Ernest van der Kwast Die Eismacher

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Inhaltsangabe zu „Die Eismacher“ von Ernest van der Kwast

Wenn Liebe auf der Zunge zergeht.Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme wurde hier erfunden. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sophia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte …

Trotz interessanter Fakten konnte mich das Buch nicht überzeugen.

— Dataha
Dataha

Ein Buch über zwei unterschiedliche Brüder. Der eine Bruder übernimmt das Eiscafe der Familie, der andere lebt für die Poesie.

— schokoloko29
schokoloko29

Familientraditionen können auch zu Fesseln werden

— Bibliomarie
Bibliomarie

Durch dieses Buch hat sich das Eisessen für mich verändert.

— JayTi
JayTi

Charmant & lesenswert,aber "5/4 Stunden bis zum Meer" war eine Klasse für sich.Daher konnte es gar nicht meine hohen Erwartungen entsprechen

— naninka
naninka

Insgesamt ist es ein Buch voller Input. Absolute Leseempfehlung!

— AgnesM
AgnesM

Tolle Charaktere, in die man sich versetzen kann und dann noch so ein leckeres Thema :)

— Klene123
Klene123

Ein Buch voller Eiskreativitäten, voller Geschichten um die Eisherstellung- eine Art Passion- aber auch ein Buch für Lyrikfans

— Buchraettin
Buchraettin

Nachdenklich

— Gartenkobold
Gartenkobold

Die Lektüre war ein auf und ab - mal toll, mal weniger. Auf jeden Fall doch etwas speziell...

— daneegold
daneegold

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    Die Eismacher
    schokoloko29

    schokoloko29

    23. January 2017 um 11:18

    Inhalt des Buches:Zwei Brüder wachsen in einer Eiscafe- Dynastie auf. In den Sommermonaten arbeitet die Familie rund um die Uhr für das Eiscafe in Rotterdam; in den Wintermonate leben sie in den Bergen (Dolomiten). Es gilt als Selbstverständlichkeit an, dass die beiden Brüder die Familientradition fortführen und sich um das Eiscafé zu kümmern. Auch wenn die Wünsche und Ambitionen in die andere Richtung laufen. Der Vater hat auch so ein Leben geführt. In Wirklichkeit wollte er Erfinder werden und hat jeden erdenklichen Schnickschnack an Bohren, Rammen, Kreissägen im Keller. Doch er hat die Familientradition weiter fortgeführt und sich kaputt gearbeitet. Diese Erwartungen hat er auch an seine Söhne. Diese Erwartungen werden enttäuscht. Sein Ältester Sohn hat sein Leben der Poesie geopfert. Der Familienclan empfindet diese Entscheidung als Verrat. Die Beziehung zu den Brüdern hat sich abgekühlt und es liegt in den Familienzusammenkünfte immer ein Hauch von Vorwurf. Diese Familienkonstellation ändert sich als der jüngere Brüder die Hilfe von seinem älteren Bruder benötigt.Eigene Meinung:Mir hat das Buch sehr gut gefallen; es liest sich leicht und locker. Atmosphärisch sehr dicht geschrieben. Die einzelnen Familienkonstellantionen sind gut beschrieben und die Charakterisierung der einzelnen Personen haben mir sehr gut gefallen. Obwohl es eigentlich ein ernstes Thema ist, ist der Ton des Buches sehr leicht und locker.Fazit:Ein nettes unterhaltsames Buch. Dies war mein erstes Buch von Ernest van der Kwast wird aber bestimmt nicht das letzte sein.

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  • Schöne Familiegeschichte

    Die Eismacher
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    17. January 2017 um 18:28

    Seit Generationen ziehen die Eismacher aus dem Cadore Tal den Sommer über in den Norden, wo sie ihre Eiscafés betreiben und kehren nur für die Wintermonate ins Tal zurück. So will es die Tradition und als Giovanni Talamini mit der Tradition bricht, weil er für sich einen anderen Lebensweg sieht, geht ein Riss durch die Familie.Giovanni hat die Poesie entdeckt, studiert Literatur und wird Lektor und Herausgeber, während sein jüngerer Bruder das Geschäft übernimmt. Giovanni erzählt die Geschichte seiner Familie aus zwei Perspektiven, die des Urgroßvaters, der als erster Eis machte, noch mit Schnee, den er von den Gipfelgletschern holte und aus seiner eigenen Sicht. Er spürt, wie er der Familie fremd wurde und wie sein Bruder sich immer mehr von ihm zurückzieht, obwohl Luca Sophia zur Frau nimmt, in die beide verliebt waren. Lyrik und Eis sind die beiden Themen dieses Romans, das kommt leicht und zartschmelzend daher. Auch wenn das Bild im Bezug auf Eis abgenutzt ist, es passt hier wirklich. Die beschriebenen Eiskompositionen lassen mich den Geschmack auf der Zunge spüren. Die zitierten Gedichte sind immer auch ein Spiegel für die Gefühle der beiden Brüder. Dieser unausgesprochene Bruderzwist war für mich auch das stärkste Element dieses Buchs, bei dem ich immer wieder vergessen habe, dass ich einen Roman in der Hand halte. Aus dem Nachwort des Autors erklärt sich auch diese Echtheit. Er hat in Südtirol viele Familiengeschichten der Eismacher gehört und sie alle zu einem exemplarischen Leben verwoben. Dabei bleibt Giovanni, der Ich – Erzähler als einzige Figur ein wenig blass im Hintergrund. Grade von dieser Figur hätte ich gern noch mehr erfahren. Aber sonst ist alles da, was zu einem richtigen Lesegenuss gehört, zarte Liebesgeschichten, Familiendrama, Tragik und Trauer, Abenteuer und ein feiner Humor.Ich habe diesen schönen Roman in einem Rutsch gelesen und mich bestens unterhalten.      

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    • 2
  • Guter Durchschnitt

    Die Eismacher
    Jisbon

    Jisbon

    13. November 2016 um 05:42

    Ich bin mir nicht ganz sicher, wie ich "Die Eismacher" bewerten soll. Auf der einen Seite hat mir das Buch gefallen - der Schreibstil war wirklich schön, ich mochte die detaillierten Beschreibungen und vor allem die Schilderungen, wie Eis gemacht oder gekostet wird, fand ich toll. Diese Szenen haben Lust gemacht, sich selbst ein Eis zu holen und es zu genießen, so lebendig waren sie geschrieben. Ebenso fand ich die Hintergrundgeschichte und die Fakten über die Entstehung von Eis interessant und der Autor hat die Informationen meiner Meinung nach auch gut in die Geschichte integriert. Giovannis Liebe zur Poesie hat ebenfalls genügend Raum bekommen. Auf der anderen Seite hatte ich große Probleme mit den Figuren. Ich konnte zu keiner eine richtige Bindung aufbauen, nicht einmal zum Ich-Erzähler, und einige von ihnen waren mir einfach nur unsympathisch, vor allem in Bezug darauf, wie sie mit dem Protagonisten umgegangen sind; das war wohl auch so beabsichtigt, aber es hat es mir schwer gemacht, das Buch zu genießen. Die Handlung selbst ist gut aufgebaut, auch wenn sie für mich doch recht vorhersehbar war. Mir hat gefallen, wie die 'Familien-Tradition' behandelt wurde und dass deutlich wurde, dass solch ein Leben nicht jeden glücklich machen kann. Auch die familiären Beziehungen fand ich interessant, vor allem, weil der Autor gezeigt hat, dass trotz aller Konflikte eine gewisse Verbundenheit und Zuneigung da ist. Weniger gut gefallen haben mir dagegen die ganzen Zeitsprünge, die nicht gekennzeichnet wurden. Die meiste Zeit wusste man sofort, in welcher 'Episode' man sich gerade befindet, aber manchmal war es doch verwirrend. "Die Eismacher" bekommt von mir 3 Sterne. Ich fand das Buch nicht schlecht und gerade die erste Hälfte auch ziemlich gut, aber später wurde mir alles ein wenig zu verworren und durch meine Probleme mit den Charakteren konnte ich auch nicht wirklich mit ihnen mitfühlen, weshalb ich 'nur' die durchschnittliche Bewertung vergeben kann.

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  • Die Eismacher - ein schöner und unaufgeregter Roman

    Die Eismacher
    naninka

    naninka

    08. November 2016 um 09:05

    Klappentext: Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme erfunden zu haben. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sofia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte ... Meine Meinung: Obwohl ganz anders, hat mir 'Fünf Viertelstunden bis zum Meer' derart gut gefallen, dass das vorliegende Buch die hoch geschraubten Erwartungen kaum einhalten konnte. Die Geschichte beginnt sehr stark, mit einem skurillen Nebenschauplatz und man weiss noch gar nicht, was der Bezug zur Geschichte ist. Die ständigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gefielen mir gut. Auch der italienische Spirit, die gegenseitigen unausgesprochenen Erwartungshaltungen und die Schwierigkeit auszubrechen sowie die detaillierten Beschreibungen des Eismachens haben den Reiz dieses Romans ausgemacht. Und doch hat etwas gefehlt. Vielleicht war der Roman auch zu ausschweifend lang. Ich weiss es nicht… Fazit: Ein schöner und gleichzeitig unaufgeregter Roman. Durchaus ein Lesegenuss, doch es kommt nicht an seinen Vorgänger-Roman heran.

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  • Die Eismacher

    Die Eismacher
    AgnesM

    AgnesM

    06. November 2016 um 13:31

    Zunächst dachte ich, dass sich alles in diesem Buch nur um die Herstellung von Eis drehen würde. Weit gefehlt, denn in diesem Buch verbirgt sich so viel, dass man es kaum in Worte fassen kann. Es ist eine Ode an das italienische Eis und all die Familien, die über Generationen die Kunst des Eismachens praktizieren und an ihre Kinder weiter geben, damit diese Kunst nicht ausstirbt und uns Genussmenschen, die italienisches Eis lieben, nicht das Vergnügen, ein Eis zu essen, abhanden kommt. Es ist eine Liebeserklärung an die Lyrik und Poesie, die einen großen Teil des Buchinhalts im positiven Sinne in Beschlag nimmt und auch Unwissende gefühlvoll an Gedichte heranführt. Es ist eine Familiengeschichte voller Drama, Liebe und Sehnsüchte, die den Leser in seinen Bann zieht. Jeder Charakter wächst dem Leser ans Herz. Für jeden Charakter empfindet man Verständnis für die vorherrschende Situation und kann sich in diese hineinversetzen. Man versteht die Klagen, die Streitereien, alle Enttäuschungen, die stillen und lauten Momente, die Ausflüchte, Bestrebungen, Begierden und Leidenschaften. Ich bin sehr positiv überrascht von „Die Eismacher“ und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Der Schreibstil ist angenehm, manchmal poetisch, allerdings sollte man sich als Leser auf einige Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefasst machen, die nicht unbedingt markiert sind und die erst beim Lesen der Passagen auffallen. Dies ist nicht weiter tragisch und behindert den Lesefluss kaum. Insgesamt ist es ein Buch voller Input, welches die Sicht auf die Eismacher dieser Welt verändert.

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    • 2
  • Leicht und verführerisch

    Die Eismacher
    Klene123

    Klene123

    01. November 2016 um 10:48

    Das Buch entfuehrt einen in die Welt der italienischen Eismacher, die uns jedes Jahr mit ihren vielen Sorten Eis verwoehnen, mit neuen Geschmacksrichtungen, die in der Beschreibung uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Wir tauchen ein in die Welt von Giovanni und seiner Famile, lernen den harten Alltag der Eismacher kennen und die Gruende die ihn aus dieser Welt ausbrechen liessen.Der Schreibstil ist leicht und poetisch, der Autor wechselt zwischen dem Heute und dem Gestern, ist aber immer gut verstaendlich. Die Geschichte wird gut nachvollziehbar erzaehlt und ist in sich schluessig.Ich konnte mit den Charakteren mitfuehlen und manchmal auch mitleiden, hatte aber auch genug Abstand um das ganze Bild zu sehen.Im Ganzen ein Buch zum weiterempfehlen.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • [Rezension #018] Die Eismacher von Ernest van der Kwast

    Die Eismacher
    KiraNear

    KiraNear

    09. October 2016 um 23:41

    Name: Die EismacherAutor: Ernest van der KwastGenre: Slice of Life, LemonPreis: Kindle Edition 15,99€ | Gebundene Version 19,99€Seiten: 384Sprache: DeutschISBN: 978-3-442-75680-3 Klappentext:Im Norden Italiens, inmitten der malerischen Dolomiten, liegt das Tal der Eismacher, in dem sich die Einwohner auf die Herstellung von Speiseeis spezialisiert haben. Giuseppe Talamini behauptet gar, die Eiscreme erfunden zu haben. Und er muss es wissen, schließlich haben sich die Talaminis seit fünf Generationen dieser Handwerkskunst verschrieben. Jedes Jahr im Frühling siedeln sie nach Rotterdam über, wo sie während der Sommermonate ein kleines Eiscafé betreiben. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt: zartschmelzendes Grappasorbet, sanftgrünes Pistazieneis, zimtfarbene Schokolade. Dennoch beschließt der ältere Sohn Giovanni, mit der Familientradition zu brechen, um sein Leben der Literatur zu widmen. Denn er liebt das Lesen so sehr wie das Eis. Bis ihn eines Tages sein Bruder aufsucht: Luca, der das Eiscafé übernommen hat, ist inzwischen mit Sofia verheiratet, in die beide Brüder einst unsterblich verliebt waren. Und er hat eine ungewöhnliche Bitte ... Meinung (Achtung, möglicherweise Spoiler!):Zu diesem Buch habe ich sehr viele Gedanken, positive, wie auch jetzt nicht so positive. Aber fange ich erstmal mit den guten Punkten des Buches an. Der erste gute Punkt ist das Eis. Schon auf dem pastellfarbenen Cover begrüßt einen eine Eiswaffel mit etwa fünf (davon sind aber nur vier sichtbare) Eiskugeln, die einem den Eindruck vom warmen Sommertag mit Eis gibt. Man bekommt auch regelmäßig Lust auf Eis, wenn man die leckeren Beschreibungen der Sorten liest, oder auch nur, wie es gerade hergestellt wird. Oft genug hatte ich mir gewünscht, ich würde dieses Eis in echt, in der Realität vor mir sehen, so lecker wurde es beschrieben. Auch die Charaktere sind gut beschrieben, allerdings gab es hier ein kleines Problem, aber darauf komme ich noch. Der Stil war sehr angenehm zu lesen und trotz seiner blumigen Umschreibungen leicht zu verstehen. Hier und da wurden die Reize mancher weiblicher Charaktere erwähnt, das könnte ein paar Leute stören - ist jetzt aber nur eine Vermutung. Und ich hab sogar mal vom Eisessen geträumt, war ein sehr schöner Traum. Jetzt nun aber zu den Dingen, die ich mich gestört haben: 1. Klappentext ≠ InhaltIch bin ganz ehrlich, wenn ich die Worte "Roman" und die in dem Klappentext lese, dann erwarte ich das, was ich auch lese. Bekommen habe ich ... nun, etwas leicht anderes. Der Inhalt des Klappentextes kommt zwar auch im Buch vor, allerdings nicht nur und größtenteils auch erst ab der zweiten Hälfte des Buches. Es gibt hier und da ein paar Nebenhandlungen, die nicht so richtig mit dem Buchinhalt bzw der Beschreibung zu tun haben. Auch wird immer wieder wiederholt, wie sehr der Hauptcharakter den Gedichten verfallen ist und auf welche Veranstaltungen er geht. Wenn man das mit der Literatur liest, denkt man nicht wirklich an Gedichte, sondern eher an Romane. Auch ist nicht wirklich erklärt worden, oder zumindest nicht ganz verständlich, welcher Tätigkeit genau der Hauptcharakter nachgeht. Er leitet ein mehrtägiges Festival, reist hier und da durch die Welt und hilft auch mal im Café aus ... aber sonst? Kein Wunder, dass sein Bruder denkt, Giovanni hätte die meiste Zeit frei, während er im Café schuftet. 2. BeschreibungsflussEntweder beschreibt der Autor etwas ellenlang und ausführlich - oder er beschreibt etwas und bricht dann abrupt ab. Wie es nun danach weitergeht oder was in den letzten Sätzen bzw. im letzten Absatz passiert ist, darf der Leser raten. 3. Roter FadenIst kaum vorhanden. Man kann es sich eher vorstellen wie eine Autobahn, die immer wieder geschlossene Stellen aufweist, an denen man sie verlassen und auf Landstraßen weiterfahren muss. Der Autor wechselt zwischen den Kapiteln in der Zeit vorwährts hin und zurück. In einem Kapitel zum Beispielt geht es um die Gegenwart, dann auf einmal um etwas, was zig Jahre in der Zukunft passiert und das Kapitel darauf schließt beim ersten Kapitel wieder an, als wäre nichts passiert. Es ist nicht mal sichtbar, warum so in den Zeiten herumgesprungen wird. Es ist zwar interessant, aber es wäre schön, wenn es einheitlich und chronologisch gewesen wäre. Dass sowohl der Urgroßvater, als auch der Vater und sein Neffe allesamt Giuseppe Talamini heißen, ist nicht besonders hilfreich dabei. Ich bin allgemein kein Fan von "Ich mag Verwandter/Bekannter/Freund XY so gerne, recyclen wir seinen Namen", da mir das unkreativ vorkommt. Muss ein Stammbaum wirklich ein Kreis aus den ewig gleichen Vornamen sein? Finde auch sowas wie "Vorname Junior" nicht so kreativ - aber gut, ich weiche ab^^° 4. Das EndeDas Ende ist offen - es werden ein paar Fragen gestellt, aber wie diese gelöst werden, bleibt dem Leser überlassen. Was ich auch interessant fand, war die Frage: Geht man mit der Familientradition mit, oder bricht man sie? Ich konnte beide Seiten verstehen. Zum einen ist da der Laden, mehrere Generationen haben geschuftet und geackert, damit der Laden immer noch existiert und ihre Leben aufgegeben. Zum anderen will man sich ja sein Leben und damit auch seinen Beruf aussuchen können, oder? Eine sehr schwere Frage, die ich auch nicht instant beantworten könnte. Aber die Antwort, die es hier unter dem Strich gab, hat mir ehrlich gesagt nicht gefallen. Entweder man geht in die Familientradition oder man läuft einfach davon. Oder man sorgt dafür, dass man (vllt auch nur scheinbar) viel Freizeit hat, verbringt die dann auch noch unter den Augen des Bruders und wundert sich dann, warum er nicht mehr mit einem sprechen möchte ... 5. Das Motiv bzw der SchutzumschlagIch finde es schade, dass das Motiv auf einem Schutzumschlag drauf ist und nicht auf dem Buch selbst. Keine Ahnung, wie es euch dabei geht, aber ich lege den Schutzumschlag ab, lege ihn irgendwo ab und tue ich erst wieder drauf, wenn ich mit dem Buch fertig bin. Ich kenne auch noch eine andere Bloggerin, der es so geht und sie findet es ebenfalls schade, dass man dadurch nicht mehr viel vom Motiv hat. Was hier sehr schade ist, denn allein die Farben sind klasse. Leseprobe (die ersten 10 Sätze):Kurz vor seinem achtzigsten Geburtstag hat sich mein Vater verliebt. Es war Liebe auf den ersten Blick, Liebe, die wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt, ein Blitz, der einen Baum fällt. Meine Mutter rief mich an. "Beppi hat den Verstand verloren", sagte sie.Es geschah während einer Liveübertragung von den Olympischen Spielen in London. Genauer gesagt: beim Finale der Hammerwerferinnen. Mein Vater hat auf dem Dach eine Satellitenschüssel anbringen lassen, mit der er mehr als tausend Kanäle empfangen kann. Ganze Tage sitzt er vor dem Fernseher, einem fantastischem Flachbildgerät, und zappt sich in konstant hohem Tempo durch die Programme. Japanische Fußballspiele huschen vorüber, arktische Naturfilme, spanisches Autorenkino, Reportagen über Naturkatastrophen in El Salvador, Tadschikistan, auf den Fidschi-Inseln. Und natürlich verstörend betörende Frauen aus aller Welt. Fazit:Ich muss sagen, dass ich doch ein wenig von diesem Buch enttäuscht bin und habe mir doch etwas mehr davon erwartet. Nichtsdesto ist es nicht übel, dennoch wäre es jetzt nichts, was ich jetzt irgendwann mal ein zweites Mal lesen muss, dafür hat mich dann doch zu viel gestört. Was eigentlich schade ist, aber vermutlich muss man sich dafür wohl auch für Gedichte interessieren. Denn diese spielen eine sehr große Rolle in diesem Buch und da ich selbst mit Gedichten gar nichts anfangen kann (ein Gedichtband ist aber bereits auf meiner Leseliste), ist wohl auch das Buch für mich nichts. Und der Teil mit dem Eis und auch das Miteinander der Leute war sehr interessant. Nur beim Protagonisten musste ich mir ab und zu an den Kopf fassen, wie z.B. er erzählt, dass sein Bruder Hilfe braucht und anstatt ihm einfach zu helfen, haut er ab und reist wieder in der Weltgeschichte umher. Das macht für mich einfach keinen Sinn. Daher bekommt auch dieses Buch nur 3 Rubine von mir.

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    • 3
  • Ganz einfach: toll!

    Die Eismacher
    sofie

    sofie

    08. October 2016 um 16:41

    „Wenn man die Verspätungen in meinem Leben addieren und mir gutschreiben würde, könnte ich in dieser Zeit sämtliche Gedicht von Charles Bukowski lesen und vielleicht sogar sein Pferdewettsystem ergründen.“ (S. 65) Wenn mir ein Buch ganz besonders gut gefallen hat, fällt es mir auch immer besonders schwer eine Rezension zu schreiben. „Die Eismacher“ von Ernest van der Kwast ist so ein Fall. Das Cover in Verbindung mit dem Titel lässt auf eine leichte Sommerlektüre schließen, aber das wird dem Roman überhaupt nicht gerecht. Es ist eigentlich eine Familiengeschichte oder die Geschichte zweier Brüder. Giovanni Tallamini stammt aus einer waschechten Eismacherfamilie und man erwartet von ihm, dass er die Tradition seiner Vorfahren fortführt. Doch er hat eine andere Leidenschaft – die Poesie. Das Buch macht Lust auf Eis und Lust auf Poesie. Gleichzeitig erfährt man einiges über die Geschichte es Speiseeis und vor allem über die italienischen Eismacher, die ihren Sommer in Nordeuropa verbringen, um dort Eis zu verkaufen, und nur im kurzen Winter zu Hause sind. Der Stil von van der Kwast ist toll, erst nach und nach entfaltet sich die ganze Geschichte, die nicht chronologisch erzählt wird. Aber dadurch versteht man die einzelnen Personen und ihre Beziehungen unter einander umso besser. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen und war zum Schluss regelrecht traurig als ich das Buch beendet hatte. Was soll man da noch sagen außer: Unbedingt lesen!

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  • Ein Buch voller Kreativität, Lyrik und Eis

    Die Eismacher
    Buchraettin

    Buchraettin

    07. October 2016 um 13:30

    Ein Leben, das sich um Eis dreht, bis eines Tages eine neue Leidenschaft dazu kommt- Die Lyrik. Eigentlich ist der Weg des jungen Mannes, der Erzählers in dieser Geschichte seit Generationen vorgezeichnet. Er wird Eismacher, wie sein Vater, sein Bruder und auch sein Großvater. Aber er lernt eine neue Leidenschaft kennen, die Poesie. Es ist eine Geschichte dieser Familie, zweier Brüder, den Eltern, einer jungen Frau, in deren Mittelpunkt das Eis steht und in deren Leben für andere Leidenschaften wenig Zeit bleibt. Mich hat bei diesem Buch wirklich der Titel und das wunderschöne Cover angezogen, obwohl ich kein Eisliebhaber bin. Es ist eine Verbindung in diesem Buch zweier Welten, die eigentlich unterschiedlicher nicht sein könnten. Eis und Poesie. Aber wenn ich darüber nachdenke, ist in beiden etwas das zum Genießen einlädt, zum Entdecken neuer Geschmäcker und eine Verwirklichung vieler Ideen und Kreativität. Es war ein Buch, das ich angefangen habe zu lesen und in dem ich mich förmlich festgelesen habe. Eine wunderschöne und leicht zu lesende Geschichte, die zum immer wieder Innehalten und einige der Sätze notieren eingeladen hat. Es ist die Verbindung der Geschichte des Eismachens, das dem Erzähler schon von Kindheit an prägt, das er auch nie ganz aufzugeben scheint. Dennoch entwickelt sich bei ihm eine andere Leidenschaft- die Lyrik. Diese Ausführungen, besonders über das Berufsleben, die Lyrik, die Poesie, die Autoren, das war mir ein wenig zu viel. Ich habe am liebsten die Erzählungen, Erinnerungen an die Eisherstellung und deren Traditionen gelesen. Es war ein Buch, in dem der Sohn den Schritt geht und sich seiner Leidenschaft nicht nur im Winter widmet, sondern sich einer anderen Berufung im Leben stellt. Sein Vater, mit dem Sammelsurium im Keller, der Leidenschaft für Erfindungen und Schrauben, aber der dennoch Eismacher wird, er hat mir als Figur auch sehr gut gefallen. Für mich zeigt er auch ein wenig den Schritt nach vorn, den Mut mit Traditionen zu brechen, den Mut, den aber erst sein Sohn gefunden hat. Es ist ein Buch, das ist mit einem Eis genossen werden sollte- Ein Buch voller Eiskreativitäten, voller Geschichten um die Eisherstellung- eine Art Passion- Aber auch ein Buch für Lyrikfans, für Geschichtenliebhaber und einfach ein Buch, das ich vollends empfehlen kann.

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  • Italienisches Eis und die Poesie der Welt – leider langweilig

    Die Eismacher
    Federfee

    Federfee

    02. October 2016 um 14:30

    Nachdem mir seine Novelle 'Fünf Viertelstunden bis zum Meer' so gut gefallen hatte, war dieses Buch eine Enttäuschung für mich. Es fängt skurril in der Gegenwart an, wechselt in die Vergangenheit, bricht da plötzlich ab und lässt den Leser allein mit der Frage 'Warum?' und 'Werden wir noch etwas von diesem Vorfahren lesen? Der Zeit- und Perspektivenwechsel erscheint mir unmotiviert, unharmonisch … aber der Leser muss sich eben manchmal anstrengen.Nur eines muss er nicht: sich langweilen. Und genau das ging mir mit diesem Buch so. Es geht um die Geschichte der Eisherstellung durch Italiener aus Dolomitentälern. Das wird meist vom Sohn auf den Vater vererbt und weiter getragen. Nur der Ich-Erzähler bricht aus. Im Eiscafé seines Vaters in Rotterdam lernt er jemanden kennen, der ihn mit der Poesie bekannt macht. Daraus wird eine lebenslange Liebe und ein Beruf, was Vater und Bruder sehr übel nehmen.Eigentlich wäre es eine wunderbare Kombination gewesen: Poesie und Eis, nicht irgendeines, sondern solches, das in seiner Kreativität der Poesie nahe kommt. Zwar gefällt mir die unverbrauchte Sprache Van der Kwasts, aber ich habe mich dennoch so gelangweilt, dass ich das Buch nach gut hundert Seiten abgebrochen habe.

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  • Volle Bandbreite an Themen, nicht nur das Eismachen

    Die Eismacher
    anchel

    anchel

    21. September 2016 um 10:46

    Erst einmal war ich nach dem Lesen des Buches total enttäuscht von dem Cover. Es ist so nichtssagend, aufgetürmte, schmelzende Eiskugeln und eine Sonne oder ein kalter Mond. Das hätte man doch sicher besser gekonnt. Auch wenn man den Kern der Familie auf die Pflichttradition des Eisherstellen herauskristallisieren wollte mit dem Bild , das kann man besser. Jeder kennt das von früher: Im Sommer reisen die italienischen Eismacher an und diee Eisdielen werden eröffnet. Auch in anderen Bereichen der Gastronomie ist es vor allen die italienische Familie, die immer mit eingebunden wird. Es steht ausser Frage, dass man zumindest mithelfen muss, auch wenn man teilweise eigene Wege geht. Das Buch hat für den Leser viele Ebenen. Geschichtliches zur Eisherstellung, Gastarbeitern, philosophisches zur Lebensführung und Selbstverwirklichung oder einfach der Genuss eines guten Buches. Jeder wird das Buch anders lesen und das finde ich das großartige daran.

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  • Nachdenklich

    Die Eismacher
    Gartenkobold

    Gartenkobold

    20. September 2016 um 09:30

    Es war vor allem das ansprechende Cover, das und die ersten Seiten über Beppo, den Vater des Protagonisten, was mich für das Buch eingenommen hat. Ich dachte an eine amüsante Familiengeschichte, über dolce vita Italiens…. Ich liebe italienisches Speiseeis, mag das Flair in italienischen Eisdielen und dachte also an eine locker flockige Geschichte. Nach einigen Seiten habe ich dann gedacht, da steckt viel mehr hinter. Die Familie Talamini betreibt seit mehreren Generationen eine Eisdiele in NordItalien, in den Dolomiten. Der Protagonist Giovanni bricht als erster mit der Tradition, dass der Erstgeborene das Geschäft seines Vaters übernimmt. Das Geschäft wird von seinem jüngeren Bruder Luca übernommen. Giovanni fühlt sich in der Welt Poesie daheim, ist ein Weltenbummler, der immer wieder in sein Heimatdorf zurückzukehrt, da er der Familie trotz allem sehr verbunden bleibt. Im ersten Kapitel beschreibt der Autor Giovannis Vater, der sich den lieben langen Tag seit seiner Pensionierung Fernsehen ansieht und dabei wild durch die Programme zappt ,wie sich sein Vater Schauen der Olympischen Spiele im TV in eine deutsche Hammerwerferin „verliebt“. Das Kapitel war amüsant, witzig und urkomisch beschrieben. Nach einer kurzen Rückschau auf die Geschichte des Großvaters, sein Leben und Wirken und gleichzeitig auch dem Begründer der Talaminischen Eisdiele schwenkt das Buch wieder zum Protagonisten Giovanni und dessen aufregendem Leben als Lektor und „Poet-Festival-Organisator“ zu. Seit frühester Jugend Kindheit hängt sein Herz an Büchern und Gedichten, was der Vater zwar duldet, allerdings immer mit gewissen Stichen und Seitenhieben, nur die Mutter zeigt Verständnis.. Er ist völlig anders als sein Bruder Luca, der im alten Wertesystem lebt, mit Sophia verheiratet ist und die Eisdiele übernommen hat. Giovanni lebt ein modernes Leben, ist nicht verheiratet, hat lockere Affären und verbringt viele Abende in Bars und Clubs, um zu diskutieren, neue Menschen kennenzulernen, seinen Horizont zu erweitern. Trotz der doch gravierenden Unterschiede geht beiden Brüdern Familie über alles. Und deshalb ist Giovanni da, als der Vater an Alzheimer erkrankt und seine Schwägerin Sophia todunglücklich ist, weil Bruder Luca keine Kinder zeugen kann. Doch sein Bruder Luca, Sophia und er gehen eine folgenreiche Abmachung ein. Das Buch Die Eismacher beginnt im ersten Kapitel sehr lustig und amüsant und wechselt eher in eine nachdenkliche, vielleicht sogar ein wenig schwermütige Stimmung. Doch gerade das, dieser Widerspruch zwischen Tradition und Moderne zwischen Komik des ersten Kapitels und Ernsthaftigkeit und Nachdenklichkeit ist spannend. Der Protagonist Giovanni ist der erste Pionier innerhalb seiner Familie, ein Studierter, der mit der Tradition bricht aber trotzdem immer wieder nach Hause kommt, wie ein Getriebener zwischen diesen beiden Welten. Besonders sein innerer Kampf zwischen Tradition und Moderne hat mich begeistert. Das Buch ist sehr gut geschrieben, der Autor versteht es, Situationen und auch die Menschen in diesen urkomisch darzustellen und dann auch in anderen Kapiteln sehr ernsthaft und nachdenklich zu werden. Zu meinem Bedauern bleiben am Ende des Buches noch ein paar Fragen offen, da fehlt mir ein wenig der Abschluss. Mit hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es nicht unbedingt eine leichte, lockere Sommerlektüre ist, wie das Cover vielleicht suggeriert. 

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  • Regenbogen-Bücher-Challenge 2016

    Regenbogentänzer
    BlueSunset

    BlueSunset

    Regenbogen-Bücher-Challenge 2016 Hallo liebe Lesebegeisterte! Euch ist die Buchwelt zu trist? Kein Problem, wir helfen euch! Lest zusammen mit uns einen Regenbogen, damit das Jahr 2016 bunt und fröhlich wird! Ihr wollt dem Regenbogen noch einen Topf voll Gold verpassen? Das ist eine Herausforderung, aber auch die kann gemeistert werden!Wie auch in den vergangenen Jahren findet die Regenbogen-Challenge hier auf Lovelybooks statt. Das Besondere an dieser Challenge ist, dass wir hier nicht nur Bücher mit bestimmten Farben lesen, sondern auch die Herausforderung suchen und zusätzliche Aufgaben bearbeiten. Neugierig? Es gibt keine Anmeldefrist und ihr könnt jederzeit einsteigen! Allerdings wird nur die aktuelle Monatsaufgabe bearbeitet. Ihr braucht euch nicht über das Bewerbungsformular hier anzumelden. Erstellt einfach einen Sammelbeitrag in dem zugehörigen Unterthema.  Die Regeln Jeden Monat steht eine andere Farbe im Zentrum. Lest ein Buch dessen Cover zu mehr als 2/3 aus dieser Farbe besteht. Es gibt zudem noch Jahresaufgaben: Für diese Aufgaben habt ihr das ganze Jahr Zeit. Diese Aufgaben können nur mit Büchern der Monatsfarbe gelöst werden. Pro Buch kann eine Jahresaufgabe bearbeitet werden. Jeder der 6 Aufgaben sollte EINMAL gelöst werden (mehrfach gibt keine Punkte).Dann gibt es auch noch die Herausforderung!Jeden Monat gibt es eine Herausforderung, die gelöst werden sollte. Die Aufgabe wird einen Monat vorher angekündigt, sodass ihr Zeit habt ein passendes Buch zu finden. Die Herausforderung kann nur im jeweiligen Monat erfüllt werden! Eine Besonderheit ist, dass ihr diese Aufgabe auch mit einem zusätzlichen Buch, das nicht der Monatsfarbe entspricht, lösen könnt. Bitte verlinkt in eurem Sammelbeitrag auch eure Rezension oder den Lesestatus (mit Kurzmeinung). Es besteht keine Rezensionspflicht, aber ich möchte gerne einen "Nachweis" sehen, dass ihr das Buch gelesen habt. Eine Kurzmeinung reicht da. Es dürfen alle Bücher gelesen werden: vom SuB, neu gekauft, ausgeliehen, eBook und auch Hörbücher. Allerdings sollten die Bücher eine Mindestlänge von 80 Seiten haben! Manga, Comic und Graphic Novels zählen nicht! Die Aufgaben Monatsfarben:Januar: SchwarzFebruar: BraunMärz: Gelb April: OrangeMai: RotJuni: Lila / Rosa / PinkJuli: BlauAugust: Metallic / Gold / Silbern / GlitzerSeptember: WeißOktober: TürkisNovember: GrünDezember: BuntJahresaufgaben (nur mit dem Buch der richtigen Farbe zu erfüllen! Und jeweils nur 1x)Lese ein Buch, ……des Genres Fantasy oder Historisch oder Krimi....des Genres Liebesroman oder Thriller oder Dystopie…von einem Debütautor…das verfilmt wurde…das weniger als 300 Seiten hat…das mehr als 500 Seiten hat.► Hinweis zu "Debütautor": Hierbei beziehen wir uns auf den Autor und nicht auf das Buch. Das heißt der Autor hat zu dem Zeitpunkt, wenn ihr das Buch lest, nur dieses eine Buch veröffentlicht. Es darf sich auch nicht um ein Pseudonym eines Autors handeln, der bereits Bücher veröffentlicht hat. Sollte ein weiteres Buch des Autor bereits angekündigt sein, so kann dieser trotzdem gezählt werden, solange ihr das Buch tatsächlich vor dem Erscheinungstermin seines zweiten Buches erscheint. ► Hinweis zu Verfilmungen: Es zählen alle Bücher, die bereits als Serie oder Film verfilmt wurden oder 2016 ausgestrahlt werden (also so wie z.B. "ein ganzes halbes Jahr", "Girl on the Train", "Die Bestimmung 3", ...) . Bitte das Erscheinungsdatum angeben!Hier werden nach und nach die Monatsaufgaben/Herausforderungen gepostet:Januar: Lese ein Buch mit einer Stadt oder einem Haus auf dem CoverFebruar: Lese ein Buch mit 4 oder mehr Wörtern im Titel. Untertitel zählen auch. März: Lese ein Buch mit Blumen oder Blüten auf dem Cover.April: Lese ein Buch, dessen Titel kursiv oder in GROßSCHRIFT ist. Mai: Lese ein Buch, dessen Handlung außerhalb Deutschlands, den USA und Großbritannien stattfindet.  Punkte Hast du ein Buch mit der Monatsfarbe gelesen? Ja =1 PunktHast du die Herausforderung erfüllt? Ja, mit dem gleichen Buch, wie die Farbe = 2 Punkte. Ja, aber ich habe ein anderes Buch dafür genommen = 1 PunktHast du eine Jahresaufgabe erfüllt? Ja = 1 Punkt(In manchen Monaten wird es möglich sein zusätzliche Punkte zu sammeln)Am Ende des Jahres wird ein/e Gewinner/in ermittelt.  Teilnehmer:  Neue Regel: Falls ihr in einem Monat die Aufgaben nicht geschafft habt, schreibt das bitte dazu. Sollte ich 2 Monate in Folge keine Änderung eures Beitrages sehen wird in dieser Liste >inaktiv< neben eurem Namen stehen und ich gucke nicht mehr in eure Listen. Solltet ihr trotzdem noch dabei sein, dann schreibt mir bitte eine PN und aktualisiert euren Beitrag. WICHTIG Ihr habt jeweils bis zum 3. des Folgemonats Zeit eure Bücher und Links einzutragen. Anschließend mache ich die Monatsauswertung und trage die Punkte in meine Tabelle ein. Alles was noch später eingetragen wird kann erst bei der nächsten Wertung berücksichtigt werden.  Wichtig bei der Rezension/Lesestatus (inkl. Kurzmeinung) ist mir, dass ich sehe, dass ihr das Buch wirklich gelesen habt, zusätzlich kann ich da sehen, wann das Buch gelesen wurde. Solltet ihr also einen Monat versäumt haben, eure Links einzutragen ist das nicht so wild, solange ich sehen kann, dass das Buch trotzdem im richtigen Monat gelesen wurde.  STAND: JuniAnendien ........................ 14 Annlu  .............................. 24 ban-aislingeach  ............. 18BlueSunset ....................  11BookW0nderland .......... 23Buchgespenst  ............... 21 _Buchliebhaberin_ ......... 12 {INAKTIV} christarira ......12 ChubbChubb  ................. 16Code-between-lines ...... 21 ConnyKathsBooks ......... 19 czytelniczka73 ................ 23 {INAKTIV}DasBuchmonster .....1dia78 ............................... 11 fairybooks ...................... 11 Igela ................................ 16 {INAKTIV}janaka ..............7jenvo82 ........................... 17JuliB ................................. 21LadySamira091062 ....... 16Lesebiene27 ................... 15 Lisa11 .............................. 21{INAKTIV} littlebanshee ... 4Luzi92 .............................. 22louella2209 ..................... 21mabuerele ...................... 15{INAKTIV} MalinaIda ........8mareike91 ....................... 18marpije ............................ 23MissSnorkfraeulein ....... 17Mrs_Nanny_Ogg ............. 17PMelittaM ........................ 20QueenSize ........................ 21rainbowly ......................... 16Sansol ............................... 22schafswolke ..................... 17{INAKTIV} sternblut ..........11SomeBody ....................... 17suggar .............................. 16sursulapitschi ................. 18Tatsu ................................ 11Thalathiel ......................... 13Vucha ................................ 22Wolly ................................. 12

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    • 1392
  • Zartschmelzendes Crappasorbet oder sanftgrünes Pistazieneis?

    Die Eismacher
    Patno

    Patno

    05. September 2016 um 18:33

    Tradition verpflichtet! Söhne treten selbstverständlich in die Fußstapfen ihre Väter. So soll es auch in dem Roman "Die Eismacher" von Ernest van der Kwast sein, erschienen im Mai 2016. Die Söhne der Familie Talaminis aus dem Norden Italiens erlernen natürlich die hohe Kunst der Eisherstellung. Doch Giovanni hat ganz andere Pläne. Der Autor hat einen angenehm flüssigen Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Seine Thematik ist sehr interessant, seine Wortwahl intelligent. Anhand des Covers und des Klapptextes hatte ich zunächst eine etwas andere Geschichte erwartet, irgendwie mehr Familiensaga. Dafür gab es viel Lyrik und Poesie, was mir gelegentlich etwas langatmig erschien. Obwohl ich mir bei der Darstellung der Gefühle und Gedanken der Charaktere etwas mehr Tiefgang gewünscht hätte, habe ich mich insgesamt gut unterhalten. Aufgrund der Zeitsprünge in der Handlung ist konzentriertes Lesen ratsam. Mein Tipp: Man nehme sich viel Zeit und das Buch "Die Eismacher" und gehe in ein gut sortiertes italienisches Eiscafé. Lasse sich einen Espresso bringen, der in exakt 26 Sekunden bei 15 bar gebrüht wurde und probiere beim Lesen des Romans alle Eissorten durch. Ein unvergessliches Erlebnis!

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