Erni Mangold Lassen Sie mich in Ruhe

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Inhaltsangabe zu „Lassen Sie mich in Ruhe“ von Erni Mangold

Erni Mangold ist dagegen. Das war sie immer schon. Gegen Männer, die Frauen als Freiwild betrachten, gegen hochmütige Professoren und alle, die sie in eine Schublade stecken wollen. Gegen Konventionen und verlogene Moral. Gegen Schminke und Büstenhalter. Sie kam im Wirtshaus zur Welt und genoss die Freiheit im zerbombten Wien an der Seite Helmut Qualtingers. Als „Sexerl“ im Theater an der Josefstadt ging sie in – mitunter handgreiflichen – Widerstand vor männlichen Verfolgern. Die Rolle der braven Ehefrau gelang nur auf Zeit. Als Professorin am Reinhardt-Seminar setzte sie sich gegen rücksichtsloses Machtdenken durch. Viele Zeitgenossen erkannten die Qualität ihres Widerstandes. Gustaf Gründgens, Karl-Heinz Stroux, Rainer Werner Fassbinder, Erich Neuberg, Peter Patzak, Werner Schwab, Xaver Schwarzenberger gehörten dazu. Von ihnen und all den anderen erzählt Erni Mangold in diesem Buch. Und von ihrer Liebe. Zu Wasser und Wein, zu Bäumen und Tieren, zu schweren Hanteln und zu den ehrlichen Waldviertlern. Sie besteht darauf, sich nicht anzupassen und ist gewohnt, anzuecken. Erni Mangold ist dagegen.

"NEIN" zu sagen, wäre manchmal die bessere Idee. Petra/Meine Buchtipps

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    Lassen Sie mich in Ruhe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. September 2013 um 17:02

    Erni Mangold mag man oder mag man nicht; ich gehöre zur 2ten Sorte. Als ich nun ihr Buch in die Hände bekam, erwartete ich nichts; und das bekam ich auch. Farblos, langweilig, runtergeleiert erzählt Mangold bzw. ihre Co-Autorin Doris Priesching. Mangold geht nie in die Tiefe. Ihre Geburt ist noch das Interessanteste was sie zu erzählen weiß. Ihre Kindheit beschreibt sie kurz, stillos, ohne Gefühl. Ihre Anfänge als Schauspielerin ebenso; ihre Rollen, ihre Ehe. Ich kann mich gar nicht erinnern, dass Heinz Reinecke je als so großer Bühnenstar sein Wirken gezeigt hat; mir blieb er in den zahlreichen billigen Schnulzen in Erinnerung, wo er einen Hamburger-Jung spielt, mit Kapitänsmütze und schlechtem Gesang. Das er je Hamlet gespielt hat, mag man sich nicht vorstellen. Auch mutet es irgendwie eigenartig an, dass eine Mangold von ihren nicht vorhandenen Orgasmen erzählt; zu viel Information, ohne dabei jedoch Billig zu wirken, das möchte ich schon dazu sagen. Ihre ganze Art wirkt einfach aufgesetzt, kein Herz, kein Zugang. Vom Theater und dem Alkohol kenn ich mehr, als mir lieb ist und so verblüfft mich die Intimbeichte einer ständig besoffenen Mangold nicht im geringsten; das ausgerechnet Helmut Qualtinger ihr bester Freund war, eben so wenig. Das eine Burgschauspielerin das Who is Who der österreichischen Theaterszene kennenlernt ist wohl kein erstaunliches Ergebnis, ihre ständigen Namensauflistungen nerven daher zusehends. Auch, das ihr alle Männer prinzipiell an die Wäsche wollen, kann man glauben und auch nicht. Die meisten dieser Namen könnten sich gar nicht mehr verteidigen. Fazit: Kann man, muss man nicht gelesen haben. Es gibt weitaus bessere österreichische Schauspielerinnen, sowie über diese Biografien, die man gerne liest und die auch etwas aus ihrem Leben erzählen wollen. Da Erni Mangold dies nur getan hat, weil sie "darum gebeten" wurde, merkt man von der ersten bis zur letzten Seite, dass ihr Herzblut nicht dabei ist. So kalt wie sie auf der Bühne und im TV wirkt, so wirkt sie auch in ihrem Buch. Meiner Meinung nach, hätte sie zu diesem Buch "Nein" sagen sollen. Schade! Petra/Meine Buchtipps

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  • Rezension zu "Lassen Sie mich in Ruhe" von Erni Mangold

    Lassen Sie mich in Ruhe
    lesefreude_book

    lesefreude_book

    02. May 2012 um 19:25

    Erni Mangold wurde 1927 in Niederösterreich geboren. Seit ihrer Geburt sind schon viele Jahre vergangen. Jahre eines aufregenden, abwechslungsreichen Leben, mit jeder Menge erzählenswerten Anekdoten. Obwohl sie eigentlich nie eine Biographie schreiben wollte, hat sie Doris Priesching glücklicherweise doch dazu überredet. Gemeinsam ist ihnen ein Meisterwerk gelungen. Erni berichtet von ihrer Kindheit und ihrer Jugend im Schatten des Zweiten Weltkriegs, aber auch von ihrer Ehe mit Heinz Reincke und von Begegnungen mit diversen Persönlichkeiten, bis hin zu ihrem Lebensabend, der keineswegs so ruhige ist wenn man glauben könnte. Seit ich Erni Mangold 2009 in Shakespears Sommernachtstraum auf der Rosenburg sah, bin ich von ihr begeistert. Deshalb musste ich „Lassen Sie mich in Ruhe“ auch unbedingt lesen. Das Buch ist super witzig geschrieben. Selbst die ein oder andere nicht so schöne Begebenheit wird mit einem kleinem Schmunzeln erzählt. Schön wenn am Ende doch alles irgendwie gut ist. Im zweiten Teil des Buches erzählt Erni viel von Bekannten und Prominenten, die sie im Laufe ihres Leben kennengelernt hat. Ich beäuge solche Passagen immer etwas kritisch, weil ich es schade finde, wenn eine Biographie nur durch das Schlechtmachen anderer bzw. intime Teils von anderen ausplaudern Erfolgt hat. Obwohl Erni viel von anderen erzählt (und vorallem wie sie sich ihr gegenüber verhalten haben), gelingt es ihr hier nie respektlos zu werden oder gar jemanden schlecht dastehen zu lassen. Vor allem auch als sie über das Scheitern ihrer Ehe berichtet. Es bleibt das Gefühl zurück, dass die beiden halt einfach nicht für einander bestimmt waren. Da ein Großteil des Lebens der Erni Mangold doch vor meiner Zeit stattgefunden hat, kenne ich leider viele Persönlichkeiten und Filme von den berichtet wird nicht oder nur sehr oberflächlich. Durch die witzige Schreibweise wird es dennoch nicht fad. Ein weiter Pluspunkt sind die schönen Fotografien, die das Buch wunderbar abrunden.

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