Erika Bestenreiner Luise von Toscana

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Inhaltsangabe zu „Luise von Toscana“ von Erika Bestenreiner

Luise von Toscana, der 1870 geborenen Erzherzogin von Österreich, schien ein glanzvolles Leben bevorzustehen. Als Habsburgerin ist sie eine begehrte Partie auf dem Heiratsmarkt des europäischen Hochadels. Sie entscheidet sich unter verschiedenen Bewerbern für Prinz Friedrich August aus dem Haus der Wettiner, den zukünftigen König von Sachsen. Doch nach der Heirat 1891 beginnt ein Drama: Der sächsische Hof nimmt die Kronprinzessin feindlich auf, Intrigen über Intrigen vergiften ihr Leben. Beim Volk ist sie populär, was sie dem Hof noch verdächtiger macht. In dieser Situation begegnet sie einem Mann, den sie für ihre große Liebe hält und für den sie alles aufzugeben bereit ist … Erika Bestenreiner erzählt die Geschichte dieses königlichen Dramas fesselnd wie einen Roman, aber doch genau nach den Quellen, nicht zuletzt aufgrund von Luises eigenen Erinnerungen.

Luise, die stets unzufriedene und hier sehr gut dargestellt- lesenswert

— Esse74

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  • Eine solide Biographie über eine Frau, die den Skandal ihrer Zeit forcierte

    Luise von Toscana

    Esse74

    06. October 2017 um 10:00

    Erzherzogin Luise von Österreich-Toskana oder Toscana, wird 1870 in Salzburg geboren. Als Erzherzogin wächst sie begütert auf, so denkt man. Und Luise wird schon als Kind und junge Frau dem Bild einer verwöhnten Prinzessin/Erzherzogin gerecht. Sie schlägt viele Heiratskandidaten aus, niemand ist ihr recht. Selbst der Fürst von Bulgarien ist ihr nicht gut genug. Der Kronprinz Friedrich August von Sachsen schließlich, ist der siebzehnjährigen zwar keine gute Partie in dem Sinne, daß sie ihn liebt oder unbedingt seine Frau werden möchte, aber die Eltern bedrängen die junge Frau sich zu vermählen, sie ist hübsch, gescheit, gut gebildet und es locken mit der Eheschließung 20.000 Reichsmark Apanage jedes Jahr. Als Vergleich- ein Lehrer, also jemand, der studiert hatte, verdiente etwa 2000 Reichsmark im Jahr. Ihr Leben am Dresdner Hof war also recht passabel, wie sie es selbst einmal nannte. So gebar sie ihrem Kronprinzen drei Söhne, zwei Töchter. Womit ihre Pflicht im Bezug auf einen Thronerben erfüllt war. Doch die Hofetikette, die Schwester des Kronprinzen, die unverheiratet bei Hofe lebt und ihre Pflichten als Kronprinzessin belasten die junge Frau- sie stürzt sich in Affären. Schwanger mit der dritten Tochter, im Dezember 1902, flieht Luise vom Hof mit dem Hoflehrer an den Bodensee. Ich möchte nicht zuviel spoilern, aber sie löst damit einen Skandal ihrer Zeit aus, der zu ihrer Verbannung vom Hofe führt, man lässt sogar überprüfen, ob ihre Tochter, die in Lindau geboren wird, wirklich ein Kind des Kronprinzen ist und bietet Luise 30.000 Reichsmark, damit sie das Kind herausgibt. Es folgt die Scheidung, Luise erhält eine jährliche Apanage und den Titel einer Gräfin. Sie könnte zufrieden sein, aber ist damals schon ihres Liebhabers überdrüssig, hat bald einen neuen. Und verursacht den nächsten Skandal, in dem sie versucht im Jahre 1904 heimlich ins Palais in Dresden zu gelangen, um ihre Kinder wiederzusehen. Man setzt ihre jährliche Apanage auf 40000 Reichsmark fest und so trennen sich Luises Wege und die ihrer Kinder. Doch Luise lebt großspurig, verprasst das Geld mit Liebschaften, schönen Dingen und stirbt schließlich verarmt als Blumenfrau in Brüssel 1947- bis zu diesem Zeitpunkt zog herum, unangepasst, ohne Wurzeln und ständig auf der Suche. Ihr Tagebuch von 1911 gibt natürlich nur ihre Sicht der Dinge wieder, die Biographie ihres einen Sohnes dagegen, stellt sie nicht als liebende Mutter dar- vielmehr als ständig gereizte und gelangweilte Frau, deren Ansprüche gegen ihr Glück standen. Bestenreiner kann dieser Frau auf 336 Seiten durchaus ansatzweise gerecht werden und stellt sie schonungslos ebenso dar, wie sie war. Dennoch liegt der Hauptakzent natürlich auf dem Skandal.

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