Ernst Bromeis

 4.4 Sterne bei 13 Bewertungen

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Jeder Tropfen zählt

Jeder Tropfen zählt

 (13)
Erschienen am 04.11.2016

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Rezension zu "Jeder Tropfen zählt" von Ernst Bromeis

Jeder Tropfen zählt
Mauelavor einem Jahr

Ernst Bromeis beendet seine Karriere als Spitzensportler um als Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer die Menschen weltweit für das Thema Wasser zu sensibilisieren. Dabei versucht er den Menschen vor Augen zu führen, dass nicht alle Länder und Regionen der Erde mit ausreichend Wasser gesegnet sind, so wie hier in Europa. Wasser ist hier fast wertlos geworden. Es ist immer genügend davon vorhanden und es ist auch immer verfügbar. Doch in vielen Regionen und Ländern der Welt ist Wasser unbezahlbar geworden und manchmal auch unerreichbar für Mensch und Tier. 
 
In seinem Buch „Jeder Tropfen zählt – Schwimmen für das Recht auf Wasser“ erzählt der Autor Ernst Bromeis von seinen Beweggründen Wasserbotschafter zu werden, von seinen verschiedenen Aktionen die manchmal glückten, aber auch mal scheiterten und informiert über den richtigen und sinnvollen Umgang mit Wasser. Er berichtet über die zunehmende Verschmutzung des Wassers durch Mikromüll, er zeigt wie unnötig verschwenderisch oft mit Wasser umgegangen wird und gibt auch einen kurzen Ausblick auf weiter geplante Projekte.

Obwohl es sich bei diesem Buch nicht nur um eine reine Erzählung handelt sondern auch viele Informationen weiter gegeben werden, ist es mit seiner ansprechenden, schnörkellosen aber authentischen Sprache sehr gut zu lesen.

Einige Fotografien runden die Geschichte dabei ab und bringen den Leser so näher an die Thematik Wasser heran.

Von mir eine Leseempfehlung für Alle, die sich für das Thema Wasser im allgemein interessieren oder die, welche einen Einblick in die Beweggründe von engagierten Menschen wie Ernst Bromeis bekommen möchten.

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W

Rezension zu "Jeder Tropfen zählt" von Ernst Bromeis

Auf der einen Seite Wassernot, auf der anderen Wasser im Überfluss
Waschbaerinvor einem Jahr

Zuerst war ich etwas skeptisch, was mich mit diesem Buch erwarten würde. Ein langweiliges Sachbuch mit unzähligen Tabellen, die man als Laie nicht versteht?

Doch als ich das Buch in Händen hielt, war ich bereits auf den ersten Seiten gefesselt. In sehr anschaulicher Weise - total spannend - schreibt Ernst Bromeis über seinen Werdegang zum Wasserbotschafter. Oftmals sind es solche Aha-Erlebnisse, die Menschen zuerst nur aufmerksam auf einen misslichen Zustand machen und später den völligen, persönlichen Einsatz nach sich ziehen. Ernst Bromeis hat erkannt, auf welch wackligen Füßen unser tägliches, gutes und bequemes Leben steht.

Für uns ist es selbstverständlich: Wir drehen den Wasserhahn auf und schon läuft es - gutes und sauberes Trinkwasser. Doch was diesen Luxus angeht, sind wir privilegiert. In anderen Teilen der Welt, ja selbst in südlichen Teilen Europas sieht es ganz anders aus. Erst wenn es nicht da ist, lernt man seinen tatsächlichen Wert zu schätzen. Man muss nur einmal Wüstengebiete bereisen und schon wird man demütig.

Natürlich kann Erst Bromeis niemandem vorschreiben, Wasser zu sparen und sorgfältig damit umzugehen. Es liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Aber was er kann ist, auf die aktuelle Situation aufmerksam machen.

Selbst als langjährige Skifahrerin war mir nicht dermaßen bewusst, welchen Einsatz von Wasser es benötigt, jedes Jahr die Skipisten sportlertauglich zu machen. Ohne künstlichen Schnee könnten die beliebten Skigebiete dicht machen - selbst in ehemals niederschlagreichen Bergregionen. Alles ist im Wandel begriffen.

Als ehemaligem Leistungstrainer ist für Ernst Bromeis Schwimmen in Seen und Flüssen ein erprobtes Können. Dieses Können nützt er, um auf sein Anliegen "Wasser" aufmerksam zu machen. Das Durchschwimmen des Rheines liest sich spannender als ein Krimi. Es hat mich fasziniert zu lesen, auf welche Hilfen und Widerstände er bei diesem Vorhaben stieß. Ich zitterte mit, wenn ihn seine Kräfte verließen, er zu unterkühlen drohte oder die Kapitäne ungehalten reagierten, wenn er sich in deren Fahrspur befand. Als Ernst Bromeis endlich an der Mündung des Rheins ankam, habe ich erleichtert aufgeatmet und leise gemurmelt: Geschafft! Erschreckend die Beschreibung seines Schwimmens im Kanal. Man sah sprichwörtlich die Ratten und Fäkalien in der schmutzigen Brühe schwimmen und es hat mich vor Ekel geschüttelt. Auch so gehen wir mit Trinkwasser um.

Mein Buch hat schon Wellen geschlagen. Wir hatten Besuch und ich zeigte es unseren Gästen. Plötzlich erinnerte sich ein Gast an den Rheinschwimmer, blätterte interessiert durch und las an einigen Stellen. Sein Interesse war geweckt. Auch auf solchen zufälligen Wegen trägt sich diese Botschaft in die Welt.

"Jeder Tropfen zählt", bekommt von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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theophilias avatar

Rezension zu "Jeder Tropfen zählt" von Ernst Bromeis

Wir Wassergesegnete haben auch eine Aufgabe
theophiliavor einem Jahr

Inhalt: 

Ernst Bromeis ist Trainer im Spitzensport als er sich entschließt seinen Beruf zu wechseln. Er wird Wasserbotschafter und Expeditonsschwimmer. Er engagiert sich in Schulen Universitäten und Wirtschaft als Referent mit dem Projekt „das Blaue Wunder“. Hier versucht er die Menschen, die im wassergesegneten Europa leben dafür zu sensibilisieren, dass es auf der Welt Gebiete gibt, in denen Wasser wertvoll und knapp ist. Mehrere Expeditionen z.B. in den Graubünder Seen, den Seen der Schweiz oder im Rhein von der Quelle zum Meer versucht er die Menschen für die Schutzbedürftigkeit und Notwendigkeit von Wasser vor Augen zu führen. In Europa gibt es viel Wasser, darum hat es hier keinen Wert. Wer aber hier Wasser verschwendet oder verunreinigt, der zerstört es auch für andere Länder oder nachfolgende Generationen.
In dem Buch nimmt Herr Bromeis die Leser mit in seine Expeditionen, die lebensgefährlich waren. Denn kaltes Wasser ist auf Dauer eine Todeszone.

Meine Meinung:
Auf dem Bucheinband sieht man Ernst Bromeis als kleinen Punkt durch einen Fluss schwimmen. Das Wasser ist in der Überzahl. Ebenso ist zu verstehen, was soll ein einzelner Mensch einem Fluss oder See. Das Wasser mit seiner Kälte und Gewalt ist doch stärker? Sehr schön sind die grünen Wiesen neben dem Wasser. Das Wasser ist noch nicht zu ende geschwommen. Es gibt noch Hoffnung viel zu bewirken und das ist der Sinn der Aktion.

Im Inneneinband sieht man eine Grafik der jeweiligen Expedition der letzten Jahre. Mithilfe dieser es möglich ist die Expedition nachzuverfolgen. Auf der Buchrückseite steht eine kurze Einführung über den Inhalt des Buches. Schön, dass hier ein Foto des Autors abgedruckt ist.

Der Schreibstil ist sehr ehrlich und extrem fesselnd. Herr Bromeis beschreibt genau seine Beweggründe für die Aktionen und auch die Hintergründe des Scheiterns bzw. warum sein Scheitern nicht das Ende aller Aktionen darstellt.

Das Buch ist folgendermaßen Aufgebaut
es beginnt mit einem Vorwort von Anne Rüffer dem Verlagshaus zur Sonderreihe visionär.
Im Anschluss kommt ein Prolog und wie Herr Bromeis zum Expeditionsschwimmer wurde.
Dann wird von den Projekten Grischun 2008, Suisse 2010, Rhein 2012, Rijn 2014 und Milano 2015 berichtet. Das Buch geht über zu aktuellen Projekten wie der Traum eines Wasserzentrums oder andere Möglichkeiten die Welt zu verändern. Mit dem Epilog, Anhang mit Anmerkungen, Bildnachweis und Danke schließt das Buch.

Die jeweiligen Berichte werden mit schwarz/weiß Bilder der jeweiligen Projekte unterstrichen. Anhand dieser kann sich der Leser in die Erlebnisse besser eindenken.

Besonderes Lob möchte ich für die genaue Reschercearbeiten hervorheben.
Aufgrund guter Ortsangaben ist es sehr schön möglich das Buch auf der Landkarte mit zu verfolgen und nachzuerleben.

Besonderheiten
Da der Autor Schweizer Bürger ist kommen einige Worte vor z. B. reüssiert, rekognozieren, Antagonisten die ich dazulernen konnte.
Vielleicht würden Fotos in Farbe noch besser wirken. Schwarz/weiß Fotos sollen sicher einen bestimmten Effekt haben. Bei mir wirken diese so wie aus einer vergangen Zeit, die für mich keine Bedeutung mehr hat.

Die Geschichte von den Indianern die am Wasserfall stehen und bleiben wollen, bis das Wasser zu Ende geflossen ist finde ich sehr nachdenkenswert. In der Schweiz wird gar kein Ende eines Wasserfalles erwartet. Indianer kennen nicht so große Wassermengen, das diese Unendlich erscheinen.

Was ich aus dem Buch lernen kann:
Auch wenn ich Wasser im Überfluss habe, kann ich dazu beitragen Wasser zu schonen und für andere Menschen in der Welt nutzbar zu machen.

Wer sich ein Herzensprojekt vornimmt und daran scheitert, wird gescheiter, denn er kennt seine eignen Grenzen und kann beim nächsten Mal diese mitplanen und vielleicht das Projekt gut beenden.

Fazit
Das Buch ist sehr lesenswert. Es nimmt den Leser in das Erlebnis während der Expediton hinein und vermittelt die Notwendigkeit von Wasser und wie wir in Europa damit umgehen können, damit auch andere Menschen in der ganzen Welt davon genug haben.


Autor:
Ernst Bromeis (* 1968) ist in Ardez im Unterengadin in der Schweiz aufgewachsen. Nach dem Seminar zum Lehrer unterrichtete er in Zuos an einer Primarschule. Anschließend folgte das Sportstudium an der Uni in Basel und Trainer im Spitzensport von Swiss Olympic sowie als Sport- und Eventmanager der Destination Lenzerheide.
ende 2007 gründete er „das Blaue Wunder“ und ist seitdem hauptberuflich als Wasserbotschafter und Expeditionsschwimmer unterwegs. Er engagiert sich in Schulen, Universitäten und Wirtschaft als Referent. Er ist verheiratet mit der Theologin Cornelia Camichel Bromeis und Vater von 3 Kindern. Ernst Bromeis lebt in Davos Platz.

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Rüffer&Rubs avatar
Der Expeditionsschwimmer und Wasserbotschafter Ernst Bromeis setzt sich mit spektakulären Aktionen dafür ein, dass Menschen weltweit Zugang zu sauberem Wasser erhalten. In diesem Buch berichtet er, was ihn antreibt für diese Vision zu kämpfen.
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Letzter Beitrag von  Rüffer&Rubvor einem Jahr
Das sind zwei gute Tipps, danke Dir vielmals!
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