Ernst Benz

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Lebenslauf von Ernst Benz

Shizuteru Ueda, Jahrgang 1926, Sohn eines Shingon-Priesters, studierte bei Keiji Nishitani an der Universität Kyoto und von 1959 bis 1963 bei Friedrich Heiler und Ernst Benz an der Universität Marburg, wo er mit dieser Arbeit promovierte. 1964 wurde Ueda Professor für Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Kyoto, 1977 erhielt er den dortigen Lehrstuhl für Philosophie und Religion. Als Repräsentant der dritten Generation der Kyoto-Schule führt er das Erbe Nishida Kitaros weiter.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Das Recht auf Faulheit oder Die friedliche Beendigung des Klassenkampfes" von Ernst Benz

Lafargues "Recht auf Faulheit" einmal neu gelesen
Sokratesvor 5 Jahren

Mit seinem Werk "Das Recht auf Faulheit" hat der französische Anarchist Paul Lafargue einen, wenn auch umstrittenen, Klassiker der marxistisch-anarchistischen Philosophie verfasst. Ernst Benz, seines Zeichens emeritierter Professor für Theologie, widmet sich in seinem schmalen Buch diesem äußerst kontrovers diskutierten, nach seinem Erscheinen jedoch alsbald in Vergessenheit geratenen philosophischen Klassiker. Benz' Urteil für "Das Recht auf Faulheit" fällt in der Summe sehr positiv aus. Nicht nur, dass er feststellt, Lafargue habe - entgegen seiner atheistischen Einstellung - doch viel Ähnlichkeit mit der alttestamentarischen Philosophie, er sympathisiert grundsätzlich mit dem von Lafargue vertretenen revolutionäre Anspruch, den "Klassenkampf" einfach durch Nichtstun, durch Oblomowerei, zu beenden. Hierbei nimmt Benz vor allem auf Lenin Bezug, der es in drastischer Art und Weise geschafft hat, den protestantischen Arbeitsethos in den Marxismus-Leninismus aufzunehmen. So sei auch die marxistische Lehre schließlich vom unbedingten Muss des Arbeitens durchdrungen; es verwundert daher nicht, dass (auch in der DDR) der Ausspruch "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" als soziales Selektionsmittel und Antriebsmoment genutzt wurde, um die Produktivität stetig anzukurbeln. Oblomowerei war für Lenin der Inbegriff des sozialfeindlichen - was aus marxistischer Perspektive verwundert, denn insoweit hat der Marxismus-Leninismus den Arbeitszwang/-diktat des verhassten Kapitalismus letztendlich um Längen übertroffen. Benz' kleine Studie macht Spaß zu lesen. Es ist nicht nur eine Reflektion über die marxistische Philosophie des 19. Jhs., sondern gewährt auch Einblicke in die Familiengeschichte von Karl Marx selbst. Lafargue war mit einer der Marx-Töchter verheiratet. Daneben werden Grundthesen des "Rechts auf Faulheit" im zeithistorischen Zusammenhang erörtert - eine gelungene, lebendige Erklärung, die es Spaß macht zu lesen. Ob nun aus philosophischem oder historischem Interesse.

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