Erika Riemann

 4.3 Sterne bei 105 Bewertungen

Lebenslauf von Erika Riemann

Erika Riemann, geboren 1930 in Mühlhausen/Thüringen, verbrachte die Jahre 1946 bis 1954 in Gefängnissen und Lagern wie Bautzen, Sachsenhausen und Hoheneck, weil sie ein Stalin-Porträt mit einer Schleife "verziert" hatte. Nach der Haftzeit arbeitete sie in vielen Jobs, führte drei Ehen und brachte drei Kinder zur Welt. Seit Erscheinen ihres Buches "Die Schleife an Stalins Bart" (Hoffmann und Campe, 2002) bildet die Aufklärung gegen das Vergessen und für Völkerverständigung, insbesondere mit Russland, den Schwerpunkt ihrer Arbeit. Sie ist als vielfach angefragte Autorin zu Gast bei Lesungen und öffentlichen Zeitzeugengesprächen, in Talkshows, Schulen und Gedenkstätten. Für ihr "Engagement für Freiheit und Demokratie und für die Aufarbeitung des SED-Unrechts" wurde ihr 2009 das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens verliehen,

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Erika Riemann

Cover des Buches Die Schleife an Stalins Bart (ISBN: 9783423347259)

Die Schleife an Stalins Bart

 (101)
Erschienen am 01.08.2012
Cover des Buches Stalins Bart ist ab (ISBN: 9783455850857)

Stalins Bart ist ab

 (0)
Erschienen am 22.07.2013
Cover des Buches Die Schleife an Stalins Bart (ISBN: 9783455303858)

Die Schleife an Stalins Bart

 (4)
Erschienen am 11.08.2004

Neue Rezensionen zu Erika Riemann

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Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

erschreckend für was man damals alles bestraft worden ist
Laudia89vor 8 Monaten

Erika Riemann hat als Kind das Bild von Stalin bemalt und müsste dafür 8 Jahre hinter bewachten Mauern verbringen.


Als ich den Titel gelesen habe, musste ich erst einmal schmunzeln, weil ich es für einen Scherz gehalten habe, aber leider ist es damals Realität gewesen. Sie schreibt dieses Buch mit einer Ernsthaftigkeit und anschaulichkeit, das man bei jeder Zeile mitfühlt. Es ist ein wunderbares Buch um die Grauenhaftigkeit und da Geschehen der damaligeen Zeit zu verdeutlichen und es sollte von jedem gelesen werden um vielen zu verstehen, was nicht in Geschichtsbüchern steht.


Ich bin sehr dafür das dieses Buchvon jedem Jugendlichen gelesen werden sollte .

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Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

Erika Riemann - "Die Schleife an Stalins Bart"
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Wow.. Mehr konnte ich im ersten Moment einfach nicht denken..
Da ich schon sehr viele Biographien und Erfahrungsberichte gelesen habe, war ich gewappnet für das, was mich vielleicht erwarten würde. Aber es ist einfach so: Jeder "Fall" ist anders und jedes Mal berührt es einen wieder (oder auch nicht). Hier hat es mich sehr berührt.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viel ein Mensch doch ertragen kann / muss.
Erika Riemann erzählt hier (grausam) offen ihre Geschichte und man hat einfach das Gefühl, man würde ihr tatsächlich gegenübersitzen.
Aus jeder Zeile war ihre Wut und Enttäuschung über ihr Leben zu lesen, aber auch ihr Widerstand in der Gefangenschaft. Der Trotz, der sie so viele Jahre begleitet hat, springt einem förmlich entgegen.
Es ist zwar ein Buch über Erika Riemann und ihre Erlebnisse, aber mich hätte auch interessiert, was aus den anderen Personen geworden ist, zu denen sie ein enge(re)s Verhältnis hatte. (Freunde, Familie)
Ich denke, dass dieses Buch auch ein super Schulbuch ist. (ich "durfte" leider meist nur langweilige Lektüre lesen)

2010 erschien ihr zweites Buch: "Stalins Bart ist ab". Das werde ich mir wohl auch noch irgendwann zulegen.

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Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

Buchrezension - Die Schleife an Stalins Bart
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Sie ist 14 Jahre alt und wird schon verhaftet. 8 Jahre ihrer Jugend verbringt Erika im Gefängnis. & das nur, weil sie mit ihrem Lippenstift ein Bild von Stalin bemalt hat.
Viele Jahre nach ihrer Entlassung, kann Erika Riemann erstmals über die Ereignisse sprechen, die sie Jahrzehnte lang mit sich herum getragen hat.

Es ist eine unglaubliche Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird. Man erhält tiefe Einblicke hinter die Mauern der Gefängnisse in den Jahren nach dem Krieg.
Man kann sich sehr gut vorstellen, wie es in den Gefängnissen zu ging und wie die Gefangenen sich gefühlt haben müssen. Das Buch berichtet über die unmenschlichen Bedingungen unter welchen die Frauen und Männer in diesen Jahren leben mussten. Es erzählt von den inakzeptablen Essensrationen, von denen wahrscheinlich nicht mal Ratten hätten satt werden können, von Vergewaltigungen und von den alltäglichen Problemen der Insassen.

Auf nur 256 Seiten erzählt Erika Riemann ihre atemberaubende und zu tiefst berührende Geschichte.
Traurige und Lustige Momente werden dargestellt und man fiebert mit. Man fiebert mit als wäre man ebenfalls in dieser Zeit.

Ich persönlich bin der Meinung, dass dies ein fantastisches Buch ist.
Wenn man nah am Wasser gebaut ist, sollte man jedoch immer ein paar Taschentücher bei sich haben.
Empfehlen würde ich das Buch, ab einem Alter von 14-15 Jahren. Nach oben ist die Grenze meiner Meinung nach offen.
Wer sich für die Zeit nach dem Krieg interessiert, sollte auf jeden Fall mal hineinlesen.

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