Erin Stewart

 4.7 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorin von Sieh mich an.

Lebenslauf von Erin Stewart

Die unerschütterliche Optimistin: Schon als kleines Kind hatte Stewart eine lebhafte Fantasie und erfand gerne Geschichten, in denen die Figuren am Ende immer explodierten – was ihrer Mutter große Sorge bereitete.

Doch bis sie ihren ersten Roman veröffentlichte, war sie zunächst lange Zeit als Journalistin tätig. Sie machte sich schließlich als freie Autorin und Lektorin selbstständig und veröffentlichte in Salt Lake City wöchentlich Kolumnen. 

Ihr Romandebüt hatte sie 2019 mit dem Titel „Sieh mich an“, der von der Leserschaft hochgelobt wurde. Charakteristisch für ihre Erzählungen ist immer der Bezug zu einer wahren Begebenheit, den sie gekonnt in ihre Fiktionen miteinbaut.

Stewart beschreibt sich selbst als „neurotische Extrovertierte“ und hat bereits ein plötzliches Herzversagen überlebt.

Zur Zeit lebt sie mit ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern in den Rocky Mountains.


Alle Bücher von Erin Stewart

Cover des Buches Sieh mich an (ISBN:9783453272255)

Sieh mich an

 (26)
Erschienen am 14.10.2019

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

Jeder hat Narben
An-chanvor einem Tag

Ich habe vorher noch nie ein Buch zum Thema "Brandverletzte" gelesen. Schon alleine dadurch hatte der Roman einen besonderes Reiz. Doch auch die Umsetzung konnte mich komplett überzeugen, sodass ich schon im Vorfeld eine absolute Leseempfehlung aussprechen möchte.


Ava hat bei einem Hausbrand nicht nur ihre Eltern und ihre Cousine verloren, sondern auch 60% ihrer Haut ist verbrannt. Nach einem Jahr voller Operationen soll sie zurück in den Alltag finden. Doch wie soll sie das schaffen, mit all den Narben? Auch wenn sie es in den vergangenen Monaten geschafft hat, sich ein dickes Fell zuzulegen und die Welt um sie herum, die sie erschrocken, neugierig oder voller Mitleid anstarrt, weitestgehend auszublenden, so weiß sie doch, dass es nie mehr sein kann wie "vorher". Niemand möchte mit "jemandem wie ihr" befreundet sein. Sie stellt sich also darauf ein, nach den zwei Wochen Probezeit in der Schule wieder davon befreit zu werden, um sich den Rest ihres Lebens in ihrem Zimmer zu verkriechen.

Schon während dieser Ausgangssituation merkt man, dass Ava versucht, alles abzublocken. Sie kann Freundlichkeit nicht an sich heranlassen, denkt sie doch, man würde nur aus Mitleid nett zu ihr sein. Auch gegenüber ihrer Tante und ihrem Onkel - die Eltern der verstorbenen Cousine -, die sie wie eine eigene Tochter aufgenommen und durch all die Operationen begleitet haben, wird sie schnell unfair, da sie das Gefühl hat, sie entscheiden alles über ihren Kopf hinweg und sehen sie nur als "schlechten Ersatz" für ihre tote Tochter. Gleichzeitig versucht Ava, ihre Situation mit Sarkasmus erträglicher zu machen.

Ich muss gestehen, anfangs fiel es mir schwer, Ava zu mögen, weil sie so verbissen versucht, sich selbst schlecht zu reden und nicht nach Vorne schauen kann. Natürlich kann ich verstehen, wie schlimm all das Starren der anderen Menschen und die blöden Kommentare für sie sind. Doch es gibt in der Welt dort draußen nicht nur ignorante Idioten - und daran muss Ava erst einmal zu Glauben lernen.

Unterstützung bekommt sie dabei von Piper, die von der Art her das Gegenteil von Ava ist. Auch sie hat nach einem Unfall Brandnarben und sitzt zudem im Rollstuhl. Doch anders als Ava begegnet sie der neuen Situation offen, frech und laut. Und bringt Ava dadurch immer öfter dazu, über ihren Schatten zu springen.


"Sieh mich an" ist eine Geschichte, die sowohl bedrückt, als auch Mut macht. Was Ava durchstehen musste, was sie erlebt hat, dazu der Verlust der Eltern und ihrer Cousine, die wie eine Schwester für sie war, ist ein harter Schicksalsschlag. Sich selbst im Spiegel nicht mehr wiederzuerkennen, die Blicke der anderen, die Schmerzen. Den Glauben an das Gute im Leben nicht zu verlieren, ist da garantiert nicht leicht. Umso beeindruckender ist Avas Entwicklung innerhalb der Handlung. Sie gibt nicht auf, sie will leben. Und ganz langsam merkt sie, dass nicht jeder Mensch, der ihr begegnet, nur ihr Äußeres sieht.


Mich hat der Roman wirklich beeindruckt und mir wieder einmal vor Augen geführt, dass der äußere Eindruck nichts über das Innere eines Menschen aussagt. Eine wichtige Botschaft, verpackt in einen Jugendroman, der neben dem speziellen Fokus auf Narben auch die typischen Themen junger Menschen wie Akzeptanz, Neid oder Liebe abdeckt, ohne dabei überladen zu wirken. 

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

Ein Buch, das berührt
jas_min_0612vor 2 Tagen

"Sieh mich an" ist ein Buch, das berührt.

Es erzählt die Geschichte von Ava, die als Waise einen schweren Brand überlebt hat. Sie trägt allerdings viele Narben davon - sowohl körperlich als auch seelisch.


Zunächst erfahren wir viel über ihre Gefühle, wie schwer sie es in der Schule mit ihren Mitmenschen hat und welch Hoffnungslosigkeit sie begleitet - bis sie Piper und Asad kennenlernt und neue Freunde findet.


Dieses Buch hat mich berührt. Mit viel Gefühl und vielen Emotionen beschreibt Erin Stewart das Leben von entstellten Menschen und deckt ihr Inneres auf. Die Autorin lässt den Leser darüber nachdenken, wie es den Menschen ergeht und wie man selbst und andere mit ihnen umgeht.


Gerade an den zwei Beispielen "Ava" und "Piper" wird gezeigt, wie unterschiedlich die Mädchen mit ihren Schicksalen umgehen - und dass sie im Grunde doch einfach nur Teenager sind, die geliebt werden wollen.


Zunächst passiert in der ersten Hälfte des Buches nicht wahnsinnig viel. Der Schreibstil ist aber sehr flüssig und gut zi lesen. Zum Ende hin folgen dann einige unerwartete Momente und lässt mich am Ende gerührt und auch nachdenklich zurück.


Von mir bekommt "Sieh mich an" definitiv eine klare Leseempfehlung, da es ein interessantes und wichtiges Thema behandelt - und das wirklich fesselnd in eine vorbildliche Geschichte über ein Teenager Mädchen verpackt.

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Rezension zu "Sieh mich an" von Erin Stewart

Jeder ist wunderschön. Auf seine eigene Art und Weise!
jennyfromthe_bookvor 3 Tagen

Zuerst konnte das Cover mich total für sich gewinnen. Ich meine blau und rosa? Meine absoluten Lieblingsfarben auf einem Cover! Ein Traum geht in Erfüllung. Es ist super schön gestaltet und die knall pinken Haare als auch die Flügel haben eine Bedeutung. Da finde ich es ebenso toll, dass diese spezifischen in der Geschichte erwähnten Dinge auf dem Cover zu sehen sind. Denn genau diese sind entscheidend für Ava.

Ava ist im Teenager-Alter und hat nach einem Brand, der fast ihren ganzen Körper gefordert hat, mit sich selbst zu kämpfen. In der Geschichte begleiten wir Ava auf ihrem Weg zur Selbstfindung und können sehr viel von ihr lernen.

Sie geht mit ihrer Tante einen Deal ein, der besagt, dass sie für zwei Wochen wieder die Highschool besuchen soll, um sich zu "reintegrieren" und nicht zu Hause zu verfaulen. Als die zwei Wochen abgelaufen sind, entscheidet Ava sich jedoch weiterhin die Schule zu besuchen. Entscheidend dafür sind auch ihre neuen Freunde Asad und Piper. Piper hat ein ähnliches Schicksal wie Ava erlebt. Beide lernen sich in einer Gruppensitzung kennen.

Ava ist mir von Anfang an sympathisch, nicht weil sie mir nur leidtut, sondern weil sie ehrlich mit ihrem Schicksal umgeht und nichts schön redet. Sie sagt was sie denkt und wie sich fühlt. Ich habe ihre Handlungen zu 100% nachvollziehen können und weiß auch, dass es im wahren Leben so zugeht und wie wenig Rücksicht und Respekt Brandverletzten geben. In Piper hat sie ihre Seelenverwandte getroffen und beide pushen sich hoch und stellen sich ihren Ängsten und Gefühlen. Dies führt dazu, dass beide am Ende immer mehr zusammen wachsen und sich ein Leben ohne die jeweils andere nicht mehr vorstellen können. Ava und Piper verbindet so viel mehr als nur ihre Narben.

Auch die Narben, die man nicht sehen kann, kann der Leser sehen. Erin Stewart sorgt mit ihrem Schreibstil für so eine brutal ehrliche Geschichte, wie ich sie bisher bei nur sehr wenigen Autoren gelesen habe. Sie schreibt über Gefühle und Gedanken die ich als Außenstehende super gut nachvollziehen kann. Die Tagebucheinträge von Ava sind eine für mich hilfreiche Stütze, um Ava´s Prozess zu verfolgen und so konnte ich sie auf ihrem "Heilungsprozess" begleiten. 

Fazit:

Das Buch ist auf eine tragisch schöne Art und Weise ehrlich. Vor allem für Teenager ist Aussehen heutzutage das A und O. Auch für Ava und es ist wundervoll zu sehen wie Ava ihr eigenes NEUES Ich findet, es akzeptiert und liebt! Eine klare Leseempfehlung!


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