Erin Stewart

 4.5 Sterne bei 59 Bewertungen
Autorin von Sieh mich an.
Autorenbild von Erin Stewart (©privat/Quelle: Heynefliegt)

Lebenslauf von Erin Stewart

Die unerschütterliche Optimistin: Schon als kleines Kind hatte Stewart eine lebhafte Fantasie und erfand gerne Geschichten, in denen die Figuren am Ende immer explodierten – was ihrer Mutter große Sorge bereitete.

Doch bis sie ihren ersten Roman veröffentlichte, war sie zunächst lange Zeit als Journalistin tätig. Sie machte sich schließlich als freie Autorin und Lektorin selbstständig und veröffentlichte in Salt Lake City wöchentlich Kolumnen. 

Ihr Romandebüt hatte sie 2019 mit dem Titel „Sieh mich an“, der von der Leserschaft hochgelobt wurde. Charakteristisch für ihre Erzählungen ist immer der Bezug zu einer wahren Begebenheit, den sie gekonnt in ihre Fiktionen miteinbaut.

Stewart beschreibt sich selbst als „neurotische Extrovertierte“ und hat bereits ein plötzliches Herzversagen überlebt.

Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern in den Rocky Mountains.


Alle Bücher von Erin Stewart

Cover des Buches Sieh mich an (ISBN: 9783453272255)

Sieh mich an

 (59)
Erschienen am 14.10.2019

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

Sieh mich an – Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen.
Lesiavor 4 Monaten

Ava hat bei einem Brand ihre Eltern und ihre Cousine (und zugleich beste Freundin) verloren, lag selbst lange im Koma und hat so einige Brandverletzungen davongetragen. Das Buch handelt von ihrem Weg in eine „neue Normalität“: Sie wohnt bei ihrer Tante und ihrem Onkel und beginnt, wieder zur Schule zu gehen, mit allem, was dazugehört. Dabei erleben wir Freundschaften, Feindschaften, nette und hinterlistige Mitschülerinnen und Mitschüler und vieles mehr. Nicht nur Ava hat mit Narben zu kämpfen – auch wenn sie offensichtlich an dieser Schule diejenige ist, die am schlimmsten entstellt ist.

Vor dem Lesen rechnete ich mit einer emotional berührenden Geschichte über ein starkes Mädchen und seine Freunde. Aufgrund des Untertitels auch irgendwie damit, dass andere Mitschüler vielleicht andere psychische Probleme haben oder so etwas.

Ich habe sehr lange gebraucht, um emotional überhaupt in die Geschichte reinzukommen. Objektiv sieht man natürlich, dass die Situation unheimlich schlimm ist, aber die Geschichte konnte das für mich emotional erst sehr spät einfangen. (Obwohl ich mich normalerweise immer sehr gut in Geschichten einfühlen kann.)

Viele Charaktere empfand ich als übertrieben und es war mir insgesamt viel zu viel übertriebenes Klischee-High-School-Drama.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Anspielungen auf Musicals, allen voran Wicked, die von den Protagonisten gemacht wurden. Denn Ava stand vor dem Brand gern auf der Bühne – und manche meinen, sie sollte es danach auch wieder tun…

Die Sprache hat mich leider zwischendurch arg gestört, die Übersetzung ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. "Pathetic" mit "pathetisch" statt "erbärmlich" oder "armselig" oder irgendwas in der Art zu übersetzen, stößt mir schon sehr sauer auf. Es gab noch weitere Stellen, bei denen ich mich gewundert habe. Würde empfehlen, vielleicht lieber das englische Original zu lesen, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

Ich vergebe insgesamt 3 Sterne. Hatte mir wirklich mehr erhofft.

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

Die Geschichte einer Überlebenen
miasankervor 7 Monaten

"Sieh mich an" ist das erste Werk, das ich von der Autorin lese, aber definitiv nicht das Letzte. Erin Steward hat einen wunderschönen und berührenden Jugendbuchroman erschaffen. 

Inhalt:

Ava hat bei einem Hausbrand ihre Eltern und ihre Cousine verloren. Sie selbst ist nur knapp dem Tod entkommen, und wird seitdem von unzähligen Narben gezeichnet. Sie lebt bei ihrem Onkel und ihrer Tante, die sich rührend um sie kümmern, obwohl sie selbst mit dem Tod ihrer eigenen Tochter zu kämpfen haben. Als sie Ava dazu motivieren, wieder zur Schule zu gehen, lässt sie sich ihnen zuliebe darauf ein. 

Der Schulalltag ist allerdings hart. Alle reden und lachen über sie. Ava durckt sich, versteckt sich, und sieht niemanden an. Doch dann trifft sie Piper, ein Mädchen, das ebenfalls Brandnarben hat. Und Asad, einen aufgeweckten Jungen, der viele Gefühle in ihr auslöst.

Während sie immer mehr aus sich herauskommt, der Theatergruppe beitritt und Fortschritte in der Selbsthilfegruppe macht, muss sie weiterhin mit ihren Narben kämpfen. Und ihren Lebenswillen suchen...

Zum Förmlichen:

Das Cover ist super getroffen und sticht sehr provokant hervor. Der Schreibstil ist angenehm, flüssig, und mit vielen sarkastischen Sprüchen versehen. Die Kapitellänge ist angenehm und nicht zu lang.


- Ab hier Spoilerwarnung -


Highlights:

Ava hat eine sarkastische und zynische Ader, die mir den ein oder anderen Lacher entlockt hat.

Auch die Nebenfiguren Piper und Asad fand ich  sehr sympathisch. Die drei hatten eine sehr außergewöhnliche, schöne Freundschaft.

Auch die Gefühlswelt Avas kann ich nur loben. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem ich den Schmerz der Figur derart fühlen konnte.

Was ich ebenfalls toll finde, ist, die Undurchsichtigkeit des Buches. Die Handlung war nicht vorhersehbar, die Plottwists kamen überraschend. 

Kritik:

Der Anfang war sehr hingezogen, das Ende sehr schleppend. Am Ende gab es viel hin und her.

Auch habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob die Ursache des Brands erklärt werden würde. Für mich hat die ganze Zeit etwas in der Handlung gefehlt.

Fazit: Ein Buch, das unter die Haut geht

Ich fand das Buch sehr traurig, aber sehr berührend. Ich habe wenig zu kritisieren, aber sehr viel zu loben. Ein gelungener Jugendbuchroman, der zum Nachdenken anregt.

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

A Phoenix in flames
Tindayavor 9 Monaten

Hallo allerseits!


Bei manchen Büchern ist es das Cover, das einen anspringt, bei manchen der Klappentext, bei manchen eine Leseprobe. Bei "Sieh mich an" war es alles drei. Die Geschichte ist ungewöhnlich und normalerweise bin ich auch kein großer Freund mehr von Jugendromanen, doch dieser hatte sofort mein Interesse geweckt. ich wollte mehr über das Leben der jungen Ava wisse, wollte wissen, wie sie mit ihrem Leben nach dem Brand zu recht kommt. Die Antwort ist einfach wie ernüchternd: Gar nicht.


Zuerst lernen wir Ava kennen, deren Haut zu 60% bei dem Unfall verbrannt ist. Sie wird gezwungen, sich wieder mit ihrem Leben auseinander zu setzen, obwohl sie sich eigentlich nur verstecken möchte. Sicherlich verständlich, jeder von uns hat sich sicher schon einmal erwischt, wie er jemanden, der offensichtliche Narben oder Verletzungen hat, angestarrt hat, neugierig oder mitleidig. Niemand möchte diesen Blicken ausgesetzt sein. Und gerade Teenager sind da besonders grausam, geht es doch in dieser Phase des Lebens meistens darum, wer hübscher, schöner und beliebter ist. Und doch ist Ava nicht allein. Neben ihrem Onkel und ihrer Tante lernt sie noch Piper kennen, die ebenfalls von einem Unfall betroffen ist, der sie sogar in den Rollstuhl gezwungen hat. Piper ist all das, was Ava nicht ist: laut, provokant und selbstsicher; Wenigstens auf den ersten Blick.


Die Geschichte ist sehr gut erzählt und man kann schnell in die Geschichte abtauchen. Ich wollte immer wissen, wie es weiter geht und wollte gerade gegen Ende das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen. Gerade Avas Liebe für Musicals hat mich natürlich angesprochen (auch wenn ich ausgerechnet Wicked nicht zu meinen Lieblingsmusicals zählen kann, aber in diesem Zusammenhang passt es natürlich wie die Faust aufs Auge). Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sie sich gut vorstellen. Etwas Bedenken bereitet mir aber dennoch ausgerechnet die Freundschaft zwischen Piper und Ava. Natürlich holt Piper Ava aus ihrer Komfortzone und schubst sie wieder ins Leben, doch ist sie für meinen Geschmack teilweise ein wenig übergriffig. Sie ist zu dominant und zu bestimmend. Ich habe mich oft damit nicht wirklich wohl gefühlt und hätte Ava lieber eine andere Freundin gewünscht, aber anscheinend war Piper genau das, was sie gebraucht hat.


Ich kann dieses Buch auf jeden Fall empfehlen, es liest sich gut und regt auch zum Nachdenken an. Gerade den Satz "Du bist mehr als dein Körper" blieb mir im Gedächtnis, da in der heutigen Zeit Frauen ja oft einfach nur über ihren Körper und ihre Maße definiert werden. Diese Schönheit, die Ava nicht in sich finden kann aufgrund der Narben, ist die selbe Schönheit, die Übergewichtige, Untergewichtige, Kleine Frauen und große Frauen oft nicht finden können. "Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen." beschreibt es wirklich gut.

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