Erik Valeur Das siebte Kind

(36)

Lovelybooks Bewertung

  • 41 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 17 Rezensionen
(2)
(10)
(12)
(8)
(4)

Inhaltsangabe zu „Das siebte Kind“ von Erik Valeur

September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird …

Über 800 Seiten wird uns hier ein großes Geheimnis / Skandal angepriesen, der am Ende eigentlich nichts ist – enttäuschend!

— Krimifee86
Krimifee86

Das Buch beinhaltet sehr interessante Gedankengänge, enttäuschte mich jedoch ein wenig am Ende.

— Jannae
Jannae

GUTE SKANDINAVISCHE KRIMIKOST....

— lovelylibrarian
lovelylibrarian

Viele, sehr viele Details, aber mit guter Story.

— Larena
Larena

auf der Seite 195 abgebrochen: zu ausschweifend und bis in die Nazi-Zeit gehend. Zu hoch gelobter "Schinken"

— zbaubf
zbaubf

Langsam und umfangreich entwickelte Geschichte, erfordert Geduld und Konzentration, aufgrund es Umfangs sicher polarisierend

— Devona
Devona

Stöbern in Krimi & Thriller

Verfolgung

So toll wie der vierte Teil. Auch mit dem neuen Autor ist die Story um Mikael und Lisbeth spannend

Rahel1102

Nachts am Brenner

"Provinzpolizistenwahnsinn in Südtirol"

classique

Durst

Durst hat einen guten Spannungsbogen, einen guten Fall an sich, eine schlüssige Auflösung und einen durchaus gelungen Effekt am Ende.

AenHen

Die gute Tochter

Sehr gut umgesetztes Drama, mit Längen im Mittelteil, dafür aber Überraschungen zum Schluss

SillyT

Kalte Seele, dunkles Herz

Tolles Cover, aber recht enttäuschende Geschichte. Hatte mir etwas Anderes darunter vorgestellt.

Thrillerlady

Sag kein Wort

Unglaublich fesselnd!

Eori

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Langeweile aus Skandinavien

    Das siebte Kind
    Krimifee86

    Krimifee86

    12. August 2016 um 13:13

    Klappentext: September 2001: Am Strand von Skodsborg in der Nähe des renommierten Kinderheims Kongslund wird die Leiche einer unbekannte Frau gefunden. Neben ihr ein Stück Treibholz, ein toter Kanarienvogel und ein merkwürdig geknotetes Seil. Die Tote kann nicht identifiziert werden, der Fall gerät in Vergessenheit – bis sich Jahre später das Bestehen des Kinderheims zum sechzigsten Mal jährt und ein schreckliches Geheimnis mit aller Gewalt ans Licht drängt. Ein Geheimnis, das mit dem Schicksal sieben ehemaliger Waisenkinder verknüpft ist und das Dänemark bis in die höchsten politischen Ebenen erschüttern wird …Cover: Das Cover finde ich extrem gut gemacht. Es ist eine Landschaft abgebildet auf der mehrere Storche zu sehen sind. Absolut passend, geht es doch in dem Buch um Waisenkinder, von denen niemand weiß, wo sie wirklich her kommen, die also im übertragenen Sinne vom Storch gebracht wurden. Mit gefällt es richtig gut!Schreibstil: Ich glaube, ich habe einfach ein grundsätzliches Problem mit skandinavischen Autoren (Jussi Adler Olsen ist die große Ausnahme). In jedem Fall bin ich mit diesem Schreibstil überhaupt nicht klar gekommen. Zum einen hatte ich die ganze Zeit Probleme die ganzen Personen auseinanderzuhalten (Sorry, aber muss man die Leute Ole und Orla nennen? Kann man nicht Gustav und Peter nehmen, also Namen, die sich nicht so ähnlich sind?). Auch viele Begriffe aus der dänischen Politik waren mir nicht klar, sodass ich einige Zusammenhänge nicht richtig verstanden habe. Positiv hervorheben möchte ich die unterschiedlichen Schreibarten. So wechseln sich Tagebucheinträge ab mit Erzählungen aus Sicht der dritten Person, was eben Abwechslung bedeutet und mir entsprechend gut gefällt.Was die Charaktere angeht, muss ich leider sagen, dass Marie mir höchst unsympathisch war. Ich hatte zwar auch Mitleid mit ihr, aber dennoch bin ich nicht mit ihr warm geworden. Überhaupt fand ich eigentlich keinen Charakter so richtig sympathisch. Das ist immer schade. Die Story: Tja, was ist die eigentliche Geschichte? Es geht um sieben Kinder in einem Waisenhaus in Dänemark. Und eines davon hat etwas Besonderes an sich. Was genau könnte ich nur mit Spoilern verraten, aber im Endeffekt geht es darum, herauszufinden, welches der sieben Kinder „das Kind“ ist. Und das über 800 Seiten. Und am Ende ist das, was „das Kind“ zu etwas besonderem macht und einen Skandal auslöst, in meinen Augen überhaupt nichts Besonderes. Außerdem ist es extrem vorhersehbar. Schade.Fazit: Die Geschichte ist nicht schlecht, vor allem, da sie sehr sinnvoll aufgebaut wird. So werden Maries Tagebuchaufzeichnungen verwebt mit den Geschichten der sieben Waisenkinder sowie weiterer in die Ereignisse verwickelter Personen. Allerdings sind das viel zu viele, sodass das Buch in seinem Umfang mit jeder Geschichte immer weiter anwächst, sodass man am Ende eine 800 Seiten starke Dokumentation über die Leben sieben Waisenkinder (und weiterer Personen) hat. In den Geschichten geht es auch immer wieder um einen großen Skandal, der im Hintergrund schwelt, wobei die Auflösung des großen Skandals am Ende mehr als enttäuschend ist.Ich hatte nach der 800 Seiten starken Lektüre irgendwie das Gefühl, um meinen Skandal betrogen worden zu sein und vergebe zwei Pünktchen.

    Mehr
  • Ein recht langatmiges Erlebnis

    Das siebte Kind
    Larena

    Larena

    26. April 2016 um 13:18

    Meine Meinung Ein simpler Brief der etwas auslöst, was sich niemand hätte vorstellen können. Erik Valeur´s "Das siebte Kind" begeistert nicht nur auf sprachlicher Ebene. Die Spannung wird im Laufe der Geschichte immer aufrecht erhalten. Allerdings benötigt man, um das zu erfahren, eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen. Valeur ist sehr detailverliebt und das führt an der ein oder anderen Stelle dazu, dass sich die Geschichte etwas hinzieht. Allerdings hat er damit auch ein vielschichtiges Kaleidoskop an Charakteren erschaffen, die einen mit verschiedenen Stimmungen durch die Geschichte begleiten.  Zu Beginn wirkt es unübersichtlich, aber nach einigen Seiten hat man sich in die Protagonisten und die Story eingelesen. Ich empfehle jedoch, solange wie möglich am Ball zu bleiben, da man sich bei zu ausgedehnten Lesepausen eventuell nicht mehr zurecht findet. Sprachlich hat der Autor einiges an den Tag gelegt und das zeigt sich nicht zuletzt in der Seitenanzahl. Wer aber durchhält, wird mit einer spannenden Geschichte belohnt, deren Ende ein unvorhersehbares, gutes Finale hinlegt. Fazit Teilweise etwas zäh aber das lesen lohnt sich. Erik Valeur hat einen guten Kriminalroman geschrieben, den ich Anhängern von diesem Genre (und detaillierten Beschreibungen) gerne empfehle.

    Mehr
  • Empfehlenswert für Detailverliebte

    Das siebte Kind
    Devona

    Devona

    21. February 2016 um 18:04

    Besonders interessant fand ich bei diesem Buch die Vermarktungsstrategie des Verlages. In der von mir gelesenen (und oben verlinkten) , am 19.10.2015 erschienen Ausgabe wird das Buch mit oben stehendem  Klappentext als “Kriminalroman” beworben. Die frühere Ausgabe vom 17.03.2014 trägt den Aufdruck “Roman” und hat einen völlig anderen Klappentext: Sieben Waisenkinder aus Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Und als würde ein Fluch auf ihnen liegen, haben sie alle schwere Schuld auf sich geladen. Marie, eines jener sieben Waisenkinder, hat den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde über Jahre und Jahrzehnte verfolgt. Als Erwachsene ruft sie alle zusammen. Aber will sie wirklich, dass ihnen allen endlich Gerechtigkeit widerfährt? Oder trachtet sie vielmehr einzig nach Abrechnung? “Das siebte Kind” ist viel mehr als nur “Roman” oder “Krimi”: ein vielschichtiges Psychogramm, Gesellschaftskritik und Polit-Intrige. Spinnennetzartig und gekonnt verwebt Valeur die einzelnen Teile der Geschichte auf 800 Seiten zu einem stimmigen Ganzen. Das (über)fordert den Leser aufgrund der anfänglichen Fülle von Namen, handelnden Personen und mitunter fast übergangslos wechselnden Zeit- und Handlungsebenen zunächst eventuell etwas. Ebenso gekonnt jongliert der Autor mit den Erzählperspektiven. Ich fand es hilfreich, das analytische Denken komplett abzuschalten, mich in die Geschichte hinein fallen zu lassen und den Detailreichtum von Valeurs Formulierungen zu genießen, der besonders in den Schilderungen aus Maries Perspektive oft schon fast etwas Poetisches hat. Magna Laadegaard, Heimleiterin des staatlichen Vorzeige-Kinderheimes Kongslund in den sechziger Jahren, ist eines von vielen “Fräuleins”, die sich in dieser Zeit um die große Anzahl von Adoptivkindern bemühten. Ihrer sieben – fünf Jungen und zwei Mädchen- befinden sich im Frühjahr 1961 im “Elefantenzimmer” in Kongslund, sie alle sehen der Aufnahme durch eine Familie mit einer neuen Identität entgegen. Bis auf Marie, die kein zur Adoption freigegebenes Baby ist, sondern als Findelkind auf der Schwelle des Hauses in einem Körbchen nach Kongslund kam. Sie allein bleibt in Kongslund und wird schließlich von Magna selbst adoptiert-Marie ist als leicht verkrüppeltes Kind nicht so gut vermittelbar wie die anderen Kinder. Der reale und mit diesem Roman kritisch beleuchtete gesellschaftliche Hintergrund war die damals gängige und sehr zweifelhafte Adoptionspraxis Dänemarks. Praktisch Jeder konnte in den sechziger Jahren ungewollte Kinder direkt nach der Geburt zur Adoption freigeben, nach Unterzeichnung der entsprechenden Papiere wurden die Kinder in Einrichtungen wie Kongslund verbracht und von dort aus an adoptionswillige Familien vermittelt. Der Autor selbst hat als Kind einige Zeit in einem solchen Heim verbracht und betonte in einem Interview, dass wohl heutzutage in Dänemark jeder Mensch Jemanden kenne, der adoptiert wurde. Man wollte beginnend mit den Nachkriegsjahren ledigen Müttern die – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern zur damaligen Zeit extrem ausgeprägt bigotte – gesellschaftliche Ächtung ersparen und überdies illegale Abtreibungen, die nicht oft zum Tod der Schwangeren führten, vermeiden. Dass viele dieser Kinder auch ungewollte “Bastarde” einflussreicher Menschen aus Politik und Wirtschaft waren, die man auf diese Art bequem “verschwinden” lassen konnte, liegt auf der Hand. “Das siebte Kind” ist nichts für Schnell-Leser und auch nicht geeignet für mal-eben-Zwischendurch in Bus oder U-Bahn, dazu ist die Handlung zu komplex, das Personen- und Namensvielfalt zu groß. Das Buch erfordert (durchaus aber entspannte) Konzentration. Zu allen sieben Kindern gibt es quasi ein “Buch im Buch”, in welchem die Lebensgeschichte jedes Einzelnen detailliert beleuchtet wird, die einzelnen Fäden dieser Geschichten werden zusammen geführt und stimmig verknüpft. Schnell wird dem Leser klar (nicht zuletzt durch den Klappentext der ersten Ausgabe), dass es Marie ist, die die anonymen Briefe an die ehemaligen Bewohner des Elefantenzimmers verschickt hat, um sie zum großen Jubiläum von Kongslund einzuladen, welches mit großem Tamtam im Beisein von Prominenz aus Politik und Gesellschaft sowie jeder Menge Presse gefeiert werden soll. Vergangenheit und Gegenwart treffen aufeinander, das schmutzige Geheimnis, welches über dem Leben der Storchenkinder liegt, drängt ans Licht und schließlich ist da auch noch – im Sog der Handlung schon fast vergessen – die Tote am Strand. Fazit: Mir persönlich hat das “Das siebte Kind” in Stil, Sprache, Inhalt und seinem Detailreichtum gut gefallen, ich könnte mir aber vorstellen, dass der Umfang so manchen Leser abschreckt. Für Leser, die flotte Plots mögen, ist es definitiv nicht geeignet, Valeur verliert sich gerne erklärend und erzählend in Nebensträngen, die allerdings nie überflüssig sind. Wer sich Zeit nehmen mag, wird mit einer tiefgründigen, teilweise auch abgründigen und traurigen Geschichte belohnt.

    Mehr
  • Die sieben Raben

    Das siebte Kind
    walli007

    walli007

    Fünf Jungen und zwei Mädchen waren sie in der Elefantenstube im Kinderheim Kongslund, dem schönsten Kinderheim in ganz Dänemark, aber eben doch ein Kinderheim. Seit 1948 bis zu ihrer Pensionierung hat es sich Magnolia genannt Magna zur ihrer ureigensten Aufgabe gemacht, dieses Heim zu leiten und den Kindern für die Dauer ihres Aufenthaltes so etwas wie eine Heimat zu bieten und natürlich dafür zu sorgen, dass die Kinder zu guten Adoptiveltern gegeben wurden. Doch diese Sieben waren etwas Besonderes, ihnen wurde spezielle Aufmerksamkeit zuteil. Erst vierzig Jahres später fängt eines der sieben Kinder nun natürlich erwachsen nach seiner Vergangenheit zu forschen. Es ist Maria, die im Kinderheim geblieben ist. Aus Sicht eines Berichterstatters, der Marias Aufzeichnungen und Sammlungen für seine eigene Nachforschungen nutzen kann, werden die Ereignisse geschildert, die letztlich zu dem sogenannten Kongslund-Skandal führen. Dieser ruft ganz eigenartige Reaktionen bei verschiedenen Personen hervor, die unter anderem auch zu Regierungskreisen gehören. Es wird über die Lebensgeschichten der sieben Kinder berichtet. Jedes einzelne Schicksal ist nicht so einfach und von Ereignissen überschattet, wie sie ein Kind eigentlich nicht erleben müssen sollte. Und die Vergangenheit überschattet auch die Gegenwart. So werden die Berichterstattungen behindert, es kommt zu ungeklärten Todesfällen und Intrigen werden gesponnen.  Eine verschlungene Geschichte, die berichtet wird. Durch diese Form der Rückschau könnte der Handlung Tempo genommen worden sein. Nichtsdestotrotz baut sich Spannung auf, weil sich der Leser fragt, was letztlich in der Vergangenheit geschehen ist und auch was in der Gegenwart tatsächlich passiert. Mit der gleichen Hartnäckigkeit wie Marie sich an ihre Forschungen macht, macht sich auch der Leser an die Lektüre, um schließlich einige Überraschungen zu erleben, darüber wie gute Absichten mitunter zu Lebenslügen führen, die nicht zum Wohlbefinden aller beitragen. Eine eigenartige Geschichte, die dennoch ihren Reiz hat. 3,5 Sterne

    Mehr
    • 2
    parden

    parden

    02. March 2015 um 06:20
  • Es kam leider keine Spannung auf

    Das siebte Kind
    lord-byron

    lord-byron

    Sechs ehemalige Waisenkinder erhalten einen Brief, in dem, unter anderem, auch Babyschuhe stecken. Alle diese Leute, waren im Kinderheim Kongslund und dort im Elefantenzimmer untergebracht. Hat das etwas zu bedeuten? Einer der Empfänger, ein Reporter, versucht der Sache auf den Grund zu gehen und verfolgt die Spur der Briefe. Was geschah damals in Kongslund? Und warum soll es jetzt, nach so vielen Jahren, aufgedeckt werden? Der Klappentext zu diesem Buch las sich sehr spannend und ich freute mich sehr auf das Lesen. Doch die Freude ließ dann ziemlich schnell nach, denn der Autor hat ständig alles bis ins kleinste Detail beschrieben, so dass bei mir leider gar keine Spannung aufkam und ich irgendwann nur noch das Buch so schnell wie möglich beenden wollte. Die Charaktere sind alle bis ins Kleinste beschrieben und werden nacheinander vorgestellt. Das fand ich noch gut und die Personen wirkten dadurch auch etwas lebendiger. Aber unwichtige Details wurden genauso minutiös beschrieben und in ihre Einzelteile zerpflückt.  Das war einfach zu viel des Guten. Ich muss gestehen, dass es mich irgendwann gar nicht mehr interessierte, wie das Buch endet und ich wollte nur noch schnellstmöglich damit fertig werden. Das hat diese Geschichte eigentlich gar nicht verdient, denn wenn sie ungefähr 300 Seiten kürzer gewesen wäre, hätte sie mich bestimmt richtig gefesselt. Besonders gut, haben mir die Rückblicke in die Heimzeit gefallen, die es echt in sich hatten. Das Mädchen Inger Marie, das damals mit den Kindern zusammenlebte und durch ihre Missbildungen als einzige im Heim zurück blieb, erzählt viele der schrecklichen Ereignisse. Sie blickt immer wieder zurück und ich fragte mich oft beim lesen, ob sie vielleicht die Briefe verschickt hat. Auch die vielen Ausflüge in die Politik waren nicht nach meinem Geschmack und ich hätte gut darauf verzichten können. Teilweise wirkt die Geschichte auch sehr verwirrend und hölzern und ich fragte mich mehr als einmal, ob der Autor eigentlich noch weiß, worauf er hinaus möchte. Ich schwanke zwischen 2 und 3 von 5 Punkten, denn ich war irgendwie nur noch genervt. Ich runde auf 3 auf, weil die Grundidee wirklich gut ist. Ich hatte mich so auf diese Story gefreut, aber die Langatmigkeit hat dem Buch wirklich die ganze Spannung genommen. © Beate Senft                        

    Mehr
    • 11
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    05. February 2015 um 11:00
  • Guter skandinavischer Krimi

    Das siebte Kind
    DaniB83

    DaniB83

    24. January 2015 um 19:44

    Ich hatte das Glück und bekam bei der Blogger-Aktion des blanvalet-Verlages die Möglichkeit, dieses Buch zu lesen und zu rezensieren. Schon alleine der Klappentext machte mich neugierig und als ich erfuhr, dass es ganze 800 Seiten hat, war ich noch gespannter, wie sich die Geschichte entwickelt. Hier der Klappentext: Sieben Waisenkinder aus Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Und als würde ein Fluch auf ihnen liegen, haben sie alle schwere Schuld auf sich geladen. Marie, eines jener sieben Waisenkinder, hat den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde über Jahre und Jahrzehnte verfolgt. Als Erwachsene ruft sie alle zusammen. Aber will sie wirklich, dass ihnen allen endlich Gerechtigkeit widerfährt? Oder trachtet sie vielmehr einzig nach Abrechnung? Inhalt und Aufbau In 40 Kapiteln wird das Leben von Marie, teilweise aus ihrer eigenen Perspektive, geschildert. Dabei hat es das damals unerwünschte Kind nicht leicht, denn sie musste im Kinderheim Kongslund bleiben, weil sie niemand adoptieren wollte. Während der ganzen Zeit ist sie ständig damit beschäftigt, ihre Leidensgenossinnen aus der Zeit der Elefantenstube zu finden und sie zu beobachten. Erst im Erwachsenenalter findet sie einen Weg, dass sie sich alle wiedersehen, aber leider bleibt der Eklat nicht aus. Nach jedem Kapitelnamen gibt es kursive Passagen aus den Tagebüchern Maries, und dann beginnt die eigentliche Erzählung. Spannend ist der Roman von Anfang bis Ende, allerdings schleichen sich Szenen ein, die beim Lesen übersprungen werden können und mit der ursprünglichen Geschichte in keinem engen Zusammenhang stehen. Aber gerade diese Tatsache macht das Werk aus, denn der Leser wird auf eine falsche Fährte geführt und muss wohl oder übel über gewisse Fakten nachdenken – sind sie nun für die Auflösung des ‘Falles’ notwendig oder nicht? Kann das tatsächlich passiert sein oder ist die Tragödie nur der kindlichen Phantasie entsprungen? Der Debütroman von Erik Valeur hat es in sich – nicht nur die sprachlich überzeugende Art, sondern auch der Fortgang der Geschichte fesseln und lassen einen den Roman nicht mehr aus den Händen legen. Der Nachteil ist das Gewicht, denn wer möchte schon einen 800-Seiten-Schmöker mit sich in der Handtasche rumschleppen? Fängt man allerdings mit der Lektüre an, kommt man kaum drum rum ;-) Fazit Politischer Psychothriller mit turbulentem und unerwartetem Ende, der mitfühlend und verständnisvoll von seinen (manchmal auch sehr negativ handelnden) Personen erzählt.

    Mehr
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) franzzi (21/20) fredhel (33 / 30) FritzTheCat (1/20) Gela_HK (1/30) Ginevra (40 / 40) glanzente (34 / 30) Glanzleistung (31 / 30) Gloeckchen_15 (29/20) gra (10/20) GrOtEsQuE (31/30) Gruenente (31 / 30) gst (40 / 40) Gulan (23/30) gusaca (30 / 30) Gwendolina (34/40) hannelore259 (25/40) hexe2408 (20/20) hexepanki (30 / 30) Hikari (27/40) histeriker (24 / 20) Honeygirl96 (0/20) Icelegs (40 / 40) Igela (32/30) Igelmanu66 (39/40) ImYours (15/20) Insider2199 (32 / 30) IraWira (31 / 30) jacky2801 (5/20) Jadra (20 / 20) jala68 (20 / 20) Jamii (7/40) janaka (31 / 30) Jarima (34 / 30) jasbr (40 / 40) Jeami (15/20) Jecke (39/20) joel1 (0/20) JulesWhethether (9/20) JuliB (40 / 40) Kaiaiai (7/20) Karin_Kehrer (27 / 20) katha_strophe (38 / 30) kathiduck (20/30) kattii (34/40) Kerstin-Scheuer  Ketty (20 / 20) Kidakatash (21/30) Kiki2707 (6/20) kingofmusic (20 / 20) KirschLilli (5/20) KitKat88 (5/40) Kiwi_93 (10/20) Kleine1984 (31/30) kleinechaotin (3/40) Klene123 (36/40) Knorke (21/20) Koromie (0/20) Krinkelkroken (23/20) krissiii (0/20) Kuhni77 (24 / 20) Kurousagi (6/20) kvel (3/30) LaDragonia (2/20) LadySamira091062 (33/20) LaLeLu26 (1/20) Lara9 (0/40) Laralarry (20 / 20) laraundluca (24/20)  LaTraviata (30/30) Lena205 (38/40) LenaausDD (33/30) Leni02 (3/30) LeonoraVonToffiefee (39/40) lesebiene27 (35/40) LeseJette (16/40) Lese-Krissi (20 / 20) LeseMaus (3/20) Leseratz_8 (20/20) Lesewutz (14/20) Lesezirkel (20 / 20) leucoryx (30 / 30) LibriHolly (21/40) Lienne (6/30) lilaRose1309 (18/30) Lilawandel (30 / 30) Lilith79 (12/20) lille12 (1/40) Lilli33  (38/30) LillianMcCarthy (37/40) LimitLess (30 / 30) Lisbeth0412 (15/40) Lissy (40 / 40) Literatur (18/30) Littlebitcrazy (40 / 40) Loony_Lovegood (21/40) Looony (6/20) Los_Angeles (0/20) love_reading (10/20) LubaBo (22/20) Lucretia (17/30) lunaclamor (4/30) mabuerele (34/30) Maggi90 (3/20) MaggieGreene (18/20) maggiterrine (30 / 30) Maikime (8/20) mareike91 (30 / 30) martina400 (30 / 30) -Marley- (4/20) M-ary (15/20) MeinhildS  MelE (38/30) merlin78 (2/20) Mexistes (0/40) mieken (23/30) Mika2003 (2/20) Milena94 (4/20) MiniBonsai (0/30) minori (7/20) MissErfolg (15/20) miss_mesmerized (38/40) MissTalchen (34/30) mistellor (30 / 30) Mizuiro (18/30) mona0386 (0/20) mona_lisas_laecheln (30/30) Mondregenbogen (0/20) Mone80 (13/40) monerl (0/30) MrsFoxx (4/20) Mrs_Nanny_Ogg (40 / 40) N9erz (30/30) Naala (0/40) naddelpup (0/20) naninka (34/30) Narr (20/40) nemo91 (20 / 20) Nessi984 (0/20) Niob (28/30) Nisnis (35/20) nonamed_girl (20 / 20) Nuddl (7/30) Oncato (6/20) paevalill (16/20) pamN (1/20) Pelippa (21/20) Phini  (20/20) PMelittaM (33/30) PollyMaundrell (26/30) Pony3 (1/30) Queenelyza (40 / 40) Queen_of_darkness (0/40) QueenSize (5/20) rainbowly (29/20) readandmore (0/20) Ritja (30 / 30) Rockyrockt (2/30) rumble-bee (22/40) SagMal (2/20) SarahRomy (6/40) Salzstaengel (0/40) samea (24/20) sarlan (15/20) Saskia512 (0/30) scarlett59 (13/20) schabe (0/20) schafswolke (40 / 40) Schlehenfee (40 / 40) Schnien87 (27/20) Schnuffelchen (0/20) Schnutsche (28 / 20) SchwarzeRose (7/40) Seelensplitter (37 / 30) Sick (39/30) Sikal (40 / 40) Si-Ne (37/20) Smberge (7/30) Snordbruch (20/20) solveig (40 / 40) Somaya (28/30) SomeBody (8/30)  sommerlese (40 / 40) Sommerleser (35/20) Sophiiie (40 / 40) spandaukarin (0/20) spozal89 (31/30) Starlet (4/40) stebec (40/40) stefanie_sky (40 / 40) steffi290 (23/30) SteffiR30 (11/20) Steffis-Buecherkiste (2/20) SteffiWausL (40/40) sternblut (11/30) sternchennagel (40 / 40) Stjama (12/20) stoffelchen (7/20) Sulevia (21 / 20) sunlight (30 / 30) sursulapitschi (39/30) Suse*MUC (2/20) SweetCandy (4/20) sweetcupcake14 (7/20) sweetyente (3/20) Synapse11 (8/20) Taku (0/20) Talathiel (32/30) Talie (20 / 20) Taluzi (37/20) Tatsu (40 / 40) Thaliomee (20 / 20) TheBookWorm (20/20) The iron butterfly (31 / 30) Tiana_Loreen (24/20) tigger (0/20) Tinkers (6/20) Traeumeline (4/20) uli123 (30 / 30) unfabulous (40 / 40) vb90 (8/30) Verena-Julia (9/30) vielleser18 (30/40) VroniMars (33 / 30) WarmwasserSophie (2/20) Watseka (26/40) weinlachgummi (33/40) Weltverbesserer (16/20) werderaner (3/20) widder1987 (10/20) Willia (20 / 20) Winterzauber (35/30) Wolfhound (14/30) Wolly (38 / 30) Wortwelten (0/30) xbutterblume (15/20) Xirxe (32/40) xxYoloSwagMoneyxx (11/20) YasminBuecherwurm (1/30) Yrttitee (1/20) YvesShakur (2/20) YvetteH (40 / 40) Yvonnes-Lesewelt (22/30) zazzles (40 / 40) Zwerghuhn (26/30)

    Mehr
    • 8480
  • Psychologisches Drama

    Das siebte Kind
    MikkaG

    MikkaG

    20. January 2015 um 14:19

    "Das siebte Kind" hat viele Preise gewonnen, unter anderem den Skandinavischen Krimipreis; auch der Klappentext ließ mich einen Krimi oder Thriller erwarten. Auf dem Titelbild steht jedoch schlicht "Roman". Krimi, Thriller, Roman? Nachdem ich das Buch gelesen habe, würde ich sagen: es ist ein psychologisches Drama mit sozialen Themen, einem Hauch politischer Spannung und eher unterschwelligen Thriller-Elementen. Manchmal ist es skurril, manchmal eine exakte Beobachtung des Lebens... Auf jeden Fall ist es kein Buch, das man mal eben so nebenher lesen kann; man muss sich schon konzentrieren und aktiv mitdenken. Die Frage ist: lohnt sich das? Ja, meiner Meinung nach lohnt es sich sogar sehr - wenn man sich darauf einlassen kann. Ein Großteil des Buches ist aus Sicht von Marie geschrieben, einem der sieben Kinder, die in einem bestimmten Jahr dasselbe Zimmer im Waisenheim Kongslund bewohnten - die "sieben Zwerge". Marie wurde mit vielen körperlichen Gebrechen und Deformierungen geboren, und während die anderen sechs Kinder alle adoptiert wurden und hinaus in die Welt gingen, hat sie ihr ganzes Leben in Kongslund verbracht, so gut wie isoliert. Sie beschreibt die Geschehnisse mit einer Art Sehnsucht, aber auch einer Art Wut, und oft sogar einer Art Wahnsinn... Aber auch die anderen "Zwerge" sind traumatisiert und emotional geschädigt von ihrem unerwünschten Start ins Leben. Beinahe scheinen sie einem Fluch zu unterliegen - einem, der sie dazu zwingt, enorme Schuld auf sich zu laden. Der Leser lernt sie nach und nach durch Maries Augen kennen, mit all ihren Hoffnungen und Ängsten, Stärken und Schwächen, ihrer Schuld und gleichzeitig Unschuld. Sie beobachtet die anderen einerseits schonungslos, andererseits mitfühlend, und sie beweist in ihren Schilderungen ein feines Gespür für die menschliche Psyche. Und genau das ist für mich das Herz des Buches, dieses feine Gespinst psychologischer Betrachtungen, die persönlichen Schicksale. Die Frage, wer die direkt am Anfang des Buches erwähnte Tote am Strand ermordet hat, geriet dabei für mich völlig in den Hintergrund, und tatsächlich vergaß ich sie über weite Strecken des Buches und war überrascht, als das Thema wieder aufgegriffen wurde.  Allerdings empfand ich bei aller Faszination und allem Interesse am Schicksal der sieben Kinder immer eine emotionale Distanz; ich fand es sehr schwer, tatsächlich mit ihnen mitzufühlen. Auch die Sprache erschien mir erst eher nüchtern, aber rasch entwickelte sie einen ganz eigenen Sog, mit einer einzigartigen Sprachmelodie und vielen kreativen Formulierungen und Metaphern. Manchmal hat sie fast schon etwas bedrückend, düster Poetisches. "Im zweiten Sommer saß sie auf der Terrasse und band die Buchstaben zu Worten zusammen. Im dritten schrieb sie Sätze. Und so entstand das Leben in dünnen, zierlichen Linien auf dem weißen Papier, das auf ihrem Schoß lag." Wie schon erwähnt: ein Thriller ist das Buch für mich nicht, deswegen habe ich auch keine Thriller-Spannung erwartet. Dennoch fand ich das Buch manchmal ein wenig langatmig, und ich fragte mich: wo will der Autor eigentlich hin? Was will er mir sagen? So gut mir das Buch auch gefallen hat, meiner Meinung nach hätte man manche Dinge etwas straffen können. Auch wenn ich die Themen und die Charaktere sehr interessant fand, brauchte ich manchmal eine Pause. Das Buch kann sehr deprimierend sein, und manchmal hatte ich das Gefühl, als würde es mir regelrecht die Lebensfreude aussaugen. Das Schicksal, als immer wiederkehrendes Thema, frisst sich durch die Leben der Charaktere wie ein Krebsgeschwür. Fazit: Entgegen meinen Erwartungen ist "Das siebte Kind" kein Krimi, sondern die verstörende Geschichte von sieben Adoptivkindern, deren Leben von Anfang an mit einem Fluch belegt zu sein scheint. Deren persönliches Drama wird verflochten mit sozialkritischen und politischen Themen, sowie den immer wiederkehrenden Themen Schuld und Schicksal. Das Buch liest sich oft etwas mühsam, gelegentlich bedrückend oder sogar deprimierend, aber meiner Meinung nach lohnt es sich wegen der interessanten Charaktere und der subtil-malerischen Sprache dennoch; man muss nur die nötige Zeit und Muße mitbringen.

    Mehr
  • Sieben mal sieben....wird sehr feiner Sand...

    Das siebte Kind
    Floh

    Floh

    Teilrezension nach 408 gelesenen Seiten von knapp 800 Seiten. Autor Erik Valeur hat mich mit seinem skandinavien Krimi "Das siebte Kind" unheimlich neugierig gemacht und mich mit der Stärke von knapp 800 Seiten schwer beeindruckt. Ich liebe umfangreiche und dicke Romane. Da kam mir "Das siebte Kind" sehr gelegen. Zudem entfliehe ich in Sachen Krimis und Romanen gerne in die skandinavischen Gefilde und mag den kühlen Schreibstil waschechter Nordlichter, so wie Erik Valeur. Erschienen bei Blanvalet (http://www.randomhouse.de/blanvalet/) "Keine Frau ist einfach nur...und schon gar nicht Hebammen. Ihr seid schließlich das Emfangskomitee des Lebens!" Seite 29 Inhalt: "Sieben Waisenkinder aus Kongslund. Was ihnen angetan wurde, ist unverzeihlich. Und als würde ein Fluch auf ihnen liegen, haben sie alle schwere Schuld auf sich geladen. Marie, eines jener sieben Waisenkinder, hat den Werdegang ihrer einstigen Heimfreunde über Jahre und Jahrzehnte verfolgt. Als Erwachsene ruft sie alle zusammen. Aber will sie wirklich, dass ihnen allen endlich Gerechtigkeit widerfährt? Oder trachtet sie vielmehr einzig nach Abrechnung?" "Nach außen war die Beziehung zwischen Vorsteherin und Pflegetochter, die mit der Zeit als ihr eigenes Kind angesehen wurde, die reinste Idylle." Seite 116 Schreibstil: Der Schreibstil des Autors Valeur ist typisch nordisch im positiven Sinne.  Erik Valeur besitzt einen ganz besonderen Stil, das zeigt sich schon nach wenigen Seiten in seinem spannenden Prolog der erste Fragen und Mutmaßungen aufwirft. Hier ist der Leser zum Mitdenken und Mithandeln animiert. Das ist spannend und macht Lust auf mehr. Es lässt sich eine vielversprechende Story erwarten. Anfangs geht es auch gründlich mit vielerlei Spannung und Spuren und Passagen weiter. Das gefiel mir alles auch noch recht gut. Aber nach vielen Seiten kommt der Autor noch immer nicht zum Kern der Handlung, bzw. zum Kern der Ermittlung. Es wird mehr und mehr zäh und vieles wiederholt sich einfach. Autor Erik Valeur beschreibt das Geschehen unterschiedlichen Standpunkten, er wechselt zwar geschickt die Perspektiven und lässt den Leser in das Leben und die Gefühlswelt der Akteure eintauchen, baut aber eher flache Spannungsebenen auf, hier gibt es wenig Spitzen, die mich zum "Durchhalten" gebracht hätten. Loben möchte ich, dass Valeur mit seiner Art des Schreibens und mit seinem feinen Händchen Bilder im Kopf des Lesers erzeugt und lebendig werden lässt. Das Geschilderte ist so nah und sehr real. Der Einstieg in das Buch ist etwas ganz Spezielles und schraubt zudem die Erwartungen des Lesers extrem hoch. Das war Valeurs Eigentor, meiner Ansicht nach.  Erik Valeur trifft anfangs den Nerv der Zeit und wartet mit einem entsetzlichen Thema auf. Leider schwächelt die Umsetzung in der Spannung, so dass das Gelesene wenig Höhepunkte aufweist. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang und die Wortwahl angenehm und flüssig. Keine schwere oder anspruchsvolle Kost. Auflockerung bringen die unterschiedlichen Sichtweisen und die sympathischen Charaktere, ganz der Norden. "Wie ein Irrer tanzte er über den Bordstein, beide Hände vor das Gesicht und die Augen gepresst und schrie wie am Spieß." Seite165 Charaktere: Der Autor Erik Valeur hat Potagonisten erschaffen, die sehr unter die Haut gehen. Hier sind es die sieben Waisenkinder, von denen wir sechs schnell kennenlernen. Das siebte Kind bleibt lange Schleierhaft und wirft Rätsel auf. Mystisch und verworren. Durch einen verheißungsvollen Brief kommt einmal jedes der damaligen Kinder die zur Adoption freigegeben waren das Wort. Wir erfahren aus den Einzelschicksalen von Damals und das Hier und Jetzt. Sehr tiefenpsychologisch geht der Autor hier vor. Hier hätte er aber ohne Probleme mehr Tempo und Schärfe einbringen können. Denn die Darstellung ist zwar aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeiten, wirkt aber im Lesefluß zu monoton. Auch die vielen interessanten Nebenrollen sind mit viel Herz und Sinn erschaffen und bieten eine vollkommen runde Kullisse. "Das war die letzte ausdrückliche Order an einem alten Verbündeten, ehe das Schicksal mit solcher Wucht zuschlug, wie niemand es für möglich gehalten hätte." Seite 325 Schauplätze: Hier glänzt der Autor mit gutem Geschick, ein besonderer Pluspunkt. Denn Erik Valeur bringt viel dänischen Einfluß und Lokalkolorit in seine Handlung. Äußerst interessant und für mich eine tolle Besonderheit in dem eher langatmigem Fluß. Hier erleben wir die Zustände einiger Waisenkinder in einem Heim in Kongslund. Wir erleben, was aus den Kindern geworden ist, die heimlige Atmosphäre einer scheinbar heilen Familie, tiefe Abgründe und das entsetzliche Leben auf der Flucht vor sich selbst. Der Autor bietet nicht nur örtliche Kulissen, er bietet dem Leser auch einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen. Meinung: Leider hat mich dieser Kriminalroman in vielen Punkten nicht ganz überzeugt. Auch wenn ich dicke Wälzer liebe, sollten die vielen Seiten aber auch so spannend sein, dass es nicht zur Gedultsprobe wird. Da für mich kein Ziel in Sicht war, habe ich mich schweren Herzens entschlossen das Buch vorzeitig zu beenden und bin so bis Seite 408 gekommen. Vielleicht verpasse ich das Beste? Wer weiß? Vielleicht linse ich gleich einfach in die letzten Kapitel..... Großer Minuspunkt ist für mich die wenige Spannung, die in diesen knapp 410 Seiten, die ich gelesen habe, zu finden ist. Dadurch entstehen viele Längen und das Gelesene erscheint zäh. Der Prolog war so appetitanregend, dass sich der Autor leider ein Beinchen gestellt hat. So waren meine Erwartungen einfach zuuuu hoch, alsdass ich mich durch 800 Seiten Krimi schleppe....Für einen Krimi erwarte ich etwas mehr Tempo und Spannung, vielleicht etwas mehr Wendung und Überraschung. Nun möchte ich natürlich auch die vielen Stärken nennen, die dieses Buch besitzt und mir große Freude bereitet hat und das Lesen für mich doch gewiss zum Erlebnis gemacht hat. Erik Valeur hat mich mit seinem talentierten und sehr angenehmen Schreibstil überzeugt und mich mehr als begeistert, er hat einfach den skandinavischen Touch. Das zeigt sich auch an den Schauplätzen, Namen und Geflogenheiten. Zudem hat er tolle Schauplätze und sehr intensiv und eindringliche Charaktere erschaffen. Eine Mischung aus Sympathie, Unverständnis, Überraschungen und Verständnis. Sehr wunderbar abgestimmt. Zudem ist der Beginn des Buches ganz besonders. Hätte Valeur seine Ideen auf weniger Seiten niedergeschrieben und weniger Nebenhandlung verwoben, wäre für mich vielleicht ein idealer Krimi entstanden, so leider nicht! Cover / Buch: Das Cover, so besonders wie speziell. Das Cover zog direkt meine Blicke an. Der Titel macht neugierig und der Klapptext verspricht Krimi und Ermittlungen pur! Ein Storch der Kinder bringt, oder Kinder nimmt? Es läd zu Assoziationen ein. Das mag ich. Zum Autor: "Erik Valeur, Jahrgang 1955, ist Mitbegründer der dänischen Månedsbladet Press, arbeitete viele Jahre in Presse und Rundfunk und erhielt für seine journalistische Arbeit zahlreiche Auszeichnungen, u. a. je zwei Mal den Cavling- und den Kryger-Preis. 2011 debütierte er mit »Das siebte Kind« als Romanautor und erhielt dafür im selben Jahr den renommierten und hochdotierten Debutantpris, den Literaturpreis der Zeitschrift Weekendavisen, 2012 den DR Romanprisen, den Harald-Mogensen-Preis und zuvorderst die Auszeichnung für den besten Spannungsroman der Skandinavischen Krimiakademie, den zuvor schon Bestsellerautoren wie beispielsweise Peter Høeg, Håkan Nesser, Stieg Larsson und Jussi Adler-Olsen erhalten hatten." Fazit: Der Krimi ist definitiv sehr komplex und von nordischem Flair. Man sollte jedoch in Bezug auf Spannung und Rasanz nicht zu viel erwarten, sonst droht eine Enttäuschung! Das ist das, was ich nach knapp der Hälfte berichten kann. Nur eine Teilrezension nach vorzeitigem Beenden!

    Mehr
    • 19
  • Das siebte Kind

    Das siebte Kind
    thenight

    thenight

    Ich kann hierfür leider nur einen Stern vergeben, weil ich das Buch wegen extrem hohem Einschlafrisiko abbrechen musste, was auf dem Klappentext  noch spannend und interessant klingt, Geheimnisse rund um ein Kinderheim, kann der Autor leider nicht vermitteln, mir gefiel der Schreibstil gar nicht und die Andeutungen die rund um das Geheimnis gemacht wurden reichten nicht aus um mich bei der Stange zu halten.

    Mehr
    • 2
  • Die Kinder aus der Elefantenstube

    Das siebte Kind
    Bellexr

    Bellexr

    Anonyme Briefe gehen bei unterschiedlichen Personen in Dänemark ein, einer davon ist auch an einen Journalisten gerichtet, der die Spur dieses anonymen Briefes aufgreift. In dem bekannten und hochgelobten Kinderheim Kongslund gab es im Jahr 1961 sieben Waisenkinder, die alle zur gleichen Zeit in der Elefantenstube lagen. Die Herkunft dieser Waisenkinder ist heute kaum noch zurück zu verfolgen, doch eines der Kinder scheint nun die Aufmerksamkeit der dänischen Regierung auf sich gezogen zu haben.   Der vorliegende Roman wird als monumentales Debüt gefeiert und monumental ist der Roman, den ich nicht unbedingt als Krimi bezeichnen würde, in jedem Fall. Eric Valeur nimmt sich sehr viel Zeit, seinen Lesern alle sieben Kinder nach und nach vorzustellen. Man erfährt hierbei sehr viel über ihre Vergangenheit wie auch über ihr derzeitiges Leben. Bei einigen handelt es sich um Personen des öffentlichen Lebens und auch die dänische Regierung spielt eine entscheidende Rolle in dem Roman.   Sollte man einen reinen Krimi erwarten, dann verlangt der Autor seinem Leser eine Menge Geduld ab. Wenn man jedoch sehr viel Wert auf ausgefeilte Charaktere legt, vor einem tiefsinnigen, ruhigen Schreibstil mit poetischen Anlagen nicht zurückschreckt und eine sehr komplexe Geschichte mag, wird von dem Debütroman ziemlich begeistert sein. Auch wenn ich zugegeben muss, dass sich Eric Valeur für meinen Geschmack ab und an doch zu sehr in den Details verloren hat. Anfangs fiel es mir auch etwas schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Dies legt sich jedoch recht bald, als Marie Ladegard die Lesebühne betritt und die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt. Marie gehört ebenfalls zu den Kindern der Elefantenstube, hat ihr ganzes Leben in Kongslund verbracht und ihre einstigen Mitbewohner der Stube über Jahre hinweg beobachtet. Und dies ohne deren Wissen.   In dem Roman geht es um Schuld und Sühne, um lange gehütete Geheimnisse und um Gerechtigkeit, auch wenn diese rund 40 Jahre zu spät kommen. Jedes Kind sollte seine Herkunft, seine biologischen Eltern kennen. Dieser Überzeugung ist Marie und sie setzt mit ihrer Überzeugung eine Lawine in Gang, bei der man sich lange Zeit nicht sicher sein kann, ob das berühmte Findelkind von Kongslund dies auch alles wirklich so vorausgesehen hat.   Mit seinem nachdenklichen, ruhigen und fast jederzeit fesselnden Schreibstil versteht es Eric Valeur meisterhaft, eine durchweg sehr beklemmende Stimmung hervorzurufen und seine Protagonisten lebendig und menschlich zu zeichnen. Und auch, wenn man durch Marie Ladegaards Erzählungen über mehr Informationen als die restlichen ehemaligen Kinder der Elefantenstube verfügt, merkt man dennoch recht schnell, dass die Waise selbst auch Geheimnisse hat.   Fazit: Ein äußerst vielschichtiger Roman, der zwar einige Längen hat, über die man bei der rätselhaften, interessanten, hervorragend durchdachten Story gerne hinwegsieht.  

    Mehr
    • 2
  • Eher ein Familienroman

    Das siebte Kind
    Marabu

    Marabu

    Kongslund ist ein Kinderheim in Schweden, das schon seit Jahrzehnten existiert. Die Kinder kommen und gehen, niemand kennt ihre Vorgeschichte, sie existieren erst seit ihrer Adoption. Sechs dieser Kinder, die gemeinsam auf Kongslund waren, werden durch anomyme Briefe an ihre gemeinsame Vergangenheit erinnert. Im Laufe der Jahre sind sich einige dieser Kinder immer wieder begegnet und ahnten niemals, das sie Teil einer unfassbaren Geschichte sind, die Schweden tief erschüttern wird. Die Hauptakteure in diesem Buch werden detailliert beschrieben, man nimmt an ihrer Kindheit und an ihrem Leben in der Gegenwart teil. Die sechs Kinder sind in unteschiedlichen Gesellschaftsschichten aufgewachsen, die Familien sind unterschiedlich mit dem Thema der Adoption umgegangen und so wurden aus den sechs Kindern Erwachsene mit sehr unterschiedlichen Charaktären, aus denen man ihre eigentliche Herkunft nicht erahnen kann. Dieses Buch beeinhaltet Dramatik, Psychologie und Spannung und trotz seiner hohen Seitenzahl lässt es sich sehr gut und flüssig lesen.

    Mehr
    • 2
  • Stark angefangen, schwach aufgehört

    Das siebte Kind
    Phliege

    Phliege

    Sieben Kinder, die zur gleichen Zeit zur Adoption freigegeben wurden und im selben Zimmer des Kinderheimes Kongslund lagen. Sechs davon in Familien untergebracht, während das Siebte von ihnen, Marie Ladegaard in ihrer Erzählung alle zusammenzuführen sucht. Die Geschichte beginnt mit einem anonymen Brief an eines der Adoptivkinder, mit einer Geburtsurkunde eines Kindes, das nirgendwo zu finden zu sein scheint. Damit werden die Ereignisse losgetreten, die einen großen Skandal aus den 60ern offen legen sollen. Das Buch legt einen starken Anfang hin, man findet sich mitten in den Geschehnissen wieder und damit mitten in der Spannung. Vorsichtig werden immer mehr Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt. Aber mit Fortschreiten des Buches wird eines klar: Der Autor hat das Mittel der Vorausdeutung eindeutig überstrapaziert. Wenn man nur noch so Spannung aufbauen kann, ist das für einen Krimi armselig. Den Satz "Sie konnten ja nicht ahnen..." in mehrfacher Ausführung zu lesen, hat mich nur noch genervt. Auch hatte ich mir einen Krimi mit mehr Tiefe gewünscht. Wirkte alles zu Anfang noch authentisch, wurden diese tragischen Charakterskizzen für mich irgendwann nur noch langweilig, die Auswirkungen einer Adoption wurden nur wenig und einseitig aufgegriffen. Und das in einem Buch, aus dessen ersten Seiten dieses Zitat stammt, doppelt enttäuschend: "Es ist der Körper mit seiner Sehnsucht, der den Geist gefangen nimmt und das Auge lehrt, den Abstand zu den Menschen zu berechnen, die man begehrt, aber nie erreichen wird." Ich hätte auch bald drei Sterne vergeben, aber das hat sich tatsächlich noch auf den letzten 50 Seiten geändert. Die Lüftung des Geheimnisses ist nicht wirklich überraschend, eigentlich sind später nur noch die Einzelheiten unklar. Aber das Ende vom Ende hat dann dem Fass den Boden ausgeschlagen. Das war so unglaubwürdig, dass ich das Buch gerne laut schnaufend in die Ecke geworfen hätte! Nur des starken Anfangs wegen, hat das Buch noch irgendwie zwei Sterne verdient.

    Mehr
    • 2
  • Spannend, aber voraussehbar

    Das siebte Kind
    flyinvisible

    flyinvisible

    "Das siebte Kind" erzählt die Geschichte von dem dänischen Kinderheim Kongslund. Im Jahre 1961 befanden sich 7 Kinder in der Elefantenstube des Heimes, nun, über vierzig Jahre später wird die Geschichte dieser "7 Zwerge" aufgedeckt, doch alle Daten über deren wahren Eltern scheinen Verschwunden. Welches dunkles Geheimnis birgt Kongslund und was hat die Regierung damit zu tun!? Das Buch fesselte mich sofort und doch fiel mir schon nach wenigen Seiten eine Eigenheit des Autors auf, die mich den Rest des Buches über nerven sollte: Findet man Cliffhanger sonst nur selten in Büchern, so fügte Valeur auf gefühlt jeder zweiten Seite einen Satz wie diesen ein: "Sie konnten nicht ahnen, dass das SCHICKSAL seine drohenden Hände über ihnen hielt!" Wenn es ein Wort gibt, das noch häufiger als ein Punkt in diesem Buch vorkommt, dann ist es wohl das Schicksal. Die Katastrophe, die auf die gleiche Art und Weise angekündigt wurde ist dann wohl an mir vorbeigegangen. Der Autor verbringt die erste Hälfte des Buches damit, alle Charaktere einzuführen und deren Kindheit aufzuarbeiten. Valeur erschafft sehr gut durchdachte Charaktere und jeder bekommt die Aufmerksamkeit, die er verdient. Ohne Ausnahme scheinen sie jedoch Dreck am Stecken zu haben, was mir wiederum zu viel "des Guten" wurde.  Die Geschichte wird immer wieder aus anderen Blickwinkeln erzählt, was die Spannung aufrecht erhielt. Nach den ersten 400 Seiten begann dann tatsächlich einmal etwas zu passieren (Valeur lässt einen lange Warten!).  Das Ende des Buches hat mich leider überhaupt nicht überrascht. Von Anfang an hatte ich mit so einem Ende gerechnet und nur kurz daran gezweifelt. Zwar empfand ich das Buch an keiner Stelle als langweilig und schwankte mit meiner Bewertung um die 3 Sterne, das Ende hat mich jedoch zu sehr enttäuscht, weshalb ich (auch im Vergleich mit anderen Büchern) nur 2 Sterne vergeben kann.  Trotzdem kann ich das Buch BEDINGT weiterempfehlen. Wer nichts gegen Dramatisierungen ("das Schicksal") hat und wen es nicht stört, das Ende evtl. vorauszuahnen, findet in Erik Valeurs "Das siebte Kind" ein spannendes Buch, das Abende füllt.

    Mehr
    • 3
  • Wenn die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt

    Das siebte Kind
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    Wenn die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt Es dauert eine ganze Weile, bis der Leser sich in die diversen „dänischen Besonderheiten“ hineingelesen hat, die Valeur nicht nur als Lokalkolorit atmosphärisch setzt, sondern von denen er eine vor allem als Grundlage des ganzen Romans legt. Mitsamt den vielen fremd klingenden Namen der ebenso vielen, über die Jahre, am Geschehen Beteiligten. Die „Enge des dänischen Denkens“, so könnte man dies am ehesten beschreiben, vor allem jene Bigotterie Anfang der 60er Jahre, was uneheliche Kinder angeht. Aber auch die Sorge vor Überfremdung und die teils überhart wirkende Reaktionsweise darauf ( ein Ausweisungsansinnen für ein 11jährigens tamilisches Kind und weitere Härten um dieses Kind herum) spielt in die „Gefahrenlage der Gegenwart“ im Buch mit hinein. „Seine Mutter hatte keine Gelegenheit ausgelassen, mit ihm über diese urdänische Heuchelei zu reden“. Eine Heuchelei, die auch in der Gegenwart noch Karrieren zerstören kann. Tausende von alleinstehenden Müttern gaben zu jener Zeit ihre Kinder zur Adoption frei, „um der persönlichen Schande und Verdammnis“ zu entgehen. „Und die wenigen, die sich gegen Adoption entschieden, wurden in ihrer Umgebung kaum mehr geduldet“. Härten gegen „Alleinerziehende“, die in anderen Ländern, auch zu jenen Jahren, nicht recht vorstellbar sind und waren. Einige der damals im Roman adoptierten Kinder waren im Übrigen „Bastarde“ reicher Männer. Landeten im landesweit bekannten und geschätzten Kinderheim Kongslund, wo „Fräulein Magda“ die Oberhand über Jahrzehnte innehielt und so manches an Geheimnis wohl verwahrte. Doch nun kommt Bewegung in all diese alten Geschichten. Eine Frau wird tot aufgefunden. Mit sechs merkwürdigen Symbolen um sich herum. Deren Bedeutung lange unklar ist, aber die Lösung des ganzen Dramas in sich tragen. Ein Tod, der keine großen Wellen in der Öffentlichkeit schlägt, aber dennoch Reaktionen nach sich ziehen wird. Zunächst in Form anonymer Briefe an einen wichtigen Politiker. Und an einen abgehalfterten Journalisten, der mit diesem noch alte Rechnungen offen hat. Bedenkt man, wie bekannt Kongslund ist, das ein großes Jubiläum des Hauses mit versammelter Prominenz ansteht, dass eine Machtübergabe nah bevorsteht und dass der ein- oder andere der Beteiligten nichts so sehr zu fürchten hat, als eine Offenlegung der vergangenen Ereignisse, wird verständlich, dass umgehend eine Jagd entsteht. Auf der einen Seite die nach Klärung der Vorfälle damals in den 60er Jahren und des ein- oder anderen aktuellen Todesfalles und auf der anderen Seite das Bemühen, alles unter der Decke zu halten und mögliche Beweise zu vernichten (auch wenn man dabei über Leichen gehen muss). Wobei, wie gesagt, es für den Leser auch im weiteren Verlauf der Lektüre nicht ganz so einfach ist, dieses unbedingt Bedrängende an der Situation zu entdecken, die Frage nach „Leben und Tod“ mit recht eigenartigen gesellschaftlichen Tabus der Vergangenheit so eng zu verknüpfen. Auch wenn andere Motive noch mit hin zu treten werden, auch wenn Kinder teils als „Lieferung“ bezeichnet werden und ihr späteres Leben damit zusammenhängt. Auch die Sprache Valeurs stellt sich in all dem als nicht unbedingt temporeich heraus, sondern eher breit erzählend, Atmosphären und Moral schildernd, bringt er die Geschichte eher langsam voran. Gelungen allerdings ist vor allem der einfühlsame, psychologische Teil des Buches. Da, wo Valeur seinen Personen nahekommt und sehr gründlich das Innenleben lebendig werden lässt. Wo eines der Kinder, Marie, mehr und mehr in den Mittelpunkt der Schilderung rückt. Eine erwachsene Frau mittlerweile, die dunkle Eigenarten in sich zu tragen schient, vor allem aber auf irgendeine Weise den Schlüssel zur Auflösung all der Verwicklungen in sich zu tragen scheint. Vor allem, was es mit den „sieben Zwergen“, sieben Kindern, die zur gleichen Zeit in Kongslund auf eine neue Familie warteten, auf sich hat. Ein Buch im Übrigen, das ein bitteres Ende aufweisen wird. Alles in allem eher ein psychologischer Roman, der eine konkrete gesellschaftliche Enge und deren Folgen zum Thema nimmt denn ein psychologischer Thriller, gründlich geschrieben und langsam zu lesen.

    Mehr
    • 2
  • weitere