Der Kriminalroman „Anne Munk und der geraubte Wind“ beginnt mit der lustlosen Diensteinstellung des Polizeiassistenten Holm. Dieser freut sich darauf, während seines Dienstes ein Fussballspiel im Fernsehen anschauen zu können und hofft, dass er dabei nicht gestört wird. Doch es kommt anders: es gibt einen Hinweis auf eine führerlose Yacht in der Bucht von Aarhus und zu allem Überfluss wird auch noch eine Leiche am Strand angespült.
Genervt von dieser Tatsache begibt er sich zum Auffindeort der Leiche und erkennt in dieser den Politiker Dr. Hendrik Breede, Umweltsprecher der Liberalen Partei in Dänemark. Zunächst sieht alles nach einem Ertrinken des Politikers aus. Doch da es sich bei der führerlosen Yacht um die des Politikers handelt, kommen bei dem Polizeiassistenten Holm Zweifel auf. Die Maschinerie der Polizei wird „angekurbelt“ und Hauptkommissarin Anne Munk wird mit dem Fall beauftragt. Es entwickelt sich ein zur heutigen Zeit in Hinblick auf erneuerbare Energien sehr aktuelles Kriminalgeschehen, wobei Geld keine Rolle spielt. Unbequeme Personen werden aus dem Weg geräumt.
Für mich war es der 2. Fall des Autors Ernest Nyborg und ich muss sagen, dass ich auch diesen Roman von Anfang an mit Spannung gelesen habe. Die sehr engagierte Polizeibeamtin Anne Munk stößt hier zwar an ihre Grenzen der Befugnisse, aber auf Grund ihres Selbstbewusstseins und ihrer offensichtlich fantastischen Kompetenz löst sie diesen Fall; zwar nicht mit dem gewünschten Ergebnis, jedoch bewegt sie, dass einige Damen und Herren der „Oberen“ gewaltig ins Rotieren kommen.
Die Charaktere der einzelnen Protagonisten wurden sehr ausführlich dargestellt, so dass man sich die einzelnen Personen so vorstellen konnte, als würden sie vor einem stehen.
Wieder mal ein sehr spannend geschriebener Kriminalroman von Ernest Nyborg, der es versteht, den Leser vom Beginn des Romans bis hin zum Ende in den Bann zu ziehen und dabei ein Thema aufzugreifen, was sehr aktuell und brisant ist.




















