Erin Duffy Allein mit dem Teufel

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Inhaltsangabe zu „Allein mit dem Teufel“ von Erin Duffy

Der Teufel trägt nicht mehr Prada, sondern er arbeitet an der Wall Street Alex Garretts Traum von einem Job an der Wall Street geht in Erfüllung, als sie mit Mitte zwanzig die heiligen Hallen von Cromwell Pierce betritt. Dass sich ihr Traumjob bald zu ihrem persönlichen Albtraum entwickelt, liegt an Ed Ciccone: exzentrisch, Furcht einflößend, ein Mann der unmöglichen Ansprüche – und Alex’ Chef. Mit zusammengebissenen Zähnen und klugen Entscheidungen erarbeitet sie sich Eds Respekt. Doch der große Crash steht kurz bevor, und bald muss Alex sich fragen: Kann sie ihrem Arbeitgeber die Treue halten, oder ist es an der Zeit, das sinkende Schiff zu verlassen?

Ein Blick in eine Welt, die einem nicht geläufig ist. Ernst und humorvoll zugleich und natürlich empfehlenswert.

— Katzenpersonal_Kleeblatt
Katzenpersonal_Kleeblatt

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    Allein mit dem Teufel
    Babscha

    Babscha

    11. September 2015 um 18:50

     Alex Garrett ist gerade mal acht, als sie ihren Vater, einen Investmentbanker an der Wall Street, an seinem Arbeitsplatz besucht und sofort weiß: Genau das will ich auch machen! Und mit zweiundzwanzig ist es dann soweit. Frisch diplomiert und voller Tatendrang schafft sie es, bei Cromwell Pierce in Downtown anzuheuern. Was sie dort erwartet, hat mit ihren Träumen und Wünschen allerdings wenig zu tun. Auf der untersten Ebene der Unternehmenshierarchie kriegt sie nicht mal einen eigenen Schreibtisch, sondern muss als das "Girlie" der Abteilung im wesentlichen darauf achten, den anderen nicht im Weg zu stehen und dafür zu sorgen, dass ihre Kollegen immer gut mit Speisen und Getränken aller Art versorgt sind. Und ihr Chef macht da keine Ausnahme. Aber Alex gibt nicht auf. Mit dem festen Willen, sich unter allen Umständen zu beweisen, nimmt sie ihr Los an und kämpft gegen alle Widerstände. Überraschung! Was zunächst wie eine seichte Story für die schnelle  Zwischendurchlektüre klingt, entpuppt sich als ein gut gemachter, äußerst unterhaltsamer Roman mit einer sympathischen, lebensnahen Heldin, die von einem Problem ins Nächste stolpert und dennoch nie aufgibt. Die Autorin war selbst Jahre in der Investmentbranche unterwegs und weiß daher genau, wovon sie spricht bzw. schreibt. Die geradezu wahnwitzigen Zustände in der Welt des schnellen Geldes, der Profitgier und der entsprechend durchgeknallten Brokertypen werden hier gekonnt pointiert und persifliert und ermöglichen dem Leser interessante Einblicke in eine Welt, die dem Normalsterblichen sonst ziemlich verschlossen bleibt. Sattes New-York-Feeling, Spannung, ausreichend Humor, spezielle, sympathische wie abstoßende Charaktere, alles ist im Paket enthalten und bereitet viel Lesespaß. Und natürlich kommt auch die Liebe nicht zu kurz, ohne geht´s ja auch nicht, aber so, dass es passt und nicht seitenlang nervt oder langweilt. So soll es sein. Alles in allem ein stimmiges, interessantes und überzeugendes Buch. Empfehlung.

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  • Bond Grrrl

    Allein mit dem Teufel
    rallus

    rallus

    Das Bankgewerbe ist nicht erst seit 2008 ein etwas verruchtes Gewerbe. Sie säen nicht, aber sie ernten zuhauf. Dem Großteil der Bevölkerung ist es ein Rätsel, dass man mit dem umherschieben von Geld so viel mehr Geld machen kann und noch den Angestellten ein Haufen an Bonus bezahlen kann, manchmal in einem Jahr mehr, als so manch andere hart arbeitende Mensch in seinem Leben je sieht. Die, die einen Großteil des Geldes abkassieren, sind die Händler an der Wall Street und Alex Garrett möchte in diese Glitzerwelt von Geld und Macht als Frau nach dem Studium sofort einsteigen. Nach einer Bewerbungsrunde (Wie drücken sie ihre Zahnpastatube aus, von oben oder von unten?) ergattert sie einen Job bei Cromwell Pierce einer angesagten Firma an der Wall Street. Dort findet sie sich als Girlie Anfang 20 mit ihren 12 cm Stilettos auf einem Klappstuhl wieder, ohne Schreibtisch, ohne Computer, inmitten einer Horde von frauenfeindlichen, arroganten, lüsternen, unmoralischen, gierigen Händlern. Du sagst das ist Fiktion - das ist Realität. Das erste was man bei diesem Job verliert ist der Stolz. Alex wird fortan als Pizzaträger, Laufmädchen oder Excel-Girl missbraucht. Sie kämpft sich aber durch und bekommt ihren Arbeitsplatz nach über einem Jahr. Doch dann erschüttert die Immobilienkrise die Wallstreet. Nach einer wahren Begebenheit hat Erin Duffy ihren fast biografischen Roman geschrieben und wenn man das Metier kennt, glaubt man ihr gerne. Da werden Wetten um 28.000 Dollar abgeschlossen ob jemand den Süßigkeitsverkaufsautomat leeressen kann, oder mal eben 1200 Doller für einen Laib Parmesan bezahlt, der dann im Verkaufsraum gegessen wird. Privatleben gibt es kaum, man muss ja die 4000 Dollar Miete für ein Appartment in der Nähe der Wallstreet zusammen bekommen. Mit frischen witzigen Episoden führt uns Erin Duffy durch das Buch, die Heldin ist eine leicht neurotisch gefärbte (kein Wunder bei dem Umfeld) junge Frau, die viel Gedanken an Schminke und Kleidung hat, natürlich auch an die Männerwelt, aber nie verzweifelt und letztendlich ihren Weg aus dem Moloch findet. Eine Trashartige leicht zu lesende und überraschend auch witzige Angelegenheit. Mit guten drei Punkten bewertet und eine Leseempfehlung für alle BWL StudentInnen.

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  • Kann man an der Wall Street glücklich sein?

    Allein mit dem Teufel
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    03. April 2013 um 14:06

    Alex lebt in New York und seit ihr Vater sie als Kind das erste Mal mit zur Arbeit genommen hat, steht für sie fest, dass sie eines Tages in der Wall Street an der Börse arbeiten will. Ihr Ziel ist gesteckt und sie arbeitet darauf hin, dieses auch zu erreichen. Nach dem Studium gelingt es ihr tatsächlich, einen der heiß begehrten Ausbildungsplätze bei Cromwell Pierce zu ergattern. Bereits am ersten Tag fragt sie sich, was genau sie geritten hat, dort anzufangen. Statt einem eigenen Computer wird ihr ein Klappstuhl angeboten, mit dem sie sich bei den Kollegen dazusetzen kann, um zu lernen. Sie wird ausgenutzt zum Kaffee- oder Essenholen und für alle anfallenden Aufgaben, sei es, Tabellen auf Vordermann zu bringen oder sei es Unterlagen zusammenzustellen.  Die Arbeit verlangt ihr sehr viel ab, sie geht bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit, viel Freizeit bleibt ihr nicht mehr.  Aber Ed Ciccone, ihr Chef, ist nicht nur ein harter Chef, er ist auch fair. Trotz allem lernt sie viel bei ihm, auch wenn sie dafür durch die Hölle gehen muss. Nach einem Jahr hat sie sich einen eigenen Arbeitsplatz erkämpft und ihr werden Aufgaben übertragen. Aber nicht alles läuft gut ab. Eins der Prinzipien bei Cromwell lautet, keine Beziehungen unter Kollegen. Aber Will, einer ihrer Kollegen, ist so süß und die beiden scheinen füreinander bestimmt zu sein, so dass sie heimlich eine lockere Beziehung führen. Es ist inzwischen das Jahr 2008 und der Börsencrash in den USA zieht seine Kreise auch bei Cromwell ... Das war mal ein Buch, das mich völlig überrascht hat. Erwartet hatte ich eine witzig spritzige Erzählung. Bekommen habe ich einen Roman, der im Milieu der Banken und Börsen spielt. Er hatte Unterhaltungswert, keine Frage, aber mir auch eine Welt gezeigt, die ich mir so nie vorgestellt habe. Die Autorin Erin Duffy weiß, wovon sie schreibt, hat sie doch selbst jahrelang an der Wall Street gearbeitet. Sie zeigt uns in dem Roman, wie zielstrebig Alex alles dransetzt, ihren Wunschberuf auszuüben. Ihre Anstrengungen hören aber nicht auf, als sie einen der begehrten Ausbildungsplätze erhält, denn nun fängt das Lernen erst richtig an. Von der Pike auf lernt sie, was getan werden muss und was man lieber vermeiden sollte. Jeder noch so kleine Fehler kostet Geld, viel Geld. Es ist eine harte Schule, durch die sie bei Cromwell geht, es wird ihr nichts geschenkt. Alex, die anfänglich nur das Girlie ist, beisst sich durch, sie hält durch, auch wenn es manchmal schwer fällt. Sie wird nicht nur von einigen Kollegen wie Luft behandelt, denn jeder ist sich selbst der Nächste, sie wird auch noch von einem sehr guten Kunden gestalkt. Es ist schwer für sie, den Mittelweg zu finden, denn unzufriedene Kunden neigen dazu, abzuspringen. Und sie besitzt zuviel Stolz, um mit diesem Problem zu Ed zu gehen. Alex ist eine sympathische, willensstarke Protagonistin, die nicht gewillt ist, sich unterkriegen zu lassen, auch wenn sie an der Schwelle ihrer Belastbarkeit steht. Sie zu begleiten bei ihrem Lernprozess, bei ihrer Liebe zu Will, beim Treffen mit ihren Freundinnen, die zu ihr halten, bei ihrer Loyalität zu ihrem Chef Ed, bei ihrer Arbeit und bei den Streichen, die man ihr gespielt hat, macht Spaß. Es ist ein Buch, das nicht bitterernst geschrieben wurde, wie vielleicht das Thema vermuten lässt. Es schwingt immer eine Portion Humor durch, auch wenn ich das Buch nicht unter Humor einordnen würde. Dieses Buch zu lesen hieß für mich, in eine Welt einzutauchen, die mir völlig fremd war. Es ist eine Welt, in der das Geld regiert, zum Teil ohne Rücksicht auf Verluste. Aber es ist auch eine Welt, in der Menschen arbeiten, auf die man sich verlassen kann.

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