Erik Larson Marconis magische Maschine

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Inhaltsangabe zu „Marconis magische Maschine“ von Erik Larson

Spätestens seit John Griesemers »Rausch« haben spannend erzählte Geschichten über revolutionäre Erfindungen Hochkonjunktur. Erik Larson beschwört in seinem neuen Buch die aufregende Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts herauf und verknüpft die wahren Schicksale zweier historischer Gestalten, Guglielmo Marconi und Hawley Harvey Crippen, zu einer fesselnden und anrührenden Geschichte. »Marconis magische Maschine« stand nach dem Erscheinen in Amerika viele Wochen auf der Bestsellerliste der »New York Times«.

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  • Rezension zu "Marconis magische Maschine" von Erik Larson

    Marconis magische Maschine
    sabisteb

    sabisteb

    16. January 2013 um 17:56

    In diesem Buch werden zwei Geschichten parallel erzählt: 1. Der Mordfall Hawley Crippen 1910 erschütterte ein Mordfall London. Dr. Crippen, obwohl ich der Meinung bin, dass er eher ein Scharlatan war, da er auf Homöopathie und selbsterfundene Patentmedizin spezialisiert war, und man ihn wohl kaum Dr. nennen darf, ist ein harmloser freundlicher Mann. Leider ist seine zweite Frau (die erste starb und er schob seinen Sohn einfach zu Verwandten ab und begann mit Nr. 2 ein neues Leben, eigentlich verdiente er diese Frau), ein übler Hausdrache. Sie träumt von der Oper, nimmt Gesangsunterricht und hat leider gar kein Talent. Sie macht Crippen das Leben zur Hölle. Als dieser sich in seine junge Stenotypistin Ethel Le Nege verliebt, vergiftet er seine Frau, zerstückelt sie, verbrennt die Knochen und vergräbt den Rest im Kohlenkeller. Nur weil einige ihrer Theaterfreunde Belle vermissen, und eher wegen der Affaire mit der Neuen bei der Polizei anklopfen, wird die Leiche eher durch Zufalle entdeckt. Dieser Mordfall war noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts sehr bekannt. Hitchcock entlehnte Motive für „Coctail für eine Leiche“ und „Das Fenster zum Hof“. Es gab Filme über diesen Fall wie „Dr. Crippen an Bord“ (1942). Heute jedoch, erinnert sich kaum noch einer an diesem damals spektakulären Fall. Vielleicht, weil zerstückelte Leichen heutzutage nicht mehr sonderlich aufsehenerregend sind. 2. Guglielmo Marconi Entwicklung des Funkens Marconi, Nobelpreisträger, Unternehmer, gefeierter Vater der Funktelegraphie, ein Prototyp des modernen Unternehmers und ein mahnendes Beispiel, aus dem leider immer noch niemand gelernt hat. Marconi verhält sich wie andere Egomanen seines Schlages (Zuckerberg, der Facebook „Erfinder“ ist noch so einer). Er, Marconi, und nur er ist wichtig. Alle, die ihm zuarbeiten werden unterschlagen, nicht erwähnt, ihre Meinung, ihre Gefühle mit Füßen getreten. Marconi schert sich einen Dreck darum, was andere, wie Oliver Lodge (für mich der eigentliche Erfinder des Funkprinzips) beigetragen haben. Er profitiert von public domain Forschungsdaten, patentiert seine darauf beruhenden Ergebnisse und hält seine Entwicklungen geheim. Er geht sogar noch weiter, er will, dass künftig alle seine Funkanalagen nur untereinander kommunizieren und verbietet den Kontakt zu Anlagen der Konkurrenz, außer in Notfällen. Ein ganz mieser, aggressiver Monopolist. Er verschweigt Probleme und Fehler seines Systems und macht ernsthafte Wissenschaftler lächerlich, obwohl er selbst nicht mehr als ein Tüftler ist und keine Ahnung hat von der Physik, auf der sein System basiert. Damals immerhin gab es noch Kaiser, die mit einer allgemeinen Funkkonferenz verlangen konnten, dass sämtliche Funksysteme miteinander frei verkehren dürften. Heute undenkbar, Markoni hätte wohl einfach das Parlament bestochen und sein Monopol durchgesetzt und Lobbyismus betrieben. Er fand es UNFAIR, sein Netz für Dritte zu öffnen (S. 251). Er gebärdet sich schon 1905 wie die heutigen Geschäftsführer. Obwohl es der Fima finanziell schlecht geht, für ihn nur das Beste, erste Klasse, beste Hotels, er wirft Socken lieber weg und kauft neue, statt sie zu waschen, das wäre effizienter. Seine erste Verlobte ist clever genug, zu erkennen, dass Marconi mit seiner Arbeit verheiratet ist, und löst die Verlobung. Aber schon bald fällt ein anderes junges Mädchen auf ihn rein, Beatrice O'Brien. Er behandelt sie wie ein Möbelstück, mal schleppt er sie mit, mal parkt er sie irgendwo aus dem weg, über Monate, schwanger, und kommt nicht mal nach Hause, als die Kinder fällig sind. Als sie sich endlich scheiden lässt, lässt er sogar die Ehe annullieren, um eine erzkatholische neue Frau zu heiraten. Natürlich ist dieser widerliche, arrogante, aggressive Geschäftsmann Nobelpreisträger und heute noch bewundert. Für mich unverständlich. Er hat von der Arbeit anderer profitiert, keine Ahnung von den wissenschaftlichen Grundlagen gehabt und eine aggressive Geschäftspolitik gegen das Allgemeinwohl betrieben. Helden sehen für mich anders aus. Eigentlich sind diese beiden Geschichten unabhängig, man hätte sich auch in zwei getrennten Büchern veröffentlichten können. Dann wäre Marconis Geschichte aber streckenweise einfach nur zum Einschlafen gewesen, denn der Werdegang dieses aggressiven Geschäftsmannes, der mir mit fortschreiten der Geschichte immer unsympathischer wurde, ist teilweise extrem langweilig, sosehr ich Wissenschaftsgeschichte auch mag. Gegen Marconi ist Crippen ein regelrechter Sympathieträger. Dies ist KEIN ROMAN, sondern ein normales Sachbuch. Der Autor recherchierte die beiden Geschichte anhand Originalquellen und rekonstruierte die Geschichten dieser beiden Männer. Etwas ungeschickt finde ich bei der Zusammenstellung, dass die sich abwechselnden Dichtweisen zeitlich nicht parallel laufen, sondern der Crippen Fall immer mehrere Jahre in der Zukunft, vom Marconi Handlungsstrang aus gesehen, verläuft. Das Buch enthält einige s/w Bilder, dennoch fehlen viele Bilder, die der Autor eingehend beschreibt, aber leider nicht beigefügt hat (S. 177), das nervt. In der deutschen Übersetzung sind zudem öfter mal Satzstellungsfehler wie „ich mich freute darauf“ (S. 358). Insgesamt ein teilweise unterhaltsames Sachbuch, streckenweise besonders gegen Mitte hin, sehr zäh.

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  • Leserunde zu "Der Klang des Pianos" von Elisabeth Büchle

    Der Klang des Pianos
    Arwen10

    Arwen10

    Ich freue mich, euch heute wieder zu einer Leserunde mit Elisabeth Büchle einladen zu können. Diesmal lesen wir das Buch "Der Klang des Pianos" Freundlicherweise stellt der Verlag wieder 5 Freieexemplare zur Verfügung. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag Gerth Medien. Nun habt ihr Zeit, euch bis zum 07. Mai 12 Uhr zu bewerben. Danach lose ich die Gewinner aus. Vorraussetzung ist wie immer die Teilnahme an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension möglichst auch bei amazon und /oder bei einer anderen Verkaufsplattform. Leserundenstart: ca.15.Mai Bitte beantwortet mir auch die Frage, ob ihr andere Autoren von Gerth Medien kennt bzw. welche Autoren/Bücher ihr gerne mal in einer Leserunde lesen möchtet ? Dann könnte ich die evtl. in kommenden Leserunden anbieten. Hier die Homepage zum Stöbern: http://www.gerth.de/ Und darum geht es in dem Buch: Freiburg, 1912: Richard darf einen lukrativen Auftrag ausführen. Als Klavierbauer für die Firma Welte soll der junge Mann ein selbstspielendes Piano auf einem Luxusliner einbauen: der Titanic. In Irland trifft er auch die bezaubernde Norah wieder, die sein Leben gehörig auf den Kopf stellt. Die Stewardess soll sich um das Wohl der reichen Gäste auf dem Schiff kümmern. Doch mit einer gewagten Rettungsaktion im irischen Hafenviertel schafft sich Norah mächtige Feinde. Als finstere Ganoven hinter ihr her sind, versucht Richard, sie zu beschützen. Und als die Titanic schließlich aus Southampton ausläuft, blicken beide in eine ungewisse Zukunft ... Hier die Leseprobe und der Trailer zum Buch: http://www.gerth.de/index.php?id=201&sku=816663 Und Trailer Extra: https://www.youtube.com/watch?v=XLu9EE73s9c Wie gefällt euch der Trailer ?

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  • Rezension zu "Marconis magische Maschine" von Erik Larson

    Marconis magische Maschine
    Kaivai

    Kaivai

    11. January 2009 um 14:54

    Im Sommer 1894 war der Ozean der elektromagnetischen Wellen so friedlich wie das Paradies vor dem Sündenfall. Kein Mensch hatte ihn jemals betreten. Der Physiker Heinrich Hertz hatte zwar einen Blick hinein geworfen und von den Wellen erzählt, aber mehr auch nicht. Doch in diesem Sommer kaufte sich ein 20-jähriger Italiener mit dem Namen Guglielmo Marconi zufällig die Zeitschrift "Il Moro Cimento" und las einen Nachruf auf Heinrich Hertz, der am 1.Januar gestorben war. Es gab schon das Kabel. Selbst im Atlantik. Durch die Kabel der Welt flogen die Nachrichten hin und her. Doch Schiffen nutzte das nichts. Von und zu ihnen führten keine Kabel. Nur 16 Jahre später, im Jahr 1910, wurde ein Mörder gejagt, der sich auf der Flucht auf einem Schiff befand. Marconis drahtloser Funk hatte sich soweit entwickelt, daß er bei dieser Jagd den entscheidenden Faktor bildetete. Dr. Crippen, der Mörder, und Marconi, der Erfinder, sind die Figuren die sich um dies Buch winden, wie zwei Lianen um einen Baum. Erik Larson, der schom mit "Isaaks Sturm" ein Meisterwerk der Zeitgeschichte geschrieben hat, gelingt es auch hier wieder, zwei verschiedene Ebenen auf einer Höhe zu jonglieren. Das ist große Kunst! Große Kunst versuchte auch Marconi. Doch er war vom Pech verfolgt. Lange dachte er, Langwellen wären der Schlüssel zum Erfolg. Mit gewaltigen Sende- und Empfangsanlagen und kilometerlangen Antennen, wollte er seine Stationen aufpeppen. Das war zwar im Sinn des Erfinders, aber im Unsinn wenns stürmte und schneite. Katastrophen folgten (erst viel später erkannte er, daß Kurzwellen effektiver waren). Marconi war kein Physiker (er verstand auch nicht recht, warum er den Pysiknobelpreis erhielt). Er durchschaute selten wirklich, was vor sich ging, wenn er experimentierte. Doch er hatte Visionen. Er war hartnäckig. Und er gelangte an Geldquellen (sein Geschäftssinn war es aber auch, der ihn vielen Menschen entfremdete). Technik und Geschäft. Das waren Marconis Prioritäten. Alles andere war sekundär. Auch die Frauen. Bei Dr. Crippen war das umgekehrt. Priorität hatten die Frauen. Seine erste Frau starb nach fünf Jahren Ehe. Bei seiner zweite Frau, die sich Cora Turner nannte und später Belle Elmore entfaltete sich ein klassischer Abgrund: er wollte sie haben und sie wollte ihn nutzen. Sie zogen nach London. Der böse Stern ihrer Ehe mit ihnen. Dr Crippen, der von allen als sehr freundlich und sanft beschrieben wurde, lernte eine andere Frau kennen. Eine, die auch sanft war. Ganz anders als die furiose Cora, die ständig und ungebremst über ihn herzog. So nahm das Drama seinen Lauf und es geschah ein Verbrechen, das die Öffentlichkeit fesselte, wie keins mehr seit Jack the Ripper. Erik Larson beschreibt dies sehr spannend. Voller Spannung ist auch die Geschichte von Marconis Erfindung. Sein drahtloser Funk entwickelte sich weiter: zum Rundfunk und zum Fernsehen und viel später dann all dies, was uns heute so alltäglich erscheint: Handys, W-LAN, GPS usw. Und das verdanken wir Marconis magischer Maschine.

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