Ernst Badian

 3.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Zöllner und Sünder, Politik im Alexanderreich und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ernst Badian

Ernst BadianRömischer Imperialismus in der Späten Republik
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Römischer Imperialismus in der Späten Republik
Ernst BadianZöllner und Sünder
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Zöllner und Sünder
Zöllner und Sünder
 (2)
Erschienen am 01.01.1999
Ernst BadianPolitik im Alexanderreich
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Politik im Alexanderreich
Politik im Alexanderreich
 (0)
Erschienen am 01.05.1996

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Rezension zu "Zöllner und Sünder" von Ernst Badian

Unternehmer in der spätrepubliaknischen Phase Roms.
Admiralvor 3 Jahren

Ernst Badian versucht hier in seinem Buch "Zöllner und Sünder. Unternehmer im Dienst der römischen Republik" (Darmstadt 1997) eine Funktionsgeschichte der (Privat-)Unternehmer (publicani) in der römischen Republik zu formulieren.


Das Themenfeld um die publicani gehört definitiv zu denen, die quellentechnisch äußerst problematisch sind. Die Gründe sind bekannt. Erst bei Cicero lässt sich mehr dazu herausholen, was wir anhand Badians Fussnoten erkennen können. In einer chronologisch/thematischen Gliederung nähert Badian sich dem Thema an und beschreibt Tätigkeitsfelder der publicani, sowie Konflikt- und Kooperationspunkte zur Regierungsschicht.


Generell ist diese Untersuchung ein gutes und schönes Beispiel für die historische Methode, dass die Geschichte stets mit brandaktuellen Fragestellungen der eigenen Zeit des Historikers untersucht wird. In seiner Einleitung macht Badian überdeutlich, was seine Fragestellung ist, nämlich die nach dem Verhältnis zwischen öffentlicher Regierungsadministration und Privatwirtschaft bzgl. ihrer Tätigkeitsfelder: Wasserversorgung, Steuereinziehung, Strassenbau etc. seien hier als Beispiele genannt. Leider setzt er den Schwerpunkt zu stark auf eben diesen Kontrast und verliert dabei mMn die Erklärung sehr aus den Augen. Er interpretiert viel, beschreibt allerdings wenig. Ein recht klare Definition und Erläuterung zu den publicani ist mir nach der abgeschlossenen Lektüre des Buches nicht so einfach möglich (was natürlich auch an meinem fehlenden Verständnis liegen könnte). Was mich auch etwas negativ überraschte war die Beinahepolemik gegen Toynbee, die zwar gut gerechtfertigt wirkte, aber dennoch unangemessen hart war.

Prinzipiell ist diese Untersuchung jedoch eine angenehme Fundgrube für Quellenepisoden, die diese Thematik berühren. Als Einführung in dieses Themenfeld eignet sie sich allerdings nicht sonderlich.
Ich plane mir noch einige der Rezensionen zu dieser Untersuchung anzusehen. Falls ich das mache und die Motivation dazu verspüre, teile ich eventuell meine Erkenntnisse hier in einem Kommentar zu dieser Rezension mit euch.

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