Sowjetistan

von Erika Fatland 
4,7 Sterne bei9 Bewertungen
Sowjetistan
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K

Interessanter Reisebericht über eine Region, aus der man normalerweise nicht viel hört. Ich habe eine Menge gelernt und dabei Spaß gehabt!

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Tolles Sachbuch, das viele Aspekte behandelt und diese, doch recht unbekannte, Region näher bringt. Zudem super zu lesen!

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Inhaltsangabe zu "Sowjetistan"

Eine Reise durch die ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens: Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan. Voller Fragen, Neugierde und Abenteuerlust machte sich die norwegische Journalistin Erika Fatland auf in diesen so fernab gelegenen Teil der Welt. Sowjetistan ist das Ergebnis dieser Reise: eine beeindruckende Reportage voller erstaunlicher, ergreifender und skurriler Geschichten, Begebenheiten und Begegnungen, die einem immer wieder aufs Neue die Augen öffnen.Mit dem Ende der Sowjetunion feierten diese fünf Staaten ihre Unabhängigkeit. Sie erstrecken sich von der Wüste bis ins Hochgebirge, gelangten, wie Kasachstan, dank großer Öl- und Gasreserven zu beachtlichem Reichtum, oder zählen, wie Usbekistan, zu den ärmsten Ländern der Welt. Was sie eint, ist eine große Zerrissenheit – zwischen jahrzehntelanger Sowjetherrschaft und autonomer Selbstverwaltung; zwischen hypermoderner Großmachtinszenierung und ärmlichen Lebensbedingungen; zwischen diktatorischem Herrscherkult und höchst lebendigen Traditionen und Kulturen. Erika Fatland erzählt von Samarkand und Dschingis Khan, von Brautraub und der Kunst der Adlerjagd, von erstaunlichen Machtdemonstrationen korrupter Despoten, von marmornen Städten und riesigen Goldstatuen, die sich mit der Sonne drehen.Sowjetistan ist ein fulminant erzähltes, ebenso bereicherndes wie lehrreiches Buch über einen im wahrsten Sinne des Wortes unfassbaren Teil der Welt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518467626
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:511 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:06.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Kompassquallevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Interessanter Reisebericht über eine Region, aus der man normalerweise nicht viel hört. Ich habe eine Menge gelernt und dabei Spaß gehabt!
    Berichte aus Weitwegistan

    In diesem Buch beschreibt die norwegische Autorin Erika Fatland ihre Reise in die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan.
    Sie ist auf ihrer Reise allein unterwegs und besucht zahlreiche interessante Regionen der Länder, so fährt sie unter anderem an Orte, die einst am Ufer des Aralsees lagen und nun buchstäblich auf dem trockenen liegen oder ins ehemalige Kernwaffentestgebiet von Semipalatinsk. Es wechseln sich hier ihre persönlichen Eindrücke und Erlebnisse mit Informationen zu Geschichte und Politik der Länder ab, sodass man sowohl einen Reisebericht als auch ein informatives Sachbuch liest. Es ist faszinierend, wie unterschiedlich das Leben in den Ländern ist, die seit 1991 unabhängig sind. Mit viel Humor, aber ohne die Sachen ins Lächerliche zu ziehen, erzählt die Autorin von den Begegnungen mit den Bewohnern der Länder, die teils haarsträubende, skurrile, aber auch tragische Geschichten erzählen. So werden etwa der teilweise immer noch übliche Brautraub in Kirgisistan und auch die teils heftigen Konflikte zwischen Kirgisen und Usbeken thematisiert.

    Ich kann dieses Buch sehr empfehlen für alle, die neugierig sind auf die Geschichte und Kultur der -stan-Länder. Mir persönlich ging es so, dass ich zwar die Namen der Länder, Hauptstädte und ihre Lage auf der Karte kannte, jedoch so gut wie nichts wusste über die unterschiedlichen historischen Hintergründe, die aktuelle Politik und die unterschiedlichen Kulturen. Nach der Lektüre dieses spannenden Sachbuchs bin ich deutlich schlauer und zudem war das Buch sehr gut und unterhaltsam geschrieben.

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    Jaris avatar
    Jarivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist eines, das Brücken bauen kann.
    Erika Fatland - Sowjetistan

    Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan - alles Namen, die wir schon mal irgendwie gehört haben, aber nicht wirklich zuordnen können. Genau deshalb finde ich es wichtig, dass es Bücher wie Erika Fatlands „Sowjetistan“ gibt, die uns Ecken der Welt zeigen, die wir bisher kaum gekannt haben.
    Die Stans waren früher Teil der Sowjetunion und wurden nach deren Zusammenbruch selbstständig. Somit gehören diese fünf Länder zu den jüngsten der Welt. Dennoch sind uns die Länder bisher kaum bekannt, Kasachstan macht ab und zu mal von sich reden - aber die anderen? Hier setzt Fatlands Buch an und bringt uns diese Länder allesamt ein wenig näher.
    In ihrem Buch berichtet Erika Fatland von ihren eigenen Reiseerfahrungen, erzählt uns Lebensgeschichten und bietet Einblick in die unterschiedlichen und doch gemeinsamen historischen Wurzeln der Länder. Wir hören vom Kommunismus, von Kriegen und vom einfachen, aber knallharten Nomadenleben.
    Viele Völker mussten ihre Traditionen unter dem Kommunismus aufgeben, von vielen Bräuchen ist kaum noch etwas übrig. Doch Fatland macht sich die Mühe, eben genau jene fast vergessenen Erinnerungen der Länder aufzuspüren und festzuhalten. Man merkt, dass die Autorin den Menschen mit Respekt begegnet. Sie urteilt kaum, lässt ihre Fahrer, alte und junge Frauen, Männer und Buben sprechen.

    Auf diese Weise begleiten wir die Autorin durch diese Länder und langsam bekommen sie auch für den unbedarften Leser ein Gesicht und eine Stimme. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch immer etwas Mühe habe, sie zu unterscheiden, so habe ich unterdessen doch ein besseres und klareres Bild von den Stans und vor allem von den Menschen, die dort leben.

    "Sowjetistan" ist eines jener Bücher, denen ich möglichst viele Leser wünsche, nur schon, um Schranken in den Köpfen abzubauen und dem Unwissen vorzubeugen. Fatland schreibt süffig und leicht, man muss sich also nicht vor einem wissenschaftlichen und hochkomplexen Schreibstil fürchten.

    Dieses Buch ist eines, das Brücken bauen kann.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor einem Jahr
    'ihre Zeit als Sowjetrepubliken'

    ‚Es ist insgesamt unmöglich, die fünf neuen Länder in Zentralasien zu verstehen, ohne zu berücksichtigen, wie ihre Zeit als Sowjetrepubliken sie geprägt haben.‘

    Erika Fatland hat die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan bereist und vermittelt in ‚Sowjetistan‘ viel Wissen über die Zeit der UdSSR, die Unabhängigkeit und die Veränderungen in den einzelnen Ländern seit der Auflösung der Sowjetunion und beschreibt das Leben in absolutistischen/diktatorischen Regimen versus in Demokratie.

    Fatland erzählt von Aschgabat und Marmor, Turkmenbaschi und Stalin, Aralsee und Baumwollplantagen, nostalgia sovietica und dem heutigen Verhältnis zu Russland, Schymkent und dem Großen Vaterländischen Krieg, Karaganda und Arbeitslager, Astana und Almaty, Semipalatinsk und atomaren Probeexplosionen, Duschanbe und Rahmon, Jaghnoben und Zoroastrismus, Islam und Islamismus, Bürgerkrieg und Arbeitsmigranten, Brautraub und häuslicher Gewalt, Königsadlern und Seidenraupen, Geheimpolizei und Schwarzmarkt, Korruption und Menschenrechtsverletzungen, Karakalpakstan und propiska, Buchara und Samarkand, Dschingis Khan und Timur Lenk.

    Ich habe mich schon intensiver mit der ehemaligen Sowjetunion und dem heutigen Russland beschäftigt, bislang jedoch nur wenig über die fünf Stans gelesen. Fatland hat es mir mit ihrer großartigen Reisereportage ermöglicht, die fünf ehemaligen Sowjetrepubliken näher kennenzulernen und viel Neues über diese eher unbekannten (Reise-) Länder zu erfahren.

    Das Buch beginnt extrem spannend mit dem ‚Tor zur Hölle‘, und durch diesen Auftakt hat mich die Autorin sofort als begeisterte Leserin gewonnen. Auch im weiteren Verlauf schafft es Fatland, das sprachliche und inhaltliche Niveau zu halten, und so lesen sich die 500 Seiten durchweg flüssig und sind fesselnd. Dabei erzählt Fatland detailreich und humorvoll von verschiedenen Aspekten der fünf Länder und schafft es so, den Leser mit auf ihre Reise zu nehmen, die Besonderheiten des jeweiligen Landes zu vermitteln und jedes Land mit den anderen vier zu vergleichen, so dass ein komplexes Bild der zentralasiatischen Länder entsteht.

    ‚Sowjetistan‘ bietet spannende Informationen für zukünftige Zentralasien-Reisende, weckt Fernweh und vermittelt zudem ein lebendiges Bild der fünf Stans für diejenigen, die keine Reise planen, sondern die Länder lieber vom heimischen Sofa aus kennenlernen möchten.

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    BlueSunsets avatar
    BlueSunsetvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Tolles Sachbuch, das viele Aspekte behandelt und diese, doch recht unbekannte, Region näher bringt. Zudem super zu lesen!
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    *Wölkchen*s avatar
    *Wölkchen*vor 2 Monaten
    billîs avatar
    billîvor 5 Monaten
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    esmerabellevor 7 Monaten
    T
    teresainnvor einem Jahr
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    duathorvor einem Jahr

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