Ernest Hemingway In einem andern Land

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Inhaltsangabe zu „In einem andern Land“ von Ernest Hemingway

Dieser wohl berühmteste Roman Hemingways erschien 1929 und basiert auf seinen Erlebnissen als freiwilliger Fahrer einer italienischen Sanitätskolonie im Ersten Weltkrieg. Er erzählt die Geschichte einer hinter der Front aufblühenden Leidenschaft zwischen Frederic Harvey, einem jungen Amerikaner, und der englischen Krankenschwester Catherine Barkley, einer Liebe, die tragisch endet - mit dem Tod der Geliebten.

Ausgabe von 1952

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  • Für mich sein bestes Buch

    In einem andern Land
    TerenceHorn

    TerenceHorn

    14. April 2016 um 20:24

    Dieses Jahr habe ich noch nicht viel gelesen, zumeist Zeug von Bukowski, zum dritten oder vierten Mal, einfach weil ich damit immer richtig liege. Was derzeit veröffentlicht wird enttäuscht fast durchgängig und ich muss das Buch bereits nach den ersten zehn Seiten weglegen. Naja, dieses Jahr waren ein paar besonders derbe Reinfälle dabei, aber auch ein echtes Highlight: “A Farewell to Arms“ Ohne Zweifel ist “In einem anderen Land” für mich sein bestes Buch, das 1929 unter dem Titel “A Farewell to Arms” erschien. Hemingway berichtet von seinen Erlebnissen als Soldat auf Seiten der italienischen Armee während des Ersten Weltkriegs, wo er als Fahrer tätig war. Im Verlauf einer Schlacht wurde er von einer Granate getroffen und schwer verletzt. Über drei Monate lag er in einem Krankenhaus in Mailand und verliebte sich dort unglücklich in die Krankenschwester Agnes von Kurowsky. Der Inhalt ist schnell erzählt und wahrscheinlich schon tausendfach rezensiert, weshalb ich darauf gar nicht eingehen will, ich empfehle hier den Beitrag auf Wikipedia. Was mich an diesem Roman wirklich faszinierte war das letzte Drittel, die Flucht seines Protagonisten vor der italienischen Armee, gemeinsam mit seiner Geliebten und das wirklich tragische Ende. Wie gesagt, ich möchte euch nicht mit irgendwelchen Zusammenfassungen langweilen. Diese vier Sätze sagen alles: “Wenn Menschen soviel Mut auf die Welt mitbringen, muss die Welt sie töten, um sie zu zerbrechen, und darum tötet sie sie natürlich. Die Welt zerbricht jeden, und nachher sind viele an den zerbrochenen Stellen stark. Aber die, die nicht zerbrechen wollen, die tötet sie. Sie tötet die sehr Guten und die sehr Feinen und die sehr Mutigen; ohne Unterschied.” (S. 289/290) https://terencehorn.com/2016/04/13/in-einem-anderen-land-von-ernest-hemingway-rezension/

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  • Ein Antikriegsbuch

    In einem andern Land
    Barbara62

    Barbara62

    In einem andern Land, im englischen Original treffender A Farewell to Arms, erzählt die Geschichte des amerikanischen Sanitätsoffiziers Frederic Henry, der sich aus Idealismus und Abenteuerlust für den Ersten Weltkrieg gemeldet hat. Im tristen und grauen Kriegsalltag an der italienisch-österreichischen Front geht sein Idealismus schnell verloren. Als er die englische Krankenschwester Catherine Barkley kennen- und lieben lernt, trifft er eine schwerwiegende Entscheidung... In einem andern Land ist einerseits ein Antikriegsbuch, in dem Ernest Hemingway seine eigenen traumatischen Kriegserlebnisse im Ersten Weltkrieg verarbeitet hat, andererseits ein wunderbarer, trauriger Liebesroman. Für mich ist es eines der schönsten Bücher des unübertroffenen Erzählers Hemingway, nicht zuletzt deshalb, weil seine beiden Lieblingsthemen "Jagd" und "Stierkampf" hier nicht vorkommen.

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    • 2
  • Solider Kriegsroman

    In einem andern Land
    Phliege

    Phliege

    20. July 2015 um 14:16

    Frederic Henry dient während des ersten Weltkriegs als freiwillger Sanitätsoffizier der Italiener. Seine DIenstzeit wird mit einer Liebesgeschichte zur englischen Krankenschwester Catherine verwoben, die er zunächst gar nicht lieben will, davon hält Henry nämlich nicht viel. Viel mehr hält er vom Vergnügen. Doch als er verwundet im Lazarett liegt und Besuch von seiner Schönen bekommt, sind alle Vorsätze in den Wind geschlagen. Da scheint es dann auch weniger verlockend, als er wieder zurück an die Front muss und unklar bleibt, wann sich die beiden wiedersehen. "In einem anderern Land" wird als desillusionierter Kriegsroman bezeichnet und das hat auch seine Richtigkeit. Niemand kämpft hier aus Überzeugung, alles läuft unmotiviert ab und nur, weil es irgendwie muss: "...denn sie bombardierten die Stadt nicht, um sie zu zerstören, sondern nur so ein bisschen von wegen Krieg." Und auch die Notwendigkeit wird irgendwann in Frage gestellt. "Es gibt nichts Schlimmeres als Krieg" ist wohl die deutlichste Aussage, die hier getroffen wird. Hemingway spricht sich mit seinem Werk aber nicht nur gegen den Krieg aus, sondern lässt ihn mit Leichtigkeit sinnlos und banal erscheinen. Bis zum Ernstfall sogar spielerisch für die Soldaten. Eine der eindrücklichsten Szenen beschreibt, wie die Truppe um Frederic Henry unbeeindruckt und in Ruhe das Abendbrot zu sich nimmt, während ihr Standort schon unter Beschuss gerät. Als Leser sitzt man dann kopfschüttelnd da und fragt sich, warum überhaupt nur einer dieser Menschen auf seinem Posten sitzt. Geschickter hätte man das wohl als Autor nicht treffen können. Tiefschürfend emotional oder abschreckend ist das Buch aufgrund des "Eisbergstils" aber nicht. Hemingway beschränkt sich auf das Wesentliche, schmückt nichts aus und lässt das Offensichtliche ungesagt. Alle Eindrücke entstehen durch die genau abgepasste Abfolge der Ereignisse. Das funktioniert natürlich, sonst hätte kein Hahn nach Hemingway gekräht. Aber etwas tiefgreifend Bewegendes kommt für den Leser dabei eben auch nicht zustande. Tragische Ereignisse wirken nicht allzu tragisch, Schreckliche nicht unterträglich und die Spannung ist auch eher mittelmäßig. Und einige "Scherze" oder Dialoge wirken doch so verzerrt, dass sie an mir komplett vorbeigegangen sind. Vielleicht ist dieser lapidare Schreibstil auch nicht mehr neu genug, vielleicht ist man inzwischen zu abgebrüht. Vielleicht hätte man bei einigen Büchern einfach bei der Erscheinung dabei sein sollen, um sie für das zu schätzen, für das sie heute angepriesen werden. Oder vielleicht können mich Kriegsromane eben nur erreichen, wenn sie doch wirklich tief in die Gefühlskiste greifen. "In einem anderen Land" ist ein solides Buch, mit dem man gut Erfahrungen zu Hemingways Stil sammeln kann. Vielleicht reicht dazu dann aber doch "Der alte Mann und das Meer."

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  • Zu Emotionslos

    In einem andern Land
    peggy

    peggy

    25. March 2015 um 20:26

    Es war mir alles zu Emotionslos, leider. Ich hatte mich auf eine gefühlvolle Liebesgeschichte gefreut, dem war nicht so. Catherine wurde als eine unterwürfige Frau dargestellt, Sie führte Dialoge wie "Liebling, du liebst mich doch, sag Liebling, liebst du mich?" Das machte sie mir mehr als unsympathisch. Aus dem Namen des Ich - Erzählers wurde ein Rätzel gemacht, er wurde im laufe des Buches mit 4 verschiedenen Namen angesprochen. Alkohol in jeglicher Art spielte in der Geschichte eine große Rolle, es wurde sich zugeschüttet, wo und wann es ging. Die letzten 100 Seiten fand ich dann etwas eingehender aber leiden haben sie mich noch immer nicht berühren können.

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  • Meisterwerk

    In einem andern Land
    matthias66

    matthias66

    16. June 2013 um 07:44

    Etwas über den Inhalt eines Klassikers zu sagen erscheint mir mühsam und sinnlos. Entweder ist der Inhalt, zumindest in groben Zügen, ohnehin bekannt, oder man kann darüber an dutzenden anderen Stellen darüber nachlesen, besser erzählt, als ich es könnte. Also kann ich es kurz machen: Ich bin ein großer Hamingway-Fan... warum eigentlich, ist man heute immer Fan? Genügt es nicht zu sagen, dass man die Bücher mag? Sehr mag? Klingt flach in einer Welt der Superlative. "Voll krass, ich schwör'" ist aber nicht mein Stil. Also wird es genügen müssen wenn ich sage, der Person Hemingway stehe ich etwas skeptisch gegenüber, seinem Werk hingegen aber voller Begeisterung. Und A Farewell to Arms, In einem anderen Land, ist mein Liebstes. Für die Leser, die nur Der alte Mann und das Meer kennen, wäre es sicher eine schöne Leseerfahrung und ein guter Hemingway-Versuch, denn es ist nicht allzu dick und es kommen weder Stierkämpfe noch Jagden drin vor. Und d dies, unter Anderem, auch ein echter Liebesroman ist, mag man dieses lesen wenn man sich darüber wundert, warum ich, auf heftige Anfrage, zugebe, auch Liebesromane zu lesen. Ich glaube, dass alle großen Werke der Literatur Liebesromane sind. Und auch die meisten kleineren Werke. Und In einem anderen Land auch!

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  • Rezension zu "In einem andern Land" von Ernest Hemingway

    In einem andern Land
    PaulTemple

    PaulTemple

    13. July 2010 um 13:16

    Hemingway erzählt, teils autobiographisch, die Erlebnisse eines jungen amerikanischen Soldaten, der nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs sein Architekturstudium abbricht und für die Italiener als Sanitäter in den Krieg zieht. Der zermürbende Alltag an der Front, bestehend aus untätigem Warten und heftigen Kampfhandlungen wird sehr realistisch beschrieben und lässt sich ausgezeichnet nachvollziehen. Einen Lichtblick im grauen Kriegsalltag bildet für den Protagonisten die Krankenschwester Catherine - eine Begegnung, die zu einer langjährigen Beziehung führt, die schließlich ein jähes Ende findet... Ein typischer Hemingway mit sehr detaillierten Landschaftsbeschreibungen, auf jeden Fall empfehlenswert!

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  • Rezension zu "In einem andern Land" von Ernest Hemingway

    In einem andern Land
    Melli2505

    Melli2505

    22. August 2009 um 19:05

    Harter Tobak mal wieder von Hemingway in einer fantastischen Sprache. Krieg an sich ist ja schon schlimm genug, zusammen mit dieser tragischen Liebesgeschichte brauchte ich beim lesen immer wieder Pausen, um zu verdauen, was ich bisher gelesen habe. Einen Stern Abzug gibt es, weil ich immer wieder verwirrt war: Einige Sprünge in der Geschichte konnte ich nicht nachvollziehen und Hemingway gab auch nie große Hinweise, wie viel Zeit während der Handlung vergeht. Das hat das lesen für mich recht schwierig gemacht. Trotzdem, oder gerade weil es biographische Inhalte hat, ist es ein wichtiger Zeitzeugenbericht des furchtbaren ersten Weltkrieges.

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