Ernst Engelke

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Ernst EngelkeGegen die Einsamkeit Sterbenskranker
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Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker
Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker
 (1)
Erschienen am 01.09.2012
Ernst EngelkeTheorien der Sozialen Arbeit
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Theorien der Sozialen Arbeit
Theorien der Sozialen Arbeit
 (1)
Erschienen am 11.09.2009
Ernst EngelkeDie Wahrheit über das Sterben
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Die Wahrheit über das Sterben
Die Wahrheit über das Sterben
 (0)
Erschienen am 28.08.2015
Ernst EngelkeDie Wissenschaft Soziale Arbeit
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Die Wissenschaft Soziale Arbeit
Die Wissenschaft Soziale Arbeit
 (0)
Erschienen am 22.05.2009
Ernst EngelkeSoziale Arbeit als Wissenschaft
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Soziale Arbeit als Wissenschaft
Ernst EngelkePsychodrama in der Praxis
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Psychodrama in der Praxis
Ernst EngelkeSoziale Arbeit als Ausbildung
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Soziale Arbeit als Ausbildung
Ernst EngelkeSterbebeistand bei Kindern und Erwachsenen
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Sterbebeistand bei Kindern und Erwachsenen
Sterbebeistand bei Kindern und Erwachsenen
 (0)
Erschienen am 01.03.1989

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Rezension zu "Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker" von Ernst Engelke

Rezension zu "Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker" von Ernst Engelke
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Innerlich „beieinander bleiben“ im Sterbeprozess

Nicht überall, aber doch in zunehmender Zahl ist das Sterben ein einsamer Prozess. Nicht nur da, wo keine Angehörigen oder Freunde, kein Umfeld mehr vorhanden wäre, durchaus auch da, wo noch Kontakte bestehen gelingt gerade angesichts des existentiellen Geschehen des Sterbens nicht immer die Kommunikation.

Aus eigener, vielfältiger Erfahrung heraus wendet sich Ernst Engelke in diesem durchaus intensiven, offenen und hilfreichen Buch diesem „letzten Gang“ aus der Sicht aller Beteiligter zu und vermag es im Verlauf der gut 370 Seiten einen tiefen Einblick zu gewähren in die Wahrnehmung und die Prozesse des Sterbens aus Sicht Sterbenskranker, aus Sicht der Angehörigen und aus Sicht der professionellen Helfer.

Wobei Engelke bei reinen Beschreibungen nicht stehen bleibt. Der zweite Hauptteil des Buches setzt sich die „Begegnung mit Sterbenskranken als interaktives Geschehen“ zum Schwerpunkt und verfolgt, durchaus kleinteilig und detailliert, ein hilfreiches Kommunikationsmodell. Grob beruhend auf dem Modell der klientenzentrierten Gesprächsführung (mit persönlichen Erweiterungen in „Es-Fokussierung“ und „Lebenswelt Fokussierung“) bietet Engelke de, Leser eine Vielzahl von methodischen Handreichungen, von kleinen und größeren Interventionsmöglichkeiten, von der Fähigkeit des „Aushaltens“ bis hin zum Humor am rechten Ort.

Wichtig im Gesamten ist (auch) in diesem Modell die Akzeptanz und der Respekt auf allen Seiten. Auch da, wo es schwer wird, gerade für Angehörige, aber auch für professionelle Helfer, wenn Sterbende ihr Sterben nicht akzeptieren, sich dagegen auflehnen und damit natürlich auch im Umfeld Hilflosigkeit erzeugen. Wie auch starke Klage und Zorn, massive Gefühle leicht überfordern können. Ganz abgesehen davon, dass gerade in dieser letzten Lebensphase auch Konflikte noch einmal aufbrechen können. Sei es mit anderen Patienten, seien es „Generalabrechnungen“. Von der Krisenintervention über das „Mitteilen von schlechten Nachrichten“, von intensiven Familiengesprächen bis zur Kraft, Schweigen zu ertragen und sich selbst dabei zurückzunehmen, von hilfreichen Ritualen bis zum ganz lapidaren „schlechte Gerüche ertragen lernen“, tatsächlich umfassend wendet sich Engelke dem Sterben in seinen mannigfaltigen Bezügen zu.

Natürlich ist auch dies kein Buch, in dem man einfach das entsprechende „Thema“ nachschlagen kann und damit dann jeder möglichen Situation und Komplikation des Sterbens „einfach so“ zu begegnen wüsste. Aber durch die vielfachen Anregungen, die Darstellung konstruktiver kommunikativer Prozesse und die empathische Hinführung zum Akt des Sterbens aus der Sicht aller Beteiligter im ersten Teil gelingt es durch die Lektüre, vielfache Unsicherheiten und Vorbehalte erleichternd zu bearbeiten und einen Rahmen durch das Buch zu finden, an dem man sich gut in solch schweren Situationen erst einmal „entlang hangeln“ kann. Eine Blaupause, mittels derer Engelke auf jeden Fall gelingt, die gängigen „Vorurteile“ von Sterben und Tod gründlich in Frage zu stellen.

Man mag es bedauern, dass solch ein Buch nötig und wichtig ist. Über Generationen hinweg war der Prozess des Sterbens mit in die Familien- und Lebensabläufe integriert. Da dies aber in der modernen Gesellschaft nicht mehr unbedingt so ist, lässt sich durchaus eine verbreitete Unsicherheit dem Sterben, dem Sterbenden und dem Tod gegenüber feststellen. Hier hat das Buch seine größte Stärke und Wirkung, im Verkleinern der Unsicherheit, was, wann und wie gemacht und getan werden kann (und sollte). Und vermittelt ein Erfahrungswissen über verschiedene „Sterbesituationen“ und den dann ebenso notwendigen differenzierten Umgang mit diesen. Das Ganze in leicht verständlicher Sprache und klar auf den Punkt benannt.

So verhilft Engelke durchaus zu dem, was ihm im letzten Kapitel des Buches zusammenfassend wichtig ist. Trost tatsächlich hilfreich und nicht hilflos geben und finden zu können. Als „treuer Begleiter“, der sich dem Prozess im Sterbenden so zuwenden kann, wie es der Sterbende tatsächlich jeweils konkret bedarf.

Ernst Engelke legt ein verständliches, praxisorientiertes und aus Erfahrung gespeistes Buch vor, in welchem er umfassend über den Sterbeprozess informiert und eine hilfreiche und tröstende Kommunikation detailliert vorstellt. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre.

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