Erika Swyler

 3,4 Sterne bei 115 Bewertungen

Lebenslauf

Erika Swyler besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Erika Swyler

Cover des Buches Das Geheimnis der Schwimmerin (ISBN: 9783734106088)

Das Geheimnis der Schwimmerin

 (72)
Erschienen am 16.04.2018
Cover des Buches Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt (ISBN: 9783734111242)

Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt

 (18)
Erschienen am 16.08.2022
Cover des Buches Das Wassermädchen (ISBN: 9783641232726)

Das Wassermädchen

 (8)
Erschienen am 15.04.2018
Cover des Buches Das Geheimnis der Schwimmerin (ISBN: 9783837136265)

Das Geheimnis der Schwimmerin

 (13)
Erschienen am 17.10.2016
Cover des Buches The Book of Speculation (English Edition) (ISBN: 9781782397656)

The Book of Speculation (English Edition)

 (2)
Erschienen am 23.06.2015
Cover des Buches The Book of Speculation (ISBN: 9781782397632)

The Book of Speculation

 (1)
Erschienen am 04.02.2016
Cover des Buches The Book of Speculation: A Novel (ISBN: 9781250055637)

The Book of Speculation: A Novel

 (1)
Erschienen am 31.05.2016

Neue Rezensionen zu Erika Swyler

Cover des Buches Das Geheimnis der Schwimmerin (ISBN: 9783734106088)
K

Rezension zu "Das Geheimnis der Schwimmerin" von Erika Swyler

Interessante und detaillierte Erzählung
kira00vor 3 Monaten

Auch wenn die Geschichte für meinen Geschmack zu langsam voran ging, hat es sich doch gelohnt. Es ist interessant der Entstehung der Gegenwart zuzusehen und so mehrere hundert Jahre Familiengeschichte mitzuerleben und zu verstehen. Auch wenn ich es zu Beginn nicht erwartet hätte, hat mich vor allem das Ende doch sehr gefesselt und auch das langsame Erzählen passt zu dem schön ausgeschmückten und fast schon poetischen Schreibstil. 

Cover des Buches Das Wassermädchen (ISBN: 9783641232726)
AuroraMs avatar

Rezension zu "Das Wassermädchen" von Erika Swyler

...
AuroraMvor 2 Jahren

Es war schon interessant, aber ich finde es etwas verwirrend geschrieben und das macht es schwer zu lesen und nimmt schnell das Interesse und die Lust weiterlesen zu wollen.

Cover des Buches Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt (ISBN: 9783734111242)
michaelkothes avatar

Rezension zu "Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt" von Erika Swyler

Sympathischer Rückblick auf eine hausgemachte Naturkatastrophe
michaelkothevor 2 Jahren

Erster Eindruck.

Nach den Tagen der Marslandung durch einen Roboter der NASA gewinnt der futuristische Blick auf die Besiedlung neuer Planeten wieder an Bedeutung. In der US-amerikanischen Originalversion war der Roman „Light from other Stars“ auch dem Genre Science Fiction zugeordnet. Dazu kam ein Hauch Fantasy. Als Autor eines eigenen Fantasyromans und mancher SF-Kurzgeschichte interessierte mich brennend, was Erika Swyler als Autorin und Astrid Finke als Übersetzerin aus dieser Mischung gemacht hatten. Mein Eindruck vom Buch war ein ganz anderer, als ich ihn von der Leseprobe her erwartet hatte. Aber wie erwartet war er gut.

 

Inhalt ohne Spoiler.

Nedda Papas ist als Mitglied einer vierköpfigen Raumschiff-Crew unterwegs zu einem fernen Planeten. Ihre Aufgabe ist die Aufzucht von Pflanzen und Saatgut, um den nachfolgenden Siedlern brauchbare Lebensverhältnisse zu schaffen. Vergesst kleine grüne Männchen! In den zahlreichen wochenlangen Schlafphasen während der mehrjährigen Reise lässt Nedda uns an ihren Träumen teilhaben, in denen ihre Erinnerung sie zurückführt nach Florida. Nahe Cape Canaveral führte sie in den 1980er Jahren in ihrer Familie das klischeehafte Leben der Durchschnittsamerikaner auf dem Lande. Als Elfjährige sieht sie in einer Liveübertragung die Explosion der Apollo-Rakete, die ihre und die Gedanken ihrer Schulkameraden, ihrer Familie und anderer Zeitgenossen prägt. Dennoch stehen nach wie vor für ihre Mutter Betheen der hausfrauliche Erfolg einer neuen Kuchenkreation und für ihren Vater Theo, einen Ingenieur, seine Erfindung im Vordergrund. Ein paradoxes Naturphänomen bringt dieses Leben gehörig durcheinander. Anders als für den Leser erhellt sich für die Romanfiguren der Zusammenhang zwischen der Anomalie und Theos Erfindung erst nach und nach.

 

Stil.

Science Fiction: nüchterne Sprache, Fachausdrücke, actionreiche Ereignisse, Pannen, die dramatisch hochgespielt werden? Mit nichts davon quält uns Erika Swyler. „Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt“ ist trotz der raumfahrerischen Zukunftsvision und der buchstäblich umwälzenden Erfindung von Neddas Vater über das erste Drittel des Buches eine recht ruhige Milieustudie über die ländliche Mittelschicht Amerikas, als die Raumfahrt der NASA ihre beste Zeit hatte. Der Raumflug bildet die Rahmenhandlung und lockert durch kapitelweise eingestreute Szenen die seitenmäßig längere und handlungsmäßig wichtigere Rückblende auf. Doch auch in diesen kurzen Schilderungen vom Einsatz der erwachsenen Nedda als Crewmitglied spiegeln sich ihre kindliche Empfindsamkeit, eine gewisse Naivität und jugendlicher Forscherdrang in einer einfühlsamen Sprache wider. Die Dialoge sind eine Abwechslung zwischen Gefühlsausdrücken und Fachgesprächen. Hier gerät sogar die Auseinandersetzung mit einem lebensbedrohenden Defekt anfangs zur sprachlichen Trivialität. Der Schwerpunkt von Inhalt wie vom Stil liegt eindeutig auf Neddas Kindheitserinnerung. In einer lebhaften, authentischen Sprache, die ihrer kindlichen Entdeckerfreude entspricht. Mit sprachlichen Bildern und Vergleichen, die zugleich unerwartet und äußerst treffend sind, begleitet Swyler die Elfjährige durch ein Jahr, in dem die Natur verrückt spielt. Mein Blick auf ihre schriftstellerische Liebe zum Detail lässt mich neidisch werden. Mit der Dramatik hält sich die Autorin bis zum Ende des ersten Drittels zurück. So baut sich das Unheil langsam auf und hält die Neugierde des Lesers am Leben. Dann gewinnt die Geschichte rasant an Fahrt.

 

Fazit.

Der Originaltitel „Light from other Stars“ lenkt die Erwartungen des Lesers mehr als die deutsche Übersetzung auf den Kindheitstraum vom Raumflug, die Hindernisse und seine Erfüllung. Demgegenüber zielt „Der Tag, an dem mein Vater die Zeit anhielt“ mehr auf die Vater-Tochter-Beziehung ab. Wer aus dem Anhalten der Zeit Typisches für die Genres Science Fiction oder Fantasy ableitet, wird lange lesen müssen. Wer aber sich an nostalgischen Erinnerungen, an liebevollen Formulierungen, und an Beobachtungen auch winziger Details erfreuen kann, dem beschert der Roman von der ersten Seite an das Eintauchen in die farbenfrohe Welt eines Kindes, die diesmal nicht durch das Erwachsenwerden, sondern durch den Eingriff in die Naturgesetze zerbricht. Im ersten Drittel präsentiert sich Swylers Werk wie Johanna Spyris „Heidi“ für Erwachsene, aber auch Tom Sawyer und Huckleberry Finn lassen grüßen. Danach mausert sich der Roman zum Thriller über eine energetische Anomalie, deren Überwindungsversuch packend geschrieben ist. Swylers Detailverliebtheit macht das Buch sympathisch und einzigartig. 

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