Wenn ich das Buch in zwei Worten beschreiben müsste, wären es: intensiv und fesselnd. Schon ab der ersten Seite wird man in die Welt des Protagonisten entführt und kann sich dem nicht mehr entziehen. Diebische Freude abwechselnd mit Schwermut, Verwirrung und Fassungslosigkeit, für die Gefühle bleiben jedoch nicht viel Zeit, ein Ereignis jagt auf das nächste. Es bleibt einem also nichts anderes übrig, als sich dem hinzugeben und geschehen zu lassen. Eine sehr empfehlenswerte, aufrüttelnde Lektüre.
Ernest Albert
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Der Metro-Medizinmann
Neue Rezensionen zu Ernest Albert
Begeistert! Das Buch ist wach, verrückt und dadurch echt; es ist poetisch analytisch; es hat keine Geschichte und die Handlung rast.
Der Metro-Medizinmann ist ein brilliant geschriebener, atemloser und fesselnder Roman. Soeben von der Agglomeration in die Stadt gezogen, nimmt die Ich-Figur auf einer Tour in den illegalen Bars der 90er Jahre eine Wette mit dem Metro-Medizinmann an. Um nichts weniger als um die Lebensmotivation soll es dabei gehen. Damit ist auch die Dimension dieses Romans gleich eingeführt: Ein Gesellschaftsroman der 90er Jahre, in der die neoliberalen Transformationen in Beziehung gesetzt werden mit der Technoszene, Nietzsche kommentiert wird und nach der „Erbblindheit, die einen am sofortigen Sterben hindert“, gefragt wird.
Der Leser leidet mit der Ich-Figur an der Liebe und am Leben, geniesst bei den Sexszenen mit und durchlebt mit ihr verschiedene Rauschzustände. Der furiose, tiefgründige Roman fesselt mit scharfen und zuweilen bösen Analysen und zeugt im Kern von tiefster Humanität.
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