Erik R. Andara

 4,4 Sterne bei 13 Bewertungen

Lebenslauf

Erik R. Andara wurde 1977 in der Nähe des Dunkelsteinerwalds in Österreich geboren und wuchs dort zurückgezogen in einer kleinen Klause am Waldrand auf. Er widmete sich unmittelbar nach seiner Ankunft auf der Erde dem Lesen und Erzählen von Geschichten. Als er überrascht feststellen musste, dass diese Realität auch nach dem Übertritt ins neue Jahrtausend fortbestehen sollte, ging er nach Wien, um von dort aus seine Suche auszuweiten und aus allen Ecken und Enden des Multiversums weiteres Material für seine Geschichten zusammenzutragen. Heutzutage widmet er sich vor allem dem literarischen Spiel mit den Schatten und dunkler Phantastik.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Erik R. Andara

Cover des Buches Im Garten Numen (ISBN: 9783758306952)

Im Garten Numen

(3)
Erschienen am 22.04.2024
Cover des Buches 13 Brains of Zombies (ISBN: B08JD3MKMD)

13 Brains of Zombies

(2)
Erschienen am 16.09.2020
Cover des Buches Malleus Daemonium (ISBN: 9783748711575)

Malleus Daemonium

(1)
Erschienen am 03.08.2019
Cover des Buches Hoffnungslos tot: Die Krankheit zum Tode (ISBN: B0BL22P378)

Hoffnungslos tot: Die Krankheit zum Tode

(1)
Erschienen am 30.10.2022

Neue Rezensionen zu Erik R. Andara

Cover des Buches Im Garten Numen (ISBN: 9783758306952)
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Rezension zu "Im Garten Numen" von Erik R. Andara

ThomasHeidemann
Ein düsterer Trip am Rande der Schatten

Simon reist in ein abgelegenes Dorf, um seine verschwundene Tochter zu suchen. Schnell merkt man, dass dies nicht die Prämisse für einen Provinz-Krimi ist, sondern dass Erik R. Andara seine idyllische Kulisse über einem finsteren Abgrund aus Geheimnissen und unterschwelligem Grauen errichtet hat. Die Erde bebt, der Geist eines Mädchens erscheint an Simons Fenster, der örtliche Kaplan scheint etwas zu wissen, aber hält ihn mit undurchschaubaren Spielchen hin. Selbst die malerische Landschaft offenbart sich als von Schatten gezeichnet, genau wie Simon selbst, der gegen die Dämonen seiner Vergangenheit als Drogensüchtiger ankämpft.

Trotz eines Gefühls der Isolation, das sich sich durch den Roman zieht, mangelt es Simon nie an Nebenfiguren, an denen er sich mal zornig, mal verzweifelt abarbeiten kann. In den Szenen, in denen er tatsächlich alleine ist, springt sein Handy als Dialogpartner ein. Alle Rollen sind wie bei einem Theaterstück pointiert über die Handlung verteilt, niemand hat eine reine Statistenrolle mit einmaligem Auftritt. Ich mag so was, das ist achtsamer Umgang mit dem Leser.

Die Sprache wirkt manchmal wie aus einer früheren Zeit, was hier aber kein Nachteil, sondern Qualitätsmerkmal ist. Ich fühlte mich in die Zeit zurückversetzt, als ich Literatur für Erwachsene entdeckte und als 11jähriger Poes Geschichten wie z.B. "Die Grube und das Pendel" oder "Lebendig begraben" in die Finger bekam. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gäbe, dann wäre es das etwas abrupte Ende. Wir gelangen zwar zu  einem befriedigenden, runden Abschluss, aber ich hätte doch so gerne mehr vom titelgebenden Garten gesehen. Was soll's, das ist halt die spezielle Erwartungshaltung eines Gärtners. ;)

Fazit: "Im Garten Numen" hat mich fast restlos überzeugt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und bin dabei so tief eingetaucht, dass ich alles wie im 3D-Film vor mir gesehen habe. Was mich darauf bringt, dass der Roman unbedingt verfilmt werden muss!

Cover des Buches Im Garten Numen (ISBN: 9783758306952)
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Rezension zu "Im Garten Numen" von Erik R. Andara

Marco-Rauch
Ein starkes Debüt neu aufgelegt

Es gibt Bücher, da weiß man gleich, die hätten sich ein großes Publikum und eine hohe Auflage verdient, gleichzeitig sind sie zu wenig im Mainstream verankert, weil sie etwas originelles und eigenes erzählen. Sie entwickeln eine Atmosphäre, die eindeutig zeigt, dass es sich hier nicht um Massenware, sondern um Literatur mit viel Herzblut und Hirnschmalz handelt.

Im Garten Numen ist so ein Buch.

Es gibt zwar den ein oder anderen Kritikpunkt, dennoch ist der Roman ein starkes Stück Phantastik. Erik R. Andara zieht mit seiner Sprache in den Bann, macht seine Figuren lebendig, kreiert eine unheilvolle, sich langsam steigernde Atmosphäre und Spannung und weiß sowohl Milieu als auch Handlungsort authentisch darzustellen.

Was dazu führt, dass ich das Buch in kürzester Zeit verschlungen habe. Ich kann das Buch echt nur empfehlen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob man ein Fan der Phantastik ist oder nicht. Der Autor schafft es, den Leser sanft und behutsam, aber doch spannend in das Genre einzuführen. Die phantastischen Elemente schleichen sich in die Geschichte ein - und in das Herz des Lesers.

Im Garten Numen ist zwar (leider) noch kein Bestseller, aber er hat das Zeug zu einem Genre-Klassiker. Verdient hätte er es sich.

Cover des Buches Hoffnungslos tot: Die Krankheit zum Tode (ISBN: B0BL22P378)
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Rezension zu "Hoffnungslos tot: Die Krankheit zum Tode" von Erik R. Andara

Elmar Huber
Hoffnungslos tot

STORY
Sechs Jahre zuvor veränderte die chinesische Grippe die Welt. In Asien und im Osten Europas kam es zu einer Massenflucht in den Westen, so dass in den Grenzgebieten unkontrollierte kleine Kriegsherde entstanden sind, um sich den potenziellen Trägern der tödlichen Krankheit zu erwehren. Nun hat das Virus auch den Knast erreicht, in dem Paul Timor wegen Doppelmordes einsitzt. Als „Angestellter“ von Attila fühlte sich Paul bisher im Gefüge der Gefängnishierarchie vergleichsweise sicher, bis ein Toter plötzlich die Augen wieder aufschlägt und seinem Appetit auf Menschenfleisch nachgibt.

MEINUNG
Wie bereits im Vorwort geschrieben, repräsentiert „Hoffnungslos tot“ nicht den bedächtigen Stil, für den Erik R. Andara durch seine aktuelleren Veröffentlichungen wie „Hinaus durch die zweite Tür“ (BLITZ Verlag, 2020) oder „Das alte Haus am Nordrand“ (Whitetrain, 2023) bekannt ist. Statt zurückhaltende Weird Fiction bekommt man hier eine geradlinige Zombie- (oder Infizierten-) Novelle, die ungebremst nach vorne geht.

Dennoch ruht sich der Autor nicht auf Blut- und Gewaltorgien aus, sondern geht seine Story aus einer anderen Ecke an. Statt die Action zu fokussieren, bleibt die Erlebnisperspektive durchgehend bei Paul. So kommt es zu eindringlichen Szenen, in denen er über Stunden nur die Geräusche von Sirenen und Schüssen hört und in dieser Zeit allein seinen panikerfüllten Gedanken nachhängt, während anderswo in dem Gefängniskomplex Mord und Totschlag regieren.

Natürlich kommt es danach doch noch zu Momenten, in denen eine direkte Begegnung mit den bereits reichlich lädierten Infizierten stattfindet. Filmreife Idee: eine Masse von hungrigen Untoten drängt vehement gegen eine bruchsichere Scheibe, hinter der Paul gefangen ist.

Insgesamt muss man Erik Andara Anerkennung zollen, dass er innerhalb dieser ausgelutschten Prämisse in aller Kürze einen erstaunlichen Ideenreichtum beweist. Die überschaubare Länge und das abrupte Ende sind es auch, die „Hoffnungslos Tot“ eher zu einer reduzierten, doch nichtsdestoweniger bemerkenswerten Fingerübung machen, als zu einer ausgereiften Novelle.

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