Ernest Wichner

 4 Sterne bei 72 Bewertungen
Autor*in von Steinsuppe, Heute Mai und morgen du und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ernest Wichner

Ernest Wichner, 1952 in Guttenbrunn, Banat, Rumänien, geboren, lebt seit 1975 in Deutschland, seit 1976 in Berlin. Übersetzer, Autor von Gedichtbänden und Erzählungen, von 2003 bis 2017 Leiter des Literaturhauses Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählt der Band mit ausgewählten Gedichten Heute Mai und morgen du (Schöffling & Co).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der Schatten im Exil (ISBN: 9783446276284)

Der Schatten im Exil

Erscheint am 20.03.2023 als Gebundenes Buch bei Hanser, Carl.
Cover des Buches Stop – Die Pausen des Sisyphos (ISBN: 9783751809009)

Stop – Die Pausen des Sisyphos

Erscheint am 30.03.2023 als Gebundenes Buch bei Matthes & Seitz Berlin.
Cover des Buches Solenoid (ISBN: 9783442771158)

Solenoid

Erscheint am 12.04.2023 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Ernest Wichner

Cover des Buches Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte (ISBN: 9783895612336)

Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte

 (19)
Erschienen am 02.03.2021
Cover des Buches Der erste Horizont meines Lebens (ISBN: 9783552057326)

Der erste Horizont meines Lebens

 (10)
Erschienen am 24.08.2015
Cover des Buches Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit (ISBN: 9783518223673)

Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit

 (5)
Erschienen am 22.09.2003
Cover des Buches Warum wir die Frauen lieben (ISBN: 9783518241042)

Warum wir die Frauen lieben

 (5)
Erschienen am 04.02.2017
Cover des Buches Vernarbte Herzen (ISBN: 9783518223994)

Vernarbte Herzen

 (5)
Erschienen am 13.03.2006
Cover des Buches Travestie (ISBN: 9783518421796)

Travestie

 (4)
Erschienen am 16.08.2010
Cover des Buches Oxenberg & Bernstein (ISBN: 9783552058835)

Oxenberg & Bernstein

 (3)
Erschienen am 29.01.2018
Cover des Buches Die schönen Fremden (ISBN: 9783423146609)

Die schönen Fremden

 (3)
Erschienen am 21.12.2018

Neue Rezensionen zu Ernest Wichner

Cover des Buches Solenoid (ISBN: 9783552059481)
dunkelbuchs avatar

Rezension zu "Solenoid" von Mircea Cartarescu

Buch mit zwiespältigem Lesevergnügen
dunkelbuchvor 10 Monaten

Die ersten Kapitel führen den Protagonisten als einen namenlosen und sehr unglücklichen, aber auch unglückseligen, Menschen ein. Es wird fantasiereich und wortgewaltig die Welt des einfachen Lehrers aufgebaut.  Es stellen sich sehr absurde und abstruse Welten des Helden dar, als Kind und im Jetzt, wobei nicht immer klar ist, was sich real oder im Traum abspielt.
Nach einem kurzen Tief wird meine wissenschaftliche Seele befriedigt, weil über den Solenoiden, eine riesige Spule, die vierte Raumdimension und andere zum Teil hochwissenschaftliche Themen gesprochen wird. Dazu kommt noch eine Spur Mystik gepaart mit mythischen Ideen, Verschwörungstheorien und einer Spur Paranoia.
Es finden sich eine große Zahl real existenter Menschen mit ähnlich bizarren Lebensgeschichten wie der Held. Sonderbarerweise sind die Biographien dieser Menschen über viele Umwege miteinander verknüpft. Das führt dazu, dass man sich in der buchfreien Zeit mit diesen Persönlichkeiten befasst, was das Buch für mich nochmal wertvoller macht, da es neue Ideen aufbringt.
Das Buch nimmt immer mehr an Spannung auf und der Leser wird so zielstrebig zu einer Klimax geführt, dass man das Buch nicht mehr weglegen möchte. Allerdings fand ich persönlich den erreichten Höhepunkt, ganz plötzlich und ohne weitere Erklärung, etwas enttäuschend. Es ist ein Buch aus der Kategorie, welches den Leser etwas hilf- und fraglos zurücklässt

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Cover des Buches Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte (ISBN: 9783895612336)
busdrivers avatar

Rezension zu "Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte" von Tatiana Tîbuleac

Mutter und Sohn
busdrivervor einem Jahr

Aleksy erzählt in diesem Buch, viele Jahre später von seiner Reise nach Frankreich,  diesem Sommer, der sein Leben grundlegend verändert hat

Ein zorniger siebzehnjähriger Junge, der im Heim aufwächst und seine Mutter verabscheut. Er hat keine Beziehung zu ihr, findet sie hässlich und fühlt sich von ihr im Stich gelassen. Widerwillig stimmt er zu, als sie ihn zu diesem Urlaub abholt.

Was man zu Beginn nicht für möglich hält, entwickelt sich in dieser Geschichte. Die beiden nähern sich an, lernen sich zu verstehen und kommen beide zur Ruhe. Anfangs noch zerrissen von ihren Gefühlen, nähern sie sich Stück für Stück an.

Eine interessante Geschichte mit einem komplexen Charakter. Aleksy ist nicht einfach, aber genau das macht das Buch so lesenswert.

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Cover des Buches Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte (ISBN: 9783895612336)
Petriss avatar

Rezension zu "Der Sommer, als Mutter grüne Augen hatte" von Tatiana Tîbuleac

Ein letzter Sommer in Frankreich
Petrisvor einem Jahr

Wiedereinmal hat mich ein Roman, den ich nur gelesen habe, weil ihn mir eine Bücherfreundin empfohlen hat, sehr begeistert und berührt. Ich hatte „Der Sommer“ zwar wahrgenommen, aber Cover und Klappentext sprachen mich nicht an, so landete er nicht einmal auf der Wunschlist. Zum Glück gibt es dann auch noch die guten Empfehlungen!

Aleksy, Sohn polnischer Einwanderer, lebt in London mit seiner Mutter und seiner Großmutter. Er hat ein Problem mit Aggressivität, ist psychisch krank und geht auf eine spezielle Schule. Niemanden hasst er mehr als seine Mutter. Schon auf den ersten Seiten schockiert er mit seinen Hasstiraden gegen sie.

Es ist sein letztes Schuljahr, auf den Sommer der Freiheit hat er lange gespart, mit zwei Freunden will er nach Amsterdam, Abenteuer erleben und vor allem endlich den Makel Jungfrau zu sein ablegen. Doch es kommt anders. Seine Mutter besticht ihn mit der Aussicht, ein Auto zu bekommen, wenn er nur noch einmal mit ihr den Sommer in Frankreich verbringt.

Die Situation scheint zu eskalieren, er nimmt seine Medikamente nicht, er rastet aus,… Und dann erfährt er etwas, womit er nicht gerechnet hat und das alles zu ändern scheint. Es wird ein heilsamer Sommer, in dem man viel erfährt, wie es dazu gekommen ist, dass er in so schlechter Verfassung ist. Aleksy erzählt aus Sicht des Erwachsenen. Man erfährt auch, dass er ein erfolgreicher Künstler geworden ist, dass es das Leben nicht gut mit ihm meinte und jener Sommer zwar ein Durchatmen war, der Beginn von besseren Zeiten, aber das Schicksal ihn weiter prüfte,... Wie viel Leid erträgt ein Mensch?

Die Autorin lässt vieles offen, viel wird nur angedeutet, wir erfahren wenig von seiner großen Liebe, auch kaum etwas, wie er zu dem Künstler wurde, der er ist,… So wie Erinnerungen eben sind, ist auch Aleksys Erinnern lückenhaft.

Sprachlich hat mich der Roman sehr angesprochen, er ist intensiv, schwankt zwischen derb und poetisch, je nachdem, ob wir direkt Aleksys aggressiven Gedanken folgen oder seinen Beschreibungen. Ich fand das sehr gelungen.

Ein ungewöhnlicher Roman, der heraussticht und den nicht jede:r lieben wird. Mich hat er begeistert!

Kommentare: 5
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