Erika Doss

 5 Sterne bei 4 Bewertungen

Neue Bücher

Edward Hopper

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Neu erschienen am 30.01.2020 als Hardcover bei Hatje Cantz Verlag.

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Cover des Buches Edward Hopper (ISBN:9783775746472)

Edward Hopper

 (4)
Erschienen am 30.01.2020
Cover des Buches Edward Hopper (ISBN:9783775746540)

Edward Hopper

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Erschienen am 30.01.2020

Neue Rezensionen zu Erika Doss

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Rezension zu "Edward Hopper" von Erika Doss

Der andere Blick
Flaventusvor 18 Tagen

Bei Kunst-Bildbänden rate ich dazu, zuerst die Bilder zu betrachten und auf sich wirken zu lassen und erst dann die Texte zu lesen. Bei einem Bildband, das Werke von Edward Hopper zeigt, gilt das umso mehr, denn der Künstler hat sich nur wenig zu seinen Bildern geäußert und die jeweilige Interpretation voll und ganz dem Betrachter überlassen. Es war also sein erklärtes Ziel, dass jedes Bild in Abhängigkeit des jeweiligen Betrachters eine andere Bedeutung bekommt.

Ich persönlich denke, dass das für jedes Bild, jede Fotografie und jedes Kunstwerk gilt.

Die Texte innerhalb dieses Buchs sollte man als Betrachter dann doch nicht links liegen lassen, denn hier erfährt der Kunst-Interessierte einiges aus dem Leben des Künstlers. Allerdings oftmals ein wenig eingefärbt von den Ansichten des Autors oder Kunsthistorikern, den man folgen kann, oder eben nicht. Ich finde ja, dass es das Schöne am Laiendasein ist, dass man sich viel ungezwungener solchen Kunstwerken nähern kann.

Ein bedeutsames Merkmal der Bilder von Hopper liegt an der Fokussierung des Unbekannten, das sich außerhalb des Blickfelds des Betrachters liegt. Sehr oft wird der Blick des Betrachters aus dem Bilderrahmen herausgelenkt. Hopper selbst sagt, dass manche Maler sich unbewusst dieses Stilmittels bedienten, er hat es ganz bewusst und oft eingesetzt.

Dieser Bildband ist zur Edward-Hopper-Ausstellung in der Fondation Beyeler erschienen und zeigt Werke aus allen Schaffensperioden als Künstler. Natürlich machen Bilder einen anderen Eindruck auf den Betrachter, wenn diese Live und in Farbe angeschaut werden können. Dieser Bildband gibt aber einen guten Überblick für all jene, die nicht mal eben nach Basel fahren können.

Fazit

Edward Hopper lädt den Betrachter seiner Kunstwerke dazu ein, eine neue Sichtweise auf Altbekanntes zu entwickelt. Fast zwangsläufig setzt sich der Betrachter so auf eine ganz eigene Art mit der Kunst auseinander und vielleicht auch später, wenn einem das Motiv selbst begegnet. Die Zusammenstellung der Bilder ist sehr gut gelungen und vermittelt einen Blick in das Gesamtwerk des Künstlers.


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Rezension zu "Edward Hopper" von Erika Doss

Bildgewaltig
ReadingFoxyvor 18 Tagen

Bildbände zu beurteilen finde ich immer schwer. Denn Kunst in Büchern ist oft nicht so gut zu erfassen, als würde man die Bilder in echt sehen. Doch der Vorteil ist - man kann sie sich ganz in Ruhe zu Hause ansehen. Ohne sich mit anderen Menschen in einem Museum davor drängeln zu müssen und es gar nicht richtig wirken lassen zu können. Und das kann ich hier mit diesem Bildband sehr gut. Die Bilder sind sehr schön dargestellt. Neben den Bildern und Zeichnungen gibt es zudem Informationen zu Hopper selbst und zu den Bildern. Man kann sie sich ganz in Ruhe ansehen und die Texte dazu lesen.


“Hoppers weltberühmte Gemälde sind Ausdruck eines einzigartigen Blicks auf das moderne Leben.” Dem kann ich nur zustimmen. Beim ansehen habe ich mich oft in den Bildern verloren und mir meine ganz eigenen Gedanken und Geschichten dazu ausgemalt. Ich werde mir auf jeden Fall noch mehr von ihm ansehen und den Bildband in Ehren halten.

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Rezension zu "Edward Hopper" von Erika Doss

Eine großartige Zusammenstellung
MissStrawberryvor 22 Tagen

Wer kennt nicht „Nighthawks“ von Edward Hopper? Ich finde dieses Bild einfach super und habe ein Gelini-Puzzle davon und auch eine Tasse mit dem Motiv. Manche Bilder sprechen einen einfach besonders an. Deshalb hat mich das Buch über seine Landschaften sehr angesprochen.


Der Stil nennt sich „Amerikanischer Realismus“, wie ich gelernt habe. Für mich ist da viel naive Malerei dabei, aber ich mag fast alle Hopper-Bilder sehr. Ja, man wird automatisch in das Amerika der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts katapultiert und es ist faszinierend, was er quasi eingefangen hat, das heute Ausdruck für einen Lebensstil ist, der einzigartig war. Selbst wenn auf einem Bild nichts anderes als Natur zu sehen ist, sieht man geradezu, dass das Bild nicht gestern entstanden ist. Das fasziniert mich ungemein.


Ich möchte in seine Bilder geradezu einsteigen, die Wege entlangschlendern, den Straßen folgen, auf seinen Wiesen stehen – seine Bilder wecken in mir eine Sehnsucht, von der ich nicht wusste, dass ich sie habe.


Die Texte, die immer mal wieder eingestreut sind, geben interessante Informationen, aber ich gebe zu, bis auf Hoppers Brief an die Addison Gallery of American Art hat mich wenig davon wirklich stark gefesselt, obwohl man wirklich spannende Einblicke erhält. Ich hatte eher immer den Drang, die Texte zu überblättern, um endlich noch mehr Werke von ihm betrachten zu können. So sehr begeistert mich seine Kunst! Okay, seine Skizzen mag ich nicht ganz so gern. Die strahlen für mich oft das Gegenteil seiner farbenfrohen Bilder aus. Klar, Schwarz-Weiß ist immer etwas trist, doch beispielsweise bei Fotografien ziehe ich diese sogar vor. Ich kann es nicht beschreiben, nur fühlen. Besonders „Jo in Wyoming“ lässt mir das Herz überlaufen! Wunderbar, mit wie viel Liebe Hopper seine Frau beim Malen festgehalten hat – und das im Auto! Wer kann da eine gewisse Komik mitten in ganz viel Zärtlichkeit für die Ehefrau abstreiten?


Fakt ist, dass Edward Hopper für mich, die hier einzig mit dem Herzen sieht, ein großartiger Künstler ist, dessen Bilder in mir etwas auslösen, wo mich andere Künstler kalt lassen. Dementsprechend finde ich diesen Bildband absolut gelungen und bereichernd. Ob Ölbild oder Aquarell, mit Kunstkreide oder Grafitstift, seine Bilder sprechen.  So bleibt nur das Fazit, die vollen fünf Sterne zu vergeben.

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