Ernest Hemingway Wem die Stunde schlägt

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Inhaltsangabe zu „Wem die Stunde schlägt“ von Ernest Hemingway

Sie kämpfen auf der richtigen Seite, für die spanische Republik und gegen das faschistische Regime Francos, und doch beherrschen Korruption, Grausamkeit und Verrat ihr Handeln. Der Amerikaner Robert Jordan, der die Partisanen unterstützt, weiß, dass sie nur Akteure in einem Stellvertreterkrieg sind. Hemingways großes Epos über den Spanischen Bürgerkrieg erzählt zutiefst verstörend von den Abgründen des Krieges. Mit einem ausführlichen Nachwort. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Meine Stunden waren zumindest nicht vergeudet. Gutes Buch!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Für mich der beste von meinem Lieblingsautor. Ein Buch wie aus einem Guss. Neben "Der alte Mann und das Meer" das Muss-man-lesen-Buch von H.

— the_edge

Spannende Liebesgeschichte, die im Spanischen Bürgerkrieg spielt. Lesen!

— Salzechse

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Gut geschriebener Roman mit leiser Spannung und einem jungen Mann, bei dem Bewunderung fast zum Wahn wird...

vanessabln

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Für Hemingway Fans geeignet. Meiner Meinung nach fehlen ein paar seiner besten Kurzgeschichten.

Hazel93

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  • La guerra - immer grausam und sinnlos

    Wem die Stunde schlägt

    itwt69

    02. June 2016 um 19:08

    Der spanische Bürgerkrieg: Republikaner gegen Faschisten - Friseure gegen Bauern, Spanier gegen Spanier. Ernest Hemingways Roman bringt all die Grausamkeiten des Krieges zur Sprache, Aber vor allem die Sinnlosigkeit wird von der ersten bis zur letzten Seite klar, ein Bürgerkrieg ist nochmal um ein vielfaches schlimmer. Man mag kaum glauben, dass dieser Konflikt vor fast 80 Jahren noch heute die spanische Politik maßgeblich beeinflusst: Die aus den beiden Kriesgparteien hervor gegangenen Volksparteien können sich nicht, wie in vielen europäischen Staaten üblich, auf eine große Koalition einigen. Dies ist vor allem auf den nicht aufgearbeiteten Bürgerkrieg vor so vielen Jahren begründet!

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    HomersEvil

    Hemingway erzählt die Geschichte von Robert Jordan. Einen amerikanischen Spanisch-Lehrer, der im Spanischen Bürgerkrieg, am Vorabend des zweiten Weltkrieges, auf Seiten der Internationalen Brigaden gegen das faschistische Franco-Regime für seine Ideale und politischen Überzeugungen kämpft. Jordan ist Sprengstoffexperte und erhält den Auftrag eine Brücke im faschistischen Hinterland zu sprengen, um so einen Angriff der republikanischen Truppen zu decken. Dabei erhält der junge Amerikaner lediglich die Unterstützung einiger einheimischer Guerillakämpfer um dieses Himmelfahrtskommando durchzuführen. Doch die Freiheitskämpfer sind untereinander zerstritten und militärisch unerfahren. Dem nicht genug verliebt sich Robert Jordan in die junge Maria und beginnt nun allmählich an der Durchführbarkeit seines Auftrages zu zweifeln. Doch es ist Krieg, er ist Soldat, die Brücke ist zu sprengen. Koste es was es wolle. Es beginnt sehr bedächtig in Hemingways Roman. Von Kriegsgetümmel, Propaganda, Schlachtenlärm, alles zerfetzenden Granaten und in strömen fließendem Blut, was zumindest vom Plot her möglich wäre, kann zunächst nicht die Rede sein. Im Gegenteil, in aller Ruhe begutachtet Robert Jordan das neue fremde Terrain, die ihm zur Verfügung stehenden Leute und die Wetterlage. Alles kann und wird entscheidend sein für den erfolgreichen Ausgang seiner Mission. Neben vielen Erkundungsgängen sind es vor allem die Gespräche der Protagonisten in ihrem Versteck, bei Kerzenlicht und Wein, die die ersten Akzente im Roman setzen. So erfährt der Leser von erschreckenden Zuständen beim Ausbrechen der Revolution in Spanien, äußerst detaillierte Schilderungen von Grausamkeiten, wie sie sich nur Menschen erdenken können. Von einfachen Überfällen, Kämpfen, Exekutionen und schließlich Massenmord reicht das Repertoire der Guerillakämpfer, die damit wieder einmal beweisen, dass ein Krieg keine gute und keine böse Seite kennt. Im Gegensatz dazu stellt Hemingway die Gespräche zwischen Robert Jordan und Maria, die sich, nahezu auf den ersten Blick, ineinander verliebt haben. Bestrebend die ihnen verbleibende Zeit auf die beste mögliche Weise zu verleben und zu nutzen. Die Gespräche zwischen den beiden sind von solch lebensbejahendem Gefühl, Lebensgier und Esprit, dass man sich nur allzu gern das Leben, das sich beide ausmalen, vorstellen und gerne auch lesen würde. „Keine Zeit, kein Glück, kein Vergnügen, keine Kinder, kein Haus, kein Badezimmer, keinen sauberen Pyjama, keine Morgenzeitung, kein gemeinsames Erwachen, morgens erwachen und wissen, sie ist da, und du bist nicht allein. Nein, nichts von alldem. Warum aber, wenn das alles ist, was du an begehrten Dingen in diesem Leben erhalten sollst, warum, wenn du es nun gefunden hast, warum nicht eine einzige Nacht in einem bezogenen Bett liegen?“ Nachdem man nun allmählich alle Charaktere kennen gelernt, verstanden und ihre jeweiligen Eigenarten lieben und schätzen gelernt hat und gefühlt einige Beutel Weines gemeinsam gelehrt hat, beginnt der Morgen des dritten Tages. Der Angriff der Republikanischen Truppen, der Angriff der das Zeichen für die Sprengung der Brücke bedeutet, beginnt. Robert Jordan muss die Brücke sprengen, egal wie. Man ahnt es, es kann eigentlich nicht gut ausgehen. Was anfänglich und bis zum Beginn des letzten Tages gemächlich, langsam, beinahe gemütlich begann wird nun in einem sich immer mehr steigendem Tempo beschrieben. Ereignis folgt auf Ereignis. Es ist Krieg, es gibt keine Atempause und keine Rücksicht. Das Kampfgeschehen wird dabei von Hemingway so unaufdringlich, unheroisch und einfach nur realistisch beschrieben, dass man versucht ist zu glauben selbst dabei zu sein. „Robert Jordan fühlte jetzt, wie ihm das Atmen schwer wurde, als ob eine Drahtsträhne seine Brust umspannte, er stemmte die Ellbogen fest gegen die Erde, fühlte an den Fingern die Rillen des geriffelten vorderen Griffs, setzte das längliche Korn, das nun genau in der Kerbe der Kimme saß, mitten auf die Brust des Mannes und drückte sanft den Abzug. Er fühlte die schnellen, fließenden, krampfigen Stöße der Waffe an seiner Schulter, und der Mann auf der Straße machte ein überraschtes und empörtes Gesicht, knickte dann in die Knie, und seine Stirn schlug gegen die Straße.“ Zugegeben, manchmal zieht sich „Wem die Stunde schlägt“ ganz schön in die Länge. Doch die damit erzeugte stetige Anspannung, die von den Protagonisten sogar auf den Leser übergeht, zudem die von Hemingway einzigartig in Szene gesetzten Dialoge, als auch die sehr interessant gestalteten Kampfszenen, machen Hemingways Roman zu einem einzigartigen Leseerlebnis und machen somit auch alle Längen gänzlich wett. „Sag, daß du mich liebst.“ „Nein. Jetzt nicht.“ „Jetzt liebst du mich nicht mehr?“ „Déjamos! Zurück mit dir! Man kann nicht gleichzeitig solche Sachen machen und – lieben!“ „Ich möchte die Beine des Gewehrs halten und, während es knattert, dich lieben, zur gleichen Zeit.“ „Du bist verrückt. Geh jetzt zurück.“ „Ich bin verrückt“, sagte sie. „Ich liebe dich.“ „Dann geh zurück.“ „Gut. Ich gehe. Und wenn du mich nicht liebst, liebe ich dich so sehr, daß es für beide reicht.“

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  • Leserunde zu "Der grüne Blitz" von Jules Verne

    Der grüne Blitz

    Mare_Verlag

    Wir möchten wieder eine mare-Leserunde mit Euch starten, und zwar diesmal mit einem echten Klassiker. Denn am 24. September erscheint in unserem Verlag die Neuübersetzung von Der grüne Blitz, dem einzigen Liebesroman von Jules Verne! Zum Buch: Die hübsche Helena wächst auf dem schottischen Landsitz ihrer »Zieheltern« Onkel Sam und Onkel Sib auf, die sich nicht nur eine Schnupftabakdose teilen, sondern auch stets die Sätze des jeweils anderen vollenden. Als Helena achtzehn wird, beschließen die beiden, sie mit dem hochseriösen Gelehrten Aristobulus Ursiclos zu verheiraten, der ihnen als Garant für das Glück ihrer Nichte erscheint. Doch diese fordert Bedenkzeit: Aus der Zeitung hat sie vom »grünen Blitz« erfahren, einem seltenen Naturphänomen, das nur an besonders klaren Tagen bei Sonnenuntergang am Meer beobachtet werden kann. Wer den grünen Blitz gesehen hat, wird sich, so besagt die Legende, in Gefühlsdingen nicht täuschen. Mit ihren Onkeln und deren Wunschkandidat im Schlepptau begibt sich Helena auf eine Reise entlang von Schottlands Westküste, auf der Suche nach dem grünen Blitz – und der großen Liebe. Dank dieser Schmuckausgabe liegt Jules Vernes einziger Liebesroman, 1882 im Original erschienen und gut hundert Jahre später von Eric Rohmer als »Das grüne Leuchten« fürs Kino adaptiert, endlich in einer modernen deutschen Übersetzung vor. Mit humorvollem Understatement und hinreißender Leichtigkeit entführt uns der Autor auf diese abenteuerliche Entdeckungsreise, die schließlich eine Entdeckungsreise des Herzens ist. Hier geht's zur Leseprobe Möchtet Ihr zu den 15 Gewinnern gehören*? Dann bewerbt Euch gleich und beantwortet dazu bis zum 22. September 2013 diese Frage: Welche Klassiker habt Ihr zuletzt gelesen? Welcher steht noch auf Eurer „Leseliste“? Wir freuen uns wie immer auf viele Bewerbungen! Euer mareverlag * Bedingung dabei ist, dass Ihr Euch im Gewinnfall zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Brian Brazzil

    10. February 2012 um 16:15

    Obgleich gewollt karg ist Hemingway in fast all seinen späteren Werken ein epischer Erzähler (mit spät meine ich alles ab In einem andern Land. Es wird oft gesagt, seine Short-Storys seien besser als seine Romane. [Ich habe in meiner Rezension zu Der alte Mann und das Meer bereits versucht das Phänomen Hemingway, wie ich es begreife und erlebt habe, zu schildern.] Wem die Stunde schlägt ist ein dickes Buch, ein tiefes Buch und gleichzeitig ein schweres, und dabei unglaublich leicht, wenn man es zu Ende gelesen hat. Gut, damit kann jetzt keiner etwas anfangen - vielleicht so: Wem die Stunde schlägt ist ein Buch wie ein ganz bestimmter Sommertag in Ihrem eigenen Leben: vielleicht haben sie keine großen Erwartungen gehabt, weil er auch eher mäßig anging, auch waren sie etwas müde, die ganze Zeit und irgendwie war alles auch sehr melancholisch gefärbt an diesem Tag und besonders dann am Abend. Aber im Nachhinein können sie diesen Tag nicht vergessen; vieles steigt wieder daraus hervor, viele undefinierbare Gefühle, Ideen und Gesichter; er ist auf seine eigene Art magisch geworden. Manchmal verblasst diese Magie, wenn man genauer hinsieht und sie oder den Tag in einen Kontext setzt. Aber er bleibt eine Art ideelle Freude. So ist "Wem die Stunde schlägt" - ein Epos mit Ecken und Kanten, Kargheit und tiefer Triste, großen Gesten und voller unnützem Pathos. Aber eben auch voller nachträglicher Kraft.

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. May 2011 um 14:31

    Eines der berühmtesten Werke Hemingways ist das hier vorliegende "Wem die Stunde schlägt". Es spielt im Spanischen Bürgerkrieg und umfasst lediglich vier Tage, in denen sich der Amerikaner Robert Jordan auf seinen Auftrag, eine Brücke in die Luft zu sprengen, vorbereitet. Er begegnet derweilen spanischen Kämpfern unterschiedlicher Natur. Pablo, bisher Anführer der Guerillatruppe entpuppt sich als labile Persönlichkeit, auf die sich die Gruppe nicht verlassen kann. Dessen Gefährtin Pilar hingegen ist völlig überzeugt von der "Sache". Obwohl sie bereits von den Schrecken des Bürgerkrieges in lebhaften Bilder zu berichten weiss, ist sie standhaft. Robert Jordan selbst ist ein pflichtbewußter Mensch. Er hält sich an seine Befehle und versucht sich nicht beeinflussen zu lassen. Doch diese Haltung wird erschwert durch die aufkeimende Liebe zu Maria, einem mehrfach vergewaltigten Republikaner-Mädchen. Zweifel kommen in Jordan auf. Die Vorstellung, nur diese wenigen Tage mit Maria zu haben und wahrscheinlich bei dem Angriff ums Leben zu kommen, läßt ihn wanken. Am Ende jedoch siegt sein Pflichtgefühl. Der Angriff und die Sprengung der Brücke gelingen, aber zu einem hohem Preis. Zu recht ist dieses Buch ein Klassiker der Weltliteratur, so ist es doch übertragbar in jede aktuelle Kriegshandlung. Sind nicht alle Soldaten gefangen zwischen dem Pflichtgefühl und der Überzeugung, auf der richtigen Seite zu stehen und den immer wiederkehrenden Zweifeln, das Richtige zu tun? Ist eine militärische Auseinandersetzung wirklich der richtige Weg, um seine Ideale durchzusetzen? Mit einfachen, aber sehr berührenden Bildern schafft es Hemingway ohne erhobenen Zeigefinger die Unmenschlichkeit des Krieges aufzuzeigen und die Figuren für sich sprechen zu lassen.

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  • Frage zu "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón

    Der Schatten des Windes

    Lieblingsmami78

    Der Schatten des Windes hat mich total fasziniert. Meine Frage ist, wer kennt weitere Bücher von spanischen Autoren, die sich mit der Franco Diktatur auseinandersetzen??

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    DaniM

    12. May 2010 um 09:27

    Dieses Buch war schon rein aus persönlichen Gründen ein Muss für mich. Wie die Hauptfigur Robert Jordan kämpfte mein Großvater im spanischen Bürgerkrieg auf den Seiten der Republikaner freiwillig gegen die Faschisten. Abgesehen vom persönlichen Kontext hat mir die Geschichte, die in den Wirren des Krieges spielt, gut gefallen. Hemingway hat einen unvergleichlich klaren Stil, ohne Schnörkeleien und Rührseeligkeiten, schafft er ein Abbild der Grausamkeiten des Krieges. Trotzdem gelingt es ihm die Liebesgeschichte, die sich zwischen Robert und Maria entspinnt und die inmitten dieses Ausnahmezustands plaziert ist, gefühlvoll zu erzählen. Ein Buch zum Mitleiden und Mithoffen und ein wichtiges Stück Geschichte.

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Pashtun Valley Leader Commander

    20. February 2010 um 21:13

    Wer kent nicht das Foto mit dem fallenden Soldaten aus dem spanischen Bürgerkrieg. Hier ist der Text dazu.

  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Rainbow

    19. July 2009 um 17:53

    In Spanien tobt der Bürgerkrieg und mit den spanischen Republikanern führt der amerikanische Spanisch-Dozent Robert Jordan einen Guerilla-Krieg in den Bergen. Als die republikanische Armee mit Unterstützung von sowjetischen Offizieren eine Offensive planen, erhält Jordan den Auftrag, im Gebirge eine Brücke zu sprengen, und so verl(i)ebt er drei Tage mit der Guerilla-Truppe um Pablo, Pilar und Maria, immer mit dem Gedanken daran, dass sowohl sein Glück als auch sein Leben bald enden könnten. Gelesen habe ich das Buch eigentlich, um einmal einen Roman von Hemingway kennenzulernen und mich bei diesem die Thematik interessierte. 540 Seiten später weiß ich zwar immer noch nicht genau, was an Hemingway jetzt eigentlich so besonders ist, bin von dem Roman aber doch seltsam fasziniert. Zu Beginn liest sich das Buch sehr gut und auch einfach, erst später lassen zahlreiche Wiederholungen, eine zähe Handlung und eine ausschweifende Liebesgeschichte vermuten, dass die Geschichte vielleicht kürzer prägnanter hätte erzählt werden können. Gleichzeitig ist die Erzählweise auch Sinnbild für den Krieg: dumpfe, zermürbende Wiederholung, zähe Tage, angefüllt mit Grausamkeiten auf beiden Seiten der Kriegsteilnehmer, physische und psychische Gewalt - und in all dem muss die Zeit genutzt werden, die man hat, weil man nicht weiß, was morgen sein wird. Wenn man als Leser einmal beiseite lässt, dass man gern wissen will, wie es weitergeht, ist es beeindruckend, wie passend aufeinander abgestimmt doch Erzähltes und Erzählweise sind. Das Ende liest sich dann auch wieder bedeutend besser und entschädigt für einiges: nach Tagen des Wartens geht es los zur Sprengung der Brücke, die Handlung ist dichter erzählt und der Leser wird mitgerissen in Hoffnung und Zweifel, in ein Ende, das seltsam offen und gleichzeitig geschlossen ist. So schließt also ein Buch, das sicher noch länger nachwirken wird, zum Nachdenken und weiterlesen anregt und damit gehegte Hoffnungen doch erfüllt, auch wenn eigentliche Erwartungen enttäuscht wurden. Doch lest selbst: es lohnt sich.

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Pankraz

    01. June 2009 um 08:26

    Hemingway hat sich im Spanischen Konflikt engagiert, war in Madrid und an der Front, sammelte in Amerika Geld für die Sache, organisierte Filmaufnahmen (Spanish Earth), berichtete in amerikanischen Zeitungen über den aufkommenden Faschismus im fernen Europa und glaubte bis ans Ende an eine Niederlage Francos. Am Ende kam "Wem die Stunde schlägt", einer seiner "großen Romane" und es gibt starke Szenen in diesem Buch. Die grausame Ermordung eines Dorfes, die selbstverständlichen Grausamkeiten beider Krieg führender Seiten. Insgesamt muss aber gesagt werden, dass es eines der schwächsten Werke eines Meisters ist. Hemingway verirrt sich in der Liebesgeschichte zwischen Maria und Robert Jordan, es zeigt sich, dass Hemingway - anders als in anderen Werken - hier an den großen Gefühlen scheitert. Auf hohem Niveau - selbstverständlich - aber (meiner Meinung nach) doch. Es seien an dieser Stelle uneingeschränkt die Kurzgeschichten aus dieser Zeit empfohlen, gesammelt unter dem Titel "Der Abend vor der Schlacht".

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Pankraz

    15. October 2008 um 14:56

    Hemingway hat sich im Spanischen Konflikt engagiert, war in Madrid und an der Front, sammelte in Amerika Geld für die Sache, organisierte Filmaufnahmen (Spanish Earth), berichtete in amerikanischen Zeitungen über den aufkommenden Faschismus im fernen Europa und glaubte bis ans Ende an eine Niederlage Francos. Am Ende kam "Wem die Stunde schlägt", einer seiner "großen Romane" und es gibt starke Szenen in diesem Buch. Die grausame Ermordung eines Dorfes, die selbstverständlichen Grausamkeiten beider Krieg führender Seiten. Insgesamt muss aber gesagt werden, dass es eines der schwächsten Werke eines Meisters ist. Hemingway verirrt sich in der Liebesgeschichte zwischen Maria und Robert Jordan, es zeigt sich, dass Hemingway - anders als in anderen Werken - hier an den großen Gefühlen scheitert. Auf hohem Niveau - selbstverständlich - aber (meiner Meinung nach) doch. Es seien an dieser Stelle uneingeschränkt die Kurzgeschichten aus dieser Zeit empfohlen, gesammelt unter dem Titel "Der Abend vor der Schlacht".

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  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Lebensfreund

    07. September 2008 um 14:41

    Eine tolles Buch mit sehr schön beschriebenen Stimmungsbildern und sehr realistischen Beschreibungen.

  • Rezension zu "Wem die Stunde schlägt" von Ernest Hemingway

    Wem die Stunde schlägt

    Alexander1981

    20. May 2007 um 12:06

    Ernest Hemingway - Wem die Stunde schlägt Die Zeit sind 3 Tage im Spanischen Bürgerkrieg. Robert Jordan, ein amerikanischer Lehrer, kämpft zusammen mit einem Trupp Partisanen hinter den feindlichen Linien gegen die Faschisten. Seine Aufgabe - eine Brücke sprengen - um jeden Preis. "For whom the bell tolls", vielleicht Hemingways bekanntester Roman, ist ein Buch über den Krieg, über die Liebe, über Freundschaft und über das Sterben der Menschlichkeit. Im Zentrum der Handlung steht Robert Jordan. Ursprünglich Lehrer für Spanisch an einem amerikanischen College kämpft er seit über einem Jahr auf Seiten der Republik gegen die heranstürmenden Faschisten. Robert Jordan ist ein guter Soldat, voller Pflichtgefühl und Überzeugung tritt er für seine Vorstellung von Recht ein, opfert sich für sie auf, ist selbstlos. Er will nichts besonderes sein, er will seine Sache richtig machen, er will für etwas einstehen woran er glaubt und zur notfalls auch dafür sterben - wie alle anderen in diesem Krieg auch. Doch so klar und deutlich seine Befehle sein mögen, so weiß er, dass es diesmal anders sein wird. Wie von irgendetwas getrieben scheint er in den Wirren des Krieges auf der Suche nach sich selbst zu sein, nach seinem Platz im Leben. Als er dann die Partisanin Maria kennen lernt und sich in sie verliebt entbrennt in ihm ein Kampf zwischen der Pflicht des Soldaten und den Wünschen eines Liebenden. Ein lehrreiches, bewegendes und erschütterndes Buch, dessen Ende in seiner Eindringlichkeit und Unbarmherzigkeit tief innen drin berührt und bei mir einen immensen Eindruck hinterlassen hat. Alexander1981

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