Ernest Albert

 4.8 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Ernest Albert

Ernest AlbertDer Metro-Medizinmann
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Der Metro-Medizinmann
Der Metro-Medizinmann
 (4)
Erschienen am 16.11.2016
Ernest AlbertWandel schweizerischer Arbeitswerte
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Wandel schweizerischer Arbeitswerte
Wandel schweizerischer Arbeitswerte
 (0)
Erschienen am 25.08.2011

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P

Rezension zu "Der Metro-Medizinmann" von Ernest Albert

Taufrisch-fröhliche Urteilslust streift durch "das Sein"
prycousvor 2 Jahren

Begeistert! Das Buch ist wach, verrückt und dadurch echt; es ist poetisch analytisch; es hat keine Geschichte und die Handlung rast.

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F

Rezension zu "Der Metro-Medizinmann" von Ernest Albert

Kluge Analysen, berauschende Sprache: Ein fesselnder Gesellschaftsroman über die 90er
Francesca_Tommasivor 2 Jahren

Der Metro-Medizinmann ist ein brilliant geschriebener, atemloser und fesselnder Roman. Soeben von der Agglomeration in die Stadt gezogen, nimmt die Ich-Figur auf einer Tour in den illegalen Bars der 90er Jahre eine Wette mit dem Metro-Medizinmann an. Um nichts weniger als um die Lebensmotivation soll es dabei gehen. Damit ist auch die Dimension dieses Romans gleich eingeführt: Ein Gesellschaftsroman der 90er Jahre, in der die neoliberalen Transformationen in Beziehung gesetzt werden mit der Technoszene, Nietzsche kommentiert wird und nach der „Erbblindheit, die einen am sofortigen Sterben hindert“, gefragt wird. 

Der Leser leidet mit der Ich-Figur an der Liebe und am Leben, geniesst bei den Sexszenen mit und durchlebt mit ihr verschiedene Rauschzustände. Der furiose, tiefgründige Roman fesselt mit scharfen und zuweilen bösen Analysen und zeugt im Kern von tiefster Humanität. 

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A

Rezension zu "Der Metro-Medizinmann" von Ernest Albert

"What the hell of a ride!"
Alobarvor 2 Jahren

Der Metro-Medizinmann

What the hell of a ride! Erst ungläubig, dann fast schon verloren wandere ich durch den Text von Ernest Albert. Ich will sagen „Holt mich da raus!“, doch es ist schier niemand da geblieben, der mich hören, geschweige denn raus holen könnte. Denn der Text hat mich längst verschlungen, eingesogen, teils zerkaut und, ja, zwischendurch auch wieder ausgespuckt.

Die Handlung ist leicht erklärt – ein scheinbar junger Mann auf seinen Wegen, Irrwegen, Umwegen rund um ein Leben in der sogenannten normalen Welt. Sternenförmig zieht er seine Kreise, teilweise in Abstimmung mit einem „Medizinmann“, der dem jungen Mann Struktur einhaucht, wo ausschließlich „normales“ Leben ist. Spannende Geliebte lässt er ebenso schnell zurück wie unerfüllte Lieben, verlorene Seelen, neue Bekanntschaften.

Hier sind die Momente, in denen ich mich nach einem Stückchen blauen Himmel, nach einem grünlich schimmernden Seeufer oder einer Hand voll schwarzer Erde zu sehnen beginne. Doch dafür ist keine Zeit, die Lebenswellen des jungen Mannes landen in schier überquellender Dynamik immer schneller und schneller auf den Seiten dieses wilden Romans: Schonungslos wird weitererzählt, Emotionen, Gefühle, alleine schon die Angst oder die Freude, dass ein Leben in dieser Reinstform hinter unserer Wohnungstüre auf uns warten könnte, das alles hat keinen Platz, denn da ist der Autor schon wieder eine Tür weiter, eine Begegnung tiefer, eine Wohnungsauflösung schneller gewesen …

Wie eine Marionette wurde ich am Ende von Albert an Schnüren in den Nachthimmel hochgezogen – es ist der Moment, als sich der Hauptprotagonist unter schier unbeschreibbaren Umständen (Albert schafft auch das!) in eine Trance fallen lässt, sich im Countdown der Entschleunigung seines Pulses der Welt hingibt um am Ende den Weltenkreis zu schließen … 

Ein Buch, das Platz haben darf, wenn ich mit der Kerze in der Hand aus dem Keller hochgekrochen komme: Ein paar Seiten lesen, im Zimmer umschauen, zufrieden sein: Am Ende bestärkt das Buch darin, dass das, was ist, gut ist. Den Zustand erreiche ich dann, wenn ich mich voll auf den Inhalt einlasse – denn nur dann, dann kann ich ihn am Ende auch ganz loslassen …

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