Ernesto Sabato Der Tunnel

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Inhaltsangabe zu „Der Tunnel“ von Ernesto Sabato

Der gefeierte Maler Juan Pablo Castel ist ein Mörder. Im Gefängnis legt er schonungslos dar, wie ihm seine Leidenschaft für die mit einem Blinden verheiratete María zum Verhängnis geworden ist. Der Tunnel ist der existentialistische Roman nicht nur der argentinischen, sondern der gesamten lateinamerikanischen Literatur – Vergleiche mit den großen Werken eines Jean- Paul Sartre, Albert Camus oder auch Max Frisch sind durchaus angebracht.

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  • Rezension zu "Der Tunnel" von Ernesto Sabato

    Der Tunnel
    Boris

    Boris

    08. October 2010 um 20:52

    Die Chronik eines angekündigten Todes! Der Monolog eines Verrückten? Ein Maler sieht wie eine Frau sein Gemälde in einer Ausstellung betrachtet und ist davon überzeugt: Nur diese Frau versteht mein Bild und deswegen liebe ich diese Frau! Der erste Satz des Buches stellt klar: Der Maler wird die Frau töten. Der Weg zum Mord, obwohl das Buch nur 150 Seiten hat, war mir zu lang. Vielleicht liegt es daran, dass mir Bücher über mir unsympathische Menschen nicht gefallen.. "Da stieß ich ihr weinend das Messer in die Brust., Sie presste die Kiefer zusammen und schloss die Augen, und als ich das blutüberströmte Messer herauszog, öffnete sie sie mühsam und sah mich mit einem schmerzlichen und ergebenen Blick an." Da schließe ich auch die Augen und greife zu einem Buch von Camus!

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  • Rezension zu "Der Tunnel" von Ernesto Sabato

    Der Tunnel
    Ronne

    Ronne

    24. August 2010 um 20:53

    Als ich das Buch sah wurde ich sofort von dem bunten Cover angesprochen, es hat mich beinahe angelacht. Bei dem Inhalt dachte ich erst: könnte interessant sein. Und das war es auch! Nicht nur das, die Geschichte des Malers fesselt einen und lässt nicht mehr los. Als er diese Frau trifft von der er denkt, sie sei die Einzige die ihn versteht ändert sich sein Leben komplett. Er malt anders, denkt nur noch an sie und verfolgt sie schließlich. Ich habe "Der Tunnel" verschlungen! Er ist ein Meisterwerk das ich niemals vergessen werden kann.

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  • Rezension zu "Der Tunnel" von Ernesto Sabato

    Der Tunnel
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    20. August 2010 um 11:08

    A70 Der Tunnel von Ernesto Sabato, Helga Castellanos Kategorie: Allgemein   Juan-Pablo Castel ist ein Mörder. Er hat den einzigen Menschen umgebracht, der ihm etwas bedeutete – Maria. Er liebte sie so sehr und doch hat er sie ermordet. Nun sitzt der Maler im Gefängnis und berichtet, wie es zu dem tragischen Ende kommen konnte.

Angefangen hat es damit, das Castel auf einer Vernissage eine Frau beobachtete, die wie gebannt auf eines seiner Bilder schaute. Sie schien etwas entdeckt zu haben, etwas, was all den anderen Menschen entgangen war. Und diesen Leuten entging nach Meinung des Malers viel. Er mochte die Menschen im Allgemeinen nicht, pflegte kaum Kontakte nach außen und lebte sehr eigenbrötlerisch. Jedenfalls hatte Maria dieses kleine Fensterchen auf seinem Gemälde entdeckt, das all den anderen nicht aufgefallen war. 

Über ein halbes Jahr dachte Castel nun pausenlos an die junge Frau. Sie war die einzige, die ihn zu verstehen schien, die seine Kunst würdigte. Er hatte sie nicht angesprochen. Ja, warum? Geht es nicht gegen die Prinzipien, dass ein berühmter Mann eine Frau in aller Öffentlichkeit ansprach? Castel ist von Haus aus schüchtern, vielleicht hat dies auch damit zu tun, denkt er . Also überlegt er sich Formeln, wie er Maria, gesetzt dem Fall, er würde sie nochmals treffen, ansprechen könnte. Doch wäre es nicht besser, sie würde ihn ansprechen? Die Gedanken des Malers sind absurd und lustig zu lesen, doch wenn wir darüber nachdenken, dass ein schüchterner Mensch wirklich Probleme hat, eine Frau anzusprechen, so verwundert es nicht, dass er seine Einfälle bis auf die Spitze treibt. 

Schließlich traf Castel Maria doch eines Tages auf der Straße und er getraute sich sogar, sie anzusprechen, sich mit ihr zu verabreden. Es dauert nicht lange und er gesteht ihr seine Liebe, die sie auch erwidert, trotz des Umstandes, dass sie verheiratet ist. Und an dieser Stelle fangen die wirklichen Probleme des Malers an – die Eifersucht beginnt an ihm zu nagen.

Ernesto Sabato hat mit der Figur des Juan-Pablo Castel einen wunderbaren Anti-Helden geschaffen. Teilweise muss man ihn für seine verrückten Einfälle lieben, an der nächsten Stelle fragt man sich, wie er auf solche Dinge kommen kann. Ein menschenscheuer, schüchterner Maler. Einmal in seinem Leben hat er Glück und bekommt seine Traumfrau Maria. Das eigentliche Problem, welches der Autor wirklich gekonnt beschreibt, ist die Eifersucht. Hinter jeder Kleinigkeit, in jedem Satz Marias sieht Castel einen Hinweis darauf, dass sie ihn betrügen könnte. Er legt sich die Sachen so zurecht, wie sie seiner Meinung nach richtig sind und steigert sich immer mehr in den Wahnsinn. „Der Tunnel“ ist kein Krimi, er schildert schonungslos und vor allem mit strenger Sachlichkeit den Werdegang eines Mörders, er gibt uns Einblick in die Seele, die Gedanken eines kranken Menschen. Sabatos schlichte Art, seinen Ich-Erzähler berichten zu lassen, ist atemberaubend.

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  • Rezension zu "Der Tunnel" von Ernesto Sabato

    Der Tunnel
    Beagle

    Beagle

    08. July 2010 um 13:13

    Juan-Pablo Castel ist ein Mörder. Er hat den einzigen Menschen umgebracht, der ihm etwas bedeutete – Maria. Er liebte sie so sehr und doch hat er sie ermordet. Nun sitzt der Maler im Gefängnis und berichtet, wie es zu dem tragischen Ende kommen konnte. Angefangen hat es damit, das Castel auf einer Vernissage eine Frau beobachtete, die wie gebannt auf eines seiner Bilder schaute. Sie schien etwas entdeckt zu haben, etwas, was all den anderen Menschen entgangen war. Und diesen Leuten entging nach Meinung des Malers viel. Er mochte die Menschen im Allgemeinen nicht, pflegte kaum Kontakte nach außen und lebte sehr eigenbrötlerisch. Jedenfalls hatte Maria dieses kleine Fensterchen auf seinem Gemälde entdeckt, das all den anderen nicht aufgefallen war. Über ein halbes Jahr dachte Castel nun pausenlos an die junge Frau. Sie war die einzige, die ihn zu verstehen schien, die seine Kunst würdigte. Er hatte sie nicht angesprochen. Ja, warum? Geht es nicht gegen die Prinzipien, dass ein berühmter Mann eine Frau in aller Öffentlichkeit ansprach? Castel ist von Haus aus schüchtern, vielleicht hat dies auch damit zu tun, denkt er . Also überlegt er sich Formeln, wie er Maria, gesetzt dem Fall, er würde sie nochmals treffen, ansprechen könnte. Doch wäre es nicht besser, sie würde ihn ansprechen? Die Gedanken des Malers sind absurd und lustig zu lesen, doch wenn wir darüber nachdenken, dass ein schüchterner Mensch wirklich Probleme hat, eine Frau anzusprechen, so verwundert es nicht, dass er seine Einfälle bis auf die Spitze treibt. Schließlich traf Castel Maria doch eines Tages auf der Straße und er getraute sich sogar, sie anzusprechen, sich mit ihr zu verabreden. Es dauert nicht lange und er gesteht ihr seine Liebe, die sie auch erwidert, trotz des Umstandes, dass sie verheiratet ist. Und an dieser Stelle fangen die wirklichen Probleme des Malers an – die Eifersucht beginnt an ihm zu nagen. Ernesto Sabato hat mit der Figur des Juan-Pablo Castel einen wunderbaren Anti-Helden geschaffen. Teilweise muss man ihn für seine verrückten Einfälle lieben, an der nächsten Stelle fragt man sich, wie er auf solche Dinge kommen kann. Ein menschenscheuer, schüchterner Maler. Einmal in seinem Leben hat er Glück und bekommt seine Traumfrau Maria. Das eigentliche Problem, welches der Autor wirklich gekonnt beschreibt, ist die Eifersucht. Hinter jeder Kleinigkeit, in jedem Satz Marias sieht Castel einen Hinweis darauf, dass sie ihn betrügen könnte. Er legt sich die Sachen so zurecht, wie sie seiner Meinung nach richtig sind und steigert sich immer mehr in den Wahnsinn. „Der Tunnel“ ist kein Krimi, er schildert schonungslos und vor allem mit strenger Sachlichkeit den Werdegang eines Mörders, er gibt uns Einblick in die Seele, die Gedanken eines kranken Menschen. Sabatos schlichte Art, seinen Ich-Erzähler berichten zu lassen, ist atemberaubend.

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