Ernst Baltrusch

 3,9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor*in von Sparta, Herodes und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ernst Baltrusch war bis zu seiner Emeritierung 2021 Professor für Alte Geschichte an der Freien Universität Berlin. Neben Sparta bilden das griechische Völkerrecht und die Geschichte der Juden in der Antike seine Forschungsschwerpunkte.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ernst Baltrusch

Cover des Buches Sparta (ISBN: 9783406821110)

Sparta

(9)
Erschienen am 04.07.2024
Cover des Buches Herodes (ISBN: 9783406753183)

Herodes

(3)
Erschienen am 29.04.2020
Cover des Buches Regimen morum (ISBN: 9783406333842)

Regimen morum

(1)
Erschienen am 26.04.1989
Cover des Buches Caesar und Pompeius (ISBN: 9783534243549)

Caesar und Pompeius

(1)
Erschienen am 01.02.2011
Cover des Buches Der Erste (ISBN: 9783805350334)

Der Erste

(0)
Erschienen am 21.11.2016
Cover des Buches Caesar und Pompeius (ISBN: 9783534593873)

Caesar und Pompeius

(0)
Erschienen am 01.08.2014

Neue Rezensionen zu Ernst Baltrusch

Cover des Buches Sparta (ISBN: 9783406418839)
lesezeitmitmamas avatar

Rezension zu "Sparta" von Ernst Baltrusch

lesezeitmitmama
Rezension zu „Sparta - Geschichte, Gesellschaft und Kultur“ von Ernst Baltrusch

Von der Gründung bis zum Fall  - das Buch bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte des antiken Sparta.

ENDLICH ein Buch aus der Reihe, das mich zur Gänze überzeugen konnte! Ernst Baltrusch Schreibstil ist GOLD wert. Ein Sachbuch, das derart angenehm zu lesen ist, ist eine Seltenheit. Ich hatte das Gefühl, kein Buch in der Hand zu halten, sondern mit eine Dokumentation im Fernsehen anzusehen. Die Kapitel V-VII (V. Leben in Sparta, VI. Frauen in Sparta und VII. Religion und Recht) haben mir am besten gefallen.

Absolute Pflichtlektüre für Interessierte!

Cover des Buches Caesar und Pompeius (ISBN: 9783534164905)
Admirals avatar

Rezension zu "Caesar und Pompeius" von Ernst Baltrusch

Admiral
Wie 2 der führenden Männer Roms die ganze damals bekannte Welt in Aufruhr versetzten.

Wenn das Bild des Buches hier auf LB richtig angezeigt wird, müsste das eigentlich jedem was sagen. Die typische Aufmache: dunkelblaue Schrift, weiße Reihenbezeichnung, gelb-orangener Farbton des Papiereinbandes: das ist die traditionelle WBG-Publikation. Meistens ganz gut, meistens hilfreich. In diesem Fall ist das nicht anders. Diesmal hat der Berliner Altertumsforscher (Latein und Geschichte bei namhaften Forschern: Bleicken und Dahlheim) für diese Reihe eine doch recht dicke Ausgabe (knapp 200 Seiten) zum Thema "Caesar und Pompeius" (2008²) verfasst. Ich glaube ich habe bereits über ein Buch von Baltrusch was geschrieben. Es müsste seine Promotionsarbeit "Regimen morum" gewesen sein. Er ist also keinesfalls ein Unbekannter. Bewährt hat er sich bereits im Thema der Antike (ein Blick auf seine Wikipedia-Seite zeigt noch eine weitere WBG-Publikation und 2 für die Beck'sche Reihe).
Um ehrlich mit euch zu sein, habe ich das Buch nicht in seiner Gesamtheit gelesen. Das habe ich bereits in der Vergangenheit. Diesmal wollte ich nur mein Grundwissen zu Pompeius etwas auffrischen. Die Caesar-betreffenden Teile habe ich übersprungen oder überflogen. Was Pompeius betrifft sind die Kapitel zur Einleitung in das Thema der Späten Röm. Republik und der Krisen (1-16), zur aristokratischen Reaktion auf Sulla und zur Person Pompeius' selbst (17-38) und die Darstellung der epochenübergreifenden Rezeption der Person des Pompeius (178-183). Natürlich ist er auch noch weiterhin und immer mal wieder vereinzelt als Thema angeschnitten.
Obligatorisch ist für die grundlegenden Werke natürlich die Einleitung (die jeder Interessierte an dieser Materie gewiss schon gefühlte 100mal gelesen hat) zur römischen Verfassung und zur Krise der Republik. Hier ist sie recht themenorientiert und auch dementsprechend pointiert erklärt. Ein Fokus liegt verständlicherweise auf Sulla, der mit seiner Restauration und Handlungsweise ein fatales Exempel für die Nachwelt (= u.a. Caesar und Sulla) darstellte.
Was Pompeius selbst angeht wird er plausibel als Phänomen seiner Zeit aufgezeigt, in der er durch das Standesethos und durch das Vorbild Sullas dazu verleitet ist, seinen Weg zu gehen. Nur entspricht der Weg nicht mehr dem alten traditionellen Weg der römischen Aristokraten, sondern vielmehr einem Potentaten oder einem Prinzipatsvorläufer. Denn Pompeius agiert meist an den alten Handlungsorientierungspunkten (mores maiorum) vorbei und entbindet sich selbst immer weiter dem nobilitärem Konsens- und Gleichheitsgefüge: die imperia extraordinaria, also die auferordentlichen Befehlsgewalten nehmen speziell mit ihm die Überhand ein. Denn eben dieses aristokratische Konsens- und Gleichheitsgefüge kann mit den Problemen eines Weltreiches (großangelegte Aufstände, dauerhafte Piratenschwierigkeiten, langandauernde Abfallerscheinungen zB) nicht entsprechend umgehen. So etabliert sich Pompeius (unbewusst, aber willig ?) immer mehr als außerhalb der Ordnungs stehendes Machtpotenzial.


Dem allgemeinen Programm der "Geschichte Kompakt" Serie gemäß hält sich das Niveau auf einer eher narrativen und unkomplizierten Ebene auf. Mit Quellen wird natürlich gearbeitet, aber oft zur Untermauerung der eigenen Erzählung, weniger zur Forschungseinführung wie mir scheint. Forschungskontroversen sind nicht überwiegend vorhanden (abgesehen natürlich von solchen klassischen Fragen wie der Personenbewertung oder der Einschätzung von 44 als Mord oder Befreiung). Dafür hilft dann das umfassende Literaturverzeichnis ganz gut aus. Dennoch erfüllt das Buch -so wie es soll udn so wie ich es gewohnt bin- den Anspruch der lockeren und leichten Themeneinführung. Genau dafür schätze ich diese Reihe auch so. Ernst Baltrusch hat hier eine gute Arbeit vorgelegt.

Cover des Buches Regimen morum (ISBN: 9783406333842)
Admirals avatar

Rezension zu "Regimen morum" von Ernst Baltrusch

Admiral
Baltrusch, die leges und die enge Perspektive (Regimen morum).

Die Diss "Regimen morum. Die Reglementierung des Privatlebens der Senatoren und Ritter in der römischen Republik und frühen Kaiserzeit" von Baltrusch aus dem Jahr 1989 behandelt in intensivster Quellenarbeit die Gesetze, die das Privatleben der römischen Führungsschicht regeln sollte.

Die Arbeit ist strikt chronologisch getrennt in Republik und Kaiserzeit und behandelt alle Gesetze nach thematischer Ordnung (zB Zensur als Institution, leges sumptuariae, Luxus bei munera, Ehegesetze, etc.).

Leider fällt mMn die Frage "Was bedeutet das eigentlich ?" oft entweder unter den Tisch, oder fällt etwas zu kurz aus. So umfasst die "Schlußbetrachtung" (S. 191-193) gerade mal 2,5 Seiten. Die Zwischenzusammenfassungen sind auch relativ kurz, wobei all diese Zusammenfassungen leider auch Zusammenfassungen bleiben und weniger Fazits oder Interpretationen. Gern gesehen wären auch die Einbeziehung von sozialen Überlegegungen, die später bspw, bei Märtin (Röm. Führungsschicht, 2012) verstärkt zur Sprache kommen, nämlich dass sich die Art und Menge der reglementierenden Gesetze nach dem 2. Pun. Kr. häuft, da seit dieser Zeit verstärkt unternehmerisch denkende Ritter in den Senat kommen. Oder dass Gesamtstrukturen stärker aufgezeigt und herausgearbeitet werden. Auch fehlen mir in diesem Rahmen die Erwähnung oder sogar Einbeziehung der Ackergesetze des 2. Jahrhunderts, die zT gewiss auch in diese Kategorie fallen, aber mit keinem Wort erwähnt werden.
Doch sollte dabei auch bedacht werden, dass das eine Diss ist, die stark an Quellenarbeit gebunden ist. Und genau auf diese Gebiet ist das Buch äußerst gut, da es zu diesem Themengebiet (gefühltermaßen) alle Quellen eingezieht und kurz kontextualisiert und kommentiert, was für andere und weiterführende Untersuchungen eine große Hilfe ist.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

in 22 Bibliotheken

auf 2 Merkzettel

von 1 Leser*innen aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks