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Blaetterwind

vor 6 Monaten

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Klappentext:
Zack Lightman ist ein Träumer und Geek. Seine Freizeit verbringt er am liebsten vor dem Computer, und richtig gut ist er nur in ›Armada‹, einem Virtual-Reality-Shooter, in dem eine außerirdische Spezies versucht, die Erde zu erobern. Damit ähnelt sein Leben zahlreicher anderer Gamer. Bis eines Tages ein echtes Alien-Raumschiff über seiner Heimatstadt auftaucht – und aus dem Computerspiel bitterer Ernst wird. Denn als sich die ersten Wellen außerirdischer Raumschiffe ankündigen, sind es allein die Gamer, die ihnen im Drohnenkampf gewachsen sind. Die besten unter ihnen werden von der Earth Defense Alliance angeworben und ausgebildet. Von einer geheimen Operationsbasis auf dem Mond aus führen Zack und seine Freunde einen Krieg, in dem es um das Schicksal der Erde geht.

Meine Meinung:
Es fällt mir schwer, generell etwas Gutes über das Buch zu sagen, denn für mich war das Lesen eine Berg- und Talfahrt. Der Anfang ist stark und gibt erstmal einen Einblick in das Leben von Zack: Als ein stereotypischer Gamer mit Aggressionsproblem wächst er ohne Vater auf, der ebenfalls wie er eine Begeisterungsfähigkeit für Sci-Fi und Weltraum hatte.
Dann folgt der schwache Mittelteil, der zwar durch den angenehmen Lesestil lesbar ist, aber keinen Spaß macht. Viel deskriptive Erklärungsarbeit wird hier getätigt und vieles scheint monoton, teilweise verhalten sich die Figuren völlig unverständlich und viel zu schnell/sprunghaft. Oft kam es vor, dass ich selbst bei den Dialogen das Gefühl hatte, dass so doch keiner seine Gedanken formulieren würde. Die "überraschenden Wendungen", die durch die Stereotypisierungen alles andere als überraschend sind, verlieren ihren Reiz schon in dem Moment, wo sich erstmals ein Hinweis auftut, dass es dazu kommen könnte.
Ab dem Mittelteil fangen die gut gemeinten Anspielungen auf die zahlreichen anderen Werke auch an, zu nerven. Man wird das Gefühl nicht los, als würde der Autor zwanghaft Anspielungen hineinpressen oder sein breites Wissen über die Thematik zur Schau stellen wollen. Ich hätte es jedenfalls wesentlich angenehmer gefunden, wenn es wenige, aber dafür pointierte Erwähnungen gewesen wären.
Gegen Ende wird es wieder besser, aber der Autor zieht hier das Tempo dermaßen an, dass es teilweise etwas lächerlich wirkt. Die Raumschlachten machen kaum ein drittel/viertel des Buchs aus und wirken immer wieder gleich. Gleichzeitig kommt das Ende von ihnen immer schnell, sprunghaft wechselt die Szene, dann kommt die "große Auflösung", die leider auch viel zu knapp abgehandelt wurde und man sich dadurch total vor den Kopf gestoßen fühlt.
Das Buch wäre meiner Meinung nach schon wesentlich besser gewesen, wenn man den Mittelteil kürzer gehalten und sich dafür auf die Figuren, ihre Entwicklung und auf den späteren Teil konzentriert hätte. So wirkt das Ganze leider nicht ausgereift, als wäre einem am Ende keine Zeit mehr geblieben und man müsse es jetzt schnell fertig schreiben.

Fazit:
Leider konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen, auch wenn es durchaus einige positive Aspekte hatte. Der starke Anfang und der angenehme Schreibstil machen das Buch eigentlich interessant, es wird aber durch die Stereotypisierung, die Vorhersehbarkeit und das viel zu schnelle Ende jäh in den Boden gestampft.

Autor: Ernest Cline
Buch: Armada
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