Erlend Loe Doppler

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Inhaltsangabe zu „Doppler“ von Erlend Loe

'Solange es Magermilch gibt, gibt es Hoffnung.' Andreas Doppler mag die Menschen nicht, das wird ihm nach einem Sturz vom Fahrrad plötzlich klar. Er zieht in den Wald, um endlich so einsam sein zu können, wie er es möchte. Sein bester Freund wird ein Elchkalb, doch ab und zu muss Doppler in die Stadt, um Magermilch zu besorgen, nach der er süchtig ist. Seine Besuche sind nicht folgenlos, denn schon bald finden weitere Menschen Gefallen an Dopplers Lebensweise …Andreas Doppler, 40 Jahre alt, Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann, kommt nach einem Sturz vom Fahrrad zu der Erkenntnis, dass er sein wohl geordnetes, tüchtiges Leben satthat, und so zieht er in den Wald. Als der Winter kommt, erlegt er eine Elchkuh und nimmt ihr nun verwaistes Kalb auf, das schon bald sein bester Freund wird. Seine Familie – er hat bereits zwei Kinder und ein drittes ist unterwegs – akzeptiert zunächst Dopplers Rückzug, doch stellt seine Frau eine Bedingung: Wenn das Kind geboren wird, ist mit dem Waldleben Schluss. Nach und nach suchen immer mehr Menschen im Wald eine neue Erfüllung und stören Dopplers Einsiedlertum, und als der Geburtstermin naht, muss er sich entscheiden …Ein schräger, temporeicher und witziger Roman über einen Mann in der Midlife-Crisis und seinen Kampf gegen die Tugend der Tüchtigkeit.

Ich habe selten so gelacht!

— Luisa_Wonderland

Einfach grandios!

— fraenzesca

Abstruse Geschichte. Teils sehr amüsant, teils sehr doof, Ende schwach.

— Apfelgruen

Pruuust! Es ist wunderbar wie er mit dem Elch spricht. Und den Rest der Welt zu ignorieren versucht.

— ioreth

"Ein Problem mit den Menschen ist, dass, sobald sie sich in einem Raum befinden, man nur noch die Menschen sieht und nicht mehr den Raum. Große, verlassene Landschaften sind, sobald sie einen oder mehrere Menschen enthalten, weder groß noch verlassen. Der Mensch bestimmt, wohin der Blick geht. Und der Blick des Menschen ist stets auf andere Menschen gerichtet. So entsteht die Illusion, Menschen seien wichtiger als alles auf Erden, das nicht Mensch ist. Eine Illusion. "

— Saari

Ein Aussteiger-Buch der anderen Art :-)

— Andras

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. August 2012 um 12:11

    Inhalt: Andreas Doppler, 40 Jahre alt, Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann, kommt nach einem Sturz vom Fahrrad zu der Erkenntnis, dass er sein wohl geordnetes, tüchtiges Leben satthat, und so zieht er in den Wald. Als der Winter kommt, erlegt er eine Elchkuh und nimmt ihr nun verwaistes Kalb auf, das schon bald sein bester Freund wird. Seine Familie – er hat bereits zwei Kinder und ein drittes ist unterwegs – akzeptiert zunächst Dopplers Rückzug, doch stellt seine Frau eine Bedingung: Wenn das Kind geboren wird, ist mit dem Waldleben Schluss. Nach und nach suchen immer mehr Menschen im Wald eine neue Erfüllung und stören Dopplers Einsiedlertum, und als der Geburtstermin naht, muss er sich entscheiden … Meine Meinung: Ich finde die Idee von Doppler einfach nur klasse. Natürlich ist es ein bisschen verrückt mitten im Winter in Norwegen im Wald zu leben, aber was tut man nicht alles um nichtmehr tüchtig zu sein und seine Ruhe zu haben. Der Schreibstil war ein bisschen gewöhnungsbedürftig, es gibt zB keine richtige wörtliche Rede. Dennoch hat mich das Buch überzeugt. Fazit: Ein interessantes Buch über einen Mann, der das Leben mit Menschen satt hat und versucht mit seinem Elch Bongo glücklich zu werden. Schnell zu lesen und regt zum Nachdenken an!

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    Saari

    08. March 2012 um 12:58

    "Ein Problem mit den Menschen ist, dass, sobald sie sich in einem Raum befinden, man nur noch die Menschen sieht und nicht mehr den Raum. Große, verlassene Landschaften sind, sobald sie einen oder mehrere Menschen enthalten, weder groß noch verlassen. Der Mensch bestimmt, wohin der Blick geht. Und der Blick des Menschen ist stets auf andere Menschen gerichtet. So entsteht die Illusion, Menschen seien wichtiger als alles auf Erden, das nicht Mensch ist. Eine Illusion. " Doppler lebt im Wald. Obwohl er Frau und Kinder hat. Er mag einfach keine Menschen. Sein bester Freund ist das Elchkalb Bongo, dessen Mutter er getötet hat, um sich von dem Fleisch zu ernähren. Das alles klingt nicht nur abgedreht und skurril, sondern es liest sich auch so. Erlend Loe schildert die Geschichte aus Dopplers Sicht; dessen Gedankengänge sind lakonisch, humorvoll und sehr glaubwürdig - wenn auch manchmal etwas überzeichnet. Eigentlich zeichnet sich das ganze Buch durch eigenartige, schrullige und sonderbare Begebenheiten aus. Natürlich liest sich das bisweilen etwas bis sehr unrealistisch, aber im Großen und Ganzen wird man als Leser bestens unterhalten und meiner Meinung nach auch zum Nachdenken angeregt: über Tüchtigkeit und Ehrgeiz, Egoismus und Selbstverliebtheit und über die Natur und den Menschen. Ich ziehe lediglich einen Stern in der Bewertung ab, da es dem Buch trotz seiner Kürze in der Mitte etwas an Dynamik fehlt. Ansonsten aber kann ich Erlend Loes Doppler jedem empfehlen, v.a. Skandinavien-/Norwegenliebhabern.

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    AdsonVonMelk

    28. July 2011 um 16:59

    Mann - Wald - Elch...eine eigenwillige Formation, aber von Beginn an faszinierend. Eigentlich besitzt Andreas Doppler alles, was der moderne Mensch erreichen kann: eine Familie, ein Haus, einen verantwortungsvollen Job - jede Menge Tüchtigkeit, die dem Protagonisten aber nach einem Fahrradunfall wie Schall und Rauch vorkommt. Doppler zieht in den Wald, lässt seine Familie zurück. Das ist Katharsis und Aufbruch zugleich, scheinbar heiter und lakonisch von Loe zum Besten gegeben. Der Einfachheit von Dopplers Dasein folgt die Einfachheit der Sprache ("Es ist wunderbar, Zeit mit jemandem zu verbringen, der nicht reden kann"). Doch man ahnt es: Es steckt mehr dahinter. Dopplers Eskapismus ist auch eine Abrechnung mit der Zivilisation, der berechenbaren Sicherheit, der Tüchtigkeit der Menschen, die funktionieren ohne verstehen zu wollen. Aber selbst die gewählte Einsamkeit wird Doppler nicht gegönnt. Sein Beispiel macht Schule. Er schart Jünger um sich, die ihm aber den Spaß vergällen...Der Mensch ist halt ein soziales Wesen - oder doch nicht?

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    lollebolle

    19. March 2010 um 23:00

    Mann zieht in den Wald um alleine zu sein, Projekt scheitert am sozialen Tier Mensch.
    Komisch, schräg, klasse erzählt.

  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    rkuehne

    08. December 2009 um 12:26

    Eine Aussteigerfantasie. Zur Geschichte: Der erfolgreiche Geschäftsmann und Familienvater Andreas Doppler stürzt mit dem Rad im Wald, fällt unglücklich, oder vielleicht eher glücklich, auf den Kopf und beschließt im Wald zu bleiben. Er baut ein Zelt, tötet eine Elchkuh und zieht deren Junges auf, welches er Bongo nennt. So richtet er sich ein und scheint seinen Frieden mit dem Wald und diversen Tauschgeschäften zu finden, wird aber dennoch immer wieder gestört. Von seiner Frau, von dem Besitzer des Waldes der schlussendlich auch auf sinnsuche gehen und sein Nachbar im Wald werden will und von anderen, die aus unerfindlichen Gründen die Nähe des menschenscheuen Doppler suchen. Einschätzung: In „Doppler“ steckt eigentlich keine große Geschichte und kaum Spannung und doch macht dieses Buch genau das, was es auch ausdrücken will. Nimm dich mal zurück scheint es mir zuzurufen, nimm dich nicht so wichtig und mal raus, aus dem ganzen Trubel. Es nimmt sich zurück und zieht mich somit an. Zudem ist die Geschichte erfreulich locker und fast flapsig geschrieben, so dass man diesen Doppler einfach mögen und verstehen will und muss. Ein kleiner Roman, etwas schräg, witzig und sehr erholsam.

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    MonaMayfair

    08. June 2008 um 21:42

    ich hatte dieses buch vor dem kauf gedanklich mit "die dunkle seite des mondes" von martin suter in verbindung gebracht; entsprechend gross waren meine erwartungen an "doppler". diese erwartungen wurden jedoch in keinster weise erfüllt.. leider.. nebst dem eher etwas langatmigen erzählstil haben mir auch die personen in der geschichte nicht gefallen.. der daumen des kaisers - bzw. in diesem fall der kaiserin - zeigt nach UNTEN

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  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    Hausmeister

    08. January 2008 um 21:58

    Sehr skurril und verschroben, aber genau deswegen liebe ich dieses kleine Stückchen lesenswerte Lebensweisheiten.

  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    honkwilliams

    06. January 2008 um 19:06

    Ganz kanpp an der Bestmarke vorbei! Eine unglaublich seltsame Charakter- und Gesellschaftsstudie. Quatsch! In erster Linie eines der unterhaltsamsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Und dabei niemals flach. Kaufen!

  • Rezension zu "Doppler" von Erlend Loe

    Doppler

    Andras

    11. July 2007 um 19:38

    Ganz sachlich betrachtet, ist das ein Buch über die Midlife-Crisis eines Mannes. Aber sehr nett verpackt: Mann hat Fahrradunfall und beschließt ab jetzt im Wald zu leben. Frau und Kinder können sehen wo sie bleiben und kommen auch ganz gut ohne ihn zurecht. Im norwegischen Wald (bei Oslo) erschiesst er eine Elchkuh und hat ab da das Elchbaby als Begleiter. Beide kämpfen gegen die Tugend der Tüchtigkeit. Und das bekommen sie auch prima hin. Ganz konsequent sind sie allerdings nicht und somit wird das Buch eine sehr kurzweilige Sommerlektüre. Prima norwegische Literatur.

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