Ernst Gelegs

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Liebe Mama, ich lebe noch!

Liebe Mama, ich lebe noch!

 (11)
Erschienen am 06.03.2019

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Rezension zu "Liebe Mama, ich lebe noch!" von Ernst Gelegs

Rezension: "Liebe Mama, ich lebe noch! Die Briefe des Frontsoldaten Leonhard Wohlschläger"
Anchesenamunvor 21 Tagen

Zum Inhalt:

Ernst Gelegs fand die hier (teilweise) veröffentlichten Briefe des Soldaten Leonhard Wohlschläger im Nachlass dessen Schwester Johanna Wohlschläger, einer Bekannten seiner Eltern.

Leonhard war der Sohn des seinerzeit bekannten österreichischen Architekten Jakob Wohlschläger, der u.a. den "Mariahilfer Zentralpalast" (ehem. "Warenhaus Stafa") in Wien entwarf. Johanna und Leonhard waren Jakobs Kinder aus zweiter Ehe, er hatte für ihre Mutter seine erste Frau und seine fünf Kinder verlassen. Jakob Wohlschläger war gut betucht, doch nach einer beruflichen Niederlage lebte die Familie in eher bescheidenen Verhältnissen. Leonhard störte dies jedoch wenig, denn er war ein Lebemann und besorgte sich durch Tricksereien und Betrügereien stets das nötige Kleingeld, um seinen exklusiven Lebensstil pflegen zu können. Einen Beruf übte er nicht aus.

Leonhard geht nicht widerwillig in den Militärdienst, denn er verspricht sich hiervon durchaus auch Vorteile. Er heiratet noch schnell, damit er alle finanziellen Vorteile eines Soldaten nutzen kann. Als Soldat lässt er sich zum Automechaniker und Fahrer ausbilden und meldet sich für Verwaltungstätigkeiten, um so dem harten Fronteinsatz weitgehendst entgehen zu können.

Gelegs weiß vor dem Fund der Briefe rein gar nichts über Leonhard Wohlschläger. Es liegen ihm knapp 100 Briefe und Karten vor, anhand derer er in diesem Buch versucht, das Leben des jungen Soldaten zu rekonstruieren.

Meine Meinung:

Ich habe bereits viele Bücher über den Zweiten Weltkrieg gelesen, die meisten davon Erlebnisberichte von Zeitzeugen. Dies ist jedoch mein erstes Buch mit Soldatenbriefen.

Jedes Zeugnis aus der Vergangenheit ist wichtig und sollte für die Nachwelt erhalten bleiben. Bei diesem Buch jedoch bin ich nicht sicher, ob seine Publikation so nötig gewesen wäre. Die Inhalte der Briefe sind sehr belanglos. Dies ist teilweise der damaligen Zensur geschuldet, aber auch - wie ich meine - dem nicht gerade sympathischen Charakter des Protagonisten.

Selten war mir jemand so unsympathisch. Er nutzt seine Auslandseinsätze vor allem dazu, mit ausländischen Waren zu hehlen, seine weiblichen Verwandten mit Lebensmitteln und Luxusartikeln zu versorgen bzw. diese mit ihnen auszutauschen. Er sieht die Einsätze als Möglichkeit, kostenlos die Welt zu bereisen, und in keinem seiner Briefe habe ich etwas wie Mitleid für seine an der Front kämpfenden Kameraden, den besetzten, ausgehungerten Einheimischen oder anderen Kriegsopfern herauslesen können. Im Gegenteil, er genießt es, wenn er Untergebene herumkommandieren kann, und er schreibt sehr abfällig über die Einheimischen.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Auszüge aus seinen Briefen einstreuen:

"Kann auch sein, dass ich anderswo hinkomme, aber keine Ahnung. Irgendwo, vielleicht lande ich noch im Orient. Dann kaufe ich eben statt Schuhen wieder Kaffee oder Teppiche. Jedenfalls, wird ja auch bald Zeit, von hier wegzukommen, jetzt kenne ich schon den ganzen Westen auswendig, und hier gibt's ja auch nichts mehr zu holen."

"Als Obergefreiter habe ich schon ein bisserl was zu reden, lasse mich da von den Rekruten sicher nicht übervorteilen. Ja, jetzt dreht sich der Spieß, jetzt kann ich die 'Schnauzer' austeilen, so wie es die früher mit mir gemacht haben. Ja, das steht mir zu, wie man so schön sagt beim Kommiss, und was mir nur irgendwie 'zusteht', kannst dich darauf verlassen, das hole ich mir! Ich führe ein ganz schönes Leben."

"Ja, man erlebt schon was. Letztens hatten wir so zur Volksbelustigung einen Partisanen aufgehängt. Der baumelt nun schon 14 Tage, der Hals wird immer länger, bin bloß neugierig, wie lange der's noch aushält."

"Im Grunde genommen bin ich also zufrieden, es geht mir gut, habe zu essen und zu rauchen, auch zu saufen, bloß geistig wird man blöd. Alles wie Robinson Crusoe, äußerst primitiv. (...) Natürlich habe ich stille Verehrerinnen. Milch, Butter etc. wird immer dankend getauscht gegen Chlaba. Aber dann raus mit dem Läusegesindel, mit dem stinkigen (...)"

Doch meist geht es in seinen Briefen eher um Belangloses und um Aufzählungen von Waren, die er besorgt hat oder die die Empfängerin für ihn besorgen soll. Er übt meist angenehme Tätigkeiten aus wie Chauffeursdienste für höhergestellte Nazis oder Büroarbeiten. Während an der Ostfront die Kameraden fallen und die Bevölkerung ausgehungert wird, sind seine größten Sorgen, sich gutes Essen und Alkohol zu besorgen, die Wunschlisten von Frau, Mutter und Schwester zu erfüllen und regelmäßig befördert zu werden.Wie er öfter erwähnt, mutet für ihn alles etwas an wie ein Karl May-Abenteuer.

Zwischen den einzelnen, auf Dauer sich wiederholenden und somit teils sehr langweiligen Briefen, füttert Gelegs den Leser mit ein bisschen Geschichte, was hilfreich war, um die Zusammenhänge zu verstehen. Sein Schreibstil ist kurzweilig, aber das reißt es nicht mehr raus. Zudem sind die angegebenen Quellen doch sehr dürftig.

Zudem stellt Gelegs Behauptungen über Leonhard auf, die ich nicht nachvollziehen konnte. So schreibt er z. B., dass Leonhard dieses oder jenes zugesetzt oder entsetzt hätte. Falls dem so war, ist dies aus den hier veröffentlichten Briefe nicht ersichtlich. Leonhard wirkt stets mitleidslos und egoistisch. Entweder hat der Autor gerade die interessanten Briefe nicht gedruckt oder er interpretiert etwas hinein, was ich nicht sehen konnte. Ansonsten hat man aber auch bei den Ausführungen des Autors das Gefühl, dass ihm Leonhard nicht sonderlich sympathisch ist. Vielleicht hätte er hier etwas neutraler bleiben sollen, auch wenn ich es nachvollziehen kann.

Alles in Allem konnte mich "Liebe Mama, ich lebe noch!" nicht wirklich berühren, ich habe mich eigentlich meist über Leonhards Charakter geärgert und fand die Briefe auf Dauer sehr langweilig. Es gibt deutlich bessere und interessantere Berichte über den Zweiten Weltkrieg. Ich möchte das Buch dennoch nicht mit weniger als drei Sternen bewerten, da ich die Thematik nach wie vor wichtig finde und denke, man sollte alle Zeitzeugnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen.

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Rezension zu "Liebe Mama, ich lebe noch!" von Ernst Gelegs

Von einem der auszog, es sich im Kriege gemütlich zu machen...
pardenvor einem Monat

VON EINEM DER AUSZOG, ES SICH IM KRIEGE GEMÜTLICH ZU MACHEN...

Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von "Tante Hansi" sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren Karton. Darin enthalten: fast 100 Briefe von Leonhard Wohlschläger, Sohn des renommierten Architekten und Wiener Stadtpolitikers Jakob Wohlschläger, und Bruder von Tante Hansi. Schnell wird klar: Die Briefe, datiert zwischen 1933 und 1944, die meisten adressiert an seine Mutter, sind ein spannendes und detailliertes Zeitdokument. Detektivisch folgt Ernst Gelegs der bewegtenFamiliengeschichte der Wohlschlägers, in deren Zentrum "Hallodri" Leonhard steht. Sie führt über die Jahrhundertwende in Wien über den Ersten Weltkrieg bis hin zum "Anschluss" Österreichs und in die Wirren des Zweiten Weltkriegs. Anhand von Leonhards privater Korrespondenz sowie der Feldpost eröffnet sich ein Paradox: Auf der einen Seite spricht hier ein junger, lebenslustiger Sohn, Bruder und Ehemann, auf der anderen Seite erlebt er als Soldat mit klarem Blick das Kriegsgeschehen an der Front. Einfühlsam balanciert Gelegs im Spannungsfeld zwischen Privatheit und den Zeitläuften der Weltgeschichte.

Die Briefe eines Frontsoldaten - natürlich erwartete ich hier bedrückende Einblicke in das Kriegsleben, in eine von Traumata gezeichnete Seele, die die Gräuel des Krieges irgendwie auch an der Zensur vorbei ausdrücken würden. Tatsächlich aber entpuppten sich diese Briefe für mich als wenig aussagekräftig in dieser Hinsicht und offenbarten eher den Charakter seines Schreibers.

Etwa 100 Feldpostbriefe (überwiegend aus den Jahren 1933-1944) wurden von der Schwester Leonhard Wohlschlägers durch die Jahre gerettet und gehörten mit der gesamten Wohnungseinrichtung zu dem überraschenden Erbe, das nach dem Tod dieser Schwester den Eltern von Ernst Gelegs zufiel. Der Autor geriet durch seine Mithilfe bei der Wohnungsauflösung an diese Briefe und kam Dank seiner Frau auf die Idee, hieraus eine zeitdokumentarische Zusammenstellung zu gestalten.

Chronologisch präsentiert der Autor in diesem Buch einen Teil der gefundenen Briefe, unterbricht die Darstellung dabei immer wieder durch kurze Einschübe mit Schilderungen der damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse, was die Geschehnisse in den passenden Kontext eingliedert. Dies empfand ich beim Lesen als hilfreich und informativ. Eingebettet in den Text befinden sich auch zahlreiche Fotos sowie Abdrucke von Briefausschnitten Leonhards, Dokumente und Karten.

Leonhard selbst ist ein - Lebenskünstler. Er ist jemand, der nichts hinterfragt, sondern alles so nimmt wie es eben kommt und versucht, (für sich) das Beste daraus zu machen. Unangenehmen Situationen hat er sich schon in Wien zu Friedenszeiten entzogen, danach versucht er auch im Krieg, sich bestmöglich mit den Gegenbenheiten zu arrangieren. Doch ist ihm deshalb ein Vorwurf zu machen?

Natürlich ist es irritierend zu lesen, wie es Wohlschläger immer wieder gelingt, der Versetzung an die Front zu entgehen und auch ansonsten stets seine Schäflein ins Trockene zu bringen. Während in den Gräben zigtausende von Soldaten elendig verrecken, bei Stalingrad der Hunger und die Kälte ihren Tribut fordern, lässt sich Leonhard in seinen Briefen darüber aus, dass er mehr als genug zu essen hat und er sich auch ansonsten unter den widrigen Umständen weitestgehend gemütlich einrichtet. Doch noch einmal: ist ihm deshalb ein Vorwurf zu machen?

Ernst Gelegs jedenfalls tut dies, zumindest indirekt. Beispielsweise indem er den Erlebenissen Leonhards während des Zweiten Weltkriegs das Schicksal seines eigenen Großvaters gegenüberstellt, der in Russland an vorderster Front kämpfen musste, dann für lange Jahre in russische Kriegsgefangenschaft geriet und als gebrochener Mann nach Hause kehrte. Der Vorwurf der Ungerechtigkeit schwebt zwischen den Zeilen greifbar mit.

Natürlich stellen die Briefe Leonhard Wohlschlägers keine typischen Kriegserlebnisse zur Schau, sondern vermitteln in erster Linie einen Einblick in den Charakter eines sehr selbstbezogenen jungen Mannes, der schon vor dem Krieg kaum einmal Verantwortung für sein eigenens Handeln übernommen hat, der während des Krieges aber auch noch jegliche Hemmungen verlor. Doch ist eine wachsende Skrupellosigkeit nicht auch eine logische Folge des Krieges? Muss beispielsweise das Töten des Feindes nicht zwangsläufig als eine Notwendigkeit angesehen werden, weil man ansonsten nur noch verzweifeln kann? Und ist der Versuch, die vorderste Kriegsfront zu umgehen, nicht mehr als nachvollziehbar? Außerdem darf man wohl nicht in den Fehler verfallen, die Briefinhalte 1:1 zu lesen - immerhin musste an der Zensur vorbeigeschrieben werden, wodurch vieles ungesagt blieb, das womöglich ein anderes Bild des Soldaten vermittelt hätte.

Damit soll beileibe nichts schöngeredet werden, und tatsächlich war mir der Charakter Leonhard Wohlschlägers aufgrund der Briefauszüge nicht unbedingt sympathisch. Allerdings deutet der Autor an mehreren Stellen an, dass der junge Mann entgegen seiner schriftlichen Äußerungen an seine Mutter und seine Schwester durchaus Ängste, Zweifel und Skrupel verspürt hat, wobei Gelegs auf andere - hier offenbar nicht veröffentlichte - Briefe verweist. Weshalb wurde dem Leser diese Differenzierung des Charakters Leonhard weitestgehend vorenthalten?

Auch andere Behauptungen und Stellungnahmen wurden für mich nur unzureichend mit Quellenangaben versehen, was mich bei einem Sachbuch und einem erfahrenen Journalisten wie Ernst Gelegs doch erstaunt hat. Auch wurde nicht erwähnt oder begründet, weshalb gerade die abgedruckten Briefe für das Buch ausgewählt wurden, andere dagegen nicht. Und was mich beim Lesen zunehmend gestört hat, waren die wiederholten Wertungen und Interpretationen des Autors - nicht allein bezogen auf die Person Leonhards. Sowohl Menschen aus dem familiären Umfeld des jungen Soldaten als auch politische Größen der damaligen Zeit werden von Gelges immer wieder mit negativen Attributen belegt. Er schildert nicht einfach nur, was damals geschah, sondern fügt immer noch sehr subjektiv gefärbte Bezeichnungen für bestimmte Personen und Handlungsweisen hinzu. Hier hätte ich mir einen deutlich objektiveren Standpunkt gewünscht. Immerhin handelt es sich hier um ein Sachbuch! Und die reinen Fakten hätten sicher ausreichend für sich gesprochen.

Der gelungene Aufbau des Buches, seine liebevolle Gestaltung sowie der eloquente Schreibstil nahmen mich sehr für das Buch ein. Die zunehmende Wiederholung der Briefinhalte, die oftmals eingestreuten subjektiven Wertungen und Interpretationen durch den Autor sowie eine unzureichende Quellenangabe, die Aussagen teilweise als bloße Behauptungen erscheinen ließen, stellen  für mich allerdings deutliche Minuspunkte dar. Der Charakter Leonhard Wohlschläger ließ mich zudem auch relativ kalt - mein Mitgefühl wurde hier zu keiner Zeit angesprochen. Insofern kann ich hier leider insgesamt nur zu einer mittelmäßigen Bewertung kommen.

 Ein Sachbuch, das nicht ganz halten konnte, was ich mir davon versprach, das ich mir aber gut als Schullektüre mit einer differenzieren Besprechung vorstellen könnte. Immerhin bietet es einen guten, knappen Überblick über das damalige Zeitgeschehen und zudem die Möglichkeit, darüber nachzudenken, wie man sich selbst womöglich verhalten würde, sollte man in eine vergleichbare Situation wie Leonhard geraten...


© Parden

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Rezension zu "Liebe Mama, ich lebe noch!" von Ernst Gelegs

Jahre voller Angst und Dunkelheit-Geschichte, die unvergessen bleibt
___Sophie___vor einem Monat

,,Es ist scheinbar 16 Uhr, der Russe rührt sich wieder. Fensterscheiben haben wir sowieso keine mehr, das Dach wird uns hoffentlich bis Samstag noch bleiben, dann geht's ja wieder um einige Kilometer zurück. Und die heurigen Kartoffeln sind auch gerade fertig, nun also ein bisschen volle Deckung und dann ,,Mahlzeit"." (9. September 1942) Leonard erlebte den Krieg hautnah mit, auch wenn er dabei fast nie an vorderster Stelle stand, jedoch wird aus seinen Briefen deutlich wie brutal und gnadenlos es damals zuging. Selbst als der Krieg eigentlich schon verloren war, wurden Menschen sinnlos in den Tod gezerrt. Dem ,,Führer" (Hitler) war es egal, so lange er nur irgendwie an sein Ziel gelangte. Leonard war politisch nicht sehr gebildet, was man aus seinen geschriebenen Worten erkennt und so lässt er sich ziemlich schnell umstimmen in seiner Meinung. Mehrmals sind es menschenverachtende Worte, die aus seinem Mund kommen. Der Krieg und die Auswirkungen haben auch ihn verändert als Mensch. Durch die geschichtlichen Einblicke, waren die Briefe Leonards besser nachvollziehbar und man erhielt einige interessante Fakten. Das Buchcover verrät eigentlich schon genug, um zu wissen, was das Thema dieses Buches ist. (Wirklich wunderschön gestaltet!) Leo's Briefe gehen vor allem an seine ,,liebe Mama" und ich denke zu ihr hatte er immer noch das beste Verhältnis. Ich finde, das Buch würde auch wunderbar in den Geschichtsunterricht passen, weil es um Längen aufklärender ist, als der normale Schulstoff. ;) 5 Sterne, für dieses tragische und auch sehr wichtige Buch! :)

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Gespräche aus der Community

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Gemeinsam deutschsprachige Debütautorinnen und -autoren und ihre Bücher entdecken!
Gemeinsam möchten wir wieder Debütautoren entdecken, zusammen ihre Bücher lesen, rezensieren und - wenn sie uns gefallen - weiterempfehlen. Bei den vielen Neuerscheinungen in jedem Jahr haben es deutschsprachige Debütautoren schwer sich zwischen Bestsellerautoren und Übersetzungen durchzusetzen. Wir können uns ganz bewusst gemeinsam daran versuchen das zu ändern und entdecken sicher wieder besondere Buchperlen!

Ablauf der Debütautorenaktion:

Es geht darum, möglichst viele Bücher deutschsprachiger Debütautoren zu lesen, also Bücher von Autoren, die erstmalig zwischen 1. Januar 2019 und 31. Dezember 2019 ein Buch/einen Roman (in einem Verlag) veröffentlichen.
Von Seiten des lovelybooks-Teams werden wieder Leserunden und Buchverlosungen gestartet, die die Kriterien erfüllen, und auch Verlage und Autoren werden sicher wieder aktiv sein. Außerdem dürft Ihr selbst gerne Vorschläge machen.

Begriffsdefinition: 'Debütautor*in' ist, wer bisher noch kein deutschsprachiges Buch veröffentlicht hat und im Jahr 2019 nun das erste Buch erscheint, dabei zählen sowohl Verlags- als auch Eigenveröffentlichungen.
Ausnahmen bilden Romandebüts, das erste Buch in einem Verlag sowie das erste Buch unter dem eigenen Namen oder einem neuen Pseudonym, diese zählen ebenfalls. Keine Ausnahme wird gemachen, wenn der Erscheinungstermin vor 2019 lag.
Wichtig:
Alle Bücher, die im Debütjahr der Autorin/des Autors erscheinen, sind dabei. Das heißt, es können auch mehrere Bücher einer Autorin/eines Autors zählen, nicht nur das erste Buch. Es zählt also das gesamte Debütjahr der Autorin/des Autors.


Ziel ist es 15 Bücher von Debütautoren bis spätestens 24. Januar 2020 zu lesen und zu rezensieren.


Wie kann man mitmachen?

Schreibt hier im Thread "Sammelbeiträge" einen Beitrag, dass Ihr mitmachen möchtet. Ich verlinke dann Euren Sammelbeitrag unter Eurem Mitgliedsnamen in der Teilnehmerliste. Bitte nutzt dann diesen von mir verlinkten Sammelbeitrag, um Euren Lesefortschritt mit allen Rezensionen von gelesenen Debüts festzuhalten, haltet diesen aktuell, denn nur anhand dessen aktualisiere ich wiederum die Liste. Die Teilnehmer- und die Punkteübersicht werde ich in unregelmäßigen Abständen aktualisiert. Wenn ich eine Aktualisierung durchgeführt habe, weise ich mit einem neuen Beitrag darauf hin.

Informationen/Regelungen:

  • Ihr könnt Euch ab sofort hier für die Aktion anmelden, aber auch ein späterer Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Es wird über das Jahr verteilt Leserunden und Buchverlosungen geben, bei denen Ihr Bücher gewinnen könnt, die hier zur Debütautorenaktion zählen. Somit kann sich ein Einstieg jederzeit noch lohnen. Natürlich könnt Ihr Euch die Bücher aber auch selbst kaufen oder anderweitig beschaffen, die Teilnahme an Leserunden/Buchverlosungen o. ä. ist nicht verpflichtend.
  • Eine Leserunde/ Buchverlosung o. ä. mit Beteiligung der Autorin/des Autors ist keine Bedingung, das heißt alle deutschsprachigen Debütbücher bzw. alle Bücher im Debütjahr der Autorin/des Autors, die in einem Verlag erschienen sind, zählen
  • Auch Debüts von 'Selfpublishern' zählen dazu. Das heißt, dass auch Debütautoren mit ihren Büchern zählen, die nicht in einem Verlag veröffentlichen. Für mich heißt das in der Organisation mehr Aufwand, da mehr Autoren und Bücher zu berücksichtigen sind, aber ausschließen ist doofer! ;-)
  • Hörbücherversionen der Bücher zählen ebenfalls.
  • Es ist nicht schlimm, solltet Ihr Euch für die Aktion anmelden und am Ende keine 15 Bücher schaffen. Ziel ist es doch vor allem tolle neue Autoren und Bücher kennen zu lernen.
  • Unter allen, die es schaffen 15 Bücher deutschsprachiger Debütautoren im Jahr zu lesen/zu hören und zu rezensieren, wird am Ende eine kleine Überraschung verlost, gesponsert von lovelybooks.
  • Bitte listet wirklich nur Rezensionen zu den an diesen Beitrag angehängten Büchern auf. Wenn Ihr eine/n Debütautor/in entdeckt, der/die hier noch nicht gelistet ist, aber zu den Bedingungen passt, schreibt mir bitte eine Nachricht und ich überprüfe das. Die Rezensionslinks aber bitte erst auflisten, wenn meine Zusage gemacht ist bzw. der/die Autor/in und die entsprechenden Bücher im Startbeitrag angehängt sind.
  • Habt bitte Verständnis dafür, wenn meine Antwort auf eine Anfrage mal etwas länger dauert. Ich betreue diese Aktion in meiner Freizeit und habe dementsprechend nicht jeden Tag ausreichend Zeit, um sofort zu reagieren. Aber ich gebe mir Mühe, versprochen!
  • Und noch einmal: Sollte ich Debütautoren, ihre Bücher, Leserunden oder Buchverlosungen übersehen, die hier eigentlich zählen müssten, dann habt bitte Nachsicht und weist mich einfach im passenden Bereich darauf hin. Wenn es passt, werde ich sie an den Starbeitrag anhängen bzw. die Aktion verlinken. Jede Unterstützung dahingehend ist mir sehr willkomen!
Ich wünsche ganz viel Spaß & Freude beim Entdecken neuer Autoren und ihren Büchern, sowie beim gemeinsamen Plaudern & Weiterempfehlen! :-)
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Sammelbeiträge:

  

Aktuelle Leserunden & Buchverlosungen:

- Leserunde zu "Geht's noch!" von Lisz Hirn (Bewerbung bis 3. April)
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- Leserunde zu "Ihr mich auch" von Pia Herzog (Bewerbung bis 10. April)
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- Leserunde zu "Das bretonische Mädchen" von Birgit Constant (Bewerbung bis 26. Mai)

( HINWEISE: Zur besseren Übersicht lösche ich ältere Links nach und nach, alle Bücher bleiben aber an diesem Startbeitrag angehängt, so dass man mit einem Klick auf ein Buch auch leicht die dazugehörige Lese-/Fragerunde/Verlosung finden kann. Die Angaben zur Bewerbungsfrist sind ohne Gewähr.)
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Es zählen ausschließlich Bücher, die an diesen Beitrag angehängt sind bzw. im Laufe des Jahres angehängt werden, sowie die jeweiligen Hörbuchversionen davon, soweit vorhanden
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Für Autorinnen & Autoren:

Du bist Autorin/Autor und veröffentlichst in diesem Jahr dein erstes Buch? Du möchtest dich an der Debütautorenaktion beteiligen?
Dann schreib bitte eine Mail an Daniela.Moehrke@aboutbooks.de für weitere Informationen!
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PS: Natürlich darf hier im Thread munter geplaudert werden, dazu sind alle Leserinnen, Leser und (Debüt-)Autoren herzlich eingeladen.   
Letzter Beitrag von  Bernhard_Grdseloffvor 2 Tagen
Danke baerin!
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Autoren oder Titel-Cover

„Wir haben jetzt die ersten Wölfe gesichtet, weil es bei uns so kalt ist, dass die Uhren stehen bleiben und die Füllfeder im Sack einfriert.“
Feldpost aus Russland vom 17. Jänner 1943


Worum gehts?

Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von „Tante Hansi“ sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren Karton. Darin enthalten: fast 100 Briefe von Leonhard Wohlschläger, Sohn des renommierten Architekten und Wiener Stadtpolitikers Jakob Wohlschläger, und Bruder von Tante Hansi. Schnell wird klar: Die Briefe, datiert zwischen 1933 und 1944, die meisten adressiert an seine Mutter, sind ein spannendes und detailliertes Zeitdokument. Detektivisch folgt Ernst Gelegs der bewegten Familiengeschichte der Wohlschlägers, in deren Zentrum „Hallodri“ Leonhard steht. Sie führt über die Jahrhundertwende in Wien über den Ersten Weltkrieg bis hin zum „Anschluss“ Österreichs und in die Wirren des Zweiten Weltkriegs. Anhand von Leonhards privater Korrespondenz sowie der Feldpost eröffnet sich ein Paradox: Auf der einen Seite spricht hier ein junger, lebenslustiger Sohn, Bruder und Ehemann, auf der anderen Seite erlebt er als Soldat mit klarem Blick das Kriegsgeschehen an der Front. Einfühlsam balanciert Gelegs im Spannungsfeld zwischen Privatheit und den Zeitläuften der Weltgeschichte.

> Informationen zum Buch
> Leseprobe

Ernst Gelegs, geboren 1960 in Wien, studierte Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Seit 1980 beim ORF, ab 1996 ORF-Auslandskorrespondent in London. Ab 1998 war Gelegs im Rahmen der „Zeit im Bild“ als Reisekorrespondent tätig. Er gestaltete Reportagen und Live-Berichte aus insgesamt 20 Ländern, darunter aus Krisengebieten wie Irak, Syrien, Nordirland oder den Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Im Jahr 2000 baute er als Auslandskorrespondent das Büro Budapest auf, das heute unter seiner Leitung als Osteuropabüro des ORF dient. Von Budapest aus betreut der „echte Wiener“ (mit böhmischer Großmutter und ungarischen Wurzeln) die Länder Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Republik Moldau.


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