Erika Riemann Die Schleife an Stalins Bart

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Inhaltsangabe zu „Die Schleife an Stalins Bart“ von Erika Riemann

Spätherbst 1945 im thüringischen Mühlhausen: Erika Riemann ist vierzehn Jahre alt, als sie eines Tages übermütig in ihrer Schule ein Stalinporträt mit Lippenstift »verziert«, weil er »so traurig aussieht «. Die folgenden acht Jahre verbringt sie auf einer Odyssee durch ostdeutsche Gefängnisse und Lager, acht Jahre der Demütigungen, Prügel, des Hungerns und der Verzweifl ung. Die traumatisierenden Erlebnisse überschatten lange Zeit ihr Leben. Erst mit über siebzig Jahren kann sie darüber berichten.

Man kann nicht glauben, dass das passiert ist! Dieses Buch sollte eine Pflichtlektüre werden in jedem Geschichtsunterricht.

— Tine-read-a-lot

Hat mich total mitgerissen. Höchstgradig emotional. Sollte man lesen.

— Annezuckmayer

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  • Buchrezension - Die Schleife an Stalins Bart

    Die Schleife an Stalins Bart

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. January 2015 um 17:16

    Sie ist 14 Jahre alt und wird schon verhaftet. 8 Jahre ihrer Jugend verbringt Erika im Gefängnis. & das nur, weil sie mit ihrem Lippenstift ein Bild von Stalin bemalt hat. Viele Jahre nach ihrer Entlassung, kann Erika Riemann erstmals über die Ereignisse sprechen, die sie Jahrzehnte lang mit sich herum getragen hat. Es ist eine unglaubliche Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird. Man erhält tiefe Einblicke hinter die Mauern der Gefängnisse in den Jahren nach dem Krieg. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie es in den Gefängnissen zu ging und wie die Gefangenen sich gefühlt haben müssen. Das Buch berichtet über die unmenschlichen Bedingungen unter welchen die Frauen und Männer in diesen Jahren leben mussten. Es erzählt von den inakzeptablen Essensrationen, von denen wahrscheinlich nicht mal Ratten hätten satt werden können, von Vergewaltigungen und von den alltäglichen Problemen der Insassen. Auf nur 256 Seiten erzählt Erika Riemann ihre atemberaubende und zu tiefst berührende Geschichte. Traurige und Lustige Momente werden dargestellt und man fiebert mit. Man fiebert mit als wäre man ebenfalls in dieser Zeit. Ich persönlich bin der Meinung, dass dies ein fantastisches Buch ist. Wenn man nah am Wasser gebaut ist, sollte man jedoch immer ein paar Taschentücher bei sich haben. Empfehlen würde ich das Buch, ab einem Alter von 14-15 Jahren. Nach oben ist die Grenze meiner Meinung nach offen. Wer sich für die Zeit nach dem Krieg interessiert, sollte auf jeden Fall mal hineinlesen.

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  • und das Herz stockt einem

    Die Schleife an Stalins Bart

    Thrillerverschlinger

    17. July 2013 um 17:40

    Hallo ihr Lieben, ich gebe zu - dieses Buch habe ich nicht freiwillige gelesen, wir mussten es in der Schule lesen. Aber es war wunderbar. Die Geschichte erzählt von einem Mädchen, was einem Plakat, auf dem Stalin abgebildet war eine Schleife auf seinen Bart gemalt hatte, damit dieser nicht mehr so finster dreinschaut. Daraufhin wird sie verhaftet und eigentlich schon fast für unschuldig erklärt. Dummerweise bedeutet das Wort im russischen nicht nur Schleife, sondern auch Schlinge und auf Grund dieses Missverständnises wird das Mädchen 8 Jahre lang in den verschiedensten Gefägnisen gefangen gehalten und seiner Kindheit beraubt. Eine todernste Geschichte die einem zu tiefst im inneren berührt. Diese Geschichte beruht auf einer wahren Geschichte und wird von der betroffenen selbst erzählt Viele Grüße, Simone

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    Kristin84

    29. September 2012 um 11:01

    Eine interessante Lebensgeschichte Zum Inhalt: Mühlhausen, im Jahr 1945: Erika Riemann ist ein aufgewecktes, manchmal auch freches 14jähriges Mädchen, dass gerne ihren Kopf durchsetzt und auch nicht davor zurückschreckt, laut ihre Meinung zu sagen. Dies ist jedoch etwas, was man im von der russischen Armee besetzten Teil Deutschlands lieber nicht machen sollte. Doch Erika lässt sich dadurch nicht beirren. Daher hat sie auch keine Hemmungen ein Bild von Stalin mit ihrem Lippenstift zu verzieren, damit er nicht mehr so traurig aussieht. Doch was mit einem Spaß beginnt, endet für Erika in der Hölle. Sie wird verhaftet und zu 10 Jahren Zwangsarbeit in Sibirien verurteilt... Meine Meinung: In diesem Buch erzählt Erika Riemann ihr Leben - beginnend mit ihrer Jugend in der Nachkriegszeit, über die Verhaftung durch die Russen, von ihrer achtjährigen Gefangenschaft in verschiedenen Lagern und Gefängnissen und von ihrem Leben nach der Tortur. Diese Frau hat wirklich einiges miterlebt und hat trotz aller Widrigkeiten überlebt, was in meinen Augen wirklich ein Wunder war. Die Lebensumstände, die sich während ihrer Gefangenschaft abspielten, sind wirklich unmenschlich. Für mich ist es auch total unverständlich wie die Russen einen einfach wegen Nichtigkeiten verhaften konnten und für Jahre wegsperren durften - ohne das jemand irgendwas dagegen getan hat. Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass niemand wirklich über die Zeit sprechen möchte, da kaum darüber berichtet wird. Diese Zeit gehört aber auch zur Vergangenheit Deutschlands und ich finde, dass diese schlimmen Erlebnissen nicht im Schatten des zweiten Weltkrieges irgendwie untergehen sollten. Denn für die Menschen, die diese Gräueltaten erleben mussten, war es wohl die schlimmste Zeit ihres Lebens - und meistens konnte sie nicht mal was dafür. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man hat wirklich das Gefühl, man sitzt Erika Riemann gegenüber und sie erzählt einem die Geschichte selbst. Es gab keine tiefgründigen Vergleiche oder ellenlange Satzmonster - nein, die Autorin hat einfach frei raus geschrieben. Meiner Meinung nach passt dieser Schreibstil wunderbar zu diesem Buch. Als ich dieses Buch angefangen habe, war mir bewusst, dass dieses sich hauptsächlich um die Zeit, die Erika Riemann in den Gefängnissen verbracht hat,dreht. Was auch gestimmt hat. Ich würde sagen, 2/3 des Buches befasst sich mit dieser Zeit. Natürlich nehmen eine diese Erlebnisse mit, jedoch muss ich sagen, dass zum Ende dieser Zeit das Buch ein wenig langatmig wurde. Viele Dinge haben sich wiederholt, was natürlich klar ist, da man während einer solchen Gefangenschaft nicht viel Neues erlebt. Daher bin ich der Meinung, dass man manche Abschnitte, die sich wiederholen, auch hätte weg lassen können, ohne dem Ganzen irgendwie zu schaden. Mein Fazit: Wer sich für die Geschichte Deutschlands interessiert, sollte dieses Buch auf jeden Fall auch mal lesen.

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2012 um 09:36

    Rieman schreibt hier von ihrer eigenen Qual, wie sie aufgrund eines Kinderstreichs in ein Stasigefängnis kommt. Sehr bewegend, unglaublich traurig und gut geschrieben.

  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    DieNessi

    20. February 2011 um 17:38

    Inhalt: Erika Grube ist 14 Jahre alt und ihr größter Traum ist es, eines Tages im Zirkus als Artistin aufzutreten. Doch das Mädchen wird auf brutalste Weise aus ihrem Unmfeld gerissen und eingesperrt, nur weil sie es wagte dem Stalin Bild ihres Klassenzimmers eine rote Schleife mit Lippenstift zu malen und sich weigerte einer völlig verlausten russischen Offizierin die Haare zu waschen. Diese Lappalien brachten ihr acht Jahre Gefängnisaufenhalt ein und sie erlebte Hunger, Krankheiten und Tod. Es wird auch geschildert, wie Erikas Alltag sichtlich geprägt wurde von den Gefängnisahren, nachdem sie entlassen wird. Sie beschließt dann, von einer jungen Journalistin ermutigt, ihre erschreckende Geschichte niederzuschreiben. Meine Meinug: Ich habe die Autorin vor Jahren einmal in einer Fernsehsendung gesehen, kurz nachdem ihr Buch erschienen ist und fand ihre Geschichte sehr interessant. Ein paar Jahre später habe ich das Buch dann wiedergesehen und habe es gleich mitgenommen. Und ich muss sagen, dass ich schlichtweg entsetzt war, was man dem Mädchen alles angetan hat. Ich meine die Handlung Erikas mit der von Mörderinnen oder Spioninnen gleich zu setzten und das Kind so zu quälen ist einfach nur grausam. Erika erzählt ihre Geschichte schonungslos und ohne irgendetwas schön zu reden. Mir lief es bei einigen Szenen kalt den Rücken herunter. Auch wie schwer sie sich nachher getan hat in ein normales, geregeltes Leben zurückzukehren ist erschreckend. Führ mich ist es einfach unfassbar, wie man das Leben eines jungen Mädchen so zerstören kann, wegen einen Nichtigkeit und ohne mit der Wimper zu zucken. Fazit: Wer sich für deutsche Geschichte nach 1945 interessiert, vor allem über die DDR, für den ist dieses Buch echt empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    ZwergPinguin

    18. December 2010 um 16:36

    Das Thema ist wirklich sehr interessant und leider in den Medien viel zu wenig gegenwärtig. Trotzdem kann ich mich der allgemeinen Begeisterung nicht ganz anschließen. Inhaltlich auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, auch wenn ich Schwierigkeiten hatte, mich in Erika einzufühlen. Ganz klar, sie hat ein trauriges Schicksal hinter sich und man merkt ihr an, dass sie bis heute darunter leidet und durch diese acht Jahre der Qual ein gebrochener Mensch ist - sprachlich aber konnte mich das Buch nicht überzeugen und es hat mich auch nicht so gefesselt, dass ich darüber alles stehen und liegen gelassen hätte wie einige andere hier schreiben. Ich empfand die Sprache als sehr einfach und erzählerisch ein bißchen zu simpel - aber vielleicht liegt das an meiner nicht ganz zutreffenden Erwartungshaltung. Es ist eben kein literarisches Meisterwerk, sondern ein Erfahrungsbericht, ein Schicksalsroman - aber die Art und Weise wie dieses Schicksal beschrieben wurde, schaffte es bei mir nicht, so richtig mitzufühlen, da habe ich bei ganz anderen (erfundenen) Schicksalen schon viel mehr mitgefiebert, auch wenn ich Schwierigkeiten habe, auf den Punkt zu bringen, woran genau das liegt. Wegen des Inhaltes und des wichtigen Themas ist es aber in jedem Fall eine lohnende Lektüre.

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    nic

    09. January 2010 um 23:33

    bei diesem buch fehlen mir die worte, um mein mitgefühl auszudrücken. ich musste es in einem zug durchlesen und war erschüttert über den bericht von frau riemann, die auch im hohen alter noch darunter zu leiden hat, wie sie gequält wurde. dass auch noch nach dem krieg konzentrationslager exisitert haben, wusste ich nicht und war umso fassungsloser, wobei erika riemann leider auch kein einzelfall ist. wenigstens kommt ihr durch das buch eine kleine finanzielle hilfe zugute.

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    Jens65

    26. August 2009 um 15:35

    Nachkriegsgeschichte einmal ganz anders! Die 1946 wegen eines Kinderstreiches zu mehreren Jahren Haft verurteilte Erika Riemann schildert eine historische Epoche, durch die Brille derjenigen, die stellvertretend eine Nationalschuld verbüßt haben, unschuldige Jugendliche, die im Nachkriegsdeutschland (Ost) wie Kriegsverbrecher inhaftiert wurden. Ohne den moralischen Zeigefinger oder konkrete Vorwürfe zu erheben, beschreibt sie die bedrückenden Erlebnisse Ihrer Gefangenschaft und die daraus resultierenden Konsequenzen. Die Folgen, die Erika Riemann beschreibt, sind grausam: Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, gescheiterte Ehen und nie wieder ein normales Leben. Fazit: Die Autobiografie "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann stellt in erschreckender Weise dar, welcher Terror sich hinter dem Rücken der Leute in der von den Sowjets befreiten deutschen Zone ( SBZ) abgespielt hat. Wer sich für die Schicksale von Opfern der Stalindiktatur in der DDR in Form von Biographien interessiert, bekommt hier ein klares und informatives Erinnerungsbuch. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der mehr über die Nachkriegszeit in der DDR erfahren möchte. .

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    frlsmilla

    17. July 2009 um 22:44

    unbedingt lesen! absoluter berührende dokumentation

  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    Gini

    30. January 2009 um 21:21

    sehr spannend, geht tief unter die Haut und geht einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf, es lohnt sich sehr, dieses Buch zu lesen.

  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    MonaMayfair

    27. May 2008 um 21:37

    1945, mühlhausen/thüringen.. erika riemann ist vierzehn jahre alt, als sie ein stalin-bild sieht, an dem bis vor kurzem noch ein bild von hitler hing.. in ihren augen sah stalin ziemlich traurig aus und daher zückte sie ihren lippenstift und malte ihm eine schleife um seinen bart... da sie von jemandem verpfiffen wurde, begann für das mädchen eine furchtbare odyssee durch die zuchthäuser in ostdeutschland und ehemalige konzentrationslager.. ihre schilderungen entsprechen stellenweise den schilderungen von kz-häftlingen während des zweiten weltkriegs.. acht jahre lang blieb sie in gefangenschaft.. in ihrem buch berichtet sie fünfzig jahre später, was sie erlebt hat während ihrer gefangenschaft.. sehr lebendig geschildert, kann man miterleben, was erika widerfuhr.. und immer wieder dachte ich mir "das kann - bzw. darf - doch gar nicht wahr sein!!"

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  • Rezension zu "Die Schleife an Stalins Bart" von Erika Riemann

    Die Schleife an Stalins Bart

    Franzi

    03. August 2007 um 18:54

    Tief berührendes Drama um einen Mädchenstreich, der in einer langjährigen Haftstrafe endete.

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