Ernest Hemingway Wir sind verdammt lausige Akrobaten

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Inhaltsangabe zu „Wir sind verdammt lausige Akrobaten“ von Ernest Hemingway

"Was macht die Arbeit, Fitz?" Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald lernen sich 1925 in der Pariser Dingo Bar kennen. Mit dieser Begegnung beginnt eine kurze, aber intensive Freundschaft. Sie tauschen sich über Leben und Literatur in zahlreichen Briefen aus, die Benjamin Lebert in dieser Auswahl einander gegenüberstellt. Fitzgeralds Briefe macht er mit seiner Übersetzung erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Als sich Hemingway und Fitzgerald in Paris kennenlernen, ist Fitzgerald bereits ein gefeierter Autor und eine Ikone des Jazz Age. Hemingway schlägt sich dagegen noch als Korrespondent durch. Von Anfang an sind beide nicht nur Freunde, sondern auch Rivalen. Sie gehören zum Kreis um Gertrude Stein und unternehmen gemeinsame Reisen in Europa. In ihren Briefen tauschen sie sich über Klatsch ebenso wie über drängende existenzielle Fragen aus, schreiben über Boxen und kritisieren die Texte des jeweils anderen. Immer wieder diskutieren sie, wie der Drahtseilakt des Lebens zu Literatur wird. Ihre Briefe zeugen von gegenseitiger Faszination und geben Einblick in die außergewöhnliche Freundschaft zweier außergewöhnlicher Schriftsteller.

Menschlich, aber auch ein bisschen mühsam...

— Sookie70
Sookie70

Der Briefwechsel bietet einen spannenden Einblick in das Leben zweier großer Schriftsteller.

— Pocci
Pocci

um die freundschaft der beiden begreifen zu können, benötigt es mehr als dieser schmale briefwechsel. allerdings sehr unterhaltsam.

— schwathrin
schwathrin

Ein Muss für Fitzgerald und Hemingway Fans!

— Palomalebt
Palomalebt

Fitzgerald und Hemingway - Der eine schreibt geschwungen, der andere nur in Hauptsätzen.

— TaugenichtsWelt
TaugenichtsWelt

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  • Ein Briefwechsel zwischen zwei nicht ganz so lausigen Akrobaten

    Wir sind verdammt lausige Akrobaten
    HarIequin

    HarIequin

    11. January 2015 um 00:18

    „Eigentlich sind wir verdammt lausige Akrobaten, aber wir machen manchmal ein paar richtig tolle Sprünge, alter Freund, und es gibt all diese anderen Akrobaten, die nicht springen.“ (Seite 127) Das eher kurze Büchlein umfasst den Briefwechsel zweier der größten Schriftsteller Amerikas von 1925-1940. Kennengelernt haben sie sich in der Pariser Dingo Bar, wo eine ungewöhnliche Freundschaft entstand. Immer wieder schwanken sie zwischen Verehrungen und Kritik füreinander, es entsteht regelrecht der Eindruck einer Hassliebe. Sie erzählen von ihren Frauen, Reisen und natürlich auch von ihren Arbeiten. Der Entstehungsprozess ihrer Werke und die Probleme dabei sind faszinierend und sicher für jeden Fan ein Glücksfall; Ihre Inspirationen durch reale Personen, der Kampf um Anerkennung und ihre Kabbeleien untereinander sind unterhaltsam und informativ. Man bekommt als Leser zumindest einen kleinen Einblick in ihre Persönlichkeit und Art, der zumindest mich immer wieder überraschen konnte. Wer hätte gedacht, dass die beiden auch Lästermäuler und Klatschtanten sein konnten? Aber wie sagt Hemingway so schön: „Warum zum Teufel sollten wir beim Schreiben mit der Wahrheit hinterm Berg halten?“ Viele andere Schriftsteller und Leute ihrer Zeit werden thematisiert und so entsteht eine ganz besonderen Atmosphäre der damaligen Zeit. Auch bietet es viele schöne Zitate zum aufschreiben. Das Vorwort vom Herausgeber Benjamin Lebert gibt gute Hintergrundinformationen und auch im Anhang sind viele hilfreiche Erklärungen. Ich bin sehr angetan von den beiden lausigen Akrobaten und kann das Buch nur jedem empfehlen. Nicht nur für Fans der Schriftsteller, sondern auch für Interessierte der Roaring Twenties oder Liebhaber guter Literatur.

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  • Interessanter Einblick in das Leben zweier großer Schriftsteller

    Wir sind verdammt lausige Akrobaten
    Pocci

    Pocci

    02. January 2015 um 21:09

    Nach dem Erscheinen des Großen Gatsby lernten sich Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald in Frankreich kennen. Ab diesem Zeitpunkt verband sie für eine Weile eine tiefe (Brief-)Freundschaft, in der jedoch auch immer wieder die Konkurrenz zueinander durchscheint. Benjamin Lebert stellt in diesem Buch den erhaltenen Teil der Korrespondenz vor. Die Briefe geben jedoch nicht nur einen Einblick in die Freundschaft und Konkurrenz der beiden Schriftsteller, sondern auch in das Leben, das sie zu dieser Zeit führten. Dabei ist immer wieder auffällig, wie häufig sich die totale Pleite und ein gutes Leben abwechseln. Als Leser erfährt man zudem etwas über den Druck, der von den unterschiedlichsten Verlagen auf die Schriftsteller ausgeübt wurde. Hemingway und Fitzgerald scheinen beide manchmal zu bereuen, dass sie eine gute Idee nur für eine Kurzgeschichte verbrauchten, weil ein Liefertermin anstand. Dem Schreibstil der Briefe merkt man deutlich an, dass es sich um eine Männerfreundschaft handelt und beide kein Blatt vor den Mund nehmen. Immer wieder gibt es wirklich lustige Stellen, an denen man sich fast vorstellen kann, wie die beiden sich auch im persönlichen Treffen mit ihren Kommentaren gegenseitig auf den Arm nehmen. Leider sind viele der Anspielungen und Referenzen aus heutiger Sicht nicht mehr wirklich nachzuvollziehen, auch wenn diese zum Großteil mit Fußnoten erklärt werden. Diese Fußnoten sind auch der einzige Teil des Buches, der mich manchmal stört. Einerseits sind sie oft zu detailliert (wer will sich schon die Romane der beiden danebenlegen, um die Erläuterungen vorgeschlagener Korrekturen von Textstellen in eben diesen nachzuvollziehen), anderseits werden andere Anspielungen, z.B. auf weitere Autoren, mit einer kleinen Zeile abgetan. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Erklärungen etwas umfangreicher ausgefallen wären. Insgesamt fand ich das Buch sehr amüsant und mir gefiel der Blick auf die "verborgene" Seite des Schriftstellertums der damaligen Zeit.

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  • Wir sind verdammt lausige Akrobaten - Hemingway & Fitzgerald im Briefwechsel

    Wir sind verdammt lausige Akrobaten
    Palomalebt

    Palomalebt

    04. September 2014 um 16:09

    "Was macht die Arbeit, Fitz?" Ernest Hemingway und F. Scott Fitzgerald lernen sich 1925 in der Pariser Dingo Bar kennen. Mit dieser Begegnung beginnt eine kurze, aber intensive Freundschaft. Sie tauschen sich über Leben und Literatur in zahlreichen Briefen aus, die Benjamin Lebert in dieser Auswahl einander gegenüberstellt. Fitzgeralds Briefe macht er mit seiner Übersetzung erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich. Als sich Hemingway und Fitzgerald in Paris kennenlernen, ist Fitzgerald bereits ein gefeierter Autor und eine Ikone des Jazz Age. Hemingway schlägt sich dagegen noch als Korrespondent durch. Von Anfang an sind beide nicht nur Freunde, sondern auch Rivalen. Sie gehören zum Kreis um Gertrude Stein und unternehmen gemeinsame Reisen in Europa. In ihren Briefen tauschen sie sich über Klatsch ebenso wie über drängende existenzielle Fragen aus, schreiben über Boxen und kritisieren die Texte des jeweils anderen. Immer wieder diskutieren sie, wie der Drahtseilakt des Lebens zu Literatur wird. Ihre Briefe zeugen von gegenseitiger Faszination und geben Einblick in die außergewöhnliche Freundschaft zweier außergewöhnlicher Schriftsteller. Belangslos, amüsant, persönlich, direkt und voller Zärtlichkeit! Eine Möglichkeit unheimlich intim in die Privatleben zweier herausragender Schriftsteller zu blicken. Zwei völlig verschiedene Charaktere die auf einander pralle und eine Freundschaft voller Höhen und Tiefen. Ich hab mich begeistert in ein anderes Zeitalter entführen lassen & gebannt die Briefe verschlungen. Auch wenn ich als großer Fan von Fitzgerald und Hemingway mir zuvor schon einiges an Hintergrundwissen angelesen hatte, gaben mir die Briefwechsel die Möglichkeit noch tiefer zu blicken und ganz privat die Gedanken der Schriftsteller mitzulesen. Ein großartiges Buch, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass es sich für Nicht-Fans an manchen stellen vielleicht etwas zieht, bzw. auch eher trockene Stellen über Finanzen, Vermarktung der Bücher enthält, was ich persönlich jedoch auch als interessante Einblicke empfand, ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen! Achja! Und ein schöner Nebeneffekt: Als ich es beendet habe, war ich tatsächlich so inspiriert, dass ich erstmal zum Briefpapier gegriffen habe und selbst meiner Freundin einen langen ausführlich Brief geschrieben habe, sie hat sich riesig gefreut! ;)

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