Taken

von Erin Bowman 
4,0 Sterne bei93 Bewertungen
Taken
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (68):
gynus avatar

Cooles Buch, interessante Story und macht Lust auf Teil 2.

Kritisch (5):
Catnisss avatar

Die Geschichte bietet sehr viel Spielraum, der jedoch nicht genutzt wird. Es gibt außerdem logische Fehler und nicht gelungene Wendungen.

Alle 93 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Taken"

Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem 'Raub' rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492702669
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:16.04.2013
Teil 1 der Reihe "Taken"

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne29
  • 4 Sterne39
  • 3 Sterne20
  • 2 Sterne5
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    gynus avatar
    gynuvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Cooles Buch, interessante Story und macht Lust auf Teil 2.
    Interessante und nachvollziehbare Geschichte

    Die Autorin kann mit Taken den Leser von Beginn an fesseln und mit einem guten Schreibstil, tollen Charakteren und einer spannenden Umgebung, die in einem kleinen Dorf beginnt, überzeugen.

    In dem Dorf Claysoot beginnend, erfährt man von den wichtigsten Charakteren. Es geht um Gray und Emma. Der störische Gray ist der jüngere Bruder von dem später geraubten Blaine und gilt eher als Außenseiter der Gemeinschaft. Für die Fortpflanzung wird er Emma zugeteilt, die in der Gesellschaft integriert ist. Bei dem Raub verschwinden Jungen am 18 Geburtstag auf mysteriöse Weise. Ein Ausbruch aus dem mit hohen Mauern umgebenden Clayshoot erscheint unmöglich, da alle Fluchtversuche bislang tödlich endeten.

    Die Beiden stellen alles in Frage und versuchen alles widersprüchige rund um das Dorf und die Mauer aufzuklären und gehen dabei auch große Risiken ein. Ob es ihnen gelingen wird? Mit fortlaufender Geschichte werdet ihr es erfahren.

    Der erste Buch ist sehr interessant und treibt die Geschichte mit plötzlichen Wendungen immer weiter voran und verliert dabei nie seine fesselnde Spannung. Weitere Charaktere stoßen immer wieder der Erzählung hinzu, während andere Personen austreten. Abwechselung ist vorhanden. Die Menge der Charaktere ist gut gewählt, so dass keine Verwirrung statt findet. Kleinere Patzer bei der Glaubwürdigkeit trüben jedoch nicht das Gesamtbild.

    Fazit:
    Coole Charaktere, eine fesselnde Handlung und einige überraschende Wendungen machen die Erzählung lesenwer. Das nächste Buch kann kommen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Annette Eickerts avatar
    Annette Eickertvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ich hatte mehr erwartet
    An für sich ein gutes Buch

    Leider kann ich gar nicht so viel über dieses Buch sagen.
    Zum einen hatte ich mich wahnsinnig gefreut es zu lesen und auf der anderen Seite hat es mich enttäuscht. Vielleicht liegt es auch an meinen Erwartungen, die nicht erfüllt wurden.
    Die Story ist nicht schlecht ... und dann hat mich einfach dieses Schreibstil immer wieder aus der Bahn geworfen. Ich-Perspektive lese ich gerne. Doch diese dann in der Gegenwart zu lesen, hat mich ein wenig aus dem Rhythmus gebracht.
    Ab der Mitte hat es mich dann ein wenig gelangweilt, obwohl ich nicht genau sagen kann, warum. Erst wieder gegen Ende, was aber für meinen Geschmack viel zu schnell gekommen ist, hat es mich wieder gefesselt.
    Ich weiß aber noch nicht, ob ich die Fortsetzung lesen werde oder nicht.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    resa82s avatar
    resa82vor 4 Jahren
    Taken

    Kurzbeschreibung:

    Die Bewohner von Claysoot nennen es den "Raub" jenes Mysterium, das ihrem Dorf alle jungen Männer stiehlt. Gray ist einer jener Todgeweihten, doch als Einziger wehrt er sich gegen sein Schicksal. Dazu muss er jene geheimnisvolle Mauer überwinden, die Claysoot umgibt und wird dabei in einen Kampf verwickelt, der seine Welt für immer verändert Der Start der Trilogie "Das Laicos-Projekt"!Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem "Raub" rettet er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt ...

    Meine Meinung:

    Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und ich wollte unbedingt wissen was es mit dem

    "RAUB" auf sich hat. Leider muss ich sagen hat mir die Auflösung überhaupt nicht gefallen.

    Der Schreibstil hat mir leider gar nicht zugesagt  er wirkte auf mich sehr unpersönlich und kühl.

    Positiv war , dass Gray  mir als Charakter gut gefallen hat, er war mir sympathisch und das vor allem ,weil er nicht Perfekt ist.

    Emma war am Anfang  recht niedlich aber im Laufe des Buches wurde ihr Charakter einfach nur nervig. Bree war mein Lichtblick ich mochte ich Harte Schale sehr gerne. Die anderen Charaktere fand ich sehr flach und nicht erwähnenswert.

    Fazit:

    Taken: Das Laicos-Projekt 1 hatte eine menge guter Ansätze aber die Umsetzung  konnte mich leider nicht überzeugen.
     
     Reihe:

    1.  Taken

    2.  Taken - Das erfrorene Land

     

                                                              3,5von5 Sterne

    http://resas-welt.blogspot.de/2014/09/taken-das-laicos-projekt-1.html

     

    Kommentieren0
    50
    Teilen
    littlemhyticas avatar
    littlemhyticavor 4 Jahren
    weglegen? - Fehlanzeige ...

     an deinem 18. Geburtstag verschwindest du
    - für immer!


    Inhalt


    Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt …

    meine Meinung …


    Charaktere


    Gray ist ein starker, widerspenstischer Junge der mit seinen 17 Jahren alles in Frage stellt. Er zweifelt alles an, was für keinen Sinn macht! Das schafft natürlich nicht viele Freunde, sondern eher Feinde und deshalb zählt er unter den Brüdern als Rabauke und Unruhestifter.
    Als Leser macht er sich gleich von Anfang an zu etwas besonderem, da er die Würze gleich von Anfang an in das Buch bringt. Schnell wird hier klar, das er derjenige ist der einem sehr ans Herz wächst, mit dem man lacht, weint & leidet.

    Blaine ist der vernünftige, ein Jahr ältere Bruder von Gray. Er respektiert das Leben, das System und die daraus resultierenden Ereignisse. Er kann daran eh nichts ändern und ergibt sich seinem Schicksal! Oftmals versucht er Gray zu bremsen, auch wenn er genauso denkt wie er, handelt er vernünftig.
    Er ist der sensible, der große Bruder so wie ihn sich jeder wünscht! Mehr kann man eigentlich gar nicht zu Blaine sagen, da er genau das verkörpert und ich denke da hat jeder das selbe Bild vor Augen.

    Emma ist schon immer, Grays heimliche Liebe. Sie hat allerdings keinerlei Augen für ihn. Etwas unnahbares, umgibt sie und erst als es das System vorgibt lernen Sie sich näher kennen. Erstaunlicherweise haben wir hier auch eine Rebellin, die feststeckt und nur erweckt werden muss.
    Für mich wahr sie von Anfang an nicht zu durchschauen, da ich ihr das "liebe" einfach nicht abkaufen konnte. Aber anscheinend habe ich mich da wohl geirrt. Oder?

    Fazit


    Taken, ist ein sehr gelungener Start einer Serie (derzeit sind 4 Teile geplant!). Einerseits musste ich mich über mich selbst ärgern, das mein SUB so ein tolles Buch beherbergt, anderseits war ich unendlich erleichtert, dass ich nahtlos mit dem zweiten Band weiterlesen konnte, so gut hat es mir gefallen.
    Die Autorin Erin Bowman bringt diese Welt direkt in die Seiten und katapultiert hier eine Geschichte zu tage, die fesselt & fasziniert.
    Ich bin total überwältigt und kann es kaum glauben, das Band 3 noch in so weiter Ferne schwebt (geplant Apr. 2015 im Englischen!)

    Das Buch ist in verschiedene Abschnitte gegliedert, die einem den Weg führen und wir genau wissen das wir nun einen Szenenwechsel vor uns haben. Aber dies verursachte keinerlei Probleme sondern heizt eher noch Spannung an, so war ich in dieser Geschichte gefangen.

    Absolute, megamässige 5 Sterne …


    ©LittleMythicasBuchwelten.blogspot.de

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    HibiscusFlowers avatar
    HibiscusFlowervor 4 Jahren
    3,5 Sterne für eine gute Struktur, bei der es mir aber etwas an Intensität gefehlt hat.

    Eine Gemeinde, in der jeder jeden kennt, jeder seine Aufgabe hat, es sich bescheiden und besinnlich leben lässt - so könnte man das Leben in Claysoot beschreiben. Dennoch ist es ein Ort ohne Zukunft, jedenfalls nicht für die männlichen Bewohner. Mit dem 18. Lebensjahr unterliegen sie einem rätselhaften Raub, der sie einfach verschwinden lässt. Davor zu fliehen, hat wenig Sinn. Claysoot ist von einer Mauer umgeben, deren Überwinden nur den Tod mit sich bringt. Die einen haben Angst, die anderen nehmen ihr Schicksal hin. Nicht so Gray. Er möchte Antworten.
    Seine Fragen und sein Mut treiben ihn über die Mauer. Was Gray entdeckt, ist zwischen Wahrheit und Lüge gefangen.

    Für mich ist das Buch sehr einfach gehalten.
    Damit meine ich:
    * einfache Struktur
    * einfache Charaktere
    * einfache Story
    * ein einfacher Protagonist, der nach seinem Bauchgefühl handelt, dies mit etwas Mut kombiniert, aber im Ganzen nicht solch einen Eindruck hinterlässt, der mich als Leserin mit ihm mitfiebern lassen hat.
    Auch der Schreibstil ist sehr simple, sodass sich das Buch schnell und ohne große Konzentration, aber auch ohne große Herausforderung lesen lässt.

    Und nein, dies soll nicht alles negativ wirken ! Wenn man so einige Bücher aus dem Dystopie-Genre gelesen hat, weiss man, dass es verzwicktere Bücher gibt, die sehr viel Aufmerksamkeit vom Leser erfordern, viel Input haben und es schon mal etwas dauern kann, bis man alle Puzzleteile zusammen hat.

    Nicht so beim ersten Teil der Taken Reihe. Die geschaffene Welt innerhalb und ausserhalb der Mauer kommt eher schlicht daher. Die Figuren werden mit einem guten Hintergrund unterlegt, dennoch bleiben sie ohne Tiefe, sodass man zwar von ihnen liest, aber keine richtige Sympathie entsteht.
    Und bevor man sich versieht, ist das Buch auch schon ausgelesen.

    Ich hatte paar angenehme Stunden mit diesem Buch im Sonnenschein. Es verfolgt eine klare Linie ohne jeglichen Schnickschnack, ist in sich ohne offene Fragen abgeschlossen und ja, man kann es mal gelesen haben. Über Spannung lässt sich streiten. Es gab für mich interessante Momente, aber keine wirklichen Überraschungen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne für Taken - Das Laicos Projekt 1.

    Kommentare: 1
    99
    Teilen
    Lillies avatar
    Lillievor 4 Jahren
    Genialer & actionreicher Trilogieauftakt!

    Das.Buch.Ist.Einfach.WOW!!! Selten hat mich ein Buch in den letzten Seiten so umgehauen wie Taken! Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste aber irgendwie bin ich immer nur um das Buch herumgeschlichen. Nachdem ich es nun beendet habe, bereue ich es fast schon, es erst so spät gelesen zu haben. Das Buch ist einfach genial!

    Das Leben in Claysoot ist nicht schön. Nicht nur ist es förmlich bedrückend – schließlich ist das “Dorf” von einer hohen Mauer umgeben, wobei alle Mauerkletterer bis dato immer umgekommen sind – noch schlimmer, alle Jungen werden an ihrem 18. Geburtstag geraubt. So sind die ersten Kapitel in Taken fast schon erschreckend zu lesen: Kuriose Regeln wurden in Claysoot eingeführt, um das Überleben des Dorfes zu sichern, die allerdings an Willkür und Primitivität schon fast grenzen: Die männlichen und weiblichen Bewohner werden einander monatsweise zugeteilt; dass die männlichen Bewohner Claysoots schon früh Väter werden, ist keine Seltenheit – so auch Blaine, der nicht nur Grays um genau ein Jahr ältere Bruder ist, sondern im Alter von 17 bereits eine kleine Tochter hat. Als Gray einen mysteriösen Brief von seiner Mutter findet, ist er sich sicher – in Claysoot kann es nicht mit rechten Dingen zugehen. Inwiefern wurde in der Geschichte Claysoots gepfuscht? Inwiefern wurde etwas in seinem eigenen Leben verschwiegen?

    Die Welt, die Erin Bowman erschaffen hat, ist originell und unvorhersehbar: Nachdem das große Raubgeheimnis scheinbar gelöst ist, erkennt Gray, dass er sich mitten in einem immer mehr verstrickten und geheimnisvollen Komplott befindet – wem kann er trauen, wer spricht die Wahrheit? So muss er bald einsehen, dass die Gesellschaft außerhalb der Mauer nicht so ist, wie es anfangs zu sein scheint. Das Buch war an mehreren Stellen relativ vorhersehbar, insbesondere in der Hinsicht, wer tatsächlich die “Guten” in der Geschichte darstellt. Allerdings hat dies nicht sonderlich den Lesefluss gestört, da viele verschiedene Wendungen es wieder wettmachen – wovon das Buch übrigens auch lebt: Jede Wendung fügt der Handlung eine neue Art von Tiefgründigkeit hinzu, die dem Geheimnis der Raube noch undurchschaubarer macht. Nach und nach löst sich diese Komplexität jedoch auf, was aber keinesfalls bedeutet, dass die Spannung nachlässt! So lernen wir verschiedene Charaktere und Sichtweisen bezüglich der Gesellschaft kennen; diese “Ausgeglichenheit” macht das Buch umso interessanter. So entwickelt sich Taken zu ein temporeiches, actiongeladenes Buch.
    Der Rebellenaspekt war quasi der Punkt, der mich endgültig fesseln konnte. So folgen die meisten Widerstandsgruppen in Dystopien einem bestimmten Schema, welches total vorhersehbar und unoriginell ist. Nicht so bei Taken. Ich werde jetzt nicht zu Vieles verraten, aber das Motiv der Rebellen ergibt im Buch tatsächlich Sinn. 

    Darüber hinaus konnte mich die Erzählweise im Buch positiv überraschen: Normalerweise lese ich kaum Bücher aus männlicher Ich-Perspektive, weil ich häufig den Eindruck habe, dass die Identifizierbarkeit bei weiblichen Lesern dadurch rapide sinkt, aber darin lag ich SO FALSCH! Gray ist ein Hauptcharakter, an dem an Einem ganz bestimmt mangelt: Authentizität. Grays Character ist glaubwürdig. Er handelt impulsiv, aus voller Überzeugung, manchmal mit Hintergedanke, aber immer aufrichtig. So entwickelt sich im Laufe des Buches auch ein Liebesdreieck – und es hat mich nicht so gestört, wie zunächst erwartet, da dieses gut ausgearbeitet ist, interessant, unvorhersehbar.
    Auch die Nebencharaktere konnten mich schnell überzeugen, da sie – insbesondere zusammen mit Gray - eine gewisse Dynamik ausstrahlen.
    So war Blaine eine Figur, die mich beeindrucken konnte: Zwar gibt es im Roman nicht viele Szenen, wo er auftaucht, aber seine Geschichte ist noch nicht zu Ende: Er verkörpert diesen großen Bruder, der so gut wie alles für das jüngere Geschwisterkind geben würde. So hat man tatsächlich den Eindruck, dass er und Gray auf einer gegenseitigen Basis das bessere Ich des jeweils anderen darstellen. Auch die beiden “Love interests” im Buch sind weder kitschig noch klischeehaft gestaltet. Ganz im Gegenteil: Durch ihre Gegensätzlichkeit machen sie das Liebesdreieck zu etwas, das zu interessant ist, als dass es belacht werden kann. So verkörpert Emma (eine Freundin Grays aus Claysoot, die mit ihm flüchtet) das Ruhige, Bedachte. Bree (eine Rebellin) wiederum ist eine Figur, bei der man keine Schwierigkeiten haben wird, sie zu mögen – sie hat so viel Energie, Wut, Verstand und Optimismus.

    Und dann, das Ende. Ich bin immer noch total sprachlos davon. Erin Bowman schafft es, alle Handlungsstränge am Ende noch einmal zu vereinen, sie zu verbinden, sodass die meisten Fragen gelöst werden. Und doch ist dort viel mehr: Taken ist ein Buch, das den Leser atemlos und sehnsüchtig nach der Fortsetzung hinterlassen wird.
    Taken ein Buch, das süchtig macht; es ist einer der “filmischsten”, Kopfkino-machenden Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Ich kann es kaum erwarten, den zweiten Band lesen zu können!

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    ClaudiasBuecherhoehles avatar
    ClaudiasBuecherhoehlevor 4 Jahren
    Ein spannender Trilogieauftakt

    Taken – Das Laicos-Projekt 1 von Erin Bowman
    erschienen bei Piper

    An deinem 18. Geburtstag verschwindest du – für immer!
    Die Bewohner von Claysoot nennen es den „Raub“ – jenes Mysterium, das ihrem Dorf alle jungen Männer stiehlt. Gray ist einer jener Todgeweihten, doch als Einziger wehrt er sich gegen sein Schicksal. Dazu muss er jene geheimnisvolle Mauer überwinden, die Claysoot umgibt – und wird dabei in einen Kampf verwickelt, der seine Welt für immer verändert…
    (Klappentext)

    Das Cover dieses Auftaktbandes sieht etwas mysteriös aus. Die Mauer und der Titel, der im Stacheldraht verschlungen ist, lassen schon leicht erahnen, worum es in dem Buch geht. Die einsame Gestalt auf der Mauer wird wahrscheinlich Protagonist Gray sein. Die Geschichte erstreckt sich über 38 Kapitel, die sich in 4 Teilen befinden.

    Gray lebt in keiner schönen Welt. Sein Dorf Claysoot ist von einer scheinbar unüberwindbaren Mauer umgeben, Jungs und Mädchen werden einander monatsweise zugeteilt, um ein Aussterben zu verhindern. Zu allem Überfluss werden die Jungen am Morgen ihres 18. Geburtstages geraubt. Wohin, weiß keiner. Ebenso wenig, was mit ihnen geschieht. Einige Wochen nach dem Raub seines Bruders Blaine entdeckt Gray einen geheimnisvollen Brief seiner verstorbenen Mutter, dessen Informationen Hoffnung in Gray aufkeimen lässt. Doch dazu muss er wohl oder übel die Mauer überqueren – koste es, was es wolle…

    Wieder einmal ein sehr mitreissendes Buch für mich, dass ich innerhalb kürzester Zeit ausgelesen hatte.
    Die Idee des Raubs sprach mich gleich an. Die Umsetzung gefiel mir ebenso. Das Ganze wirkt leicht mysteriös, weil keiner wirklich sieht, wie die Jungen abgeholt werden. Es ist, als leiden die Dorfbewohner in der Zeit unter einer Art Gedächtnisverlust.
    Gray ist ein sympathischer, impulsiver Protagonist, mit dem ich gerne mitgefiebert habe. Er ist in Emma verliebt, findet aber an den Zuteilungen keinerlei Gefallen.
    Blaine erscheint nicht sehr lange auf der Bildfläche, da sein Raub ziemlich schnell von statten geht. Obwohl er erst 18 Jahre alt ist, hinterlässt er eine knapp 3jährige Tochter und ihre Mutter.
    Maude ist die älteste Dorfbewohnerin und Mitgründerin von Claysoot. Sie wirkte auf mich sehr undurchsichtig, da ihre wahre Rolle nicht ganz klar wird.
    Die erste Aufklärung lässt nicht lange auf sich warten. Ich war sehr überrascht, dass es so schnell eine Erklärung zum Raub gibt. Im Laufe der Geschichte wird es noch einige Wendungen und weitere grobe Auflösungen geben, die für mich teilweise leicht vorhersehbar waren. Doch das tat dem Lesegenuss keinen Abbruch. Was im Einzelnen noch an Informationen preisgegeben wird und wie sehr das Ganze in die Tiefe geht, war allerdings überraschend.
    Interessant fand ich die einzelnen Teile des Buches, da jeder Teil an einem anderen Ort des Geschehens spielt und stets eine bestimmte Aufgabe beschreibt.

    Erin Bowman hat mit ihrem Debüt „Taken – Das Laicos-Projekt“ einen spannenden Auftakt zu ihrer futuristischen Trilogie geschrieben. Ihr Schreibstil konnte mich überzeugen und bescherte mir schöne Lesestunden. Die erschaffene Welt wirkte sehr düster, aber logisch aufgebaut. Das Ende des Buches beschließt nicht mit einem Cliffhanger, sondern eher mit einem Ausblick auf Band 2.
    Ich vergebe für diesen Teil sehr gute 4 von 5 schwarzen Katzen und freue mich auf die bald erscheinende Fortsetzung.

    Die Reihe:

    Taken – Das Laicos-Projekt
    Taken – Das erfrorene Land (erscheint im Mai 2014)


    Erin Bowmans erste Worte waren nicht »Mama« oder »Papa«, sondern »Es war einmal« - zumindest behauptet sie das von sich selbst. Schließlich hat sie als Kind ihre Sommerferien lieber in Schreibwerkstätten verbracht als in Schwimmbädern und Sommercamps. Als Erwachsene studierte Erin Bowman Webdesign und belegte heimlich Creative-Writing-Kurse, um ihrem Traum, Autorin zu werden, näher zu kommen. Mit ihrem Debüt »Das Laicos-Projekt« hat sie es geschafft. Sie lebt mit ihrem Mann in New Hampshire.

    352 Seiten
    ISBN 978-3-492-70266-9
    Preis: 16,99 Euro

    © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Lesemaus-Ms avatar
    Lesemaus-Mvor 4 Jahren
    Ein toller Auftakt!

    Klappentext:


    An deinem achtzehnten Geburtstag verschwindest du - für immer!


    Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt ...


    Meine Meinung:


    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Natürlich hatte ich auch so meine Erwartungen, da sich der Klappentext einfach nur genial anhört. 


    Der Protagonist Gray ist 17 und wohnt in Claysoot. Sein Bruder Blaine wird bald 18 und an diesem Tag wird er nicht mehr da sein. Als sein Bruder nicht mehr da ist – will sich Gray damit einfach nicht abfinden. Er hinterfragt alles – sein Leben, die Bewohner, den Ort usw. Claysoot ist von einer riesigen Mauer umgeben und alle die über die Mauer wollen, kommen als Leiche zurück. Warum ist das so? Was ist hier eigentlich genau los? Gray will endlich wissen was sich hinter der Mauer befindet, ob er es wagen wird oder nicht – müsst ihr selber herausfinden. Gray ist außerdem sehr stur, rebellisch und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich konnte seine Gefühle und Taten sehr gut nachvollziehen.


    Auf die anderen Charaktere kann ich leider nicht eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde. Was ich sagen kann ist, dass mir alle gut gefallen hat. Die Charaktere wurden von der Autorin sehr gut ausgearbeitet.


    Die Geschichte ist von Anfang an spannend und mitreißend. Es herrscht eine tolle düstere und geheimnisvolle Stimmung. Die Geschichte durch Grays Sicht zu verfolgen hat mir riesigen Spaß gemacht. Leider habe ich einen kleinen Kritikpunkt. Gray schafft es immer wieder in eine Situation zu kommen, die nicht so toll ist und jedes Mal passiert dann etwas entscheidenes. Mich hat das an einigen Stellen etwas gestört. 


    Fazit:


    Dieses Buch konnte mich so begeistern. Es ist eine wundervolle, düstere und geheimnisvolle Geschichte. Die Charaktere sind alle toll ausgearbeitet. Der Autorin ist damit ein toller Auftakt gelungen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die am 12.05.2014 veröffentlicht werden soll.


    Bewertung:


    Cover: 5/5

    Klappentext: 5/5

    Inhalt: 4,5/5

    Schreibstil: 4,5/5

    Gesamtpaket: 4,5/5



    4,5 von 5 Sterne

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Ines_Muellers avatar
    Ines_Muellervor 4 Jahren
    Rezension zu "Taken" von Erin Bowman

    "Nach dem heutigen Tag werde ich meinen Bruder nie mehr wiedersehen. Ich sollte diese letzten Stunden mit ihm verbringen, stattdessen liege ich auf einer Wiese und sehe einer Krähe zu, die am Kadaver eines halb gefressenen Wildschweines herumpickt."

    Da ich Dystopien liebe, war ich wahnsinnig gespannt auf Erin Bowmans Debütroman "Taken". Kaum hielt ich das Buch zwischen den Händen, fing ich an zu lesen - und wurde enttäuscht.

    Ein angenehmer Schreibstil ist das A und O eines guten Buches, doch die Autorin scheiterte bereits an diesem Punkt. Denn dem Leser bietet sich ein hölzerner und stellenweiser kalter Schreibstil, der ein endgültiges Abtauchen in die Geschichte verhindert hat. Zudem wurde sie aus der Ich-Perspektive geschildert, was meiner Meinung nach nur in den wenigsten Fällen gelingt.

    Auch mit den einzelnen Charakteren konnte Erin Bowman keine Pluspunkte bei mir sammeln. Ein jeder von ihnen ist flach und besitzt kaum Ecken und Kanten, die Sympathien beim Leser geweckt hätten. Am schlimmsten erwies sich allerdings der Protagonist Gray, den ich nur als eine männliche Version von Katniss Everdeen bezeichnen kann, was aber nicht nur mit dem Bogen als liebste Waffe zusammenhängt. Gray hat schlimmere Stimmungsschwankungen als eine Frau zu ihren schlechtesten Zeiten und machte es mir damit alles andere als leicht, ihn zu mögen. Er handelt irrational und kam mir in vielen Fällen wie ein Idiot vor, vorallem im Zusammenhang mit der Dreiecksliebesgeschichte. So etwas empfinde ich in den günstigsten Fällen bereits als extrem störend, aber in diesem Fall wirkte es aufgesetzt und unglaubwürdig, ebenso wie sein Verhalten in diesem Fall.

    Der einzige Lichtblick war die Geschichte selbst, welche mich von der ersten Seite an wahnsinnig neugierig machte. Ich war gespannt, auf die Auflösung der Ursache des Raubes, hätte allerdings nicht mit dem gerechnet, was es letztendlich war. Allerdings im negativen Sinne, denn Erin Bowman hat mich mit ihrer Lösung nicht überzeugen können. Sie war schlichtweg zu einfach und zu einfallslos; hier hätte ich mir doch etwas mehr gewünscht.

    Es bleibt die Frage offen, warum ich mittelmäßige drei Sterne vergeben habe, obwohl ich bis jetzt kaum ein gutes Haar an Erin Bowmans "Taken ließ. Der Grund liegt darin, dass ich mich für wenige Stunden gut mit diesem Buch unterhalten fühlte, obwohl es einige Mängel aufzuweisen hatte.

    Fazit: Ein männlicher Katniss Everdeen, eine einfallslose Auflösung, ein kalter und hölzerner Schreibstil und eine völlig überflüssige Dreiecksliebesgeschichte machen "Taken" zu keinem Pageturner. Doch da ich mich für kurze Zeit gut unterhalten fühlte, kann ich beide Augen zudrücken.

    Kommentieren0
    31
    Teilen
    Kalustas avatar
    Kalustavor 5 Jahren
    Toller Auftakt einer Dystopie-Reihe

    Gray lebt in Claysoot einem Dorf das umgeben von einer Mauer ist, deren Überquerung für jeden der es versucht tödlich endet. Eine weitere Besonderheit ist, dass alle männlichen Einwohner an ihrem 18. Geburtstag verschwinden. Die Einwohner nennen es den „Raub“ und richten ihr Leben nach dieser Begebenheit aus. Gray aber ist neugierig und will wissen was hinter dem Raub steckt, besonders nachdem sein Bruder verschwindet und er ein Geheimnis lüftet, welches ihn alles, was er bisher geglaubt hatte in Frage stellen lässt. Gray beschließt zu fliehen überzeugt davon zu überleben, weil er anders ist...

    Ich hatte mich vorher nicht spoilern lassen und bin ohne Wissen über den Handlungsverlauf an die Geschichte herangegangen und wurde nicht enttäuscht. „Taken“ baut Spannung gekonnt auf, bietet einige Überraschungen und Wendungen und war für mich ein Pageturner.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig wie man es von All-Age Romanen kennt. Interessant und besonders ist hierbei eher die Perspektive die durchgehend männlich, nämlich die von Gray ist. Das findet man in diesem Genre (Dystopien) nicht so häufig und stellte für mich eine willkommene Abwechslung dar.

    Die Handlung an sich hat mich an den Film „The Village“ erinnert.
    Anders als der Film endet das Buch nach dem großen Überraschungsmoment aber nicht, sondern fängt hier erst an. Gray muss sich in einer ihm unbekannten Welt zurechtfinden, herausfinden wem er trauen kann und sich gegen Unterdrückung zur Wehr setzen. Zusätzlich kommt noch eine Prise Romantik mit ins Spiel.

    Ein lesenswertes Jugendbuch, vor allem für Fans des Genres. Durch die männliche Sichtweise sicherlich auch für Jungs geeignet!
    Gute 4 Sterne weil ich noch Steigerungspotential für die nächsten Teile sehe.
    Altersempfehlung: Ab 13 und nach oben hin offen.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Daniliesings avatar
    In dieser Woche dürft ihr bei unserem Fragefreitag der US-amerikanischen Autorin Erin Bowman Fragen stellen. Ihr spannender Debütroman "Taken" ist im April auch hier in Deutschland erschienen und hält eine fesselnde Mischung aus Dystopie und Fantasy parat. Bitte bedenkt, dass Erin aufgrund des Zeitunterschieds vielleicht zu anderen Zeiten online ist als ihr und dann eure Fragen beantwortet. Stellt eure Fragen auf Englisch oder schreibt mir einfach eine Nachricht, wenn ihr Übersetzungshilfe braucht.

    Mehr zur Autorin Erin Bowman:
    Die US-amerikanische Schriftstellerin Erin Bowman behauptet von sich selbst, dass ihre ersten Worte nicht klassisch "Mama" oder "Papa" lauteten, sondern bereits "Es war einmal". Schließlich hat sie als Kind ihre Sommerferien lieber in Schreibwerkstätten verbracht als in Schwimmbädern und Sommercamps. Als Erwachsene studierte Erin Bowman Webdesign und belegte heimlich Creative-Writing-Kurse, um ihrem Traum, Autorin zu werden, näher zu kommen. Mit ihrem Debüt "Taken", dem ersten Teil der Serie "Das Laicos-Projekt", das im April 2013 in Deutschland erscheint, hat sie es geschafft. Sie lebt mit ihrem Mann in New Hampshire.

    Mehr zum Buch:
    Die Bewohner von Claysoot nennen es den "Raub" jenes Mysterium, das ihrem Dorf alle jungen Männer stiehlt. Gray ist einer jener Todgeweihten, doch als Einziger wehrt er sich gegen sein Schicksal. Dazu muss er jene geheimnisvolle Mauer überwinden, die Claysoot umgibt und wird dabei in einen Kampf verwickelt, der seine Welt für immer verändert Der Start der Trilogie "Das Laicos-Projekt"!§Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot: Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er die einzige Alternative, die ihn vor dem "Raub" rettet er besitzt den Mut, jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt. Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt ...

    Ihr seid neugierig auf Erin und ihren Roman geworden? Dann stellt einfach hier eure Fragen. Unter allen Fragestellern verlosen wir außerdem - zusammen mit dem Piper Verlag - 5 Exemplare des Buches. Ich wünsche euch ganz viel Spaß!


    Zum Thema

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks