Erlend Loe Ich bring mich um die Ecke

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Inhaltsangabe zu „Ich bring mich um die Ecke“ von Erlend Loe

Die Ich-Erzählerin Julie ist 18 Jahre jung und eine Tochter aus bestem Osloer Hause. Bei einem Flugzeugabsturz kommen ihre Eltern und ihr Bruder ums Leben und sie ist fortan auf sich allein gestellt. Sie hat für das neue Jahr nur einen Vorsatz: selbst zu sterben. Allerdings darf dieser Selbstmord nicht gewöhnlich sein und so beginnt die Suche nach einer exklusiven Art, aus dem Leben zu scheiden. Ein großer Roman mit Happy End. Unterhaltsam und überraschend, mit tiefer Ironie versehen, spielt Loe mit Vorurteilen und Klischees.

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  • Rezension zu "Ich bring mich um die Ecke" von Erlend Loe

    Ich bring mich um die Ecke
    anette1809

    anette1809

    23. January 2011 um 19:45

    "Ich bring mich um die Ecke" habe ich bereits im letzten Jahr gelesen und mir nun zusätzlich als Hörbuch einverleibt. Konnte mich Erlend Loes lakonischer Humor in der Buchvorlage noch nicht völlig überzeugen, hat das Anna Carlsson mit ihrer Verkörperung der Hauptfigur Julie geschafft! Die Geschichte in Tagebuchform ist überhaupt wie geschaffen für ein Hörbuch. Ich-Erzählerin Julie verliert im Alter von 18 Jahren ihre komplette Familie - Eltern und den älteren Bruder - durch einen Flugzeugabsturz. Aus einem behüteten Elternhaus stammend, bei dem der erfolgreiche Vater bereits genaue Vorstellungen vom beruflichen und gesellschaftlichen Werdegang seiner Kinder hatte, fühlt Julie sich nun verlassen und allein. Auch ihre Freundin und der Psychiater Geier, der bei ihr nur "Psychogeier" heißt, können ihr nicht helfen oder gar die Lebensfreude zurückgeben. Julie hat nur noch ein Ziel vor Augen: auf möglichst ungewöhnliche Art aus dem Leben zu scheiden. Sich während einer Schulaufführung zu erhängen oder bei Hühnern mit der Hühnerpest anzustecken, sind nur zwei von Julies irrwitzigen Ideen, wie man dem Tod AUF die Schippe springen kann. Anna Carlsson schafft es mit jugendlicher Frische und einer sympathischen Ausstrahlung Julie Leben einzuhauchen. Erlend Loes "Ich bring mich um die Ecke" weiß mit einem ganz speziellen Humor zu punkten, der einen über eine Geschichte lachen lässt, die mit einem traurigen Schicksalsschlag ihren Anfang nimmt. Trotzdem bleibt einem nie das Lachen im Hals stecken. Julies Ansichten und Lebensweisheiten enthalten oft einen wahren Kern und die Geschichte darüberhinaus viele Zitate und Textstellen, die auch noch nachwirken, wenn man den Deckel über der letzten Seite zugeschlagen bzw. die letzte CD zu Ende gehört hat.

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  • Rezension zu "Ich bring mich um die Ecke" von Erlend Loe

    Ich bring mich um die Ecke
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. November 2008 um 18:02

    Julie ist achtzehn Jahre alt und lebt in Oslo. Ihr Vorsatz für das neue Jahr ist, zu sterben. Und zwar nicht einfach so, sondern auf möglichst spektakuläre und eindrucksvolle Art und Weise... Wie kommt ein junges Mädchen auf solch eine Idee?! Hier handelt es sich beileibe nicht um schnöden Liebeskummer oder Stress mit den Lehrern. Keine Gewichtsprobleme oder sonstiger Teenagerkram. Nein,... Julie hat allen Grund, ihr Leben als sinnlos zu betrachten. Im April verlor sie bei einem Flugzeugabsturz über Afrika ihre Eltern und ihren großen Bruder Tom, die dort Urlaub machen wollten. Als Abschied blieb ihr nur eine Sms ihres Vaters: Mach, was Du willst! Traurig und leer, aber doch vor allem wütend, sitzt sie nun in der Stadtvilla ihrer Eltern, hat zwei Autos und eine Menge Geld geerbt und schreibt Tagebuch, dessen Einträge man auf den vier Cds hören kann. Jeder scheint besser zu wissen, was gut für sie ist, als sie selbst. Jeder erteilt ihr kluge Ratschläge, wie sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen kann. Doch Julie will ihr Leben gar nicht in den Griff kriegen. Sie will zu Mama, Papa und Tom und deshalb wird sie ihren Plan auch in die Tat umsetzen. Ein erster und zweiter Versuch gehen schief. Also flüchtet sie aus Norwegen und tritt eine Reise quer durch die Welt an. Ruhelos streift sie durch die Länder, die einzige Konstante ist das Schreiben in ihrem Tagebuch. Schließlich landet sie auf Gran Canaria, einem Ort, der sie emotional sehr berührt, da sie hier schöne Tage mit ihrer Familie verbracht hat. Und Julie merkt, dass sie sich langsam beeilen muss, zu sterben. Wird sie tatsächlich ihre letzte Reise antreten? Erlend Loes neues Werk wird von der Sprecherin Anna Carlsson auf sehr berührende Weise vorgetragen. Sie hat es geschafft, sich ganz in Julies Geschichte hinein zu denken und zu fühlen und bringt so dem Zuhörer die unterschiedlichen Emotionen sehr nah. Julies Verzweiflung über den Tod ihrer Familie ist regelrecht spürbar, ebenso wie die Wut darüber, von ihnen verlassen worden zu sein. Der Sarkasmus der jungen Protagonistin kommt wie ihre nahezu philosophischen Gedanken realistisch und klar an, sodass man mal traurig, mal belustigt, mal leicht entsetzt den Worten der Vortragenden lauscht. Carlsson haucht der Geschichte Leben ein, obwohl oder gerade, weil es um den Tod geht. Selbst dem etwas zu vorhersehbaren Ende kann sie so über die Schwächen hinweg helfen. Sie ist eine Sprecherin, die es versteht, mit ihrer Stimme nicht nur zu fesseln sondern auch zu berühren. Dies und die faszinierende Geschichte Loes machen dieses Hörbuch zu dem was es ist: einfach hörenswert.

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