Ernest Hemingway Haben und Nichthaben

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Inhaltsangabe zu „Haben und Nichthaben“ von Ernest Hemingway

Roman (Quelle:'Fester Einband/01.01.1960')

Alles was sich Männer wünschen: Fischfang, Schmuggel, Intrigen und Frauen. Am Ende geht natürlich alles schief, aber dafür würdig gelebt.

— TerenceHorn
TerenceHorn

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    Haben und Nichthaben
    TerenceHorn

    TerenceHorn

    08. January 2016 um 00:43

    Alles was sich Männer wünschen: Fischfang, Schmuggel, Intrigen und Frauen. Am Ende geht natürlich alles schief, aber dafür würdig gelebt. Hemingway einfach und klar, dafür mag ich ihn.

  • Hemingway lesen heißt nachhaltig lesen

    Haben und Nichthaben
    janett_marposnel

    janett_marposnel

    In Ernests Erzählungen geht es oft ernst zu. (Kleiner Sprachspaß am Rande.) Was ich eigentlich sagen will, ist folgende Quintessenz: Hemingway lesen heißt nachhaltig lesen. Und „Haben und Nichthaben“ wird häufig, wie der Titel bereits erahnen lässt, als sein krassestes Werk bezeichnet. Dem kann ich mich nur anschließen. Die Figur Harry Morgan ist ein guter Mensch. Mit Privatstunden für Touristen, die sich am Fischfang auf hoher See erfreuen, kurvt er mit seinem Motorboot zwischen Kuba und Florida umher, um die daheimgebliebenen drei Töchter und seine Frau durchzubringen. Da das Geld zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig ist, blüht der Schmuggel jeglicher Art und wirft seine Netze auch über Harry aus. Harry Morgan ist ein hartgesottener, sympathischer Bursche, der, ohne es zu sein, oft einsam wirkt, was für Hemingways Charaktere durchaus typisch ist. Hemingways Schreibstil wirkte auf mich anziehend und abstoßend zugleich, denn die ewig mitschwingende Melancholie in diesen meist knappen, aber immer aussagekräftigen Sätzen, bedrückte mich, hüllte mich ein, zog mich runter, sodass ich mich beim Lesen ganz depressiv fühlte. Das stieß mich ab und ich war nicht selten geneigt, das Buch in der hintersten Ecke des Bücherregales zu verstecken. Aber andererseits ließ mich diese verfluchte Geschichte nicht mehr los, sie berauschte mich förmlich und ich war, aus noch ungeklärter Ursache, umtrieben, weiterzulesen. Koste es was es wolle - ich musste wissen, wie es mit Harry Morgan weitergeht und in diesem Moment spürte ich als Leser, welch enorme Kraft Hemingway beim Schreiben aufgebracht haben muss, um solche Gefühle hervorzurufen und war einfach nur überwältigt.

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  • Rezension zu "Haben und Nichthaben" von Ernest Hemingway

    Haben und Nichthaben
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    06. August 2009 um 14:52

    Eine Symphonie des Scheiterns Der Roman „Haben und Nichthaben“ (1937 veröffentlicht) ist mit großer Wahrscheinlichkeit Ernest Hemingways härtester, kompromisslosester und männlichster Roman. Harry Morgan, der Protagonist dieses Romans, ist ein harter Bursche. Der Erztypus des Hemingwayschen Protagonisten, nur in größtmöglicher Konzentration. Er hat sein Boot, das er für Hochseeangeln an der Küste Kubas oder für illegale Geschäfte in den Florida Keys chartern lässt. Stoische Ruhe und eine hundertprozentige Überzeugung von seinen Prinzipien zeichnet Harry Morgans Charakter aus. In drei nur lose miteinander verbundenen Teilen zeichnet Ernest Hemingway eine großartige Studie über den durch verworrene Umstände verursachten Fall eines Mannes, dessen letzte Tat eine Ehrenrettung ist, die ihn vor dem Tod noch erkennen lässt, dass „man es allein nicht schaffen kann“. Der erste Teil ist der einfachste, mit nur einer Geschichte, die stringent aus der Perspektive des Ich-Erzählers (Harry Morgan) erzählt, scheinbar etwas zu früh aufhört. Dadurch gewährt Hemingway dem zweiten und komplexeren Teil mehr Raum, den dieser auch durch ein aufwendigeres System der Erzählperspektiven braucht. Der letzte Teil ist das große Finale (und ca. gleich lang wie die Teil davor zusammen), in dem nicht nur komplexe polyphone Erzählstrukturen vorherrschen, sondern auch die Anzahl der Protagonisten und Stimmen fast überquillt. Dieser Teil mutet wie eine vielstimmige Fuge an, die immer mehr Stimmen und Themen sammelt und immer dichter wird, die das Hauptthema am Höhepunkt verschwinden lässt und ihm nur einen ganz knappen Epilog (in dem das Thema nur mehr kurz aus dritter Sicht kurz angedeutet wird). Ernest Hemingways Kunst des Understatements ist hier die Bindemasse, um die große Anzahl der Protagonisten auf relativ knappem Raum zusammenzuhalten; seine frappierend genaue Erzähltechnik, seine Prosa, die hier eine Symphonie des Verlierens instrumentiert hat. Ich kenne kaum einen anderen Schriftsteller, der mit so wenigen Worten so viel sagen konnte, wie Ernest Hemingway. Die Schlusskapitel sind dann die ultimative Steigerung, da Ernest Hemingway hier Harry Morgan praktisch aus dem Geschehen nimmt und eine Menge anderer Protagonisten in den Vordergrund stellt, die alle auf unterschiedliche Weise unglücklich und/oder gescheitert sind. „Haben und Nichthaben“ ist ein absolutes Meisterwerk der Erzählkunst; präzise Prosa, unvergessliche Charaktere, beeindruckend gelöste Frage der Form- alles verpackt in einer vordergründig scheinbar unbedeutenden Schmugglergeschichte. Das ist wirklich große Literatur.

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  • Rezension zu "Haben und Nichthaben" von Ernest Hemingway

    Haben und Nichthaben
    Beagle

    Beagle

    11. August 2008 um 17:17

    Hemingway, wie er leibt und lebt. Der Roman ist absolut lesenswert, wobei man sich nicht von der derben, machohaften Art des Autors abschreicken lassen sollte.

  • Rezension zu "Haben und Nichthaben" von Ernest Hemingway

    Haben und Nichthaben
    Alexander1981

    Alexander1981

    20. May 2007 um 12:12

    Über die Geschichte und den Hintergrund des Romanes muss nicht mehr viel gesagt werden. Seine Stellung innerhalb des Gesamtwerkes ist bekannt und ist beispielhaft für das frühere Schaffen Hemingways. Die Handlung ist angesiedelt in den 20ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Hauptfigur des Buches, Jake, ist amerikanischer Korrespondent in Paris und weisst insofern einige biografische Ähnlichkeiten mit Hemingway selbst auf. In brillianten Dialogen gelingt es Hemingway die Gesellschaft der bohemischen Künstler zu beschreiben und vielmehr zu kritisieren. Ohne Aussicht auf Änderung und mit dem Traum irgendwann etwas von Dauer, etwas großes zu erschaffen fristen Jake und seine Freunde ihr Leben. Getrieben von einem Szenelokal ins nächste, unfähig sich dem Leben selbst zu stellen oder zu lieben. Die Eindringlichkeit mit der Hemingway ganz offen diesen Lebenstil kritisiert, indem er ihn ohne Verschönerung oder BEsserstellung zur Schau stellt ist bemerkenswert. Nach dem Lesen ist man wie traumatisiert, das Schicksal der Hauptfiguren lässt einen nicht mehr los und schafft eine gewisse Melancholie. Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht ersichtlich ist, reiht sich der Roman nahtlos in die späteren Werke Hemingways ein. Es wird klar, was nach seiner Ansicht wirklich zählt im Leben. Das träge Nachhängen einer Vorstellung, der unbegründete Glaube an eine Illusion ist es nicht. Es geht darum sein Leben in die Hände zu nehmen und sich nicht den Gegebenheiten auszuliefern, auch wenn es nicht immer leicht ist. Das hört sich jetzt vielleicht theatralisch an, wird aber klar, sobald man die letzte Seite gelesen hat. Wie sehr Hemingway diesen Weg verfolgte wird angesichts seiner Entscheidung sich das Leben zu nehmen klar. Seine Bestimmung war das Schreiben, dies nicht mehr tun zu können und die Aussicht auf ein inhaltloses Leben ließen ihn diese Entscheidung treffen. Alexander1981

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