Erika Fatland

 4.8 Sterne bei 18 Bewertungen
Autor von Sowjetistan, Die Tage danach und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Erika Fatland

Sowjetistan

Sowjetistan

 (9)
Erschienen am 06.03.2017
Die Tage danach

Die Tage danach

 (8)
Erschienen am 21.01.2013
Ort der Engel

Ort der Engel

 (1)
Erschienen am 12.12.2016
Die Tage danach: Erzählungen aus Utøya

Die Tage danach: Erzählungen aus Utøya

 (0)
Erschienen am 21.01.2013
Die Grenze

Die Grenze

 (0)
Erschienen am 09.04.2019

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K

Rezension zu "Sowjetistan" von Erika Fatland

Berichte aus Weitwegistan
Kompassquallevor 3 Monaten

In diesem Buch beschreibt die norwegische Autorin Erika Fatland ihre Reise in die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan.
Sie ist auf ihrer Reise allein unterwegs und besucht zahlreiche interessante Regionen der Länder, so fährt sie unter anderem an Orte, die einst am Ufer des Aralsees lagen und nun buchstäblich auf dem trockenen liegen oder ins ehemalige Kernwaffentestgebiet von Semipalatinsk. Es wechseln sich hier ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse mit Informationen zu Geschichte und Politik der Länder ab, sodass man sowohl einen Reisebericht als auch ein informatives Sachbuch liest. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich das Leben in den Ländern ist, die seit 1991 unabhängig sind. Mit viel Humor, aber ohne die Sachen ins Lächerliche zu ziehen, erzählt die Autorin von den Begegnungen mit den Bewohnern der Länder, die teils haarsträubende, skurrile, aber auch tragische Geschichten erzählen. So werden etwa der teilweise immer noch übliche Brautraub in Kirgisistan und auch die teils heftigen Konflikte zwischen Kirgisen und Usbeken thematisiert.

Ich kann dieses Buch sehr empfehlen für alle, die neugierig sind auf die Geschichte und Kultur der -stan-Länder. Mir persönlich ging es so, dass ich zwar die Namen der Länder, Hauptstädte und ihre Lage auf der Karte kannte, jedoch so gut wie nichts wusste über die unterschiedlichen historischen Hintergründe, die aktuelle Politik und die unterschiedlichen Kulturen. Nach der Lektüre dieses spannenden Sachbuchs bin ich deutlich schlauer und zudem war das Buch sehr gut und unterhaltsam geschrieben.

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Jaris avatar

Rezension zu "Sowjetistan" von Erika Fatland

Erika Fatland - Sowjetistan
Jarivor einem Jahr

Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan - alles Namen, die wir schon mal irgendwie gehört haben, aber nicht wirklich zuordnen können. Genau deshalb finde ich es wichtig, dass es Bücher wie Erika Fatlands „Sowjetistan“ gibt, die uns Ecken der Welt zeigen, die wir bisher kaum gekannt haben.
Die Stans waren früher Teil der Sowjetunion und wurden nach deren Zusammenbruch selbstständig. Somit gehören diese fünf Länder zu den jüngsten der Welt. Dennoch sind uns die Länder bisher kaum bekannt, Kasachstan macht ab und zu mal von sich reden - aber die anderen? Hier setzt Fatlands Buch an und bringt uns diese Länder allesamt ein wenig näher.
In ihrem Buch berichtet Erika Fatland von ihren eigenen Reiseerfahrungen, erzählt uns Lebensgeschichten und bietet Einblick in die unterschiedlichen und doch gemeinsamen historischen Wurzeln der Länder. Wir hören vom Kommunismus, von Kriegen und vom einfachen, aber knallharten Nomadenleben.
Viele Völker mussten ihre Traditionen unter dem Kommunismus aufgeben, von vielen Bräuchen ist kaum noch etwas übrig. Doch Fatland macht sich die Mühe, eben genau jene fast vergessenen Erinnerungen der Länder aufzuspüren und festzuhalten. Man merkt, dass die Autorin den Menschen mit Respekt begegnet. Sie urteilt kaum, lässt ihre Fahrer, alte und junge Frauen, Männer und Buben sprechen.

Auf diese Weise begleiten wir die Autorin durch diese Länder und langsam bekommen sie auch für den unbedarften Leser ein Gesicht und eine Stimme. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch immer etwas Mühe habe, sie zu unterscheiden, so habe ich unterdessen doch ein besseres und klareres Bild von den Stans und vor allem von den Menschen, die dort leben.

"Sowjetistan" ist eines jener Bücher, denen ich möglichst viele Leser wünsche, nur schon, um Schranken in den Köpfen abzubauen und dem Unwissen vorzubeugen. Fatland schreibt süffig und leicht, man muss sich also nicht vor einem wissenschaftlichen und hochkomplexen Schreibstil fürchten.

Dieses Buch ist eines, das Brücken bauen kann.

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Ort der Engel" von Erika Fatland

‚Er [Vladimir Putin] hätte mit den Terroristen verhandeln können.'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Er [Vladimir Putin] hätte mit den Terroristen verhandeln können. [...] Die Forderungen der Terroristen waren ganz einfach und verständlich. Zieht eure Truppen aus Tschetschenien ab. Warum konnte er das nicht tun? Es ist sinnlos, im eigenen Land Krieg zu führen. Welche normale Regierung tut so etwas?‘

Ich kenne bereits ‚Sowjetistan‘ von Erika Fatland und war restlos begeistert von ihren Beschreibungen Turkmenistans, Kasachstans, Tadschikistans, Kirgisistans und Usbekistans. Nun habe ich ‚Ort der Engel‘ gelesen, in dem Fatland die Geiselnahme in der Schule Nr. 1 im ossetischen Beslan thematisiert.

Für ihre Recherche hat Fatland Beslan zwei Mal für längere Zeit besucht - im Herbst 2007 und im Frühjahr 2010 - sowie Interviews in Moskau und St. Petersburg geführt. Niedergeschrieben hat sie ihr Buch fast sieben Jahre nach dem Geiseldrama im September 2004, bei dem 333 Menschen, darunter 186 Kinder, ums Leben gekommen sind und mehr als 800 Menschen verletzt wurden.

Durch ihre minuziösen Beschreibungen der Abläufe der Geiselnahme und der Folgen dieser drei Septembertage im Jahre 2004 gibt Fatland den tragischen Ereignissen ein Gesicht bzw. viele verschiedenen Gesichter. Sie erklärt in ‚Ort der Engel‘, bei dem es sich im Übrigen um den Friedhof handelt, der eigens für die Opfer des Terroranschlags angelegt wurde, wie sich der Anschlag zugetragen hat, wie die Geiselnahme beendet wurde und was Überlebende darüber erzählen. Dabei lässt sie Eltern zu Wort kommen, die ihre Kinder verloren haben, spricht mit Eltern, deren Kinder überlebt haben, und stellt Personen vor, deren ganze Familie beim Anschlag getötet wurde und die nicht wieder in ihr altes Leben zurückfinden.

Fatland berichtet stets eindringlich, beobachtet genau und erklärt umfassend, so dass sie die Ereignisse im September 2004, die politische Situation und das alltägliche Leben im Kaukasus besser verstehbar und greifbar macht.

Ein Lageplan der Schule und eine Karte von Region, die auf den ersten Seiten des Buches abgedruckt sind, helfen zusätzlich dabei, sich die Septembertage 2004 in der Schule Nr. 1 vorstellen und das Gelesene besser einordnen zu können.

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