Erik Neutsch Der Friede im Osten: Erstes Buch: Am Fluß.

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Inhaltsangabe zu „Der Friede im Osten: Erstes Buch: Am Fluß.“ von Erik Neutsch

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  • Rezension zu "Der Friede im Osten: Erstes Buch: Am Fluß." von Erik Neutsch

    Der Friede im Osten: Erstes Buch: Am Fluß.

    Heike110566

    "Der Friede im Osten. Erstes Buch" erschien im 25. Jahr der Gründung der DDR. In diesem ersten Teil der vierteiligen Roman-Serie von Erik Neutsch (geb. 1931), der auch der Autor des legendären Romans "Spur der Steine" ist, beschäftigt er sich mit den Jahren 1945 bis 1950. Neutsch wurde in Schönebeck (bei Magdeburg) geboren. Und Schönebeck stand auch Pate für Graubrücken, die Stadt in der dieses Buch spielt. Der Autor erzählt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, aus der Sicht verschiedener Bewohner der Stadt, die aufgrund ihres sozialen Standes die Ereignisse auch verschieden wahrnehmen. Da sind der 14-jährige Achim Steinhauer und sein zwei Jahre älterer Freund Frank Lutter, für die eine Welt zusammenbricht, als die amerikanischen Truppen in die Stadt einrücken. Beide kannten nur die Ideologie der Nazis und beide glaubten daran. - Da ist die Familie Jaro, Frau Jaro und ihre beiden Töchter Ulrike und Ingeborg, beide sind im Alter von Achim und Frank, die als Umsiedler aus Danzig in die Stadt kommen. Sie gehörten zum gut situierten Bürgertum in ihrer ehemaligen Heimatstadt. - Und da ist Matthias Münz, der zwölf Jahre im KZ saß. Er ist 30 Jahre und überzeugter Kommunist. --- Das Ende Nazi-Deutschlands hat diese Menschen in dieser Stadt Graubrücken zusammengeführt. Nun heißt es in ihr ein neues Leben beginnen. Welten und Weltanschauungen prallen aufeinander. Diese Zusammenstellung an Protagonisten bringt natürlich viele Konfliktsituationen mit sich. Die neue Zeit reißt die Menschen in unterschiedlichen Maßen mit. Aber es gibt auch Zeit für Träume, Sehnsüchte und die Liebe. Resignation und Aufbruchstimmung liegen dicht beieinander. Erik Neutsch gelingt es das Ganze sehr spannend nahe zu bringen. Der auktoriale Erzähler bezieht den Lesenden immer wieder mit ein, wenn er selbst als kommentierender Erzähler direkt in Erscheinung tritt. Als Leser wird man immer wieder emotional durchgerüttelt. Der Roman ist, trotz des politischen Hintergrundes seines Erscheinens, aber kein unkritisches Loblied. So verbringt Achim neun Monate in einem NKWD-Gefängnis in Magdeburg, unschuldig, denunziert. Deutlich zur Sprache gebracht werden auch Übergriffe und Fehlentwicklungen. ==> Besonders interessant hierbei, dass Neutsch auch Fehlentwicklungen bereits in ihren Ansätzen hier aufzeigt, die 40 Jahre später, 15 Jahre nach dem Erscheinen dieses Buches, Mitursache sind für das Kollabieren des real existierenden Sozialismus in der DDR. Der Roman ist also nicht nur aus (n)ostalgischer Sicht lesenswert, sondern er ist auch eine kritische Betrachtung der frühen Jahre nach dem Krieg.

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    • 2

    karatekadd

    15. June 2013 um 22:01
    Heike110566 schreibt "Der Roman ist also nicht nur aus (n)ostalgischer Sicht lesenswert, sondern er ist auch eine kritische Betrachtung der frühen Jahre nach dem Krieg."

    Die Rezension trifft nach meiner Auffassung die Geschichte des Erik Neutsch sehr gut. Nur der letzte Satz, den kann ich nicht nachvollziehen. Weder "ostalgisch" noch "nostalgisch" sind Aspekte, ...

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