Erin Jade Lange Halbe Helden

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Inhaltsangabe zu „Halbe Helden“ von Erin Jade Lange

So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst – viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt …

Sensibilisiert einfühlsam auf die Themen "Behinderung" und "Jugendgewalt".

— Matthias_Hehlen

Bin nicht überzeugt... Einfach an vielen Stellen to much

— Mareia

Wichtige Themen, tolle Charaktere und spannend bis zum Schluss!

— BlackTeaBooks

Ein richtig gutes Buch mit besonderer Botschaft!

— Daniel_Allertseder

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  • Sensibilisiert einfühlsam auf die Themen "Behinderung" und "Jugendgewalt".

    Halbe Helden

    Matthias_Hehlen

    23. November 2017 um 16:28

    "Halbe Helden" sensibilisiert einfühlsam auf die Themen "Behinderung" und "Jugendgewalt". Ohne kitschig zu werden bleibt das Buch bis zum Schluss spannend und überrascht die Leserschaft mit einigen cleveren Überraschungen. 

  • Einfach ein rundum toller Jugendroman!

    Halbe Helden

    BlackTeaBooks

    28. August 2017 um 20:51

    Für mich zeigt ein guter Jugendroman wie komplex und chaotisch das Leben eines Teenagers sein kann, und das trifft für Halbe Helden definitiv zu. Der Protagonist Dane hat es nicht gerade leicht in der Schule, denn obwohl seine Noten gut sind steht er kurz vor dem Rauswurf. Er hat sich mit der Aura eines Schlägertypen umgeben, nachdem er festgestellt hat wie (vermeintlich) effektiv Gewalt sein kann, und gerät nun regelmäßig in Schwierigkeiten. Bei Dane fand ich besonders interessant, dass man sofort seine Geschichte und die seiner allein-erziehenden jungen Mutter kennen lernt und oft seine Perspektive einnimmt. So kann man gar nicht anders als ihn irgendwie zu verstehen und seine sarkastische aber liebevolle Art zu mögen. Sein aggressives Verhalten wird dabei genau richtig dargestellt, nicht verherrlicht sondern mit all seinen Konsequenzen gezeigt. Und eine davon könnte der Schulverweis sein, der ihm wiederum seinen Traum auf ein College zu gehen kosten könnte. Dane muss sich also dringend beweisen, und man hofft inständig dass er es schafft.Hier kommt Billy D. ins Spiel, sein neuer Nachbar und Mitschüler. Er handelt überlegter als Dane, kann sich aber nicht so gut verteidigen und wird durch sein Downsyndrom manchmal zur Zielscheibe. Also schaltet Billy sofort und sichert sich auf clevere Art an der neuen Schule Schutz von Dane, für den er im Gegenzug ein gutes Wort einlegt. Auch Billy D. schließt man sofort ins Herz. Er ist sehr intelligent, freundlich und ehrlich, aber gegen seine Schlagfertigkeit haben Dane's zynische Kommentaren keine Chance. Außerdem hat er einige Geheimnisse, die beide Jungen schließlich in einen der wohl realistischsten Roadtrips verwickelt, den eine US-Amerikanische Autorin je geschrieben hat. Dabei hat mir besonders gefallen, dass Billy D. mit seiner Behinderung nicht als kleiner, hilfloser Heiliger dargestellt wird, wie ihn so viele betrachten. Natürlich ist er ein ganz normaler Mensch der Fehler macht und mit schwierigen Erlebnissen kämpfen muss; und ich glaube diese Art von Repräsentation ist besonders wichtig.Was beide Jungen verbindet und auf den angesprochenen Roadtrip schickt sind ihre nicht-vorhandenen Väter, die trotz ihrer Abwesenheit sehr wichtige Rollen spielen. Wie Dane und Billy D. damit umgehen ist zentral für die Handlung und bringt einiges an Spannung, sodass ich das Buch innerhalb von einem Tag durchgelesen habe. Trotzdem ist für mich ein anderer Aspekt der Kern dieser Geschichte: Freundschaft. Die Entwicklung von der Zweckgemeinschaft zwischen Dane und Billy D. zu einer Verbindung, die sich einige Male beweisen muss, ist wirklich schön zu erleben. Der richtige Umgang mit der Behinderung ist zwar auch manchmal ein Konfliktpunkt, steht aber definitiv im Hintergrund. Ebenso das kleine bisschen Romantik, das hier im richtigen Maße eingesetzt wurde aber sogar ein kleines Spin-Off verdient hätte! Durch diese Themenvielfalt, zwei starke Protagonisten und natürlich eine tolle Übersetzung liest sich das Buch wie von selbst.Halbe Helden ist eine berührende Geschichte über Freundschaft, die gleichzeitig wichtige Aspekte wie Schwierigkeiten für allein-erziehende Mütter, Gewalt oder das Downsyndrom anspricht. Die Suche nach dem Vater von Billy D. ist dabei von Anfang bis Ende Spannungsträger, sodass man das Buch gar nicht weglegen und sich gleichzeitig Zeit beim Lesen lassen möchte, weil einem die Charaktere sehr ans Herz wachsen. Einfach ein rundum toller Jugendroman! 

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  • Ein richtig gutes Buch mit besonderer Botschaft!

    Halbe Helden

    Daniel_Allertseder

    13. July 2017 um 20:16

    Meine Meinung  ​ Wenn mich jemand fragen würde, wie ich das Buch »Halbe Helden« beschreiben würde, dann wäre dies folgendermaßen: Grandios, zu Tränen rührend, ein Leitfaden zum Aufbau und Umgang einer perfekten, verrückten Freundschaft, ein Fundus von gesellschaftlichen Problemen, die in diesem humorvollen Roman zurecht zu sinnlose Blockaden der Gegenwart gemacht werden – einfach toll!   Das Cover dieses Romans, der sich überwiegend an Jugendliche richtet, ist im sehr einfachen Stil gehalten. Man sieht eine Silhouette eines Jungen, ohne Gesicht, dazu Symbole und Zeichen, die man auf einem Paket wiederfindet – wahrlich ein »halber Held«!   Das Thema des Buches ist mehr oder weniger gesellschaftlich stetig aktuell. Viele Probleme menschlicher Natur wurden im Werk der amerikanischen Autorin Erin Jade Lange zu einem hinreißenden Roman komponiert: Dane ist ein Problemkind – mehr durch sein Verhalten als seiner Intelligenz, denn Dane ist sehr klug und hat gute Noten, doch seine Einstellung und seine gewaltbereite Natur bereiten ihm immer wieder Probleme. Er trifft eines Tages auf Billy D., einem Jungen mit Downsyndrom, der ihn bittet, auf ihn aufzupassen, sodass ihn niemand verprügelt. Dane geht widerwillig darauf ein, und dies führt von einem zum anderen, was schließlich in einer dicken Freundschaft endet.   Die Geschichte ist sehr liebevoll und mit authentischen und nachvollziehbaren Gedanken verfasst worden. Nicht nur der Sarkasmus und der Zynismus von Dane bringt den Leser zum Schmunzeln, sondern auch Billy’s Vitalität und sein herzlicher, aber auch exzentrischer Charakter. Billy D. war ein toller Charakter, und Dane war mir auch auf Anhieb sympathisch, weil man einfach merkte, dass er trotz starker Fassade ein liebevoller und sympathischer Junge ist. Billy D. bringt ihn passiv auf einen anderen Kurs und zeigt ihm die Vorteile einer guten Freundschaft, Billy D. zieht sich ebenso einen Nutzen daraus, denn er will unbedingt seinen Vater finden, und so beginnt schließlich ein kleiner Roadtrip zu Billy’s Vater!   Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm zu lesen und auch – so finde ich – angemessen für das Buch. Sie ließ immer wieder Emotionen und Gedankengänge von Dane miteinfließen, was ich sehr gut fand. Auch wie Dane immer wieder seinen Freund verteidigte war herzerwärmend, und das Buch ist das Abbild einer wahren und starken Freundschaft, wie sie sein sollte! ​ Fazit   Ein gelungenes Buch, welches nicht nur unterhält, sondern auch viele Menschen zeigt, die anders, aber trotzdem wie jeder andere auch sind. Starke Charaktere, eine rührende und aufregende Story, kombiniert mit einem flüssigen Schreibstil und einem sehr gelungenen Ende. Fantastisch!

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  • Leserunde zu "Halbe Helden" von Erin Jade Lange

    Halbe Helden

    Magellan_Verlag

    So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst – viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas  mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt …   Tagsüber berichtet Erin Jade Lange über Fakten, nachts schreibt sie Romane: Die Autorin nutzt ihre journalistische Erfahrung, um aktuelle Themen erzählerisch aufzuarbeiten und dabei zu untersuchen, wie sie Jugendliche beeinflussen. Sie lebt mit ihrem Mann in Arizona. „Halbe Helden“ ist ihr zweiter Roman. Billys Nase steckt die meiste Zeit in seinem Atlas, der von einem skurrilen Ortsnamen zum nächsten führt. Wenn ihr eure Nase noch vor Erscheinen des Buches in "Halbe Helden" stecken möchtet, dann habt ihr hier die Gelegenheit dazu! Ab heute habt ihr sieben Tage Zeit, um bei unserem Gewinnspiel zu einer Vorab-Leserunde mitzumachen! Was ihr tun müsst? Schreibt uns bis Mittwoch, 10. Juni, warum ihr unbedingt mit Billy D. und Dane auf die Reise durch den Rätsel-Atlas und auf die Suche nach Billys Vater gehen möchtet! Unter allen Posts verlosen wir zehn Leseexemplare und die Teilnahme an dieser exklusiven Leserunde. Wir freuen uns darauf!

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    • 184
  • Freundschaft, Vorurteile, Familie und noch vieles mehr

    Halbe Helden

    ZwergiiiX3

    13. August 2015 um 18:49

    So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst – viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt … Die Geschichte hat mich wirklich sehr begeistert. Sie ist toll und mit viel Humor geschrieben. Ich empfinde dieses Buch als eine gute Lektüre für Jugendliche, da es sich im Schreibstil in diesem Bereich aufhält. Auch verbirgt es eine wirklich klasse Aussage und regt zum denken kann. Die Entwicklung der Charaktere, besonders bei Dane, war wirklich schön mit zu erleben. Ich fand es wirklich klasse und sehr berührend, wie er lernt, mit Billy richtig umzugehen und er nach und nach zu einem wirklichen Freund für ihn wird. So fand ich es auch interessant, wie zwei Charaktere, die unterschiedlicher eigentlich nicht sein könnten, eine derartige Bindung entwicken. Besonders rührend fand ich auch, wie Billy unbedingt seinen Vater finden möchte und auch Dane dabei helfen will, seinen zu finden. (auch wenn er selbst es nicht will.) Doch im Laufe der Geschichte offenbaren sich Sachen, mit denen sie sehr zu kämpfen haben. Dieses Buch verdeutlicht auf gutem Wege, wie bedeutend doch Freunde für einen selbst sein können. Es zeigt uns, dass wir alle gleich sind und wir auch jeden so sehen sollen. Aufwachsen ohne Vater, Mobbing, Freundschaft, die Liebe einer Mutter, Gewalt, all das und noch viel mehr zeigt uns dieses Buch. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen. Lasst euch nicht von diesem Cover „abeschrecken“ (Ich muss nämlich gestehen, dass ich es mir im Laden wohl deswegen nicht gekauft hätte, weil ich es für ein komplett anderes Buch gehalten hätte.) Der Kauf dieses Buches wird sich wirklich Lohnen. Ich selbst hab es binnen eines Tages gelesen.

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  • Über eine besondere Freundschaft und neue Lebenserkenntnisse ...

    Halbe Helden

    Damaris

    07. August 2015 um 14:57

    "Halbe Helden" gehört zu den besonderen Jugendbüchern, bei dem sich die Autorin mit einem nicht alltäglichen und dazu noch schwierigen Thema beschäftigt: Downsydrom. Hier geht es aber nicht nur um eine geistige Behinderung, sondern um eine Freundschaft zwischen zwei völlig unterschiedlichen Jungen, von der beide profitieren können. Ob bewusst oder unbewusst spielt hier keine Rolle. Die Autorin hat sich für zwei echte Originale als Charaktere entschieden. Dane ist ein schulbekannter Rüpel und Schlägertyp, der provoziert und erniedrigt, wo es geht und jede Konfrontation sucht, um seine Fäuste zu schwingen. Mädels wickelt er mit seiner charismatischen Art locker um den Finger, ist gleichzeitig aber ein guter Schüler und hat ein vertrauensvolles Verhältnis zu seiner jungen, alleinerziehenden Mutter. Dem gegenüber steht Billy, ein cleverer Sonderschüler mit Downsyndrom, der aus schwierigen familiären Verhältnissen kommt. Er wirkt oft unsicher und abwartend, ist auf der anderen Seite aber auch sehr bestimmend und impulsiv. Er hat Dane gegenüber ein Auftreten, das dieser nicht erwartet hätte. Trotzdem würde Dane sich natürlich nie mit einem behinderten Jungen aus der Nachbarschaft anfreunden, bis er mehr oder weniger unfreiwillig von der Schule die Auflage bekommt, Billy unter seine Fittiche zu nehmen. Zwischen den Jungen entwickelt sich eine steinige Freundschaft, die beide an ihre Grenzen bringt. Der Roman hat eine offensive und jugendliche Sprache, steckt gleichzeitig so voller Humor und Besonderheiten, dass ich mich kaum von den Seiten trennen konnte. Mich hat es sehr überrascht, wie eigenständig die Autorin einen Jungen mit geistiger Behinderung dargestellt hat, für den man zwar Mitgefühl empfindet, aber nicht ständig in Mitleid schwelgt. Ja, er kann sogar ganz schön nerven. Billy hat es faustdick hinter den Ohren und reizt Dane teilweise so sehr, dass er nicht weiß, wie er seine Wut abreagieren soll. Vor allem Dane lernt Dinge für sein Leben und gewinnt Erkenntnisse, für die er früher keinen Blick hatte. Die Handlung behandelt viele Baustellen. Gewalt, das Aufwachsen ohne Vater aus verschiedenen Gründen, Mobbing, Streit und auch ein bisschen Jugendliebe. Ist das zu viel? Im Rückblick nicht. "Halbe Helden" wirkt nicht überladen, kombiniert Tiefsinn und Humor geschickt. Die Geschichte könnte mitten aus dem Leben stammen und hat zudem eine rührende, liebevolle Seite. Manchmal wird man beim Lesen auch traurig. Dabei entbehrt sie nicht einer gewissen Dramatik und fordert den Leser genauso wie die beiden Jungen. Überraschenderweise gingen einige Dinge im Buch anders aus, als ich das erwartet hätte. Und das war genau richtig so. Fazit: Kann man sich mit einem solchen Buch wohlfühlen? Definitiv! "Halbe Helden" ist ein Wohlfühlbuch, das dem Leser zeitgleich einiges abverlangt und nachdenklich stimmt. Es lädt praktisch dazu ein, an den Seiten zu kleben, und vermittelt nicht das Gefühl, dass Billys Behinderung im Vordergrund steht. Die Darstellung der beiden Jungen ist so authentisch und so eigen, dass sie noch lange in Gedanken bleiben werden. Es ist ein Buch über eine Freundschaft, die neue Erkenntnisse bringt und jeden der Charaktere stark herausfordert. Lesen und überraschen lassen.

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  • Ungewöhnliche Freundschaft

    Halbe Helden

    buecherwurm1310

    30. July 2015 um 14:34

    Billy beobachtet, wie Dane auf dem Schulweg einen auf dem Boden liegenden Jungen bedroht. Eigentlich sollte Billy D. jetzt Angst vor Dane haben. Hat er aber nicht, er fühlt sich bei Dane sicher und heftet sich an seine Fersen. Dane will das gar nicht, aber gegen so viel Hartnäckigkeit ist er machtlos. Er duldet, dass er nun auf dem Schulweg Begleitung hat. Dane ist sehr nahe am Verweis von der Schule, äußerst nahe. Die Distanz kann sich ein wenig vergrößern, wenn er sich um Billy, der neu an der Schule ist, kümmert und ihm alles zeigt. Zähneknirschend stimmt er zu. Aber Billy hat ganz andere Vorstellungen. Dane ist als böser Junge bekannt, denn wenn seine Hand juckt, dann setzt es Schläge. Daher gehen ihm die anderen Schüler aus dem Weg. Billy mit dem Down-Syndrom lässt sich dadurch nicht abschrecken, er geht davon aus, dass ihm keine Gefahr droht, wenn Dane in der Nähe ist. Er ist pfiffig, penetrant, ehrlich, möchte kämpfen lernen und ist auf der Suche nach seinem Vater. Durch die Erwartungen der Schule ist das Schicksal der beiden miteinander verknüpft. Es ist schön zu sehen, wie sich Dane durch das Zusammensein mit Billy D. verändert. Wenn Billy Dane erklärt, wie sein Verhalten wirkt, kommt sogar Dane ins Grübeln. Als dann auch noch Seely dazu stößt, die ebenfalls frank und frei ihre Meinung kundtut, weiß Dane, dass man mit Gewalt nicht alles lösen kann. Billy nimmt jede Aussage wörtlich. Das führt zu sehr komischen Situationen. Während Billy unbedingt seinen Vater wiederfinden will, versucht seine Mutter genau das zu verhindern. Ein Atlas mit Rätseln und Hinweisen, den er von seinem Vater bekommen hat, begleitet Billy überall hin und er ist überzeugt, wenn er das alles löst, dass er dann seinen Vater wieder sieht. Daher kann er auch gar nicht verstehen, dass Dane kein Interesse daran hat, seinen Vater kennenzulernen. Billy Wunsch ist so mächtig, dass er Dane mittels einer Lüge dazu bringt, sich auf die Suche zu machen. Das Buch erzählt die Geschichte einer wundervollen und ungewöhnlichen Freundschaft. Der Schreibstil ist locker leicht, so dass man sich trotz der ernsthaften Thematik sehr gut unterhalten fühlt. Die Protagonisten sind sehr gefühlvoll und authentisch beschrieben. Dane, der Schläger, zeigt sehr schnell auch nette Seiten. Er will etwas erreichen im Leben, daher ist ihm der Schulabschluss wichtig. Dass die juckende Hand ihn immer wieder dazu bringt zuzuschlagen, fühlt sich für ihn danach nicht gut an. Billy D. ist ein Schlitzohr, er weiß genau, welchen Knopf er drücken muss, um Dane zu beeinflussen. "Halbe Helden" ist ein vielschichtiger Roman, der sehr lesenswert ist.

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  • Ein Roman, der zeigt, dass Gewalt keine Lösung ist

    Halbe Helden

    YvetteSchmidt

    29. July 2015 um 17:43

    Dane und Billy D. sind schon von außen betrachtet so unterschiedlich, wie man nur sein kann. Dane der dunkelhaarige hagere gefürchtete Schlägertyp und Billy, der Teenie mit dem auffälligen Gesicht eines Menschen mit Down Syndrom. Und doch verbindet beide mehr als sie denken. Beide wohnen am Stadtrand in einem etwas heruntergekommenen Wohnviertel, beide haben keinen Kontakt zu ihren Vätern und beide haben damit jeder auf seine eigene Weise zu kämpfen.  Damit Dane nicht von der Schule verwiesen wird, erklärt er sich bereit Billy D. zur Seite zu stehen und ihm zu helfen. Eine gemeinsame Reise beginnt, wo beide voneinander lernen können. Schon der Klappentext hatte mich interessiert, denn heutzutage ist es ja sowieso selten, dass Menschen mit einem Down Syndrom geboren werden, und noch seltener, dass sie Hauptprotagonist eines Romans sind.  Der Schreibstil ist angenehm flüssig und die Situationskomik wirklich herrlich. Bei aller Dramatik gibt es viele Momente, die mich haben laut lachen lassen. Und wenn man denkt, nur Billy würde von Dane lernen können, so ist es durch die direkte und oft auch naive Art von Billy oft genau anders herum. Billy hinterfragt Dane immer wieder und deckt so die eine oder andere Lüge von Dane auf. Vor allem, dass er sich oft selbst belügt. Und von Anfang an hinterfragt er Danes Neigung andere Menschen zu verprügeln und ungefiltert Wut an oft schwächeren auszulassen. Der Roman ist kein glatter Roman, mit einem wunderbaren US-Happy End, aber realistisch und macht Mut. Es ist ungewöhnlich, dass Themen wie Down Syndrom, Ehe zwischen Schwulen, Emotionen bei Männern und Gewalt an Kindern in einem Roman so direkt und schnörkellos, aber mit einer Prise Humor angegangen werden. Und dass Gewalt keine Lösung ist und dass man mit Hilfe von außen und Liebe auch einen anderen Weg gehen kann. Ein Roman für alle Altersklassen, der schwierige Themen leicht aufgreift.

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  • Tiefgründiges Werk, das zum Nachdenken anregt und voller Humor ist

    Halbe Helden

    Skyline-Of-Books

    18. July 2015 um 11:23

    Klappentext „So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst – viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt …“ Gestaltung Von der Optik her sieht „Halbe Helden“ aus, als würde es aus Pappkarton bestehen. Der Titel ist ganz unauffällig auf das T-Shirt gedruckt, sodass es aussieht als würde er wirklich auf das Shirt gehören und nicht der Titel des gesamten Buches sein. Ich finde, dass das Cover eher wie ein typisches „Jungscover“ aussieht. Also eines, das vermutlich eher das männliche Geschlecht anspricht. Dennoch mag ich es gerne, da es hervorsticht und so anders wirkt. Gerade die Pappkarton-Optik gefällt mir. Und noch viel cooler finde ich die kleinen Details wie den T-Shirt-Titel oder das in den Stempeln versteckte Verlagslogo. Meine Meinung Mit „Halbe Helden“ habe ich seit langem endlich einmal wieder ein Werk in den Händen gehalten, das nicht aus der Sicht eines Mädchens geschrieben wurde und in dem es keine wirkliche Liebesgeschichte gibt. Dieser Roman sorgt wirklich für frischen Wind! Auch die Thematik hat mir wirklich sehr gut gefallen, denn in „Halbe Helden“ geht es um Freundschaft, um Entwicklung, um Akzeptanz, um Behinderung und um so vieles mehr! Die Protagonisten der Geschichte sind Dane und Billy. Zwei Jungs, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch dasselbe Schicksal teilen. Dane ist aggressiv, schlecht gelaunt, egoistisch und hat generell ein Bad Boy Image. Billy hingegen ist sehr liebenswert und hat mich oftmals zum Schmunzeln gebracht. Doch er hat allerdings auch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, denn Billy hat das Downsyndrom.  Doch beide haben eine ähnliche Familiengeschichte: beide kennen ihren Vater nicht und ihre Mütter reden nicht darüber. Diese Gemeinsamkeit schweißt die beiden zusammen. Die beiden Figuren lernen sich schnell kennen, doch bis ein zartes Band zwischen ihnen entsteht, dauert es. Diese Entwicklung der Verbindung zwischen den beiden ist es auch, welche den Hauptteil der Handlung ausmacht. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich zunächst, dass es sich bei „Halbe Helden“ um eine Art Road Trip à la „Tschick“ handeln. Aber die Suche bzw. Reise von Dane und Billy nimmt nur einen kleineren Teil der Handlung ein. Das hat mich sehr überrascht, immerhin hatte ich mit etwas anderem gerechnet. Aber letztendlich muss ich sagen, dass ich wirklich begeistert davon bin, wie die Handlung aufgebaut wurde. Dadurch, dass die Reise einen geringeren Anteil der Geschichte einnimmt, wurde der Fokus auf die Figuren, ihre Entwicklungen und vor allem auch die langsam entstehende Freundschaft gelenkt. Und wow! Es war einfach nur schön, mit zu verfolgen wie Dane und Billy miteinander umgehen und sich langsam annähern. Dane ist zunächst eher abwehrend und ablehnend Billy gegenüber, denn er ist ein Einzelkämpfer und braucht keine Freunde. Doch Billy sucht seine Nähe und durch Billys sympathische Art hat er Dane schnell für sich gewinnen können. Durch seine Aggressivität ist Dane leicht reizbar, sodass er oftmals in Prügeleien verwickelt ist. Doch durch Billy macht Dane eine unglaubliche Entwicklung durch. Ich fand es einfach erstaunlich zu erfahren, wie diese beiden Figuren sich gegenseitig beeinflussen, helfen und sich so auch weiter entwickeln. Vor allem Dane macht eine unglaubliche Wandlung durch. Die Figuren in „Halbe Helden“ haben mich generell sehr beeindruckt, denn es sind keine 0815-Figuren, wie man sie aus Romanen kennt. Diese Protagonisten sind echte Menschen. Sie sind so lebensnah und realistisch, dass ich das Gefühl hatte, sie könnten jederzeit neben mir auftauchen und mit mir reden. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und jeder sticht durch irgendeine Besonderheit hervor: Billy durch sein Downsyndrom, Dane durch seine aggressive Art und Seely, das Mädchen, das ihnen bei der Suche nach Billys Vater hilft, durch ihr nicht für ein Mädchen typisches Äußeres. So glaubwürdige  Protagonisten habe ich lange nicht mehr erlebt! Besonders berührend war für mich auch der Aspekt, dass Dane ganz normal mit Billy umgeht. Für ihn ist es egal, ob sein Freund das Downsyndrom hat oder nicht. Und genau diese Einstellung erwartet Dane auch von den Mitschülern sowie Mitmenschen. Billy soll wie jeder andere Mensch auch behandelt werden. Dadurch, dass die Autorin dieses Thema anschneidet, verdeutlicht sie im Roman sehr schön, dass man Menschen, die anders sind in egal welcher Weise, nicht gemobbt, geärgert, mit Vorurteilen versehen oder unterschätzt werden sollten. Die Figur des Dane zeigt sehr schön, wie die Alternative aussieht. „Halbe Helden“ ist warmherzig und auch sehr humorvoll erzählt. Vor allem durch Billy gibt es immer wieder lustige Momente, die die ernste Thematik umspielen und so noch mehr strahlen lassen. Es werden so viele Themen angesprochen und es gibt in diesem Roman so vieles zu entdecken, dass es den Rahmen dieser Rezension sprengen würde, würde ich alles aufzählen. Aber gerade die Kombination aus Humor und Themen, die zum Nachdenken anregen, gepaart mit glaubwürdigen, durch ihre Besonderheit hervorstechenden Protagonisten hat mir einfach unglaublich gut gefallen! Fazit „Halbe Helden“ ist ein Roman, den man nicht so schnell wieder vergisst, denn er bringt frischen Wind mit. Es geht in Erin Jade Langes Werk nicht um die in Jugendromanen sonst so typischen Themen wie z.B. Liebe, sondern es geht um so vieles mehr. Freundschaft, Behinderung, der Umgang mit dem Anders sein, Aggressionen, die eigene Identität. Dies und noch so vieles mehr sind die Themen, die in „Halbe Helden“ aufgegriffen und humorvoll sowie nachdenklich erzählt werden. Die Figuren sind dabei so besonders auf ihre ganz eigene Art und Weise, da sie durch ihre Glaubwürdigkeit hervorstechen. Sie entwickeln sich weiter, werden vor unterschiedliche Probleme gestellt, streiten sich, versöhnen sich und sind somit einfach nur wie reale Menschen. 5 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

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  • Eine aufregende Selbstfindungsreise

    Halbe Helden

    kruemelhino

    17. July 2015 um 22:50

    Dane ist ein Problem-Teenager: oft prügelt er sich, in der Schule steht er kurz vor dem Rauswurf, bis er eines Tages den jungen Billy D. kennenlernt. Billy D. ist auf dem ersten Blick anders, hat das Downsyndrom, nimmt aber kein Blatt vor dem Mund. Plötzlich bekommt Dane die Möglichkeit sich zu rehabilitieren. Er soll als Billys Mentor fungieren, um so einem Schulverweis zu entgehen. Dane nutzt die Chance und bringt Billy das Kämpfen bei. Dieser aber will noch mehr. Dane soll ihm bei der Suche nach seinem Vater helfen. 'Halbe Helden' ist eine intensive Geschichte zweier Jugendlicher, die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht seien könnten. Und doch haben beide Einiges gemeinsam: unausgesprochene und nicht verarbeitete Konflikte bzgl. ihrer Väter. Väter, die nicht mehr präsent sind. Auf ihrer Suche nach Billys Vater, die sich wie ein Puzzlestück zusammensetzen lässt, ergeben sich Ereignisse, mit denen keiner gerechnet hätte, auch nicht der Leser. Genau dieser Aspekt ist das besondere an diesem Buch. Als Leser ahnt man zu keiner Zeit wohin die Reise führt bzw. wie die Geschichte ausgeht. Immer wieder kommt es zu überraschenden Wendungen. Die Sprache ist dabei einfach gehalten, lässt den Leser aber vom ersten Moment an in das Geschehen eintauchen. Den Charakteren wird sehr viel Raum gegeben. So wenig es insgesamt sind, so viel erfährt man allerdings über sie. All ihre Stärken, all ihre Schwächen. 'Halbe Helden' ist eine emotionale Geschichte über das Erwachsenwerden. Ein wenig Roadtrip, das auch mal brutal und blutig ausfällt, ein wenig Rebellion und Teenagerliebelei. In erster Linie aber eine Suche nach sich selbst.

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  • Eine warmherzige und humorvolle Geschichte, die mich mehr als begeistern konnte

    Halbe Helden

    Riinaa

    16. July 2015 um 10:22

    So ganz kann Dane sich nicht erklären, wie er da hineingeraten ist: Gerade ging er noch (überwiegend) friedlich und unbescholten zur Schule, jetzt hat er einen Aufpasserjob. Dumm nur, dass Billy D., ein neuer Schüler mit Downsyndrom, nicht will, dass man auf ihn aufpasst – viel lieber ist ihm, wenn Dane ihm beibringt, wie man sich prügelt, oder wenn er ihm hilft, seinen Dad zu finden. Der hat Billy nämlich einen Atlas mit geheimnisvollen Hinweisen hinterlassen, und Billy ist überzeugt, dass sie ihn am Ende zu seinem Vater bringen werden. Dane kann den Ärger förmlich riechen, der ihm blüht, wenn er Billy einmal quer durchs Land kutschiert, aber dessen Enthusiasmus hat er wenig entgegenzusetzen. Wo ihr Weg sie schließlich hinführt, hat keiner von ihnen geahnt… Meine Meinung „Halbe Helden“ ist mein erstes Must Read im zweiten Quartal 2015 und gleichzeitig mein erstes Monathighlight im Juli. Bereits der Klappentext konnte mich davon überzeugt, dass die Geschichte genau meinem Geschmack entspricht und ich dieses Buch bestimmt lieben werde. Die ersten Seiten haben diesen Eindruck schließlich nur bestätigt. Federleicht bin ich durch die Sätze und Zeilen geschwebt, habe die Bekanntschaft mit Dane und Billy gemacht und mir dabei das eine oder andere Lächeln nicht verkneifen können. Billy ist nämlich ein kleines Schlitzohr und mit allen Wassern gewaschen. Dane war ich gegenüber zuerst skeptisch, da er für mich auf den ersten Blick kein Charakter war, den ich als sympathisch bezeichnen würde. Denn schon bei der kleinsten Provokation (die meistens nur er als solche empfindet), geht er auf seine Mitschüler los und lässt seine Fäuste sprechen. Doch wie man schnell feststellt ist das nur eine Seite von ihm. Eigentlich ist er ein netter Kerl, dem es wichtig ist gute Noten zu schreiben, damit später einmal etwas aus ihm wird. Außerdem liebt er seine Mutter über alles, weshalb es ihm leid tut ihr immer wieder Kummer zu bereiten. Das alles zusammen hat ihn mir total sympathisch gemacht. Billy D. hat sich vom ersten Augenblick in mein Herz geschlichen, da er mich an einen Jungen aus unserem Bekanntenkreis erinnert, der ebenfalls das Downsyndrom hat. Wie er, ist Billy die reinste Frohnatur und geht so unbefangen an die Dinge heran, dass man nur staunen kann, wo er all das Selbstvertrauen hernimmt. Im Übrigen ist er sehr ehrlich und spricht meistens das aus was er denkt – in manchen Situationen ist das mal mehr mal weniger gut. Darüber hinaus ist es ihm wichtig, dass er nicht auf seine Behinderung reduziert oder für dumm gehalten wird. Er möchte als normaler Junge wahrgenommen werden. Der einzige Charakterzug, der mir nicht so gut an ihm gefallen hat, dass Billy Dane stellenweise ganz schön zusetzt und ihn emotional erpresst hat. Obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten und Dane am Anfang alles andere als begeistert ist Billys Aufpasser zu spielen, ist er insgeheim jedoch lange nicht so genervt von seiner Anwesenheit wie er immer tut. Daher war es kaum verwunderlich, dass sich mit der Zeit eine wahnsinnig tolle Freundschaft zwischen ihnen entwickelt hat, die man als etwas besonderes bezeichnen könnte. Am schönsten war jedoch die beiden dabei zu beobachten wie sie voneinander profitieren und sich gegenseitig beeinflussen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist allerdings der Atlas, den Billys Dad seinen Sohn hinterlassen hat und der voll mit Hinweisen ist. Billy möchte diese mit aller Macht lösen, da er davon überzeugt ist, dass sie ihn zum aktuellen Aufenthaltsort seines Vaters führen werden. Einige Rätsel hat er bereits selbst gelöst, doch für die anderen braucht er Danes Unterstützung. Dane ist nicht wirklich begeistert davon, da es ihn daran erinnert, dass er kaum etwas über seinen leiblichen Vater weiß und ihn wahrscheinlich auch nie kennenlernen wird. Seine Neugier gewinnt aber die Überhand, sodass er sich der Suche trotzdem anschließt. Zusätzliche Hilfe gibt es von Seely, einem Mädchen das ebenfalls auf ihre Schule geht. Ich fand sie richtig klasse, da sie nicht das typische Mädchen ist, was sich darin gezeigt hat, dass sie Dane in Sachen Autokenntnisse weit voraus ist. Diese Schnitzeljagd hat ordentlich Spannung in die Geschichte gebracht, vor allem da man mit der Zeit etwas misstrauisch wird, da Billys Mutter sich ziemlich komisch verhält, wenn Billy seinen Dad zur Sprache bringt. Außerdem schweigt sie sich beharrlich über die Gründe ihrer Trennung aus, was in mir die Frage aufkommen ließ, ob nicht vielleicht etwas Ernsthaftes dahinter steckt. Die vorhandene oder eben nicht vorhandene Beziehung zwischen Vater und Sohn wurde gut und einfühlsam thematisiert. Das Ende hat mich alles in allem zufrieden gestellt, wenn ich mir doch einen anderen Ausgang ausgemalt hatte. Mein Fazit Mit „Halbe Helden“ erzählt Erin Jade Lange eine warmherzige und humorvolle Geschichte, die mich von der erstn bis zur letzten Seite begeistern konnte. Thematisiert wird die Freundschaft zwischen zwei Jungs, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlich sein könnten, durch die Suche nach Billys Vater jedoch zusammenwachsen und mit der Zeit unglaublich viel voneinander lernen. Erin Jade Langer hat einen schönen und flüssigen Schreibstil, der sich wunderbar lesen lässt. Die Charaktere sind tiefgründig, sehr facettenreich gezeichnet und könnten einem so jederzeit im Reallife begegnen.

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  • Freundschaft

    Halbe Helden

    Piranhapudel

    12. July 2015 um 15:14

    In Halbe Helden erzählt Erin Jade Lange von der Freundschaft zweier ganz unterschiedlicher Jungen. Auf dem Heimweg, als er gerade noch dabei ist, einen Jungen zu vermöbeln, fällt Dane Washington plötzlich der Neue an der Schule auf: Billy D., ein Junge mit Down-Syndrom, beobachtet ihn ganz offen dabei, wie er den anderen Typen gerade scheinbar ohne Grund verhaut. Spontan machen die beiden einen Deal aus: Dane passt darauf auf, dass Billy D. nicht mehr gemobbt wird, und dafür muss er nicht mehr nachsitzen. Das ist die offizielle Version. Billy D. jedoch will noch mehr aus dem Deal herausschlagen, er möchte kämpfen lernen und mit Dane zusammen nach seinem Vater suchen. Was dann folgt, ist die Entwicklung einer ganz außergewöhnlichen Freundschaft. Auf den ersten Blick passen diese beiden Jungen natürlich überhaupt nicht zusammen, allerdings ist Billy D. jemand, der Dane wahrscheinlich zum ersten Mal in seinem Leben so richtig Kontra geben kann. Vor allem hat er keine Angst vor Dane, während alle Mitschüler ihm nur noch distanziert begegnen. Das ist natürlich nur logisch, denn Dane ist zwar ein guter Schüler, allerdings auch ein Schlägertyp von der schlimmeren Sorte. Billy D. redet unglaublich viel, nimmt alles wörtlich und versteht manchmal noch nicht alles, besonders die Sache mit den Mädchen. Insgesamt erscheint er als ein ziemlich unschuldiger Junge, der es allerdings faustdick hinter den Ohren hat. Besonders andere Personen kann er unglaublich gut einschätzen, deshalb versucht er auch gleich herauszufinden, warum Dane eigentlich andere Jungen schlägt. Dane, aus dessen Perspektive wir diese Geschichte erleben, ist von seinem Verhalten natürlich erst mal ziemlich genervt. Aber Deal ist Deal. Das denkt sich auch Billy, denn er verpflichtet Dane gleich noch dazu, mit ihm nach seinem Vater zu suchen. Dieser hat Billy einen Atlas voller Rätsel und Hinweise hinterlassen, die von einer Stadt mit witzigen Namen zur nächsten führen. Dabei wird es nach und nach zur Normalität, dass Dane und Billy nicht nur gemeinsam zur Schule gehen, sondern auch die restliche Freizeit miteinander verbringen, und eine Freundschaft auf Augenhöhe entwickelt sich. Viele Stellen dieser Geschichte haben mich zum Lachen oder Schmunzeln gebracht, dabei sind die Themen in diesem Jugendroman sehr ernste. Die vielen Schmunzel-Momente liegen natürlich am locker-leichten Schreibstil der Autorin sowie an den vielen komischen Missverständnissen, wenn Dane und Billy sich unterhalten. Doch im Grunde geht es hier natürlich um viel mehr als eine ungewöhnliche Freundschaft. Es geht um Väter, die ihre Kinder aus unbekannten Gründen verlassen haben. Es geht um Mobbing, es geht um Schlägertypen. Gerade bei letzterem hätte ich mir noch viel mehr Entwicklung gewünscht. So nett Dane auch mit Billy umgehen mag, er ist und bleibt jemand, der andere Jungen vermöbelt. Das kann man noch so sehr mit einer schweren Kindheit beschönigen, davon wird es nicht automatisch besser. Meiner Meinung nach wird hier viel zu wenig darüber reflektiert, was Dane mit seinem Verhalten überhaupt anrichtet. Er selbst scheint das alles mit einem Schulterzucken hinzunehmen, obwohl er ständig von Billy und Seely, einem Mädchen, das sie im Laufe der Geschichte kennenlernen, mit der Nase darauf gestoßen wird. Das Thema wurde also zwar schon besprochen, allerdings erschien es mir zu romantisiert. Halbe Helden erzählt also von einer ungewöhnlichen Freundschaft, die erst erzwungen werden musste, bevor sie zu einer echten werden konnte; von Kuriositäten im Leben einiger Menschen und von spontanen, verrückten Aktionen. Ich kann leider nicht beurteilen, ob Billy D., der Junge mit Down-Syndrom, hier authentisch dargestellt wurde, sympathisch war er aber allemal. Ansonsten drängt sich der Vergleich zu Wunder von Raquel J. Palacio ja geradezu auf. Einige Parallelen kann man sicherlich ziehen: Ein neuer Schüler, der offensichtlich anders ist, gegen alle anderen in der Schule, zusammen mit einem ungewöhnlichen Freund. Dennoch ist hier nur das anfängliche Konzept ähnlich, später rücken ganz andere Dinge, wie die Suche nach dem Vater oder der Kampfunterricht, in den Vordergrund und bilden somit die Grundlage für eine ganz eigene Geschichte.

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  • Eine ungewöhnliche Freundschaft

    Halbe Helden

    Ruffian

    05. July 2015 um 13:22

    Auf dem Schulweg lernen sich Dane und Billy kennen, als Billy Dane dabei beobachtet, wie er einem Jungen, der am Boden liegt, seinen Fuß auf den Hals stellt. Billy ist der Meinung, dass er in Danes Nähe sicher ist, denn den greift niemand an. Und obwohl Dane keine Freunde will, duldet er nach und nach Billys Nähe und es stört ihn nicht im geringsten, dass Billy das Downsyndrom hat. Warum auch? Für ihn ist es wichtig, dass Billy wie jeder andere behandelt wird, nicht schlechter, aber auch nicht besser. An mehr als einer Stelle macht die Autorin deutlich, wie Menschen, die anders sind, oft behandelt werden. Manche machen sich über sie lustig, mobben und hänseln oder unterschätzen sie. Dane macht deutlich, dass es auch anders geht. Dane fällt durch sein aggressives Verhalten auf. Er ist ein regelmäßiger Gast beim Disziplinarrat der Schule. Immer wenn ihn jemand provoziert, spürt er ein Jucken, dass sich nur bessert, wenn er zuschlägt. Dies passiert so oft, dass ihm der Schulverweis droht. Als er sich bereiterklärt ein Auge auf Billy zu haben, stimmt das den Disziplinarrat milde. Doch Billy ist durchaus bewusst, dass er Dane dadurch in der Hand hat. Und so gehen die beiden eine Symbiose ein, von der sie beide profitieren. Billy bringt Danes gute Seiten zum Vorschein. In seiner oft schlichten Denkweise, erkennt er den Kern vieler Dinge und verblüfft damit Dane, wenn er ihm schildert, wie z.B. sein Verhalten auf ihn wirkt. Außerdem nimmt Billy jede Aussage wörtlich, was teils lustige, teils dramatische Folgen hat. Dane merkt dadurch erst, was seine oft unbedachten Bemerkungen auslösen bzw. aussagen können. Der Klappentext könnte falsche Erwartungen wecken. Als ich ihn las, bekam ich den Eindruck, dass die Reise von Dane und Billy den Großteil der Handlung ausmacht. Doch diese macht nur einen geringen Teil der Geschichte aus. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft der Jungs, die zwar unterschiedlich sind, die aber eines verbindet, und zwar, dass sie alleine mit ihren Müttern leben, ohne ihre Väter. Dane kennt seinen Vater nicht, er hat ihn nie gesehen, weiß nicht wer er ist, oder wo er wohnt. Billy kann gar nicht verstehen, dass Dane sich nicht auf die Suche macht, denn Billy vermisst seinen Dad sehr, bei dem er bis vor kurzem noch mit seiner Mutter gelebt hat. Die Autorin erzählt die Geschichte der beiden ungleichen Freunde in einer lockeren Sprache. Dabei versteht sie es ganz wunderbar die Gefühle der beiden Teenager in Worte zu fassen. Von der ersten Seite an hat sie mich damit in ihren Bann gezogen, wie sie mal humorvolle, dann wieder warmherzige oder auch traurige Momente gekonnt und glaubhaft schildert.

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  • Auf der Suche nach dem Vater

    Halbe Helden

    connychaos

    03. July 2015 um 17:51

    Dane prügelt sich immer wieder und muss in der Schule nachsitzen. Der Schulverweis droht. Diesen kann Dane verhindern, wenn er sich um Billy kümmert. Billy ist ein neuer Schüler mit Downsyndrom. Billy möchte keinen Aufpasser, er möchte einen Freund, der ihm zeigt, wie man sich prügelt und ihm hilft, seinen Vater zu finden. Als Hinweis dient ein Atlas, in den Billys Vater Hinweise und Rätsel geschrieben hat, die am Ende seinen Aufenthaltsort preisgeben sollen. Dane ist das nicht so recht, er vermutet, dass diese Suche jede Menge Ärger bringen wird. Der Schreibstil ist locker und leicht, die Story liest sich ratz fatz weg. Besonders Billy hat mir gefallen, ich kenne einige Kinder mit Downsyndrom und konnte sie in Billy wiedererkennen. Er ist sehr liebenswert und ich konnte sehr über seine Ansichten und Kommentare schmunzeln. Dane war mir anfangs unsympathisch, er hatte ein hohes Aggressionspotential und war sehr egoistisch. Zum Glück wandelt sich Dane im Laufe der Handlung. Eine weitere, sehr facettenreiche Figur ist Seely, eine Mitschülerin der beiden, die sehr klug und selbstbewusst ist und ihnen bei der Suche nach Billys Vater hilft. Die Geschichte ist witzig, spricht aber auch ernste Themen an, die zum Nachdenken anregen. Das Ende hätte ich mir anders erhofft, mich hat es etwas traurig gemacht.

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  • Erfrischend anders

    Halbe Helden

    katha_dbno

    03. July 2015 um 11:26

    Rezension auf Svenjas BookChallenge Cover An dem Titelbild habe ich, wie häufig, nichts auszusetzen. Der Schwarz-Weiß-Kontrast sticht sofort ins Auge und dadurch, dass die Gesichtspartie ausgespart wurde, kann man sie nach Belieben selbst "füllen". Man kann das auch metaphorisch dafür sehen, dass Dane noch ein unbeschriebenes Blatt ist, der noch eine eigene bzw. neue Identität entwickeln wird.  Meine Meinung Dane, der Ich-Erzähler des Romans, ist kein Held wie aus dem Bilderbuch. Im Gegenteil ist sogar von Anfang an klar, dass er einen wesentlichen Fehler hat: er schlägt scheinbar grundlos andere Menschen. Würde mir ein solcher Mensch auf der Straße begegnen, würde ich ihn mit Verachtung strafen. Allerdings wird ebenso schnell deutlich, dass Dane weitaus mehr als ein hirnloser Schläger ist. Erstens ist er ziemlich intelligent, wie seine guten Noten beweisen, zweitens liebt er seine Mutter sehr, auch wenn er mit ihrem Faible, Lotterielose zu kaufen und den Gewinn dann nicht einzulösen, alles andere als einverstanden ist, und drittens hat er einen stark ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit (auch wenn das auf den ersten Blick paradox erscheint). Er ist also definitiv der Typ "harte Schale, weicher Kern", was spätestens in seinem Umgang mit Billy D. ersichtlich wird, und dadurch schließt man ihn sofort ins Herz. Billy D. einzuordnen fällt mir da schon wesentlich schwerer, was wohl daran liegt, dass man zwar weiß, dass er das Down-Syndrom hat, aber man das die meiste Zeit vergisst. Das Syndrom ist eigentlich nur dann präsent, wenn Dane hin und wieder einige Bemerkungen zu Billys äußerlichen Merkmalen einstreut, oder andere Billy D. aufgrund seiner Krankheit anders behandeln. Die meiste Zeit über teilt man allerdings Danes Perspektive und nimmt daher Billy D. als normalen Jungen wahr. Das ist, wie ich finde, wirklich fantastisch gelungen. Was nun seinen Charakter betrifft, bin ich, wie gesagt, nicht so sicher, wie ich ihn einschätzen soll. Zum einen ist er ein ehrlicher und direkter, friedliebender Mensch, der zudem scheinbar furchtlos ist, wenn man bedenkt, dass er sich nicht von Danes Ruf und Drohungen einschüchtern lässt. Außerdem ist er nicht auf den Kopf gefallen, wie man anhand der Rätsel sieht. Zum anderen hat er wiederum Phasen, in denen er ausflippt und Wutausbrüche bekommt, oder einfache Anspielungen und Redewendungen nicht versteht (beides liegt am Down-Syndrom) und, obwohl er die Geheimniskrämerei seiner Mutter nicht leiden kann, verhält er sich selbst doch ungemein rätselhaft, wenn es um seinen Vater geht. Außerdem sieht er sich selbst, wie Dane das so schön ausgedrückt hat, in der "Opferrolle", will aber auch kein Mitleid von anderen Leuten haben. Das macht ihn in meinen Augen zu einer sehr widersprüchlichen Figur. Trotzdem habe ich die Szenen zwischen ihm und Dane absolut genossen. Ihre Freundschaft ist etwas ganz Besonderes. Typisch für Jungs in dem Alter sind sie nicht Freunde großer Worte, sondern zeigen ihre Sympathie füreinander durch kleine und große Gesten. Sie beeinflussen sich gegenseitig in ihrem Denken und Handeln. Beispielsweise hilft Dane Billy dabei, (à la Karate-Kid) Selbstverteidigung zu lernen, oder beschützt ihn, wenn andere ihn schikanieren. Im Gegenzug verändert Billy Danes Sicht auf die Dinge, leitet ihn zur Reflexion über seine Taten an und weckt in ihm den Wunsch zur Selbstkontrolle. Ganz so harmonisch, wie das jetzt klingen mag, ist die Freundschaft allerdings nicht. Manchmal reagieren beide über oder haben doch nicht so viel Kontrolle über sich, wie sie es sich wünschen würden. Weil Dane gewissermaßen für Billy verantwortlich ist, wird er automatisch zum Schuldigen, wenn sich Billy mal falsch verhält. Anstatt sich allerdings für Dane einzusetzen, hüllt sich Billy in Schweigen oder bricht sogar einen Streit mit ihm vom Zaun. Das waren Momente, in denen mir Billy wirklich unsympathisch wurde. Gegen Ende hat sich dieses Gefühl sogar nochmal verstärkt. Billy nimmt bewusst in Kauf, dass Dane suspendiert wird, nur, damit sie sich auf die Suche nach seinem Vater begeben können. Dieses Verhalten finde ich für einen Freund einfach zu egoistisch. Zum Glück macht er dieses Verhalten am Ende wieder wett, sodass ich nicht allzu enttäuscht von ihm bin. Zur Spannung der Handlung hat im Wesentlichen die Suche nach den Vätern von Billy D. und Dane beigetragen. Während Dane von seinem nicht einmal den Namen kennt, scheint Billys spurlos vom Erdboden verschluckt zu sein. Mit seiner Mutter kann er nicht über ihn reden. Die einzigen Anhaltspunkte, die er hat, stehen in dem Atlas, den ihm sein Vater geschenkt hat. Dort hat er Hinweise auf seinen möglichen Aufenthaltsort vermerkt. Durch kleine Rätsel verweist er ihn von einem Ort zum nächsten, die alle äußerst skurrile Namen tragen. "Santa Claus" in Indiana ist dabei bei weitem noch nicht der Ungewöhnlichste.Diese Idee fand ich wirklich klasse, denn zum einen haben die Namen mich zum Lachen gebracht, zum anderen haben die Rätsel der Suche Züge einer Schnitzeljagd verliehen. Zu dem Roadtrip, den ich basierend auf dem Klappentext erwartet habe, kam es allerdings doch nicht. Sie begeben sich zwar schon auf Reisen, aber überwiegend vollzieht sich die Suche auf der Karte bzw. im Internet. Ein zusätzliches Mysterium ist der Grund, warum Billys Vater überhaupt weg ist. Weder Billy, noch seine Mutter erklären, warum sie getrennte Wege gehen. Man weiß nur, dass er nicht freiwillig gegangen ist. Die Vermutung, die ich dahingehend hatte, hat sich allerdings bestätigt. Die Suche nach Billys Vater nimmt einen wesentlich größeren Teil ein, als die nach Danes Erzeuger, die vergleichsweise "hinten runterfällt". Sie fällt daher auch wesentlich simpler aus, auch wenn sie erst am Schluss ein Ergebnis hervorbringt.   Das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits gefällt mir die Entwicklung, die Dane durchlaufen hat, super, andererseits bin ich mit einigen anderen Wendungen nicht völlig zufrieden. Die Suche nach den Vätern ist definitiv nicht zu dem Abschluss gekommen, den ich mir erhofft hatte. Dafür, dass sie ein so zentrales Thema in der Handlung waren, fiel die Lösung (zumindest bei Billy) zu sporadisch aus. Zufrieden war ich allerdings mit der Dane-Seely-Konstellation, auf die ich hier nicht eingegangen bin, um die Rezension nicht noch weiter in die Länge zu ziehen. Sie ist aber auf jeden Fall ein tolles Mädchen (weitaus besser als Nina), das sich wunderbar in das Jungs-Duo einfügt.   Fazit Halbe Helden ist ein überaus vielschichtiger Roman. Die Geschichte wird sowohl humorvoll und locker-leicht, als auch dramatisch und berührend erzählt. Dadurch gewinnt man die (meisten) Charaktere lieb, auch wenn sie phasenweise wechselhafte Gefühle in mir wachgerufen haben. Aber das gehört zu einem guten Buch dazu. Insgesamt haben mich die Handlung und die Dialoge wirklich sehr gut unterhalten, denn ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. 

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