Erling Jepsen

 3.4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Die Kunst, im Chor zu weinen, Dreck am Stecken und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Erling Jepsen

Die Kunst, im Chor zu weinen

Die Kunst, im Chor zu weinen

 (13)
Erschienen am 20.10.2008
Kopfloser Sommer

Kopfloser Sommer

 (5)
Erschienen am 13.10.2012
Dreck am Stecken

Dreck am Stecken

 (6)
Erschienen am 07.08.2006
Fürchterlich glücklich

Fürchterlich glücklich

 (2)
Erschienen am 17.10.2010
Mit freundlicher Anteilnahme

Mit freundlicher Anteilnahme

 (1)
Erschienen am 21.08.2011

Neue Rezensionen zu Erling Jepsen

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L

Rezension zu "Kopfloser Sommer" von Erling Jepsen

Rätselhafte Ereignisse
lollo75vor 8 Monaten

Aus der Sicht der jungen Emilie erzählt der Autor die Geschichte eines Sommers in dem so einiges passiert. Sowohl Schauriges als auch Schönes. Was ist wahr, was passiert in Emilies Fantasie? Einfühlsam beschreibt der Autor die Gedanken der Ich-Erzählerin Emilie und man lebt beim Lesen in Ihrer Welt. Eine Mutter, die man mal liebt und mal hasst. Einen kleinen Bruder um den man sich sorgt, dies aber manchmal auch lästig ist... und ein junger Mann von dem man fasziniert ist, aber auch spürt, dass er ein Geheimnis hat. Der Roman ist in der Ich-Form und Gegenwart verfasst und lässt sich sehr flüssig lesen.

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Sternenstaubfees avatar

Rezension zu "Fürchterlich glücklich" von Erling Jepsen

Rezension zu "Fürchterlich glücklich" von Erling Jepsen
Sternenstaubfeevor 8 Jahren

Der Polizist Robert Hansen wird von Kopenhagen nach Südjütland versetzt. Hier möchte er sich etwas erholen, denn die Scheidung von seiner Frau hat ihn sehr mitgenommen. Auch seine Mutter, die auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist ihm keine große Hilfe gewesen. Aber er merkt schnell, daß auch auf dem Dorf nicht alles so beschaulich ist, wie er sich das gewünscht hätte. Er verliebt sich in Ingerlise, doch die ist bereits verheiratet mit dem brutalen Jorgen...
Ich bin mir nicht schlüssig, wie ich diesen Roman beurteilen soll. Einerseits fiel mir das Lesen leicht, denn der Schreibstil ist durchaus angenehm. Auch die Story an sich ist eigentlich gar nicht mal so schlecht, aber einige Begebenheiten sind für mich einfach viel zu sehr an den Haaren herbeigezogen.
Da bekommt Robert zum Beispiel Besuch von seiner Mutter, die dann in der Kneipe plötzlich einen Striptease im Rollstuhl hinlegt und mit Jorgen stürmisch zu knutschen beginnt...
Das ist für mich irgendwie zu weit von der Realität entfernt und macht die Story unglaubwürdig. Auch die beiden Morde, die ganz versehentlich und zufällilg geschehen. Das ganze Dorf weiß Bescheid, aber niemand kümmert sich...
Okay, es ist eine Parodie, und da darf es natürlich ruhig weit von der Realität entfernt sein, aber trotzdem kann ich diesen Roman nur mit drei Sternen bewerten.

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einMalTees avatar

Rezension zu "Die Kunst, im Chor zu weinen" von Erling Jepsen

Rezension zu "Die Kunst, im Chor zu weinen" von Erling Jepsen
einMalTeevor 8 Jahren

Ein Familiendrama aus der Froschperspektive

Vater, Mutter, Tochter, älterer und jüngerer Sohn. Klassisches Familienbild. Es gibt Höhen und Tiefen im Alltag und auch mal Außergewöhnliches.
Nur die Intensität der Höhen und Tiefen variiert immer wieder. Und in der Familie um den elfjährigen, jüngsten Sohn gibt es allerhand Tiefen. Niederschmetternd tief sind sie, dass er es kaum begreift. Er kann es gar nicht, ist ein Kind und naturgegeben noch naiv. Doch er hat auch seinen Stolz und seine Ideen von einer besseren Welt zum Wohlsein aller, die er immer wieder versucht zu realisieren.

Er erzählt die Geschichte des Vierpersonenhaushaltes (der Älteste ist ausgezogen) aus Südjütland, Dänemark. Sein Vater betreibt ein kleines Geschäft, seine Mutter erfüllt die klassische Rolle der Hausfrau. Der Junge, dessen Namen der Leser nicht erfährt, geht mit seiner größeren Schwester Sanne in die Schule.
Eine Sache, fast ein Hobby, verbindet ihn mit seinem Vater: Beerdigungen. Und damit erfüllen beide auch einen Zweck. Vater, so wie er im ganzen Buch über genannt wird, „hat die Macht der Worte“. Bei mehr oder weniger Bekannten der Familie hält er nach der Bestattung eine fulminante Grabrede. Dabei steht sein Sohn neben ihm, ergreift seine Hand, lässt all seinen Charme spielen und ganz langsam kullert ihm eine Träne vom Gesicht. Alle Anwesenden sind von diesem perfekten – beinahe inszeniertem – Ereignis so gerührt, dass sie selber in Tränen ausbrechen.
Gut fürs Geschäft: Danach läuft der kleine Laden des Vaters rund, denn alle Trauergäste kaufen bei ihm ein. Der Sohn versteht nicht, dass eine derartige Handlung völlig geschmack- und pietätlos ist. Er sieht darin den Vorteil für die Familie und die Haushaltskasse.
Doch das sind bei weitem nicht die einzigen Verständnisprobleme des Kindes. Der Abgrund der Familie und das Ende, das sich ganz langsam selbst vorbereitet auf einen großartigen Schluss, wird immer größer. Als der Vater von der eigenen Tochter verlangt – sie ist vierzehn – öfter neben ihm auf dem Sofa zu schlafen, ist das für den Sohn nur eine nette Geste. Dass sie vergewaltigt wird, und das regelmäßig wird dem Leser als ein familiärer Gefallen beschrieben.
Als Sanne es nicht mehr aushält und diese Probleme mit Alkohol und Zigaretten zu kompensieren versucht, wird sie in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Aufopfernd und liebevoll versucht der jüngste Sohn der Familie sie wieder nach Hause zu bringen...

Jepsen schafft es auf erschreckende und atemberaubende Art und Weise den Leser in den Kopf des Kindes zu versetzen: Seine Gedanken, sein Handeln, sein Tun und seine infantile Naivität. Der Leser versteht das Kind, will aber das Geschehen außenherum nicht begreifen, so abtrünnig ist es. Gleichzeitig wirft Jepsen den Leser in Zeit vor mehreren Dekaden. Eine kleine, unscheinbare Dorfidylle zeigt neben der besprochenen Familie noch ganz andere kuriose aber auch normale Abwegigkeiten.
Die Macht der Worte hat hier der Autor, nicht immer der Vater. Mit vielen einfachen Sätzen, wie sie Kinder nun einmal eben denken, nimmt die spannende, seltsame, komische und ungewohnte Handlung seinen Lauf Richtung unvorstellbarer Alltag, in dem immer wieder auf seltsame Art und Weise Menschen sterben.

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