Ernest Cline Ready Player One

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Inhaltsangabe zu „Ready Player One“ von Ernest Cline

It's the year 2044, and the real world has become an ugly place. We're out of oil. We've wrecked the climate. Famine, poverty, and disease are widespread. Like most of humanity, Wade Watts escapes this depressing reality by spending his waking hours jacked into the OASIS, a sprawling virtual utopia where you can be anything you want to be, where you can live and play and fall in love on any of ten thousand planets. And like most of humanity, Wade is obsessed by the ultimate lottery ticket that lies concealed within this alternate reality: OASIS founder James Halliday, who dies with no heir, has promised that control of the OASIS - and his massive fortune - will go to the person who can solve the riddles he has left scattered throughout his creation. For years, millions have struggled fruitlessly to attain this prize, knowing only that the riddles are based in the culture of the late twentieth century. And then Wade stumbles onto the key to the first puzzle. Suddenly, he finds himself pitted against thousands of competitors in a desperate race to claim the ultimate prize, a chase that soon takes on terrifying real-world dimensions - and that will leave both Wade and his world profoundly changed. (Quelle:'E-Buch Text/18.08.2011')

It's absolutely gripping and fortunately has some good humor! Suitable for anyone even if you aren't usually into sci-fi dystopian novels.

— Toni_Maximoff
Toni_Maximoff

Geniales Buch! Unglaublich spannend, mit viel Action und dabei absolut glaubwürdig. Dieses Buch hat einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank

— BoboJu
BoboJu

Richtig richtig richtig tolles Buch! Und so spannend! Ich empfehle dabei die ganze Zeit 80er Jahre Musik zu hören :)

— maggiterrine
maggiterrine

Ein spannender Pageturner, der die Faszination und den Schrecken von Technologie und fiktiver Realität auf beeindruckende Weise darstellt.

— Weltensucher
Weltensucher

Ein genialer Roman, für den aber etwas Wissen von alten Videospielen von Vorteil ist und welcher viele ernste Themen behandelt.

— RueSar
RueSar

Prinzipiell eine starke Dystopie. Leider zu viel 80er Jahre Inhalt und zu viele technische Aufzählungen...

— Sternenstaub_Buchblog
Sternenstaub_Buchblog

Eine wilde Schnitzeljagd in einer gigantischen, virtuellen Welt voll 80er Jahre Nerd-Klassikern.

— Sakuko
Sakuko

Dieses Buch lässt ein Gamer Herz höher schlagen.

— Gwen_liest
Gwen_liest

Großartige Science-Fiction, die den Charme der 80er bestens einfängt.

— RolandKa
RolandKa

Absolutely brilliant! Spannung pur und viele Plot Twists. Für Nerds wie mich bestens geeignet und ideal zum mitraten.

— amelancholytown
amelancholytown

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  • Rezensionen
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  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Brilliantly relatable

    Ready Player One
    Toni_Maximoff

    Toni_Maximoff

    24. March 2017 um 21:24

    I'm not a fan of spoilers so I'm not going to say anything about the plot, but I really liked the mood of the story even though it took me one or two chapters to get into it. The characters are relatable and the book raises a few interesting ethical questions like "Do you even have a true identity if you can choose to be whoever you want to be in a virtual reality without interacting with anyone in real life?" It's definitely worth a read. I think it's absolutely fantastic and very entertaining

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  • Von vorne bis hinten einfach klasse!

    Ready Player One
    maggiterrine

    maggiterrine

    03. March 2017 um 16:17

    Schon auf der ersten Seite des Buchs wird klar, dass es bei dem Buch um einen Wettkampf geht, der einen einfachen Jungen zur Legende machen wird!Das wars. Ab dem Moment hatte mich das Buch schon. Ich wollte wissen, wie es dazu kommt und mich gemeinsam mit dem Hauptcharakter freuen, der durch harte Arbeit und Grips all seine Sorgen für immer hinter sich lassen kann! Hoffentlich.Und tatsächlich hat das Buch auch nach diesen ersten Seiten stetig abgeliefert! Die Spannung die aufgebaut wird, war teilweise so greifbar, dass ich ab und zu das Buch einfach mal zur Seite legen musste um tief durchzuatmen. Ich hab einfach zu sehr mit dem Hauptcharakter mitgefiebert!Sehr sympathisch fand ich auch die vielen 80er Jahre Anspielungen, bei denen ich mir immer auf die Schulter geklopft habe, wenn ich mal wusste wovon die Rede war. Die ganze Atmosphäre hat mich dabei ziemlich an die Serie "Stranger Things" erinnert, in der ebenso liebevoll ein Bild der Medienkultur der 80er gezeichnet wurde. Einfach klasse! Dieses Buch zu lesen und dabei im Hintergrund Musik aus den 80ern laufen lassen ist übrigens mein ganz heißer Tip!Patrick Rothfuss schreibt zu "Ready Player One" er habe das Gefühl, dieses Buch sei extra für ihn geschrieben worden. Und tatsächlich hat man das Gefühl, dass er sich für seine Bücher so einiges von "Ready Player One" abgeschaut hat! Wer also die Königsmörderreihe von Rothfuss mochte und dazu alten Computerspielen und 80er Jahre Kult nicht ganz abgeneigt ist, wird dieses Buch eben so gut finden!

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  • Ready Player One von Cline Ernest

    Ready Player One
    RueSar

    RueSar

    10. November 2016 um 17:22

    Auf „Ready Player One“ bin ich zufällig beim Stöbern im Internet gestoßen. Da ich ja selber auch ein kleiner Computer-Nerd bin und mich derzeit auch sehr für das Thema „Virtual Reality“ interessiere, musste ich das Buch auf jeden Fall lesen. Die Geschichte spielt im Jahre 2044: die Rohstoffe der Welt wurden bis aufs letzte ausgebeutet, die Menschheit hungert und unsere Welt ist zu einem trostlosem Ort geworden. Daher „retten“ sich die Menschen in die virtuelle Realität, genannt OASIS. Als der Erfinder von OASIS stirbt, bricht eine Jagd auf sein Erbe los. Einer dieser Jäger ist Wade, welchen der Leser durch den Roman hindurch begleitet. Was einem vor Beginn des Lesen vielleicht klar sein sollte ist, dass im Roman sehr viele alte Spiele/Filme/Computer erwähnt werden, wobei vor allem die Spiele eine wichtige Rolle spielen. Ich kenne einige dieser im Buch erwähnten Spiele, aber jemand der sich damit überhaupt nicht auskennt, wird wohl weniger Freude mit diesem Buch haben. Ich persönlich finde genau diese Erwähnungen der alten Spiele extrem genial. Im Prinzip wird ein Stück Computerspielgeschichte thematisiert, welche den Beginn sämtlicher Videospiele aufzeigt. Grundsätzlich werden in „Ready Player One“ sehr viele ernste Themen angesprochen: die Ausbeutung unserer Resourcen, Internet Tracking, Datensicherheit, die fragliche Identität der Menschen hinter dem PC und noch einiges mehr. Vor allem ist aber Virtual Reality ein großes Thema, wo es ja auch in der echten Welt derzeit große Debatten gibt. Die virtuelle Realität wird im Roman für viele Menschen ihr echtes Leben, sie ersetzt die ausgebeutete Welt und ist zusätzlich viel größer und schöner als sie. Doch ist es der richtige Weg, sich einfach in ein zwar schöneres, aber nur online existierendes Leben zu retten? Der Autor Ernest Cline hat es bei diesem Roman geschafft, mich von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln. Das liegt einerseits an dem wunderbaren Online-Setting, andererseits ist der Roman auch durchgehend spannend geschrieben. Die Sprache ist sehr naturgetreu zu den „unseren“ Onlinespielern gehalten, was ich aus eigener Erfahrung sagen kann. Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen und der Autor beschreibt die Szenen und Regeln der Onlinewelt verständlich. Negativ fiel mir jedoch zu Beginn auf, dass der Hauptprotagonist sich teilweise über 24 Stunden in der virtuellen Realität befindet, ohne seinen menschlichen Bedürfnissen nachgehen zu müssen. Im späteren Verlauf werden zwar Pausen erwähnt, aber zu Beginn muss Wade wohl eine Blase aus Stahl besitzen und keinen Hunger oder Durst verspüren. Auch erwähnenswert ist vielleicht, dass das Englische Cover zwar meiner Meinung nach sehr schön aussieht, aber die abgebildeten Wohnwagentürme kaum vorkommen, da die Geschichte beinahe nur in der OASIS spielt.Fazit Ein genialer Roman, für den aber etwas Wissen von alten Videospielen von Vorteil ist und welcher viele ernste Themen behandelt. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen.

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  • Ein Old-School Adventure in modernem Gewand

    Ready Player One
    Sakuko

    Sakuko

    19. March 2016 um 20:32

    Die Geschichte spielt in der nicht so fernen Zukunft. Durch eine Energiekrise und Klimaveränderungen ist die Welt zu einem eher trostlosen Planeten geworden. Viele Menschen flüchten sich daher in die virtual reality genannt OASIS, ein Videospiel und eine Alternative Realität, mit so ziemlich jeder Art Inhalt, die man sich vorstellen kann.Der Entwickler von OASIS ist für 5 Jahren verstorben und statt einem Testament hat er einen Wettbewerb hinterlassen. In OASIS sind 3 Schlüssel verborgen und 3 Tore zu finden. Wer zuerst das 3te Tor bewältigt erbt sein komplettes Vermögen und die Kontrolle über die Firma. Er war ein großer Fan der 80 Jahre und alle Hinweise auf dieses Easter Egg haben mit Serien, Filmen, Spielen, Musik aus dieser Zeit zu tun.Wade ist ein junger High Schüler der in der OASIS zur Schule geht. Seine komplette Freizeit geht mit der Suche nach den Schlüssel drauf. Bis er eines Tages plötzlich die entscheidende Verbindung knüpft und den ersten Schlüssel findet. Plötzlich ist er weltberühmt und die Firma IOI, die ebenfalls versucht, des Ei zu finden um Kontrolle über die OASIS zu erlangen, ist hinter ihm her.Ich habe mehrfach gehört diese Buch wäre eine Dystopie. Aber während es der Menschheit sicher nicht gut geht ist das überhaupt nicht der Fokus des Buches. Es geht in erster Linie um die Schatzsuche. Gutes altmodisches Rätsel lösen, obskure Hinweise zusammen setzten und sehr viele Videospiele besiegen. Außerdem gibt es Kämpfe epischen Ausmaßes.Es gibt sehr, sehr viele 80er Jahre Referenzen. Filme, Bücher, Videospiele, Rollenspiele, Fantasy, Sci-Fi, Musik. Alles was nerdig und geekig war in diesem Jahrzehnt wird aufgegriffen. Dabei kann es sicher nicht schaden, wenn man diese Dinge kennt, aber auch wenn man nicht jeden Film gesehen und jedes Spiel gespielt hat, ist das Buch noch spannend. Ein weiteres wichtiges Thema ist Freundschaft und Liebe über den virtuellen Raum. Ich fand es sehr gut, wie das Buch das Thema aufgegriffen und behandelt hat.Das waren auch die Punkte, die mir am meisten Spass gemacht haben. Es gibt auch noch ein paar Handlungsstränge mit IOI der essentiell bösen Firma, die OASIS an sich bringen möchte, um monatliche Gebühren zu erheben. Die nimmt hier den Platz des Bösewichtes ein, und während das Konzept eigentlich zu übertrieben und Klischeehaft ist, finde ich passt es gut in das Buch, da es praktisch den Part des Endgegners in einem Spiel übernimmt.Ich habe mich jedenfalls selten von einem Buch so unterhalten gefühlt. Es ist wie ein absolut spannende Questreihe in einem MMO die man mit guten Freunden zusammen löst. Und auch wenn ich zwar während der 80er am Leben war, so war ist zu dem Zeitpunkt noch wenig an den ganzen nerdigen Sachen interessiert, trotzdem hat das Buch bei mir total angeschlagen. Es geht nämlich weniger um die Franchises an sich als um die absolute Begeisterung der Charaktere für diese Dinge.

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  • Rezensions zu Ready Player One

    Ready Player One
    amelancholytown

    amelancholytown

    01. August 2014 um 13:49

    Wirft man eine dystopische Welt, die Popkultur der 80er, eine machtgierige Firma und einen einsamen Nerd in einen Topf und würzt dies mit einer Prise Liebe und Freundschaft so erhält man Ready Player One. Der Roman handelt von einer verbissenen Jagd nach einem Easter Egg, dass vom Schöpfer der virtuellen Realität OASIS innerhalb seines Spieles versteckt wurde, um den Erben seines gesamten Vermögens zu bestimmen. Doch nicht nur die verschiedenen Rätsel und Aufgaben stellen sich dem Protagonisten während der Suche in den Weg, auch die Firma IOI hat ihre Finger im Spiel und schreckt vor nichts zurück, um den Gewinn für sich zu beanspruchen. Mich hat Ready Player One von Anfang bis Ende überzeugt. Die Story ist sehr gut durchdacht und bleibt von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Es gibt kaum langatmige Stellen und selbst die sind auf ihre Weise doch interessant. Ich denke, dass die Geschichte vor allem für Fans der 80er Jahre und Leute, die sich im Bereich von Gaming, Comics und Kultfilmen zu Hause fühlen, geeignet ist. Denn dann zaubern die vielen Referenzen immer mal wieder ein Grinsens ins Gesicht und man hat die Möglichkeit, bei den Hinweisen auf das Easter Egg selber mitzuraten. Fazit: Ready Player One ist eine unterhaltsame Geschichte, die man durchaus auch mehrere Male lesen kann. Die vielen Anspielungen auf die Popkultur der 80er machen das Buch wirklich einzigartig. Ein Must-Have für alle bekennenden Nerds, aber auch geeignet für all diejenigen, die in diesem Gefielde nicht so bewandert sind. Deshalb vergebe ich 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Ready Player One" von Ernest Cline

    Ready Player One
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Rezension folgt am 14.03.2012:
    Tolles Buch!!!

    • 2
  • Eigentlich überhaupt nicht mein Thema.

    Ready Player One
    DaniElaDuett

    DaniElaDuett

    04. June 2013 um 17:12

    Der 18-jährige Waise Wade Watts lebt im Jahr 2044 bei seiner Tante, die ihn ziemlich miserabel behandelt, in einem der tausenden aufeinander gestapelten Wohnwagen in überfüllten Parks. Ein Großteil der Erdbevölkerung lebt in Armut und Elend und so ist das Leben nur noch schwer erträglich. Also flüchten sich Milliarden von Menschen in die virtuelle Realität von OASIS: Ein Computerspiel mit unvorstellbar vielen Welten und Planeten, in dem man alles in der realen Welt Mögliche oder auch Unmögliche tun kann ' so sind ebenfalls Schwerelosigkeit und Magie in OASIS vorhanden. Der Multimilliardär und Erfinder von OASIS, James Halliday, hat ein Easter Egg in diesem gigantischen virtuellen Utopia versteckt. Mit Hallidays Tod beginnt ein globaler Wettstreit fast aller Spieler, bei dem es darum geht dieses Easter Egg als erstes aufzudecken. Wer als Erstes die drei Schlüssel findet, die dazugehörigen Tore öffnet und es dann entdeckt, bekommt das ganze Vermögen, also mehrere Milliarden Dollar (was 2044 im Vergleich noch mehr ist als heute) von Halliday und die komplette Kontrolle über OASIS. Wade beginnt also seine Jagd und findet nach mehreren Jahren als Erster auf der Welt den Kupferschlüssel und wird dadurch zur Berühmtheit ' Viele der selbsternannten Jäger gewinnen dadurch neue Hoffnung, doch diese droht der mächtige Konzern IOI wieder zu zerstören, denn er will das Easter Egg finden, dies aber für böse Absichten. Schon bald wird Wade nicht nur im Spiel verfolgt und entrinnt nur knapp dem Tod. So verbündet er sich mit den anderen High Five, also den weltweit besten 5 Spielern, die eigentlich seine Feinde sind, um zu verhindern, dass IOI das Easter Egg vor ihnen findet' Ich habe mich wahnsinnig darauf gefreut, Ready Player One zu lesen und meine Erwartungen wurden definitiv nicht enttäuscht, das ist auf jeden Fall einer meiner Favoriten! Auf den ersten 100 Seiten werden eigentlich nur die Entstehung von OASIS und das Spiel selber beschrieben. Hat man diesen ersten Teil hinter sich, geht es direkt auf die spannende Jagd nach dem Easter Egg mit vielen überraschenden Wendungen. Aber keine Sorge: man wird am Anfang nicht zu Tode gelangweilt, sondern bekommt einen kleinen Einblick in die Welt, in der Wade lebt und wie es zu ihm als Jäger gekommen ist ' also meiner Meinung nach ein durchaus interessanter und wichtiger Teil der Geschichte. Ich kann "Ready Player One" eigentlich nur empfehlen. Jeder, der sich jetzt denken mag, "ich hab keine Ahnung von Automaten- und PC-Spielen" - ich auch nicht. Aber das tut der Unterhaltung keinen Abbruch und außerdem schafft es der Autor, selbst die kompliziertesten "PC-Hacker-Moves" noch anschaulich und verständlich zu erklären. Volle Punktzahl für einen fantastischen unterhaltsamen Roman!

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  • Rezension zu "Ready Player One, English edition" von Ernest Cline

    Ready Player One
    liebling

    liebling

    09. February 2013 um 22:53

    Zum Inhalt: Es ist das Jahr 2044. Die Menschen haben die Erde so gut wie zugrunde gewirtschaftet. Es gibt kaum noch Öl oder sonstige Ressourcen. Nur wenige ganz Reiche haben noch ein angenehmes Leben. Alle anderen leben in heruntergekommenen, völlig überladenen Vierteln. Doch zum Glück gibt es die OASIS, eine virtuelle Welt. Dort kann sich jeder völlig kostenfrei eine neue Identität erschaffen. Man kann heissen, aussehen und sein, was oder wer man will. Auch Wade ist einer dieser Menschen. Im realen Leben ist er Waise, der von seiner Tante nur irgendwie geduldet wird. Er ist schüchtern, zu dick, hat kein Geld. Aber in der OASIS ist er Parzival. Zwar kann er es sich auch dort nicht leisten, seinen Charakter groß auszurüsten, aber er ist weniger schüchtern und er hat Freunde. Außerdem ist er ein Gunter, einer der Charaktere, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das "Easter Egg" zu finden, welches der verstorbene Erschaffer der OASIS hinterlassen hat. Wer die geheimen Schlüssel findet und schwierigen Aufgaben löst und somit am Ende das "Easter Egg" findet, der erbt das gesamte Vermögen des Verstorbenen. Nach mittlerweile sechs Jahren glauben die meisten Gunter kaum noch daran, dass sie der Glückliche sein könnten, und auch Wade hat diese Hoffnung eigentlich nicht mehr wirklich. Doch dann gelingt ihm das Unglaubliche: Er findet den ersten Schlüssel. Und damit beginnt ein verrücktes Abenteuer, das Wade quer durch die ihm so lieb gewordene virtuelle Welt und durch die 1980er Jahre mit allen ihren Arcade-Spielen, ihrer wilden Gitarrenmusik und ihren Cartoonserien führt. Meine Meinung: Was für ein krankes und gleichzeitig wunderbares Buch! Mein Kopf dreht sich immer noch von dieser wilden Reise und vielleicht sollte ich mir ein bis zwei Tage Zeit lassen, bevor ich eine Rezension dazu schreibe. Aber ehrlich gesagt, habe ich Angst, dass ich dann plötzlich alles wieder vergesse. Also, nicht alles, aber wichtige Teile. Obwohl...so richtig sicher kann ich mir auch jetzt gar nicht sein, ob ich da jetzt alles verstanden habe. Aber mal langsam. Fangen wir von vorne an... Die Lobeshymnen, die auf und in dem Buch abgedruckt sind, versprechen nicht zuviel: Absolute Nerds und Computerfreaks kommen hier voll auf ihre Kosten. Von den Anfängen der Computer, wie wir sie kennen, irgendwann Ende der 70er bis zu der neuesten Technologie (selbstverständlich der von 2044!) ist hier alles vertreten. Hardwarekomponenten, Spieledetails, Charakterskills...all solche Sachen werden bis ins kleinste beschrieben. Und ja, mein Kopf hat sich nicht nur einmal wild gedreht und ich habe nur noch irgendwelche Zahlen vor meinem inneren Auge vorbeihuschen gesehen. Aber komischerweise stört das kein bißchen. Klar, manche Stellen werden halt überflogen, weil man sich unter den einzelnen Bezeichnungen gerade nichts vorstellen kann. Aber meistens schafft es Ernest Cline tatsächlich, alles auch für absolut technikphobe "Noobs" (hehe!) sinnvoll zu erklären. Selbst am Ende des Buches, bei welchem die Handlung wirklich rasant wird, hatte ich nicht das Gefühl, dass ich jetzt nicht mehr folgen kann. Im Gegenteil fand ich es sogar wahnsinnig beeindruckend, mit wie viel Fantasie er diese beiden Welten erfunden und aufeinander aufgebaut hat. Dabei fand ich besonders beeindruckend, wie realistisch diese Zukunft wirkt. Klar, dass unsere Gier, was Öl und Energie betrifft, irgendwann mal ein böses Ende nimmt, haben viele Bücher und Filme als Ausgangspunkt. Aber darüber hinaus hat Ernest Cline bis ins Detail beschrieben, wie die Welt dann aussehen könnte. Ein Beispiel dafür sind die "Stacks", übereinander getürmte Wohnwagen und mobile Häuser, in welchen die Menschen nun leben, da sie keine Möglichkeit mehr haben, mit dem Auto weitere Strecken zu überbrücken und somit alle geballt in Zentrumsnähe der großen Städte wohnen müssen. Die OASIS selbst hat er dann auf den 1980er Jahren aufgebaut, der Ära, in welcher der Erschaffer, James Halliday, selbst aufgewachsen ist. Auch hier wird alles so umfangreich beschrieben und so perfekt aufeinander aufgebaut, dass man wirklich glaubt, die OASIS wäre bereits in der Mache. Und so gesehen ist auch das wieder realistisch. Zwar gibt es bisher nichts, was auch unser reales Leben miteinbezieht, wie im Buch z.B. Wade's Schule, aber große virtuelle Welten gibt es schon als soziale Netzwerke wie Second Life oder Spiele wie World of Warcraft. Es fällt einem also nicht schwer zu glauben, dass man selbst sein Leben im Jahr 2044 auch hauptsächlich online verbringt. Mit Wade selbst wurde ich auch sofort warm. Klar, er ist natürlich ein klein wenig der Cliché-Held für so ein Buch. Einsam, entspricht nicht dem Schönheitsideal, hat wenig Geld...der geborene Außenseiter eben. Aber eben auch in einer Welt voller Außenseiter, denn eigentlich flüchten sich ja fast alle in diese perfekte virtuelle Welt, weil ihnen das reale Leben nichts bietet. Im Gegensatz zu vielen anderen geht er damit auch erfrischend ehrlich und mit einer gehörigen Menge Sarkasmus um, was ihn schon wieder ganz herzlich und offen wirken lässt. Ebenso ergeht es einem mit seinen Freunden, welche man nach und nach besser kennenlernt. Besonders sein bester Freund Aech wächst einem wirklich ans Herz und sorgte zumindest bei mir am Ende auch für einen wirklich herzlichen Lacher. Was jetzt wie eine Art SciFi-Buch für Nerds klingt...naja, ist genau das, stellenweise. Aber darüber hinaus bietet das Buch auch noch so viel Abenteuer, Spannung und, ja, sogar Romanze, dass man es einfach lieben muss und kaum aus der Hand legen will! Definitiv mein erstes Highlight dieses Jahr. So...und jetzt entschuldigt mich, ich geh mal eben eine Runde virtuelle Monster töten. Vielleicht finde ich da auch irgendwo ein paar Billiönchen, die jemand irgendwo versteckt hat. ;) Diese und weitere Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog: http://rabbitholereading.blogspot.com

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  • Rezension zu "Ready Player One, English edition" von Ernest Cline

    Ready Player One
    Kaugummiqueen

    Kaugummiqueen

    22. October 2012 um 23:24

    Inhalt Wade Watts lebt in Nordamerika im Jahre 2044. Doch Nordamerika und auch der Rest der Welt ist kein schöner Platz mehr zum Leben. Die Spanne zwischen arm und reich ist noch viel größer als zuvor und überall herrscht Hunger und Verwahrlosung. Zudem befindet sich die Erde in einer "Globalen Energiekrise", da die Erderwärmung weiter vorangeschritten und die Polarkappen geschmolzen sind. Einzige Flucht in eine angenehme Welt bietet OASIS. Hierbei handelt es sich um eine simulierte Cyberwelt, in der sich die Menschen mit eigenen Avataren eine neue Identität schaffen. In OASIS ist alles möglich und hier ist das Leben schön. Als Wade etwa 13 Jahre alt ist, stirbt der Erfinder des OASIS, John Halliday, ein großer Fan der 1980er Jahre. Er gilt als einer der reichsten Männer der Welt und hat keinen Erben, dem er sein unvorstellbares Vermögen hinterlassen könnte. Daher entwickelte er kurz vor seinem Tod einen Contest, bei dem man ein sogenanntes Easter Egg finden muss. Derjenige, der als erstes alle drei versteckten Schlüssel und damit das Easter Egg findet, soll Hallidays Erbe sein. So wie die meisten anderen Nutzer des OASIS widmet sich auch Wade der Suche nach dem Easter Egg, doch selbst fünf Jahre nach Hallidays Tod hat noch niemand den ersten Schlüssel gefunden. Und da Wade, Vollwaise und ziemlich arm, sich keine Skills in OASIS leisten kann, dümpelt sein Avatar immer noch auf Level Drei herum. Doch durch einen Zufall findet Wade plötzlich, nach fünf Jahren, den ersten Schlüssel und auf einmal ist sein Avatar der bekannteste in ganz OASIS und eine neue Jagd nach den Schlüsseln und dem Easter Egg beginnt, die bald nicht nur das Leben von Wades Avatar Parzival gefährdet, sondern auch Wades richtiges Leben, dem er so sehr zu entfliehen versucht. Meine Meinung Auf dieses Buch bin ich durch eine "Rezension" auf einem anderen Blog aufmerksam geworden (ich weiß leider nicht mehr, welcher Blog das war), wobei man es nicht wirklich Rezension nennen kann, denn die Bloggerin brach das Buch ab, weil sie damit überhaupt nichts anfangen konnte. Ich jedoch fand, dass der Klappentext extrem interessant klang und außerdem war es mal was Neues in Sachen Dystopie: Ein männlicher (!!!) Protagonist, es ist keine Regierung, die den Hauptgegner darstellt und es spielt sich alles in einer Cyberwelt ab, was mal ein sehr interessantes Setting ist. Das Cover von der Ausgabe, die ich besitze, finde ich grundsätzlich sehr gut, weil es genau zeigt, wie die arme Bevölkerung in Nordamerika leben muss: in Wohnwagentürmen. Zudem wirkt der braune Hintergrund auch nicht sehr positiv. Dennoch denke ich, dass das deutsche Cover besser gelungen ist, da es sofort zeigt, worum es in dem Buch eigentlich geht. Zudem finde ich den schwarzen Hintergrund etwas angenehmer und auch die Anspielung auf Pac-Man ist gegeben, denn dieses Spiel spielt auch noch eine Rolle in den Buch. Der Mensch, der ebenfalls auf dem Cover abgebildet ist verdeutlicht auch das Hauptproblem des Buches: Gefangen in einer Cyberwelt. Deutsches Cover Wade Watts ist ein erfrischend anderer Hauptcharakter als man ihn sonst so in Büchern findet. Er ist pummelig, picklig, unbeliebt und ein totaler Nerd. Jede freie Minute verbringt er in OASIS und er geht sogar dort zur Schule. Sein bester Freund ist Aech (ausgesprochen wie das englische "H") und auch wenn die beiden sich noch nie in der wirklichen Welt gesehen haben, hängen sie in OASIS viel zusammen rum. Aechs Avatar ist weiter fortgeschritten als Wades Avatar Parzival und auch er sucht nach den Schlüsseln, um das Easter Egg zu finden. Wenn beide sich unterhalten, könnte das für den Leser anfangs etwas ungewohnt sein, denn beide benutzen viel Jugendslang und zudem auch einige spanische Bezeichnungen. Nebenbei beleidigen sie sich gerne spaßeshalber mit einigen äußerst derben Ausdrücken. Dies hat mich persönlich nicht so sehr gestört (ehrlich gesagt haben mich die beiden ein bisschen an mich und meine beste Freundin erinnert :D), aber ich könnte mir vorstellen, dass einige Leser nicht gerne so etwas lesen. Zudem waren die ersten 50 Seiten des Buches extrem langwierig und haben einfach nur viel erklärt und da war ich wirklich am zweifeln, ob ich jemals das Buch fertig lesen würde. Zu Beginn werden die Umstände für den Contest und Wades Lebenssituation erläutert, alles ist aus der Sicht des 18jährigen Protagonisten geschrieben. Er hat ein umfassendes Wissen über alle möglichen Filme, Songs und Computer- oder Konsolenspiele der 1970er und 1980er Jahre. Daran erkennt man, dass der Autor gut recherchiert hat und viele Spiele/Filme/Songs, die in dem Film genannt werden, kennt man selber, einige sind einem völlig neu und unbekannt. Nachdem die ersten 50 Seiten jedoch überwunden sind, fängt die Story an, spannend zu werden. Denn Wade, bzw. Parzival findet des ersten Schlüssel und ist somit von allen Easter Egg-Jägern am nächsten am Ziel. Eine spannende Reise durch die Welt der digitalen 1980er Jahren beginnt und Wade lernt viele interessante Charaktere kennen, die meiner Meinung nach fast alle sehr schön ausgebaut und geformt sind. Grundsätzlich sind sie nicht flach und sie bleiben ihren Überzeugungen treu. Nachdem der erste Schlüssel gefunden wurde, nimmt die Handlung rasant an Fahrt auf und ein Ereignis folgt dem anderen. Und schließlich gerät auch Wades Leben in Gefahr und eher aus Glück überlebt er ein Attentat auf sein Leben, denn obwohl garantiert wird, dass wahre Identitäten über OASIS niemals in Erfahrung gebracht werden können, kommt eine mächtige Organisation (IOI) hinter den Menschen, der Parzival steuert und droht Wade, ihn zu töten, wenn er nicht sagt, wie er den ersten Schlüssel gefunden hat. Dieses Buch ist die Erzählung eines klassischen Adventures. Wade muss Gegenstände finden und Rätsel lösen, 372 Seiten lang wird das Easter Egg gesucht und gejagt und nebenbei taucht der Protagonist im echten Leben unter, weil IOI ihn sucht und umbringen will. Aufgewertet wird dieses Buch damit, dass immer wieder Kritik an unsere Zeit im Buch zu finden ist. Die Flucht aus der Realität in die virtuelle Welt, die schon heute stattfindet. Das Augenverschließen vor der nahenden Katastrophe, dass die Erde den Bach runter geht, dass die Polarkappen geschmolzen sind und die Erdöle verbraucht. Aber auch die Internetzensur und der gewaltige Kommerz wird durch IOI verdeutlicht. Ebenso wird die Herrschaft der Konzerne und Mogule heftig kritisiert. So kann IOI beispielsweise verschuldete Kunden als Zwangsarbeiter einziehen, bis sie ihre Schulden abgezahlt haben, was aber meist in lebenslanger Sklavenarbeit endet. Und eine der wichtigsten Fragen in dem Roman über virtuelle Realität: Ist es möglich, sich in jemanden zu verlieben, den man nie zuvor gesehen hat und den man nur über das Internet kennt? Und kann man seinen Cyberfreunden vertrauen, dass sie ehrlich gegenüber einem sind? Der Schreibstil von dem Autor ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen, das Englisch ist nicht sehr schwer. Dennoch kommen viele Computerfachbegriffe in dem Buch vor und das könnte für einige Leser ein Problem sein. Fazit Ready Player One ist ein sehr spannendes und interessantes Buch und etwas relativ Seltenes und Neues auf dem Markt der Dystopien. Wer ein großes Interesse an alten Computerspiele und Filmen aus den 1980er Jahren hat, der wird hier eine Menge finden. Für alle anderen, die mit Computern kaum mehr machen als ins Internet zu gehen, die nie oder kaum Computerspiele spielen, wird dieses Buch wohl eher nichts sein, da sie sicherlich Probleme haben werden, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Da ich selber gerne mal zocke und auch einige der Spiele und Filme kenne, die in dem Buch erwähnt werden, konnte ich einiges damit anfangen. Dennoch muss man kein Computerspieler sein, um alles zu verstehen, denn Ernest Cline beschreibt alles sehr detailliert und genau. Ich denke einfach, dass das Themenfeld für nicht-Computerspieler möglicherweise uninteressant ist. Dennoch findet man hier auch übliche und berechtigte Gesellschaftskritik und die Warnung davor, sein Leben im Netz zu verbringen. Insgesamt fand ich das Buch sehr gut und vergebe daher abschließend 4 Sterne

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  • Rezension zu "Ready Player One, English edition" von Ernest Cline

    Ready Player One
    sabisteb

    sabisteb

    02. February 2012 um 10:43

    Möge die Jagd auf Hallidays Easter Egg beginnen! Die USA im Jahre 2044. Die Menschheit hat für die Globalisierung einen hohen Preis gezahlt. Die fossilen Brennstoffe sind nahezu erschöpft, die Menschheit musste sich deutlich einschränken. Das Ganze nennt sich „Globale Energiekrise“. Der exzessive Energieverbrauch hatte nebenbei die unangenehme Nebenwirkung der globalen Erwärmung, die Polkappen sind geschmolzen, der Meeresspiegel gestiegen und das Wetter spielt immer öfter verrückt. OASIS, eine virtuelle Simulation wird zur letzten Zuflucht der Menschheit, deren Realität einfach zu trostlos ist, um sich mit ihr auseinandersetzen zu wollen, denn die OASIS ist kostenlos. Hier kann man in den Vergnügungspark gehen, hier kann man sich erholen, hier kann man sein Leben genießen, während um einen herum die Welt den Bach runter geht. Als Halliday, der Erfinder von Oasis, sein Testament veröffentlicht, verändert er damit auch die Kultur seiner Zeit. Der von den 1980er Jahren besessene Multimilliardär hat sich etwas ganz Besonderes Ausgedacht. In klassischer Adventure Tradition hat er in seiner riesigen Simulation OASIS ein Osterei (Easter Egg, geheimer Programmcode) versteckt. Um dies zu finden gibt er in seinem Videotestament einen ersten Hinweis in Reimform. Wer das Easter Egg findet, erbt Hallidays Milliardenvermögen. Dieser Wettbewerb wird innerhalb kürzester Zeit zum Bestandteil der globalen Kultur und ersetzt den Traum vom Lottogewinn, und jeder kann an diesem Spiel teilnehmen. Eine neue Subkultur von Millionen von Menschen entsteht, die ihre gesamte Freizeit darauf verwendet, nach Hallidays Osterei zu suchen. Als nach 5 Jahren noch immer keiner den ersten Schlüssel entdeckt hat, wird Hallidays Easter Egg zu einer urbanen Legende und die Zahl der Jäger schwindet von Jahr zu Jahr. Wer immer noch nach dem Osterei sucht, macht sich lächerlich und wird als Nerd angesehen. 101, der größte Telekommunikationskonzern jedoch glaubt an diesen Mythos und schickt seine mit einem sechstelligen Zahlencode nummerierten Angestellten, die sogenannten Sechser, ins Rennen, um das Easter Egg. 101 will Hallidays Schöpfung zu Geld machen, für OASIS eine monatliche Gebühr einführen und massiv Werbung schalten. Sie wollen der Nutzeranonymität und der Redefreiheit in der virtuellen Open-Source-Utopie OASIS Simulation ein Ende setzen. Eine Katastrophe für die wahren Jäger, die zum Großteil keine Welt ohne OASIS kennen, und für die diese Simulation ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden ist. Der Siebzehnjährige Wade Owen Wats ist arm. Er ist in der OASIS aufgewachsen und geht auch dort zur Schule. Seit 5 Jahren sucht er nach dem Easter Egg und als er den ersten Schlüssel findet, muss er erkennen, dass diese Jagt auch im wahren Leben stattfindet, denn 101 schreckt nicht davor zurück seine Konkurrenten wirklich und nicht nur virtuell aus dem Weg zu räumen. Schon bald ist er ein Flüchtling, der unter falschen Namen vor dem Konzern auf der Flucht ist. Das Buch hat ein großes Problem: Man muss durch die ersten 100 Seiten durch, bis es einen packt, und das ist eine ziemliche Durststrecke. In den ersten 100 Seiten wimmelt es von Anspielungen an obskure Musik, Filme und Regisseure aus den 1980er Jahren. Ich habe diese Zeit erlebt und ich konnte trotzdem mit vielen der Anspielungen nichts anfangen, teilweise vielleicht, weil sie sich auf die amerikanische Popkultur der 1980er bezog, die in Deutschland mit neuer Deutscher Welle anders ausgeprägt war. Ich glaube nicht, das Oingo Biongo, Dead Man's Party, MCA Records 1985 in Deutschland im Radio lief, von John Hughes (Regisseur) oder Filmen wie “Heathers“ habe ich auch noch nie gehört, ganz zu schweigen von den vielen, vielen (Arcade) Computerspielen und Textadventures, ihren Bugs, Programmieren und Wettbewerbern. Man kann nun argumentieren, dass dies Atmosphäre und Authentizität schafft, mir war es zu viel unnützes, nerdiges Geschwafel über Pen und Paper Rollenspiele, irrelevante alte Schinken und Computerspiele und Wettbewerbe dazu (Earthworld- Wettbewerb von Atari) und Hacker der 70er Jahre, die mich einfach nicht interessierten. Das Buch beginnt also mit 100 Seiten purer Langeweile und ich war kurz davor es wegzulegen. Ein weiteres Problem ist, dass man vielleicht selber einmal Adventures gespielt haben und sich ein wenig mit AD&D auskennen sollte. Ich hatte diesen Hintergrund zum Glück, so dass mir klar ist, was ein +5 Schwert ist und ich durchaus mit Insiderwitzen, wie dem Hinweis, dass das Abschlachten von Eichhörnchen keine Erfahrungspunkte bringt, etwas anzufangen weiß. Aus eigener Rollenspielererfahrung kann ich sagen, auch das Ausrotten von streunenden Hunden und Katzen gehört in diese Kategorie sinnloser Rollenspieleraktionen, die keine Erfahrungspunkte bringen, die jede Gruppe aber ausprobiert. Prinzipiell ist dieses Buch eine Erzählung eines klassischen Adventures. Man muss Gegenstände finden und Rätsel lösen, viel mehr passiert nicht. 500 Seiten wird das Easter Egg gejagt, zwischendurch das klassische Rollenspielengeplänkel und nebenbei taucht man im RL unter, weil 101 die Spieler sucht. Aufgewertet wird dieses Buch jedoch, durch die immer wieder eingestreute Sozialkritik an unserer Zeit. Die Flucht aus der Realität in die virtuelle Welt, die schon heute stattfindet. Aber auch die Internetzensur, der derzeitige Versuch der Beschneidung der Meinungsfreiheit und die massive Kommerzialisierung wird durch 101 ins Spiel gebracht. Auch die Macht der Konzerne, die heutzutage immer mehr zunimmt, wird angeprangert. So kann 101 Kunden, die beim Konzern verschuldet sind, einfach als Zwangsarbeiter einziehen, bis sie ihre Schulden abbezahlt haben, was bei den geringen Zwangsarbeiterlöhnen zu lebenslanger Sklavenarbeit werden kann. Bei der hohen Arbeitslosigkeit, wir das euphemistisch als Zwangsverpflichtung: vom Schuldenberg zum Berufserfolg angepriesen. Und was natürlich zu guter Letzt in einem Roman über virtuelle Realität nicht fehlen darf: Kann man sich in jemanden verlieben, denn man noch nie persönlich gesehen hat und sind Freundschaften, die man online geschlossen, hat auch in die Realität übertragbar? Einen fetten Logikfehler gab es dann leider auch noch: Donnerstag findet Waden den ersten Schlüssel (Kapitel 008), das Wochenende ist frei, den Freitag verschläft er und geht doch samstags zur Schule (Kapitel 0012). Fazit: Die 80er Jahre sind gerade wieder in Mode, das merkt man auch im Radio immer wieder. Der Autor hat sehr gut recherchiert, möglichweise auch, weil er die Zeit selber als Teenager erlebt hat. Ob die Kinder und Jugendlichen von heute mit den vielen Hinweisen auf die 80er, die teilweise für deutsche Leser wirklich sehr obskur sind, noch was anzufangen wissen, bezweifle ich. Da hat der Autor es teilweise einfach ein wenig zu gut gemeint. Ein Buch für Nerds und Geeks und Leser ab 35 aufwärts würde ich sagen.

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  • Rezension zu "Ready Player One" von Ernest Cline

    Ready Player One
    sonham

    sonham

    04. September 2011 um 15:20

    “Ready Player One” gehört derzeit zu den vielgelobten Neuerscheinungen in den USA. Da ich Technik mag, schon so einige Computerspielnächte durchlebt und allgemein die Verschmelzung von Realität und Internet faszinierend finde, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Doch es konnte mich leider nicht überzeugen. Der Protagonist zockt sich mal mehr, mal weniger erfolgreich durch Rätsel in einem Onlinegame - gleichzeitig breitet der Autor all sein Recherchewissen der 80er-Jahre aus. Die Guten sind die Guten, die Bösen bekommen, was sie verdient haben und am Ende spielt eigentlich alles gar keine Rolle, denn der Held hat die Liebe gefunden, neben der der Reiz des Web natürlich völlig verblasst… Dieses Buch ist für Nerds, die nur unterhalten und bekannte Dinge wiedererkennen wollen, aber keinen gesteigerten Wert auf hintergründige Charaktere und eine ausgefeilte Story legen. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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