Ernst Baltrusch

 3.7 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Sparta, Herodes: König im Heiligen Land und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ernst Baltrusch

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Sparta

Sparta

 (7)
Erschienen am 04.03.2016
Regimen morum

Regimen morum

 (1)
Erschienen am 26.04.1989
Caesar und Pompeius

Caesar und Pompeius

 (1)
Erschienen am 01.02.2008
Herodes: König im Heiligen Land

Herodes: König im Heiligen Land

 (1)
Erschienen am 31.08.2012
Ein Besitz für immer?

Ein Besitz für immer?

 (0)
Erschienen am 07.10.2011
Caesar

Caesar

 (0)
Erschienen am 01.08.2007
Die Juden und das Römische Reich

Die Juden und das Römische Reich

 (0)
Erschienen am 05.07.2011

Neue Rezensionen zu Ernst Baltrusch

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Rezension zu "Caesar und Pompeius" von Ernst Baltrusch

Wie 2 der führenden Männer Roms die ganze damals bekannte Welt in Aufruhr versetzten.
Admiralvor 3 Jahren

Wenn das Bild des Buches hier auf LB richtig angezeigt wird, müsste das eigentlich jedem was sagen. Die typische Aufmache: dunkelblaue Schrift, weiße Reihenbezeichnung, gelb-orangener Farbton des Papiereinbandes: das ist die traditionelle WBG-Publikation. Meistens ganz gut, meistens hilfreich. In diesem Fall ist das nicht anders. Diesmal hat der Berliner Altertumsforscher (Latein und Geschichte bei namhaften Forschern: Bleicken und Dahlheim) für diese Reihe eine doch recht dicke Ausgabe (knapp 200 Seiten) zum Thema "Caesar und Pompeius" (2008²) verfasst. Ich glaube ich habe bereits über ein Buch von Baltrusch was geschrieben. Es müsste seine Promotionsarbeit "Regimen morum" gewesen sein. Er ist also keinesfalls ein Unbekannter. Bewährt hat er sich bereits im Thema der Antike (ein Blick auf seine Wikipedia-Seite zeigt noch eine weitere WBG-Publikation und 2 für die Beck'sche Reihe).
Um ehrlich mit euch zu sein, habe ich das Buch nicht in seiner Gesamtheit gelesen. Das habe ich bereits in der Vergangenheit. Diesmal wollte ich nur mein Grundwissen zu Pompeius etwas auffrischen. Die Caesar-betreffenden Teile habe ich übersprungen oder überflogen. Was Pompeius betrifft sind die Kapitel zur Einleitung in das Thema der Späten Röm. Republik und der Krisen (1-16), zur aristokratischen Reaktion auf Sulla und zur Person Pompeius' selbst (17-38) und die Darstellung der epochenübergreifenden Rezeption der Person des Pompeius (178-183). Natürlich ist er auch noch weiterhin und immer mal wieder vereinzelt als Thema angeschnitten.
Obligatorisch ist für die grundlegenden Werke natürlich die Einleitung (die jeder Interessierte an dieser Materie gewiss schon gefühlte 100mal gelesen hat) zur römischen Verfassung und zur Krise der Republik. Hier ist sie recht themenorientiert und auch dementsprechend pointiert erklärt. Ein Fokus liegt verständlicherweise auf Sulla, der mit seiner Restauration und Handlungsweise ein fatales Exempel für die Nachwelt (= u.a. Caesar und Sulla) darstellte.
Was Pompeius selbst angeht wird er plausibel als Phänomen seiner Zeit aufgezeigt, in der er durch das Standesethos und durch das Vorbild Sullas dazu verleitet ist, seinen Weg zu gehen. Nur entspricht der Weg nicht mehr dem alten traditionellen Weg der römischen Aristokraten, sondern vielmehr einem Potentaten oder einem Prinzipatsvorläufer. Denn Pompeius agiert meist an den alten Handlungsorientierungspunkten (mores maiorum) vorbei und entbindet sich selbst immer weiter dem nobilitärem Konsens- und Gleichheitsgefüge: die imperia extraordinaria, also die auferordentlichen Befehlsgewalten nehmen speziell mit ihm die Überhand ein. Denn eben dieses aristokratische Konsens- und Gleichheitsgefüge kann mit den Problemen eines Weltreiches (großangelegte Aufstände, dauerhafte Piratenschwierigkeiten, langandauernde Abfallerscheinungen zB) nicht entsprechend umgehen. So etabliert sich Pompeius (unbewusst, aber willig ?) immer mehr als außerhalb der Ordnungs stehendes Machtpotenzial.


Dem allgemeinen Programm der "Geschichte Kompakt" Serie gemäß hält sich das Niveau auf einer eher narrativen und unkomplizierten Ebene auf. Mit Quellen wird natürlich gearbeitet, aber oft zur Untermauerung der eigenen Erzählung, weniger zur Forschungseinführung wie mir scheint. Forschungskontroversen sind nicht überwiegend vorhanden (abgesehen natürlich von solchen klassischen Fragen wie der Personenbewertung oder der Einschätzung von 44 als Mord oder Befreiung). Dafür hilft dann das umfassende Literaturverzeichnis ganz gut aus. Dennoch erfüllt das Buch -so wie es soll udn so wie ich es gewohnt bin- den Anspruch der lockeren und leichten Themeneinführung. Genau dafür schätze ich diese Reihe auch so. Ernst Baltrusch hat hier eine gute Arbeit vorgelegt.

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Rezension zu "Regimen morum" von Ernst Baltrusch

Baltrusch, die leges und die enge Perspektive (Regimen morum).
Admiralvor 4 Jahren

Die Diss "Regimen morum. Die Reglementierung des Privatlebens der Senatoren und Ritter in der römischen Republik und frühen Kaiserzeit" von Baltrusch aus dem Jahr 1989 behandelt in intensivster Quellenarbeit die Gesetze, die das Privatleben der römischen Führungsschicht regeln sollte.

Die Arbeit ist strikt chronologisch getrennt in Republik und Kaiserzeit und behandelt alle Gesetze nach thematischer Ordnung (zB Zensur als Institution, leges sumptuariae, Luxus bei munera, Ehegesetze, etc.).

Leider fällt mMn die Frage "Was bedeutet das eigentlich ?" oft entweder unter den Tisch, oder fällt etwas zu kurz aus. So umfasst die "Schlußbetrachtung" (S. 191-193) gerade mal 2,5 Seiten. Die Zwischenzusammenfassungen sind auch relativ kurz, wobei all diese Zusammenfassungen leider auch Zusammenfassungen bleiben und weniger Fazits oder Interpretationen. Gern gesehen wären auch die Einbeziehung von sozialen Überlegegungen, die später bspw, bei Märtin (Röm. Führungsschicht, 2012) verstärkt zur Sprache kommen, nämlich dass sich die Art und Menge der reglementierenden Gesetze nach dem 2. Pun. Kr. häuft, da seit dieser Zeit verstärkt unternehmerisch denkende Ritter in den Senat kommen. Oder dass Gesamtstrukturen stärker aufgezeigt und herausgearbeitet werden. Auch fehlen mir in diesem Rahmen die Erwähnung oder sogar Einbeziehung der Ackergesetze des 2. Jahrhunderts, die zT gewiss auch in diese Kategorie fallen, aber mit keinem Wort erwähnt werden.
Doch sollte dabei auch bedacht werden, dass das eine Diss ist, die stark an Quellenarbeit gebunden ist. Und genau auf diese Gebiet ist das Buch äußerst gut, da es zu diesem Themengebiet (gefühltermaßen) alle Quellen eingezieht und kurz kontextualisiert und kommentiert, was für andere und weiterführende Untersuchungen eine große Hilfe ist.

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