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Verlag_Kremayr-Scheriau

vor 2 Monaten

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Autoren oder Titel-Cover

„Wir haben jetzt die ersten Wölfe gesichtet, weil es bei uns so kalt ist, dass die Uhren stehen bleiben und die Füllfeder im Sack einfriert.“
Feldpost aus Russland vom 17. Jänner 1943


Worum gehts?

Als ORF-Korrespondent Ernst Gelegs den Nachlass von „Tante Hansi“ sichtet, stößt er auf einen unscheinbaren Karton. Darin enthalten: fast 100 Briefe von Leonhard Wohlschläger, Sohn des renommierten Architekten und Wiener Stadtpolitikers Jakob Wohlschläger, und Bruder von Tante Hansi. Schnell wird klar: Die Briefe, datiert zwischen 1933 und 1944, die meisten adressiert an seine Mutter, sind ein spannendes und detailliertes Zeitdokument. Detektivisch folgt Ernst Gelegs der bewegten Familiengeschichte der Wohlschlägers, in deren Zentrum „Hallodri“ Leonhard steht. Sie führt über die Jahrhundertwende in Wien über den Ersten Weltkrieg bis hin zum „Anschluss“ Österreichs und in die Wirren des Zweiten Weltkriegs. Anhand von Leonhards privater Korrespondenz sowie der Feldpost eröffnet sich ein Paradox: Auf der einen Seite spricht hier ein junger, lebenslustiger Sohn, Bruder und Ehemann, auf der anderen Seite erlebt er als Soldat mit klarem Blick das Kriegsgeschehen an der Front. Einfühlsam balanciert Gelegs im Spannungsfeld zwischen Privatheit und den Zeitläuften der Weltgeschichte.

> Informationen zum Buch
> Leseprobe

Ernst Gelegs, geboren 1960 in Wien, studierte Politikwissenschaften, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Seit 1980 beim ORF, ab 1996 ORF-Auslandskorrespondent in London. Ab 1998 war Gelegs im Rahmen der „Zeit im Bild“ als Reisekorrespondent tätig. Er gestaltete Reportagen und Live-Berichte aus insgesamt 20 Ländern, darunter aus Krisengebieten wie Irak, Syrien, Nordirland oder den Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Im Jahr 2000 baute er als Auslandskorrespondent das Büro Budapest auf, das heute unter seiner Leitung als Osteuropabüro des ORF dient. Von Budapest aus betreut der „echte Wiener“ (mit böhmischer Großmutter und ungarischen Wurzeln) die Länder Ungarn, Slowakei, Tschechien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Republik Moldau.


Bewerbung zur Leserunde:
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann sagt uns, was euch an diesem Buch interessiert und auf welchen Plattformen ihr eure Rezension veröffentlichen werdet. Eine baldige Beteiligung an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension sind gewünscht!

Natürlich sind auch alle LeserInnen mit einem eigenen Exemplar herzlich eingeladen, an unserer Leserunde teilzunehmen.

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! 

> Besucht unsere Webseite! www.kremayr-scheriau.at
> Folgt uns auf Facebook und Instagram und verpasst keine Neuigkeiten und Buchverlosungen mehr.

Autor: Ernst Gelegs
Buch: Liebe Mama, ich lebe noch!

Nele33

vor 2 Monaten

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Die Leseprobe hat mich in ihren Bann gezogen, das Auffinden der vergilbten Postkarten und Briefe, da bekam ich Gänsehaut. Solche Zeitzeugen Berichte sind es Wert gelesen und rezensiert zu werden, damit den nachfolgenden Generationen die Chance gegeben wird , etwas anders zu machen.
Seher gerne würde ich an der Leserunde teilnehmen und mich darüber austauschen.
Rezis folgen auf amazon, Thalia, Weltbild, Hugeldubel, WLD, Lesejury.

Isabell47

vor 2 Monaten

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Ich möchte dieses Buch lesen, weil die Leseprobe mich sofort tief bewegt hat. Ich fand es "spanned", wie der Autor an die Briefe, die Grundlage seines Buches gelangt ist, und ich bekomme sofort einen tiefen Einblick in die Familiengeschichte von Tante Hansi. Der Fund solcher Briefe ist sicherlich selten, aber noch seltener ist es sicherlich, dass jemand darüber ein Buch schreibt und uns an der Vergangenheit teilnehmen lässt. Sehr gerne würde ich dieses Buch lesen.

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parden

vor 2 Wochen

Das Ende und die Zeit danach
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Viv29 schreibt:
Nun, ich bin gespalten. Die Briefe hatte ich mir informativer und auch abwechslungsreicher vorgestellt und ich muß zugaben, ich hatte mir allgemein doch etwas mehr erwartet. Interessant war es aber trotzdem, gerade wegen der Zusatzinformationen. Mal ein wenig sacken lassen.

Das trifft es sehr gut - genauso ergeht es mir auch. Ich werde das Buch auch noch sacken lassen, bevor ich die Rezension schreibe...

___Sophie___

vor 1 Woche

Vorgeschichte

Ich habe bereits ein ganzes Stück gelesen, möchte mich aber natürlich auch zu den Abschnitten im einzelnen äußern ;)-> Der Einstieg fiel relativ leicht und der Autor kann das Geschichtliche sehr gut vermitteln. Tante Hansi hat mich sehr an meine eigene Oma erinnert, die auch bergeweise von alten Dingen gehortet hat. Man weiß ja schließlich nie ;)

___Sophie___

vor 1 Woche

Leonhard und seine Familie

Am Anfang war ich etwas verwirrt, weil ich einzelne Personen ständig verwechselt habe aber dann hatte ich den Dreh raus :). Leonards Vater hinterlässt seiner Familie einen Berg Schulden und brennt dann mit seiner neuen Liebe durch. Das schickt sich natürlich überhaupt nicht. Nicht heute und auch nicht damals. Man erfährt ein paar ziemlich interessante Fakten über Leonard. Er entdeckt wohl ziemlich in Saus und Braus und ruht sich auf dem Namen seines Vaters aus.

___Sophie___

vor 1 Woche

Rezensionen

Danke, das ich dabei sein durfte. 😊
Meine Rezension (auch auf anderen Seiten verlinkt)-> https://www.lovelybooks.de/autor/Ernst-Gelegs/Liebe-Mama-ich-lebe-noch--1888328334-w/rezension/2028968042/
Liebe Grüße Sophie 📚

Anchesenamun

vor 4 Tagen

Elendigliches Sterben in Wien
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Viv29 schreibt:
Die Heuaktion - wieder etwas, was ich nicht wußte. Über den Satz "Leonhard ist nicht dazu gekommen, seine Schulden bei den Brenners zu zahlen" mußt ich ein wenig den Kopf schütteln. Leonhard hatte auch gar nicht vor, seine Schulden zu bezahlen. So hört es sich an, als ob der Bombenangriff das verhindert hätte.

Die Heuaktion kannte ich auch nicht. Furchtbar, aber man ist von den Nazis ja noch Schlimmeres gewöhnt...

Ging mir auch so, als ob er jemals vorgehabt hätte, das Geld zurückzuzahlen! So wie ich ihn einschätze, hat ihn der Tod der Brenners nicht gejuckt, sondern kam ihm recht gelegen.

Es wird ab und an mal geschrieben, dass Leonhard dieses oder jenes zugesetzt hat. Woher weiß der Autor das? Steht das in anderen Briefen? Dann hätte er Auszüge aus diesen veröffentlichen sollen. Leonhard ist in den abgedruckten Briefen egoistisch und mitleidslos. Er hat mit keiner Gruppe irgendwie Mitgefühl, seien es die Kameraden an der Front, die besetzten Einheimischen oder sonstwer, der unter den Nazis leiden muss. ICH ICH ICH. Und ich habe den Eindruck, das kommt nicht davon, dass er als Soldat verroht ist, er war schon immer so.

Anchesenamun

vor 4 Tagen

Das Ende und die Zeit danach
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Bellis-Perennis schreibt:
Bei der Erbschaft wundert mich nur, dass sie allein etwas bekommen hat. Eigentlich hätte sie, nach damaligem öst. Erbrecht, das Erbe mit ihrem Bruder teilen müssen ...

Ich denke, er war da schon verstorben. Tante Hansi wurde ja sehr alt, und die Stiefgeschwister waren jünger.

Anchesenamun

vor 4 Tagen

Das Ende und die Zeit danach

Ich habe leider recht lange für das Buch gebraucht, dass es bei der Thematik nicht "Spaß machen" kann, war klar, aber hier war es eher so, dass sich das Lesen als sehr zäh erwies auf Grund der ständigen Wiederholungen und Belanglosigkeiten in Leonhards Briefen. Und weil er mich mit seiner Art schlicht zur Weißglut getrieben hat.

Dass man dann noch nichtmal erfährt, wie es mit ihm nach dem Krieg weitergegangen ist, stört mich ein bisschen. Ich hätte das gerne erfahren, aber aus dem Verhalten von Tante Hansi kann man sich wohl denken, dass er auch nach dem Krieg kein besserer bzw. anderer Mensch war.

Ich habe schon viele Bücher zum 2. Weltkrieg gelesen, aber bis jetzt hat's noch keins davon geschafft, dass ich nicht Mitleid hatte oder die Menschen sympathisch fand. Hier ist das Gegenteil der Fall. Ich hab mich ertappt, wie ich mir regelrecht gewünscht habe, dass er jetzt mal irgendwie eins auf den Deckel kriegt. Und das ist ja schon beschämend, wenn man so denkt. :-( Aber sowas Unsympathisches hab ich selten erlebt.

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde das Buch im Hinblick auf die vielen anderen Zeitzeugnisse eher überflüssig. Natürlich soll man solche Dokumente erhalten und publizieren. Aber dadurch, dass der Autor so gut wie gar nichts von Leonhard weiß und nur die Briefe hatte, entsteht hier nur etwas Halbgares. Die paar Zusatzinformationen über den Krieg kriegt man aus anderen Geschichtsbüchern her, und alles Andere ist irgendwie alles Spekulation ("Leonhard geht das alles sehr nahe..." - Wo steht das? Mister "Ich tausche lustig Konsumgüter und ärgere mich nur, dass ich nicht befördert werde" hat nie Mitleid o.ä. in seinen Briefen erkennen lassen. Stattdessen hat er ja sogar mal erwähnt, dass er am liebsten - ich glaube, das war in Russland - die Einheimischen abknallen würde (sinngemäß), weil die so gemein und nichtsnutzig sind.

So, ich muss das Buch auch erstmal sacken lassen.

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