu entführen.

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    • 10
  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    FabAusten

    FabAusten

    Choral am Ende der Reise …. Sieben Musiker haben einen viel versprechenden Job auf dem größten Passagierschiff der Welt ergattert. Es handelt sich um die Geiger Jason Coward, Alexander Bjeschnikow, der aus St. Petersburg stammt, und den 18jährigen Wiener David Bleiernstern, dann den Bratschisten James Reel aus Dublin, den Cellisten Georges Donner aus Paris, den Bassisten Petronius Witt aus Rom und dem Pianisten, der von allen nur„Spot“ genannt wird. Sie bilden von nun an das Bordorchester. Ihre Aufgabe besteht darin, die eleganten Passagiere der ersten Klasse musikalisch zu unterhalten. Jeder von ihnen bringt seine eigene Lebensgeschichte mit, knüpft Hoffnungen an die neue Aufgabe, hat Zukunftspläne, will vergessen oder sich eine neue Existenz schaffen. Sie teilen den Wunsch, ihrem bisherigen Leben entfliehen zu wollen. Sie ahnen nicht, dass die RMS Titanic zu ihrem Schicksal werden soll. Sie werden bis zum bitteren Ende für die Menschen musizieren und damit die größte Leistung ihres Lebens vollbringen. …. Der Untergang der Titanic hat mich schon lange vor dem berühmt berüchtigten Kinofilm von James Cameron interessiert, der mir nebenbei bemerkt überhaupt nicht gefallen hat. Im Gegensatz zu diesem hat sich Erik Fosnes Hansen mit Choral am Ende der Reise nicht auf die Jungfernfahrt und den Untergang des Schiffes konzentriert. Beides dient lediglich als Hintergrund, um die Biographien der Musiker auszubreiten. Demzufolge stehen hier die Charaktere im Vordergrund. So handelt Choral am Ende der Reise nicht von der Titanic, sondern von Menschen, die zufällig bei dem Untergang sterben. Da der Leser außerdem von Anfang an weiß, dass das Schiff schließlich auf einen Eisberg auflaufen wird, erhält der Roman einen dramatischen und tragischen Grundton. Die Sprache ist nicht immer sehr gefällig und es handelt sich nicht um einen Roman, den man schnell zwischendurch lesen kann. Es bedarf schon Konzentration, alles angemessen verarbeiten zu können. Wie immer sind manche Figuren sympathischer oder genauer gezeichnet als andere, doch allen gemein ist, dass ihre Biographien glaubhaft sind. Gerade weil der Schauplatz und die Ereignisse historisch verbürgt sind, ist man geneigt, zu glauben, dass die Bordkapelle wirklich aus diesen sieben Männern bestand. Das ist aber nicht der Fall. Erik Fosnes Hansen ist ein Kunstgriff gelungen, der sein Werk von anderen Romanen, die verschiedene Biographien darlegen, abhebt. ….. Choral am Ende der Reise sei dem Leser empfohlen, der sich nicht für die Chronologie des wohl berühmtesten Schiffsunglücks interessiert, sondern für die Lebensgeschichten der Menschen, die ihn miterleben mussten. Obwohl es sich um imaginäre Menschen handelt, hätte es doch genauso sein können.

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    • 3
    Gulan

    Gulan

    17. July 2014 um 13:56
  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    Stephanus

    Stephanus

    29. June 2012 um 09:19

    Bereits vor mehreren Jahren hatte ich das Buch schon einmal gelesen und nun wieder hervorgeholt, um nochmal in der Romanwelt von Eric F. Hansen zu versinken. Als Rahmenhandlung wählt der Autor die Überfahrt und den Untergang der Titanic im Jahr 1912. Hierbei bescheibt er bereits detailliert und akribisch einzelne, berühmte Mitreisende und das Leben auf dem Schiff. Daneben steht jedoch die Bordkapelle im Mittelpunkt. Hansen entwirft ein fabelhaftes und fantastisches Charakterbild von jedem der Musiker und lässt den Leser am Lebensweg der Musiker teilhaben, der sie letztlich auf die Titanic zusammengeführt hat. So unterschiedlich die Musiker dabei sein mögen ergeben sich doch erstaunliche Parallelen dergestalt, dass die Musiker eigentlich ein normales Leben begonnen haben und in diesem, durch unterschiedliche Gründe und Schicksale, gescheitert sind. Durch dieses Scheitern im "normalen" Leben werden sie zu einer Art heimatlosen Nomaden, die auf Ozeanschiffen musizieren. Hansen gelingt in seinem Debüt-Roman ein großartiges Werk, das sich durch eine spannende und fesselnde Handlung, detaillreiche Charakterstudien und eine fabelhafte Sprache auszeichnet. Gekonnt schafft es der Autor die Geschichte zu entwickeln, ohne je langatmig oder uninspiriert zu werden (wie leider so manch anderes literarisches Werk, das die Titanic zum Gegenstand hat). Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ist daher für mich eine absolute Empfehlung.

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  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    lollebolle

    lollebolle

    28. March 2010 um 21:20

    Dieses Buch markiert den Anfang meiner großen Liebe zu skandinavischen Autoren. Lange vor James Cameron und Leonardo di Caprio hat diese Geschichte der Titanic-Katastrophe, die gleichzeitig die Lebensgeschichten der Musiker des Orchesters erzählt, mich zutiefst berührt. Leider konnte Fosnes Hansen mit keinem seiner späteren Bücher mehr überzeugen, aber dieses ist einfach großartig.

  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    Ailis

    Ailis

    18. January 2010 um 09:41

    Uns alle hat sie berührt, die Geschichte der Musiker auf der Titanic, die bis zuletzt weitergespielt haben sollen, um eine Panik unter den Passagieren zu vermeiden. Auch Hansen nimmt sich in seinem Roman "Choral am Ende der Reise" dieser Legende an und ersinnt sieben fiktive Biographien. In Rückblicken erzählt er die Lebensgeschichten der einzelnen Bandmitglieder. Mit dem Wissen, dass sie die Jungfernfahrt der Titanic nicht überleben werden, liest man die Erlebnisse ihrer Vergangenheit mit ganz anderen Augen. Man weiß schon während des Lesens, dass diejenigen unter ihnen, die noch Pläne für die Zukunft haben oder die noch gewisse Dinge regeln wollen in ihrem Leben, sich noch jemandem erklären wollen, keine Chance mehr dazu haben werden - das berührte mich tief. Denn da, wo sie noch Hoffnung auf ein besseres Leben haben, weiß der Leser schon, dass sie nicht mehr dazu kommen werden, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. "Erik Fosnes Hansen ist ein wahrer Geschichtenerzähler [...] und er verpackt bittere Wahrheiten in seine wunderschöne poetische Sprache." (Der Spiegel)

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  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    Buchfink

    Buchfink

    09. March 2009 um 01:30

    Eine wunderbar erzählte Geschichte über das Leben der Musiker an Bord der Titanic. Es ist Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe und dennoch ist es mir in seiner süffigen Erzählweise noch immer im Gedächtnis.

  • Rezension zu "Choral am Ende der Reise" von Erik Fosnes Hansen

    Choral am Ende der Reise
    Aki

    Aki

    15. February 2009 um 15:32

    fand diesen Roman um den Untergang der Titanic recht gut.