Erik Kessels FAST PEFREKT

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Inhaltsangabe zu „FAST PEFREKT“ von Erik Kessels

Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Wir alle haben schon versagt. Vielleicht nicht im ganz großen Stil, aber in irgendeiner Form haben wir alle mal was vermasselt. Gewöhnlich halten wir Fehler für etwas Schlimmes – egal, ob es um eine kleine Panne, ein komplettes Desaster oder irgendwas dazwischen geht. Doch was passiert, wenn wir umdenken und unsere Niederlagen als Weg zum Erfolg betrachten? Dieses Buch handelt vom Mut zum Scheitern. Davon, sich von Irrtümern und Fehlversuchen inspirieren zu lassen, statt sie zu bedauern. Denn um etwas wirklich Neues zu erschaffen, muss man manchmal einen Misserfolg riskieren. Erik Kessels vereint in diesem Band hundert Werke von internationalen Künstlern und Fotografen, aber auch von Amateuren und Autodidakten, die alle eines gemeinsam haben: Sie sonnen sich im Glanz der Unvollkommenheit, des Regelbruchs und weihen uns ein in die Kunst, Fehler zu machen – und sich daran zu erfreuen. - Perfekt war gestern - Versammelt hundert Werke von internationalen Künstlern und Fotografen sowie von Amateuren und Autodidakten - Mit Ratschlägen, Zitaten und zahlreichen Beispielen für kreatives Scheitern

Meine persönliche Meinung, mit 1 Stern, die sich sehr weit von all den bisherigen Leserstimmen entfernt. Für mich ein totaler Flopp...

— Floh

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  • Für mich leider der totale Flopp. Ich habe etwas anderes erwartet...

    FAST PEFREKT

    Floh

    Ein kleines Buch übers Scheitern? Warum eigentlich nicht? Schade nur, dass meinem Erachten nach das Buch selbst, mit seinem Titel „Fast Perfekt“ der Vorreiter zum Scheitern ist. Autor Erik Kessels macht es sich in seiner Zusammenstellung und Sammlung kurioser, bahnbrechender und skurriler Ereignisse, Fehler und Fehlversuchen zur Aufgabe, den Leser dazu zu animieren, alles halb so wild zu sehen und zu zeigen, dass „fast perfekt“ manchmal sogar besser ist, als ganz perfekt oder erst gar nicht versucht! Erschienen im Dumont Verlag (http://www.dumont-buchverlag.de/)Zum Inhalt:„Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Wir alle haben schon versagt. Vielleicht nicht im ganz großen Stil, aber in irgendeiner Form haben wir alle mal was vermasselt. Gewöhnlich halten wir Fehler für etwas Schlimmes – egal, ob es um eine kleine Panne, ein komplettes Desaster oder irgendwas dazwischen geht. Doch was passiert, wenn wir umdenken und unsere Niederlagen als Weg zum Erfolg betrachten?Dieses Buch handelt vom Mut zum Scheitern. Davon, sich von Irrtümern und Fehlversuchen inspirieren zu lassen, statt sie zu bedauern. Denn um etwas wirklich Neues zu erschaffen, muss man manchmal einen Misserfolg riskieren. Erik Kessels vereint in diesem Band hundert Werke von internationalen Künstlern und Fotografen, aber auch von Amateuren und Autodidakten, die alle eines gemeinsam haben: Sie sonnen sich im Glanz der Unvollkommenheit, des Regelbruchs und weihen uns ein in die Kunst, Fehler zu machen – und sich daran zu erfreuen.- Perfekt war gestern- Versammelt hundert Werke von internationalen Künstlern und Fotografen sowie von Amateuren und Autodidakten- Mit Ratschlägen, Zitaten und zahlreichen Beispielen für kreatives Scheitern“Meinung:Ich möchte zu dem Buch gar nicht so viele Worte schreiben, denn eine differenzierte und faire Rezension fällt mir hier absolut schwer, da das Buch für mich reine Verschwendung ist und sich für mich persönlich als totaler Flopp erwiesen hat. Zwar geben bisherige Lobeshymnen und begeisterte Rezensionen einen anderen Eindruck wieder, doch ich bin sehr enttäuscht, gar verärgert. Oh Graus, das beginnt schon beim Aufschlagen des Buches. Ich hatte es zuvor im Handel nicht in den Händen, als dann meine Bestellung eintraf, war ich das erste Mal zum Scheitern verurteilt: Wie soll man dieses Buch lesen? Es ist Seitenverkehrt und muss von Hinten geblättert werden! Mein erstes Scheitern, dann das Scheitern des gesamten Buches… Unstrukturiert, unhandlich, unübersichtlich, unvorteilhaft, kostspielig, wenig anspruchsvoll und von kaum einen Wert. Schade, ich bin wirklich sehr enttäuscht und wundere mich gerade über die vielen positiven Leserstimmen und Rückmeldungen. Naja. Vom Verlag und von den Programmen des verlags war ich bisher sehr begeistert, dieses Buch ist mit seinen knapp 13 Euro ein wirklicher Ausreißer und mein persönlicher Fehlgriff und Flopp. Das ist nicht allein meinen anderen und scheinbar falschen Erwartungen an die Thematik geschuldet. Dieses Buch ist für mich Verschwendung. Traurig, dass dafür Bäume geholzt wurden… Der Autor:"Erik Kessels ist Gründer und Kreativdirektor der internationalen Werbeagentur KesselsKramer. Mit Büros in Amsterdam, London und Los Angeles vertritt sie weltweit einen großen Kreis prominenter Kunden, darunter Marken wie Diesel, Heineken, Nike, MTV und Greenpeace. Zahlreiche außergewöhnliche Kampagnen mit Kultcharakter gehen auf ihr Konto. Als Künstler, Kurator und Sammler von fotografischen Werken publizierte Kessels mehrere Bücher mit Foto-Fundstücken und gründete 2003 den Verlag KesselsKramer Publishing, den der Guardian als »Schatzkammer des Absurden und Urkomischen« pries. Kessels wurde mit zahlreichen Preisen geehrt und 2012 zum einflussreichsten Kreativen der Niederlande gekürt."Das Cover:Das Cover ist ganz interessant gemacht. Es zieht auf jeden Fall erst einmal Blicke an. Dass das Buch seitenverkehrt geblättert und gelesen werden muss ist eine Geschmacksfrage. Für mich ist es der Horror! Das Buch ist hochwertig verarbeitet, das Schriftbild sehr locker, abwechslungsreich und angenehm. Eine eigene Idee, ein Wagnis, eine innovative Umsetzung.Fazit:Bei diesem Buch sollte man seine Erwartungen nicht zu hoch stecken. Ich wurde leider sehr enttäuscht, möchte aber nicht vernichtend oder marktschädigend klingen. Hier ist nur meine persönliche Meinung, mit einem Stern, die sich sehr weit von all den bisherigen Leserstimmen entfernt. Vielleicht liegt euch dieses Buch mehr als mir?

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    • 5
  • Vom "Triumpf der Amateure"

    FAST PEFREKT

    R_Manthey

    Scheitern kann jeder. Aber hemmungslos und dann auch noch als Kunstform. Zugegeben das hat schon etwas: Krachend zu versagen und sich dann hinzustellen und der Welt zu verkünden: Das war Kunst, ich habe das so gewollt, und ich war total hemmungslos. Das kann eben nicht jeder. Vielleicht muss man sich dazu erst wie Kessels zum Kreativdirektor hochscheitern.Wenn man diese lustige Broschüre aufschlägt, dann scheitert man bereits zum ersten Mal. Buchdeckel und Seiten passen nicht zusammen. Hinten ist vorne, und vorne ist hinten. Wahnsinnig kreativ. Man liest außen dann folgende Zusammenfassung des verdrehten Inneren: "Erik Kessels vereint in diesem Band 100 Werke von internationalen Künstlern und Fotografen, von Amateuren und Autodidakten. Eines haben sie alle gemeinsam: Sie sonnen sich im Glanz der Unvollkommenheit, des Regelbruchs und weihen uns ein in die Kunst, Fehler zu machen - und sich daran zu erfreuen."Da ist er schon wieder, dieser merkwürdige Kunstbegriff, dieser uralte Trick, den man schon im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern bewundern konnte. Ehrfüchtig sollen wir vor irgendeinem Mist stehen, der als Kunst deklariert wird. Kein Mensch versteht, was das soll, aber keiner traut sich das zu sagen, weil man nicht aus der Reihe tanzen oder für blöd gehalten werden will.Natürlich liest man in diesem Text nicht nur Blödsinn. Fehler zu machen und zu scheitern, gehört zum Leben. Anders kann man nicht lernen oder seine Grenzen einsehen. Das ist banal und nichts Neues. Wer kein Risiko eingehen will, wird es nicht weit bringen. Niederlagen gehören zum Weg in den Erfolg. Wer will solche Binsenweisheiten schon bestreiten? Aber: "Einen Fehler zu machen, ist normal. Den gleichen Fehler zweimal zu machen, ist nachlässig. Ihn dreimal zu machen, grenzt ans Unverzeihliche." Kleine Denkpause in Form eines Absatzes. Und dann: "Aber den gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen, kann genial sein." Kann. Muss aber nicht. Vielleicht steckt auch was anderes dahinter.Zugegeben, ich bin ein großer Fan von solchen Büchern. Besonders, wenn sie sich in ihrer ganzen Kreativität so schön kurz fassen wie dieses. Dann siegt die Komik noch über den Schmerz. Neulich habe ich gelesen, dass irgendeiner von diesen amerikanischen Software-Milliardären pedantisch ordnungsliebend ist. Seitdem räume ich täglich mein Büro auf. Man weiß ja nie.Kessels arbeitet auch mit diesem Trick. Er kommt mit Harry Potter. Zwölf Verlage hätten das Werk abgelehnt. Das macht allen Mut, die schon Ähnliches erlebt haben. Ihr Werk kann nur genial sein.Aber ich möchte nicht ungerecht sein: Man findet in diesem Text durchaus viele einfache Wahrheiten. Allerdings wirken sie etwas aufgeblasen. Wer diese Art von selbsternannter Kunst mag, wird seine Freude daran haben. Mir erschien es hingegen zu dünn und zu selbstgefällig. Und Kunst konnte ich in den abgebildeten Werken nicht entdecken. Aber das liegt ja bekanntlich im Auge des Betrachters.

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    • 2
  • Für mich perfekt!

    FAST PEFREKT

    Jetztkochtsie

    Eigentlich hatte mich in den Verlagsvorschauen das Buch “Fast Pefrekt – Die Kunst hemmungslos zu scheitern. Wie aus Fehlern Ideen entstehen.” gar nicht angesprochen, ich hatte es schlicht und einfach überblättert. Dann wurde es mir nochmal von anderer Seite ans Herz gelegt und ich dachte: “Na gut, kann nicht mehr, als Scheitern.” Dann kam das Büchlein hier bei mir an und ich mußte erstmal herzhaft lachen, denn zum einen findet sich der Tippfehler im Titel und zum anderen ist der Einband verkehrt herum. Das fand ich einfach nur gelungenes Design am Buch bei Dumont begeistern mich solche abgefahrenen Dinge in letzter Zeit immer öfter, seien es die Klarsichtumschläge der Murakami Bücher, oder eben hier jetzt diese kleine Besonderheit. Es löst etwas aus, es interessiert, es bereitet Freude und überzeugte mich, sofort einen Blick hineinzuwerfen, was der sonst eher schlichte Umschlag sonst nicht geschafft hätte. Erik Kessels ist ein niederländischer Designer, Künstler, Fotograph, den ich tatsächlich nur kannte, weil ich kürzlich einen Artikel gelesen hatte, in dem es um seine Nominierung für den “Deutsche Börse Fotographie Preis” ging und der mich neugierig und in eine Ausstellung im Kunstmuseum Bonn geführt hatte (“Mit anderen Augen“). Seine Darstellung zum Thema “Einwanderer” hatte mich hier im Vergleich zu einigen anderen Objekten tatsächlich nachhaltig beeindruckt und ich fand seine Herangehensweise an diese Thematik einfach bedeutsam und wichtig. Kessels übergreifendes Thema ist immer wieder die Amateurfotographie. Er zieht die Werke der Amateure immer wieder heran, um deutlich zu machen, wie wichtig auch diese für das Erzählen einer Geschichte sind und das ist auch in diesem Buch sein Thema, dass nicht Perfektion das Ziel einer Tätigkeit sein sollte, sondern Gefühl, Mut, Emotion das zentrale Thema ist. Nichts muß vollkommen sein, um einen vollkommenen Moment abzubilden, nichts perfekt, um sich an Schönheit zu erinnern. Mir gefällt seine Herangehensweise und vorallem seine Art darüber zu schreiben und es mit Bildern darzustellen. Sein Buch hat mich leider viel zu kurz begeistert, sei es das überbelichtete Bild, der Schatten, der Gesichtszüge verzerrt oder der Finger auf der Linse, Kessels bringt zum Schmunzeln und zeigt, nicht was fehlerfrei ist gefällt, sondern was wir mit Liebe und Freude betrachten. “Wenn alle Ihnen sagen, Sie sollten rechts abbiegen, sind Sie vielleicht besser dran, wenn Sie links abbiegen.” Kessels würzt seine gesammelten Bilder mit solchen Schlausprüchen. Die einen erst hinterfragen lassen: “Was willst du eigentlich? Was befähigt dich, zu meinem Ratgeber zu werden!” Die einen aber dann innehalten lassen und dafür sorgen, dass man denkt, warum nicht. Ich war schon immer so ein Mensch, der keine Angst davor hatte, Dinge zu tun, die nicht immer jeder gut heißt. Mein Blog ist das beste Beispiel dafür, ich zeige amateurhafte Bilder von meinen Kochversuchen, berichte laienhaft über Bücher, die ich las und zeige meine sicherlich häufig schauderlich fotografierten Strickstücke, die hin und wieder wirklich nicht tragbar sind. Manchmal fragen mich Leute, warum machst du das? Liest das überhaupt wer? Die richtige Antwort ist, ich weiß es nicht. Ich habe aber Freude daran und wenn ich nur von einem lese, dass ihm mein eingelegter Käse in Olivenöl geschmeckt, meine Hilfestellung und Tipps zu einem Strickmuster geholfen oder der Hinweis auf ein Buch ihm schöne Stunden beschert haben, dann fühle ich mich bestätigt. Und ich werde besser, meine furchtbaren Fotografien haben sich verbessert, ich überbelichte immer noch gerne und häufig, meine Bildausschnitte sind sicherlich meist fern jeder fotografischen Regel, aber, hey, ich habe SPASS und keine Angst davor, dass jemandem nicht gefallen könnte, was ich tue. Genauso ist es mit meinen sportlichen Bemühungen, ja ich poste auch meine Läufe auf Facebook, bei denen ich von meinem angestrebten 5min/1km Schnitt so weit entfernt bin, wie Sibirien von den Malediven, es ist mir egal, ob dann jeder sieht, dass ich schon wieder gescheitert bin, wichtig ist mir zu zeigen, dass es oft schon schwer genug ist, seinen Hintern zu erheben und sich überhaupt zu bewegen und das es trotzdem jeder kann und dass man sich für Zeiten jenseits von Gut und Böse nicht zu schämen braucht, weil all die Flüsterer und Murmler im Hintergrund vielleicht schneller sind, aber eben nicht wissen welchen Kampf es bedeuten kann, überhaupt vom Sofa hoch zu kommen. Erik Kessels spricht in seinem Buch viele Dinge aus, die ich häufig denke. Beruflich in Besprechungen gehöre ich oft zu den Menschen, die ihre Gedanken ungeplant herausblubbern, die nicht großartig darüber nachdenken, welchen Effekt es haben könnte, wenn ich dieses und jenes jetzt sage, mir ist es einfach wichtig meinen Gedankengang mitzuteilen und so vielleicht andere anzuregen nicht stumm da zu sitzen und zu hoffen, dass die Besprechung möglichst schnell vorbei ist und man bloß nichts beitragen muß, weil man könnte sich ja verzetteln, etwas Unpassendes sagen oder gar zu Gelächter animieren, sondern dass sich ein Gespräch ergibt, ein Austausch ein gegenseitiges Befruchten mit Ideen und Überlegungen, bei dem man natürlich auch einmal lachen darf. Warum haben Menschen eigentlich so oft Angst dafür für Erheiterung zu sorgen? Was ist schlimm, wenn Menschen auch mal über einen oder über sich selbst lachen? Ich tue das gerne und häufig, macht es mich kleiner? (Noch kleiner?) Nein, macht es nicht, im Gegenteil, es lockert sehr oft Situationen auf, es führt zu Mut bei anderen und es hilft so viel, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Wenn man nicht versucht perfekt zu sein, dann bringt es einen auch nicht aus dem Konzept, wenn die Kollegin einem nach einem Vortrag mitteilt, dass man Lippenstift am Zahn oder eine Laufmasche in der Strumpfhose hat. Wenn man sich darauf fokussiert, was man möchte und mit Begeisterung dabei ist, dann erreicht man häufig so viel mehr, als wenn man immer nur der Beste, der Schnellste, der Schönste sein will. Apropos der Schönste, was ist denn schön? Ein perfektes Foto von einer Landschaft oder vielleicht nicht doch lieber ein etwas verwackeltes mit den besten Menschen der Welt darauf? Ich bin sicher nicht schön, ich bin 10 Zentimeter zu kurz geraten, habe zu viel Hals, zu wenig Kinn und seit neustem auch 5 kg zu viel auf den Rippen, dazu Sommersproßen, eine dicke Brille und leider überhaupt keine Augenbrauen, die meisten Fotos von mir sehen furchtbar aus, trotzdem würde ich nie jemanden auffordern: “Lösch das, da gefalle ich mir nicht!” Das auf dem Bild bin ich, egal ob ich gucke, wie Graf Zahl oder getroffen bin, als würde mein Kopf direkt in meinen Hals übergehen. Das bin ich und ich mag mich, ich bin nicht perfekt, aber das will ich auch gar nicht sein. Ich habe schon mal einen Zahnpastafleck auf meiner Bluse oder die Jeans ist nicht gebügelt (ok, die Jeans ist nie gebügelt!), so ist das halt mit Menschen, da bleibt zwischen all den Ideen manchmal keine Zeit morgens die Haare zu kämmen, da muß es auch ein pinkes Zopfband tun, auch wenn ich sonst komplett in Rot gekleidet bin. Ich, hätte all dies so gar nicht wirklich erkannt, es sind Dinge, die ich nun mal einfach so tue, Kessels hat in seinem Buch Worte dafür gefunden, Worte, die mir gefallen und Erklärungen, die ich positiv finde. Warum nach Perfektion streben, wenn ich auch so geliebt werde? Warum mich kaputt machen und versuchen organisiert, weniger chaotisch, ordentlicher und die Frau mit den schönsten geputzten Fenstern zu sein, wenn ich doch eigentlich die bin, deren Küche furchtbar aussieht, für deren Bolognese Soße aber viele Menschen ihr letztes Hemd geben würde, oder die deren Bett nie gemacht ist, die aber dafür in 5 Minuten noch schnell ein Acrylbild zaubert, wenn es zu einer Hochzeit geht und das Geschenk eher unkreativ eingepackt ist, oder auch die, die zwar morgens im Büro übelst gelaunt ist, dafür aber immer da ist, wenn jemand Hilfe braucht. Ich glaube, ich kann damit leben, dass ich nicht in allem gut bin und Kessels Buch zeigt genau das. Wir müssen nicht alles können, aber wir können alles versuchen! Kessels Buch hat mich also wirklich überrascht, seine kurzen Texte mit den Bildern haben mich bewegt, mich berührt und angesprochen und nein, ich bin kein Freund von Ratgebern, aber dieser Mann erteilt so kluge und unkonventionelle Ratschläge, die mich einfach erfreut haben. Ich lege dieses Buch wirklich jedem ans Herz, der sich verbiegt, um seinem oder dem Ideal anderer zu entsprechen, jedem, der mit sich hadert, jedem der schon einmal versagt hat, jedem der sich für Kunst und Kommunikation interessiert und jedem, der offen für Neues ist und auch denen, die es nicht sind, jedem, der gerne liest und sogar denen, die es nicht tun, denn es ist kurz, du bist schnell durch und hast etwas für deinen Kopf und dein Selbstwertgefühl getan, ehrlich. Trau dich, tu es! Danke für dieses fantastische Erlebnis! Erik Kessels: “Haben Sie das Selbstvertrauen, sich nicht darum zu kümmern, was andere denken. Das ist immer riskant. Wir gehören gern zur Herde. Wir mägen es, uns anzupassen. Wir möchten Menschen gefallen, das lässt sich nicht ändern. Und originelle ideen sind nicht immer sofort beliebt. Sie werden hinterfragt, herausgefordert, geprüft und seziert. Aber wenn sie gut sind, überleben sie. Riskieren Sie es, nicht gemocht zu werden. Vielleicht gefällt es ihnen sogar. Erfolg ist die Fähigkeit, von Misserfolg zu Misserfolg zu schreiten, ohne die Begeisterung zu verlieren.”

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