Ernst Augustin Robinsons blaues Haus

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Inhaltsangabe zu „Robinsons blaues Haus“ von Ernst Augustin

Ein sympathischer Sonderling auf einer abenteuerlichen Flucht durch Zeit und Raum. Sein Erbe, das aus fragwürdigen Geldgeschäften seines Vaters stammt, weckt Begehrlichkeiten. Er regelt seine Angelegenheiten auf seine Art: Unter dem Pseudonym Robinsonsuchtfreitag ist er im weltweiten Netz unterwegs und auf der ganzen Welt. Seine Botschaften kommen aus "Bodos Internet-Café" im mecklenburgischen Grevesmühlen, seine Fantasiereisen führen ihn jedoch nach Boulder City, Hongkong und auf die Totenkopfinsel.

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  • Robinsons blaues Haus

    Robinsons blaues Haus

    Claudia-Marina

    09. January 2016 um 14:16

    Mit manchen Büchern wird man einfach nicht richtig warm. Man liest sie – und sie lesen sich auch wirklich gut – aber hinterher ist man so schlau oder dumm wie vorher. Weil sie einem nichts sagen. So ging es mir mit Ernst Augustins Robinsons blaues Haus. Ein moderner Robinson – wobei, müsste der nicht auf einer Insel gestrandet sein? – der sich in Lagerhallen, Hochhäusern und Kerkern die immer gleichen Räume einrichtet, von der Fleecejacke über dem Stuhl bis zur illuminierten Zahnbürste und dabei doch immer wieder auf der Flucht ist – vor wem, das habe ich wirklich nicht verstanden. Ein Robinson auf der Suche nach seinem Freitag; er sucht ihn im Internet und allein die Tatsache, dass er ihn sucht, entspricht so gar nicht dem Bild, das ich von Robinson habe. Für mich war und ist die Begegnung zwischen Robinson und Freitag eine zufällige, schicksalhafte; keine, die man herausfordern kann. Wieso dann also der Titel, wieso Robinson? Ernst Augustin schreibt stilsicher, keine Frage, er beherrscht das Handwerk und er weiß, wie er innere Bilder erschaffen kann – lebt er selbst seit drei Jahren doch nur noch in Innenwelten, seit er erblindet ist. Die architektonischen Räume, die der Autor beschreibt sind mir näher als die menschlichen, Robinson als Mensch könnte mir nicht fremder sein. Was ist sein Motiv, sein Ziel, was sind seine Träume? Wieso zieht er sich in durchgestylte 2qm-Räume zurück? Alle diese Fragen kann ich nicht beantworten – und das finde ich schade. Ich finde es immer etwas traurig, wenn ich eine Figur nicht durchschauen kann, nicht wenigstens ein bisschen hinter ihre Fassade schauen kann – wenn sie das, wie Robinson, nicht zulässt. Ob mir Robinsons blaues Haus letztendlich gefallen hat, kann ich nicht sagen. Ich habe es gelesen, bin dem Plot gefolgt und Ernst Augustins Sprache, habe mich in seinen Räumen orientiert. Zurück bleibt ein Gefühl, das sich nicht greifen lässt – genauso wenig wie Robinson.

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  • Rezension zu "Robinsons blaues Haus" von Ernst Augustin

    Robinsons blaues Haus

    sala83

    17. June 2012 um 18:13

    Dieses Buch war eine echte Herausforderung und ich bin sehr unschlüssig, ob es sich der Kampf gelohnt hat. Die ersten 50 Seiten fand ich noch recht interessant und ich war von der Andersartigkeit wirklich angetan. Die nächsten 100 waren dann ernüchternd – ich wusste nicht, wo die Reise hingehen soll und war plötzlich gelangweilt vom Schreibstil. Jeden Abend habe ich versucht mich zu motivieren, weiter zu lesen oder es einfach aufzugeben – oft bin ich dann ohne Entscheidung eingeschlafen. So zog es sich dann auch ziemlich hin. Dann ging es wieder und zum Schluss wollte ich auch wissen, ob es eine Auflösung gibt. Natürlich nicht :/ Es ist ja eine Robinsonade, obwohl sie jetzt nicht vorrangig auf einer Insel spielt. Es geht aber darum, dass die Hauptfigur sich unfreiwillig isoliert, da sie verfolgt zu werden glaubt und sich in verschiedenste Behausungen flüchtet, die sehr fantasievoll erdacht scheinen. In der Geschichte weiß man eigentlich nie wirklich, wo man steht, worum es geht und was der jeweilige Erzählabschnitt aussagen soll. Ich dachte ein bisschen an Kafka's Prozess, bei dem ja auch alles im Schwebezustand verschiedene Deutungsebenen ermöglicht – allerdings schafft es Augustin im Gegensatz zu Kafka nicht, die Spannung zu halten. Detailreich beschreibt er zwar diverse Orte und Menschen, aber es fiel mir schwer, mich in diese einzufühlen. Es geht auch viel um Geld und die Fragwürdigkeit diverser Geschäfte. Geld wird von hier nach da geschoben ohne wirklich greifbar zu sein. Diese Thematik ist natürlich hochaktuell. Dennoch war das Buch einfach nicht meines, obwohl ich einige Stimmungsmomente sehr schön fand. Ich bereue es zwar nicht, die Geschichte gelesen zu haben, kann aber auch keine wirkliche Empfehlung aussprechen. Vielleicht ist die Zielgruppe einfach eine andere.

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  • Rezension zu "Robinsons blaues Haus" von Ernst Augustin

    Robinsons blaues Haus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. April 2012 um 19:15

    Ich gebe es zu: Robinson hat mich verzaubert. Doch nach dem Lesen bleiben mehr Fragen offen, als beantwortet werden. Was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Jedenfalls nicht hier. Robinson sucht in Internetchatrooms nach seinem Freitag. Schließlich findet er ihn und zwischen den beiden baut sich eine besondere Beziehung auf. Robinson erzählt ihm Geschichten aus seinem Leben. Doch wer ist Freitag? Über ihn erfahren wir recht wenig. Oder über sie? In diesem Buch scheint alles möglich. Und wer ist eigentlich dieser Robinson? Seinen wahren Namen verschweigt er uns, und auch sonst ist er eine geheimnisvolle Figur. In seiner Kindheit hat er nicht viel mit seinen Altersgenossen gemein, sondern erfindet sich lieber seine eigene Welt. Sein Vater ist ein Geldwäscher, der plötzlich verschwindet, und auch Robinson ist später immer auf der Flucht vor einem Mann mit Hut. Dabei glänzt er mit seinem Erfindungsreichtum und entführt uns auf eine phantastische Reise. Er perfektioniert sein Erscheinungsbild vom durchschnittlichen, unauffälligen Mann und lebt in ungewöhnlichen Behausungen wie einem engen Lagerraum in einem Bahnhofsgebäude oder einem Kerker in London. Mit jedem Wohnungswechsel wechselt er auch seine Identität. Doch sein geheimnisvoller Verfolger scheint ihn überall zu finden. Robinsons blaues Haus ist ein ungewöhnliches Buch, dass weniger durch die Handlung besticht, denn sie ist eher verwirrend und sehr unglaubwürdig. Dafür ist der Erzählstil außergewöhnlich, sehr bildhaft mit vielen Vergleichen, Metaphern und Anspielungen. Es ist eine irreale Welt, in die uns Ernst Augustin entführt. Eine Welt, die gleichzeitig schön und grausam ist und in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Es ist ein Buch zum Träumen, in dem Phantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Ich werde dieses Buch sicherlich auch ein zweites und drittes Mal lesen. Was auch nötig ist, um die Geschichte zu verstehen. Doch das ist kein Nachteil, denn es gibt auf jeder Seite Neues zu entdecken und es lohnt sich, zwischen den Zeilen zu lesen und alles aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Es ist kein Buch, um es am Stück zu lesen, sondern eines, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

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